KHALIL
GIBRAN (1883-1931) |
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| 1883
Am
6. Dezember wird Khalil Gibran als Sohn einer christlich
maronitischen Familie in Becharré, im heutigen
Libanon
geboren.
[1]
1885
Geburt der Schwester Marianna.
1887
Geburt der Schwester Sultana.
Khalil Gibran tritt in eine einjährige Dorfschule
ein, wo er die Grundlagen der arabischen und syrischen
Sprache sowie der Arithmetik erlernt. |
DAS
BESONDERE BUCH:
MIT
KHALIL GIBRAN
DURCH DAS JAHR
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1894
Nach einer Gefängnisstrafe wegen Betrug und Steuerhinterziehung
kommt Khalil Gibrans Vater wieder aus der Haft frei, aber
Haus und Vermögen der Familie sind verloren. Für eine
Weile lebt sie bei Verwandten. |
| 1895
Im Juni wandert Khalil Gibrans Mutter zusammen mit Boutrous,
dem ältesten Sohn aus erster Ehe, mit ihm und zwei weiteren
Geschwistern aus zweiter Ehe in die Vereinigten Staaten - nach
Boston - aus.
Khalils Bruder Boutrous eröffnet einen kleinen Laden, einziges
Einkommen der Familie.
Ende September wird Khalil in Boston eingeschult, zunächst
in eine besondere Klasse für Kinder von Immigranten, wo
er von grundauf Englisch lernen kann. |
1897
Ein Stipendium durch die Förderung der Bostoner Lehrer ermöglicht
Khalil die Rückkehr in den Libanon, um sein Talent zu fördern,
indem er die Möglichkeit wahrnimmt, an der Al-Hikma-Schule
arabische Sprache und Literatur zu studieren. |
1901
Khalil Gibran kehrt nach Boston zurück. Anschließend
Studien in Paris. |
1901-03
Studienaufenthalt in Paris. |
1902
Zeitweiliger Aufenthalt im Libanon und in den USA wegen des Todes
der jüngeren Schwester Sultana, die an Tuberkolose stirbt. |
1903
stirbt auch Khalil Gibrans Bruder Boutrous an Tuberkulose, während
seine Mutter an Krebs stirbt. |
1904
Im Frühjahr erfolgt die erste Ausstellung in einer Bostoner
Galerie (Fred Holland Day's Studio). |
1905
Al-Musica (Die Musik). Essays. Beirut 1905. |
1906
'Ara'is al-Muruj (Die Nymphen der Wiesen)[2].
Erzählungen. Beirut 1906. |
1908
Al-Arwah al-mutamarrida (dt: Rebellische Geister. Übersetzung:
Ursula Assaf-Nowak u. Simon Yussuf Assaf. Olten, Freiburg i. Br.
1983). Erzählungen. Beirut 1908. |
1908-10
Studienaufenthalt in Paris. |
1910
lässt sich Khalil Gibran endgültig in den USA nieder. |
1911
Beginn der Arbeit am Manuskript zu The Madman[3].
Khalil Gibran lernt den irischen Dichter William Butler Yeats
kennen, malt ihn, kritisiert ihn jedoch wegen seines extremen
Nationalismus. |
1912
siedelt Khalil Gibran nach New York über, wo er die meiste
Zeit seines Lebens verbringt.
Beginn der lebenslangen Brieffreundschaft mit der in Kairo lebenden
arabischen Schriftstellerin May Ziadeh[4].
Al-Ajniha al-mutakassira (dt: Gebrochene Flügel.
Übersetzung: Ursula Assaf-Nowak u. Simon Yussuf Assaf. Olten,
Freiburg i. Br. 1985). Liebesgeschichte. Beirut 1912. |
1914
Dam'a wa Ibtisama (Eine Träne und ein Lächeln).
Prosagedichte. Beirut 1914, New York 1914. |
1916
lernt Khalil Gibran Michail Nuaimy kennen, seinen späteren
Biographen und lebenslangen Freund.
Eine Hungersnot ereilt die Levante. Kh. G. engagiert sich für
Hilfsaktionen in den USA. |
1918
The Madman
(dt: Der Narr. Übersetzung: Florian Langegger. Olten,
Freiburg i. Br. 1975). Parabeln. New York 1918.- Lebensweisheiten
in die Form von Parabeln u. Erzählungen gegossen: Als der
Narr aus tiefem Schlaf erwacht, bemerkt er den Verlust seiner
Masken, ohne die er fortan leben muss. |
1919
Al-Mawakib (Der Reigen). Gedicht. Beirut 1919.
Twenty Drawings (Zwanzig Zeichnungen). Gedicht. Beirut
1919. |
1920
Al-Awasif (Die Stürme). Erzählungen. Kairo 1920.
The Forerunner (Der Vorbote). Parabeln und Gedichte.
New York 1920.
Khalil Gibran gründet in den USA die Gesellschaft arabischer
Schriftsteller (Al-Rabita al-qalamiya); Mitglieder sind
prominente arabische Exilschriftsteller. |
1923
Al-Bada'i wat-Tara'if (Schöne und seltene Sprüche).
Kairo 1923.
The Prophet[5]
(dt:
Der Prophet. Übersetzung: Claire Malignon. Olten,
Freiburg i. Br. 1973). Parabeln. New York 1923. - Der Prophet
ist ein Weiser namens Almustafa, der nach zwölf Jahren in
der Fremde in die Heimat zurückkehren will, doch von einer
Gruppe von Menschen davon abgehalten wird; in gleichnishaften
Erzählungen belehrt er diese Menschen. |
1926
Sand and Foam (dt: Sand und Schaum. Übersetzung:
Frank-R. Pohl. Olten, Freiburg i. Br. 1976). Parabeln. New York
1926. |
1928
Jesus, the Son of Man (dt: Jesus Menschensohn. Übersetzung:
Ursula Assaf-Nowak. Olten, Freiburg i. Br. 1988; Düsseldorf
2003). Zeugnisse. New York 1928. |
1931
The Earth Gods (Götter der Erde). Parabeln. New York
(März) 1931.
Am 10 April stirbt Khalil Gibran in New York an Leberzirrhose;
auf eigenen Wunsch wird er in seinem Geburtsort im Libanon
beerdigt. |
1932
The Wanderer (dt: Der Wanderer. Übersetzung: Hans
Ch. Meiser. München 1987). Parabeln. New York 1932. |
| 1933
The Garden of the Prophet (dt: Im Garten des Propheten.
Übersetzung: Hans Ch. Meiser. München 1986; unter
dem Titel Die Rückkehr des Propheten mit Illustrationen
v. Stefanie Nickel. Düsseldorf 2002). Parabeln. New York
1933. |
1959
Al-Majmu'a al-kamila li Mu'allafat Jibran Chalil Jibran (Gesammelte
Werke von Gibran Khalil Gibran). Hg. v. M. Nuaimy. Beirut 1959
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1979
Geheimnisse des Herzens u. 1980 Abgründe des Herzens
(Auswahl aus der engl. Übersetzung Secrets of the Heart.
Übersetzung: Eva Hirsch. Olten, Freiburg i. Br. |
1982
Das Reich der Ideen, Anthologie; Übersetzung: Eva Hirsch.
Freiburg i. Br. 1982. |
1983
The love letters of Kahlil Gibran to May Ziadeh (dt:
Liebesbriefe an May Ziadeh. Übersetzung: Ursula Assaf-Nowak,
Simon Y. Assaf. Düsseldorf 2000). Übersetzt und herausgegeben
von Suheil Bushrui und Salma Haffar al-Kuzbaria. Longman Group
United Kingdom 1983 u. Oxford 1995.
Das Khalil Gibran Lesebuch, Ausgewählte Texte u. Aufsätze
zum Werk; Übersetzung: Ursula Assaf-Nowak u. Helmut T. Heinrich.
Freiburg i. Br. 1983; Taschenbuchausgabe unter dem Titel Ausgewählte
Texte. München 1986. |
1985
Spiegel der Seele - Gedanken von Khalil Gibran, Anthologie.
Mit Reproduktionen nach Photografien v. Wolfgang Wilfing. Wien
u. München 1985. |
1988
Gedanken des Meisters (Nach der engl. Übersetzung The
Voice of the Master. Übersetzung: Hans Ch. Meiser. München
1988).
Worte wie Morgenröte, Anthologie. Freiburg i.
Br. 1988. |
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| (noch
nicht aufgenommen) |
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1) Durch die
Übertragung des Namens aus dem Arabischen ergeben sich
verschiedene Schreibweisen; neben der im Titel verwendeten existieren:
"Gibran Khalil Gibran", "Dschabran Ghalil Dschabran",
"Djubran Chalil". Hinzu kommt noch eine Besonderheit
im Falle von Khalil Gibran, dessen Name beim Eintrag in die
Schule von Boston mit "Kahlil Gibran" verkehrt übertragen
wurde und im angloamerikanischen Bereich beibehalten worden
ist.
2) Das erste
Buch mit einer Frau im Mittelpunkt. Eine erste Annäherung
an den Idealtypus der Frau, den Khalil Gibran in weiteren Büchern
- Rebellische Geister u. Gebrochene Flügel
- variierte. Für Gibran gehörte die Frau in der arabischen
Kultur zu den Unterprivilegierten, für deren Belange er
sich einsetzte.
3) Das erste
in engl. Sprache verfasste Buch von Khalil Gibran, der neben
dem klassischen Arabisch eben auch in engl. Sprache schrieb.
4) Im Jahre
1912 [andere Quellen sprechen von 1914, J.K.] schrieb die in
Palästina geborene spätere Schriftstellerin u. Frauenrechtlerin
erstmalig an Khalil Gibran, um ihm zu sagen, wie bewegt sie
gewesen sei von der Rolle der Selma Karameh in The Broken
Wings. May Ziadeh, die wie Gibran neben der arabischen auch
die englische u. französische Sprache fließend beherrschte,
zog 1908 nach Kairo, wo sie u.a. für die ägypt. Zeitung
Al-Ahram journalistisch tätig war und einen literarischen
Salon unterhielt (vgl. Al-Ahram Weekly Nr. 571 v. 31.01.2002).
1911 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Isis Copia
ihre Gedichte. Sie hielt die Brieffreundschaft mit Kh. G. bis
zu seinem Tod aufrecht u. war eine glühende Verfechterin
seiner Werke.
5) Das Buch
Der Prophet bedeutet für den Autor Khalil Gibran
den internationalen Durchbruch, es wird in zwanzig Sprachen
übersetzt und gilt als eines der erfolgreichsten Bücher
der arabischen Sprache. Das Buch Der Prophet ist - wie
alle seine Bücher - von tiefer Religiosität getragen,
allerdings unterschied Khalil Gibran zwischen der Religion und
deren Vertretern auf Erden, die er angriff, indem er von einer
gegen das Volk gerichteten Allianz der Geistlichkeit mit der
"Klasse der Herrschenden" sprach.
Wichtigste Quelle neben dem Internet:
Theis, Veronika: Khalil Gibran, in: KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur,
edition text+kritik) |
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| Ansprechende
u. ausführliche Gibran-Seite bei leb.net (in engl.
Sprache). |
| SPIRITS
REBELLIOUS by Khalil Gibran, aus dem Arabischen ins Englische
übertragen v. ANTHONY RIZCALLAH FERRIS |
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KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik) |
| 2004-2008
© by Janko Kozmus |
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| (noch
nicht aufgenommen) |
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Elias Khoury, Libanon
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Amin Maalouf, Libanon
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Alaa al Aswani, Ägypten |
Tahar Ben Jelloun, Marokko |
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Assia Djebar, Algerien
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Tarek Eltayeb, Sudan |
Gamal al-Ghitani, Ägypten |
Yasmina Khadra, Algerien |
Mohammed Khaïr-Eddine, Marokko |
Sahar Khalifa, Palästina |
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Abbas Khider, Irak/Deutschland
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Ibrahim al-Koni, Libyen
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Nagib Machfus, Ägypten
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Alia Mamduch, Irak
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Nawal El Saadawi, Ägypten
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Rafik Schami, Syrien/Deutschland
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Boualem Sansal, Algerien |
Hamid Skif, Algerien |
Ahdaf Soueif, Ägypten |
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Miral al-Tahawi, Ägypten
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Najem Wali, Irak |
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Mustafa Zikri, Ägypten
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