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Foto: Tsitsi Dangarembga
TSITSI DANGAREMBGA
( * 1959)
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DER PREIS DER FREIHEIT

und im engl. Original:


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TSITSI DANGAREMBGA (*1959)

1959
Am 14. Februar wird Tsitsi Dangarembga in Mutoko, im östlichen
Simbabwe (damaliges Rhodesien) geboren. Beide Elternteile gehören zur ersten Generation Simbabwes mit akademischer Bildung, die Mutter Susan ist die erste Frau in der Funktion eines Public Service Commissioners in der Mugabe-Regierung, der Vater ist Direktor des Harare Konferenzzentrums.

1960er
Ihre frühe Kindheit, im Alter von 2-6 Jahren, verbringt Tsitsi Dangarembga in Großbritannien, wo sie eingeschult wird.

Im Alter von 6 Jahren Rückkehr nach Simbabwe, wo sie erneut Schona zu sprechen lernt.

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Beschreibung siehe unten

1970er
Secondary-Bildung an der Marymount Missionsschule in Mutare und an der Arundel-Privatschule in Harare (damaliges Salisbury).

1977
geht Tsitsi Dangarembga ins engl. Cambridge, um Medizin zu studieren.

1980
Kurz vor der Unabhängigkeit Simbabwes bricht Tsitsi Dangarembga ihr Studium ab und kehrt in ihre Heimat zurück, wo sie an der Universität von Harare Psychologie studiert.

1985
Bibliografische (oder filmografische) Angabe The Letter, Kurzgeschichte, in: Whispering Land: An Anthology of Stories by African Women 1985.
1987
Bibliografische (oder filmografische) Angabe She no longer weeps, Drama. Harare[1] 1997.
1988
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Nervous conditions[2] (dt: Der Preis der Freiheit, Übersetzung: Ilija Trojanow. Reinbek bei Hamburg 1991), Roman. Harare 1988; London 1988; Seattle 1989; Neuauflage: New York 2003 u. New York 2004 mit einem Vorwort v. Kwame Anthony Appiah. - Beschrieben wird eine Gruppe von Mädchen im kolonialen Rhodesien, die eine doppelte Unterdrückung erfahren: durch die patriarchalen Schona-Strukturen und die Dominanz der Weißen. Im Mittelpunkt steht der Bildungsweg des Bauernmädchens Tambu(dzai) und die damit verbundenen inneren Widersprüche. An der Missionsschule ihres Onkels, typischer Vertreter der ersten Generation der christlich-afrikanischen Elite, erfährt sie eine neue Welt, die mit den Erfahrungen ihrer alten kollidiert. Ihr zur Seite steht die westlich gebildete Cousine Nyasha. Tambus Kämpfe erreichen ihren Höhepunkt, als sie sich weigert, bei der Hochzeit ihrer Eltern, die von ihrem Onkel vorangetrieben worden war, um die Bindung zu legitimieren, die Brautjungfer zu spielen.
1989
Ausgezeichnet mit dem Commonwealth Writers Prize in der Kategorie Afrika für ihren Roman Nervous conditions.
1989-1992
3jähriges Regiestudium an der Film- und Fernsehakademie Berlin.
1992
Gründung der Gesellschaft Nyerai Films in Harare, gemeinsam mit Olaf Koschke u. Musa Ally.
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Neria[3], Drehbuch zum gleichnamigen Film, Regie: Godwin Mawuru. - Die Geschichte der verwitweten Protagonistin, die von ihrem eigenen Schwager betrogen wird, der traditionelle Bräuche benutzt, um sich zu bereichern.

1993 (1994?)
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Passport to Kill, Film. Regie: Tsitsi Dangarembga.

1994
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Die Schönheitsverschwörung, Kurzdokumentarfilm. Regie: Tsitsi Dangarembga, Kamera: Rainer März.

1996
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Everyone's Child, Film. Regie: Tsitsi Dangarembga. - Der Film folgt dem Schicksal von vier Geschwistern, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben.
Bibliografische (oder filmografische) Angabe The Puppeteer (dt: Der Schattentheaterspieler), Film. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga.

1999
beginnt Tsitsi Dangarembga mit dem Verfassen ihrer Doktorarbeit - Humboldt Universität Berlin, Fachbereich Afrikanistik -, Titel: "The exotic has always already been known: changing the content of the black signifier as a means of improving reception of African films".
2000
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Elephant People, Dokumentarfilm. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga.- Über die Auswirkungen des Verbots von Elfenbeinhandel.
Bibliografische (oder filmografische) Angabe On the border, Dokumentarfilm. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga.- Vom Versuch Simbabwes Grenzgebiet für die Anwohner wieder nutzbar zu machen.
2004
Bibliografische (oder filmografische) Angabe High Hopes, Dokumentarfilm. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga.- Über Simbabwer in der Diaspora.
Als Gast bei der 19. Internationalen Tagung der Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland (VAD) an der Universität Hannover.[4]
2005
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Kare Kare Zvako[5] - Mother's Day, Kurzspielfilm. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga, Kamera: Pierre Mennel, 30 min, 35 mm, Shona mit Untertiteln.
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Growing Stronger, Dokumentarfilm. Buch u. Regie: Tsitsi Dangarembga.- Über das Model Tendayi Westerhof, die sich 2002 öffentlich bekannte, HIV positiv zu sein.
2006
Bibliografische (oder filmografische) Angabe Bira[6]. Stopping the Time [The Book of Not: Stopping the Time], Roman.- Beschrieben wird der weitere (Selbstfindungs-)Weg von Tambu, der Protagonistin aus Nervous Conditions, dem ersten Roman der Autorin. Die persönlichen und familiären Widersprüche prallen dabei auf historische und politische Kräfte, die Tambus Gemeinschaft zu zerstören drohen.
Tsitsi Dangarembga lebt zusammen mit ihrem deutschen Mann in Harare, wo sie ein Filmstudio besitzt.
STIMME(N):
(noch nicht aufgenommen)
ANMERKUNGEN:
1) Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Drama Club. Aus dieser Zusammenarbeit resultieren zwei weitere Stücke: The Lost of the Soil und The Third One - genaue Entstehungszeit unbekannt, unveröffentlicht.
2) Der Begriff nervous conditions ist Sartres Vorwort zu Frantz Fanons Buch Die Verdammten dieser Erde entnommen.- Der Roman entstand bereits 1985 und wurde von vier simbabwischen Verlegern abgelehnt, die Rolle der simbabwischen Frau schien zu negativ bewertet zu sein; dies berichtet Doris Lessing in ihrem Buch African Laughter: Four Visits to Zimbabwe.
3) Der Film hat in Simbabwe Zuschauer- und Einnahmerekorde gebrochen und den Black International Cinema Film Award (1993) gewonnen, ebenso wie der Film Everyone's Child, der diesen Preis 1997 gewann und bei dem Tsitsi Dangarembga selbst Regie führte.
4) Mit dem Vortrag von Gedicht und Filmkollage weist sie auf verschiedene Perspektiven der Landbesetzung in Simbabwe hin.
5) Die Redewendung "Kare Kare Zvako" bedeutet wörtlich aus dem Schona übersetzt: "vor langer Zeit" und wird traditionellen Geschichten/Märchen vorangestellt wie etwa das deutsche "es war einmal". Der Film, dessen Handlung auf einem Shona-Volksmärchen basiert, wurde mehrfach ausgezeichnet: GOLDEN DHOW ZANZIBAR 2005, Kurzfilmpreis CINEMAAFRICANO MILANO 2005, Kurzfilmpreis ZIFF 2005
6) Der Begriff Bira entstammt der Schona-Sprache und bezeichnet ein rituelles Fest, das dem Zweck der Kommunikation mit den Klangeistern dient.
Wichtigste Quellen:
http://www.fb10.uni-bremen.de/anglistik/kerkhoff/africanlit/Dangarembga/Androne.htm, in engl. Sprache
http://web.cocc.edu/cagatucci/classes/hum211/dangarembga.htm, in engl. Sprache
http://www.nyeraifilms.com/
   
LINKS:
Tsitsi Dangarembga spricht darüber, Simbabwier zu sein und über die Rolle des Schriftstellers, Soundfile in engl. Sprache.
Bira by Tsitsi Dangarembga - der Romananfang, in engl. Sprache 
Africa's women speak outs, BBC befragt Tsitsi Dangarembga zur Stellung der afrikanischen Frau, in engl. Spr.
Nyerai Films - Dangarembgas Filmgesellschaft in Harare, mit ausführlicher Filmographie
http://web.cocc.edu/cagatucci/classes/hum211/dangarembga.htm, in engl. Sprache
2006-2010 © by Janko Kozmus
REZENSION(EN)
(noch nicht aufgenommen)
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