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| BINYAVANGA
WAINAINA
(
* 1971) |
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BINYAVANGA
WAINAINA (*1971) |
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| 1971
Im Januar wird Binyavanga Wainaina in Nakuru, in
der Provinz Rift valley, Kenia,
geboren, seine Mutter stammt aus
Uganda.
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1970er
u. 80er
Schulbildung an der Primary School in Nakuru, der
Mangu High School in Thika und der Lenana School in
Nairobi. |
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1991
emigriert Binyavanga Wainaina nach Südafrika[1],
wo er an der University of Transkei, Ostkap,
Commerce zu studieren beginnt.
1995
Zeitweilige Rückkehr nach Kenia.
Erste Reise nach Uganda, wo Binyavanga Wainainas
Großeltern mütterlicherseits leben[2].
1996
Umzug nach Kapstadt. Arbeit als freier
Journalist, u.a. schreibt er regelmäßig
für die südafrikan. Zeitung Sunday
Times[3].
2000
Rückkehr nach Kenia, in seine Heimatstadt
Nakuru.
2002
Ausgezeichnet mit dem mit $ 15000 dotierten
Caine Prize For African Writing für
die autobiographische Kurzgeschichte Discovering
Home[4].
2003
Mitbegründung des Literaturjournals
Kwani?
Als Anerkennung für seine Verdienste
für die kenianische Literatur wird Binyavanga
Wainaina von der Kenya Publisher's Association
ausgezeichnet.
2005
Lesung in Toronto aus dem noch nicht
vollendeten Buch The Fallen World of Appearances[5].
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ONE
DAY I WILL WRITE ABOUT THIS PLACE
Originalausgabe, in engl. Sprache
Zur Buchkritik
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2006
Im Okt. lässt Binyavanga Wainaina der Schweizer
SonntagsZeitung einen zynischen Offenen Brief
zukommen als Reaktion auf Äußerungen des
Schweizer Bundesrats Blocher, der an die Adresse der
Afrikaner Pauschalvorwürfe erhob, in denen Faulheit
und die Unfähigkeit, ökonomisch zu handeln,
unterstellt wird. [6]. |
2006/07
(?) [7]
Magister-Studium in Creative Writing in
England, an der University of East Anglia in
Norwich, Norfolk. Gleichzeitig wird er gefördert
als writer-in-residence am Union College in
Schenectady, New York. |
2006/09
Discovering Home[8]. |
2007
lehnt Binyavanga Wainaina den Preis Young Global
Leader des Weltwirtschaftsforums ab.
Warum es nervt, wie alle Afrika helfen wollen,
Bericht; in: Zeitschrift für Kulturaustausch (57).
Regensburg 2007 |
2008
Gastprofessur für Creative Writing am
Williams College, Massachusetts. |
2009
Leitung des Chinua Achebe Centers am Bard College
in Upstate New York. |
2011
One Day I will write about this place, Autobiografie.
Saint Paul, Minnesota, USA 2011[9]. |
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| (noch
nicht aufgenommen) |
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| 1)
In einem Gespräch mit der BBC äußert
sich Binyawanga Wainaina über das politische
Klima in seiner Heimat und in Südafrika. Erst
mit dem Wechsel nach Südafrika habe er verstanden,
was in seiner Heimat verkehrt lief, denn hier unter
dem angeblichen Apartheidsystem "... hatte
eine schwarze Person mehr zu sagen und hatte mehr
Einfluss auf die weiße Regierung als der Durschnittskenianer
auf die Moi-Regierung. Hier war ein Land, wo jedermann
seine Streitfragen so laut wie möglich austrug
und niemand glaubte, das Land würde auseinanderbrechen,
wie man das uns zu glauben machen versuchte."-
Vgl. "Voices of Kenya's Voters", 2002.
- Übersetzung: J. K. - BBC gab mehreren Kenianern
die Gelegenheit, sich anlässlich der bevorstehenden
Präsidentschaftswahl zu Wort zu melden. Daniel
arap Moi durfte nicht mehr kandidieren u. es gelang
ihm auch nicht, seinen Favoriten, den Kenyatta-Sohn
Uhuru an die Macht zu bringen, stattdessen wurde
Mwai Kibaki, Mois früherer Vizepräsident, von der
NARC
gewählt. Wainaina lässt in seinem Statement
keinen Zweifel daran, was er von den beiden Kandidaten
hält, beide, Uhuru Kenyatta wie auch Mwai Kibai,
stünden für eine "vergeben und vergessen"-Politik.
2)
Einen sehr lebendigen Bericht dieser Reise gibt
Binyawanga Wainaina in einem Artikel in der südafrikan.
Sunday Times v. 06.12.98. Anlass der Reise
war der 60. Hochzeitstag der Großeltern, zu
dem die Verwandten aus verschiedenen Ländern
anreisen. Ziel ist der Kisoro District im Südwesten
Ugandas, an Ruanda und Kongo angrenzend. Wainainas
Familie mütterlicherseits gehört den Tutsi
Bufumbira an, die in dieser Gegend leben. Ein sehnsuchtsvoll
erwarteter Gast ist eine Tante Rosaria samt Familie,
die sich wegen der Hutu-Tutsi-Kämpfe Monate
lang im Keller verstecken musste. - Dieser Bericht
fliesst zu weiten Teilen ein in die preisgekrönte
Geschichte Discovering Home. Die zu entdeckende
Heimat meint zum Einen das mütterliche Uganda
und zum Anderen Kenia, in das er aus Südafrika
zeitweilig zurückkehrt, um möglichst viel
zu reisen.
3)
In seinen Beiträgen erweist sich Binyawanga
Wainaina auch als Experte für die Afrikanische
Küche. Als solcher hat er, wie anlässlich
der Caine-Preisverleihung geschrieben wurde, 13.000
Rezepte gesammelt.
4)
Die ägypt. Autorin Ahdaf
Soueif, Vorsitzende der Jury, der neben
anderen auch Abdulrazak
Gurnah angehört, äußert
sich zu Discovering Home folgendermaßen:
"Eine gekonnte und fein imaginierte Geschichte.
Sie bewegt sich mit Weisheit und Humor sowie Originalität
zwischen verschiedenen afrikanischen Schauplätzen,
ein brillantes Zeichen für die zukünftige
Arbeit des Autors." Vgl. BBC NEWS Online v.
16.07.2002- Übersetzung: J. K.
5)
In ihrem Blog Diary of a Mad Kenyan Woman
schwärmt die kenian. Assistenzprofessorin Wambui
Mwangi von Wainainas Talent und Persönlichkeit,
gibt aber leider keinerlei konkrete Angaben zum
neuen Buch des Autors.- Vgl. The nature of talent:
Reading Binyavanga Wainaina.
6)
Die Äußerungen des Schweizer Bundesrats
Blocher haben in Bern bereits zu einer Demonstration
von Afrikanern geführt, die sich den Mund zuklebten
und Schilder wie "Faul" oder "Krimineller"
u.ä. umhängten. Zu lesen im Schweizer
Tagesanzeiger v. 21.10.06. Dort heißt
es am Ende: "Bundesrat Blocher hatte am 14.
September in der Staatspolitischen Kommission (SPK)
des Nationalrates laut seinem Departement zur «weit
verbreiteten Ratlosigkeit im entwicklungspolitischen
Umgang mit Afrika» gesprochen. Einen Monat
später wurde das Sitzungsprotokoll der Westschweizer
Zeitung «Le Matin dimanche» zugespielt."
In der frz.-sprachigen SonntagsZeitung steht
u.a. zu lesen, Blocher habe selbst Erfahrungen mit
Afrikanern, da er vor 20 Jahren zwei Fabriken gebaut
habe, zwei Jahre später habe man diese nicht
mal mehr betreten können. "Es gibt da
unten keine entsprechende Kultur, nicht mal bei
den Afrikanern, die in der Schweiz ausgebildet worden
sind" ("Il n'y a là-bas pas de culture
correspondante, même chez les Africains qui ont
été formés en Suisse."). Er, Blocher, habe
im Gespräch mit europäischen Ministern
einen Marshallplan für Afrika vorgeschlagen,
vergleichbar dem, der nach dem Krieg in Westdeutschland
in Kraft trat, und die Antwort habe gelautet, dafür
bräuchte man eine Bevölkerung, die das
Verlangen habe, wirtschaftlich voranzuschreiten,
was in Afrika nicht der Fall wäre.
Wainaninas spöttische Reaktion in besagtem
Offenen Brief: "Afrika könnte massenweise Babys
verkaufen, für Fotografen Völkermorde organisieren
und das Rhythmus-Gen an die Asiaten verkaufen und
sich so selbst helfen." Was die Industrialisierung
Afrikas anginge, so Wainaina, könne man seinen
Industrialisierungpsplan in der zu gründenden Firma
"Afrika-Zukunft-GmbH" realisieren, Afrika
könne «Markenbabys» verkaufen.
Neben der Anfrage aus den USA - siehe Angelina Jolie
und Madonna - würde auch die aus Europa ansteigen.
"Auch das afrikanische Elend könne man zum
Verkaufsschlager machen. Binyavanga will Filmrechte
und Romanrechte verkaufen, wenn jemand Kriege oder
Hungersnöte thematisieren will. Für solche Katastrophen
gibts dann eine Lizenz zum Berichten. Für Fotographen
könne man beispielsweise auch einen Völkermord durchführen.
Kostenpunkt: 30 000 Franken. " (Vgl. "Afrikaner
sind faul: Antwort an Blocher", http://www.afrikanet.info/)
7)
Unterschiedliche Angaben in den Quellen.
8) Unterschiedliche Angaben
in den Quellen. Auch eine Gattungszuordnung für
Discovering Home fällt schwer, da auch
hier unterschiedliche Angaben kursieren: Entweder
handelt es sich um einen Erzählband, dessen
Titel von der preisgekrönte Kurzgeschichte
entliehen wurde oder - wie es an anderer Stelle
heißt - um eine Fortschreibung und Erweiterung
der besagten Kurzgeschichte.
Neueste Angaben - 02/09 - sprechen von einem biografischen
Werk.
9)
Der nigerianische Schriftsteller Helon
Habila schreibt im britischen Guardian
über ONE
DAY I WILL WRITE ABOUT THIS PLACE: "Binyavanga
Wainaina hat eine feinsinnige Autobiografie über
das Heranwachsen in Ostafrika geschrieben (...)
Obwohl seine Verleger das Buch als Memoiren bezeichnen,
ermangelt es ihm an einem einheitlichen Thema wie
Wole
Soyinkas Aké: The Years of Childhood,
or Man Died: Prison Notes, über seine Zeit
im Gefängnis während des nigerianischen
Bürgerkriegs. Es handelt nicht einmal vom Entdecken
des eigenen kulturellen Erbes, wie Philippe Wambas
Kinship, oder über Abreise, Rückkehr und
Exil, wie Eva Hoffmans Lost in Translation. Es ist
eine lose Erzählung über das Erwachsenwerden,
eine Art von autobiografischem Portrait eines Künstlers
als junger Mann, bis zu dem Abschnitt, als er erwachsen
ist. Dann wird es einfacher Kommentar und Kritik,
aber in brilliant Weise."- Vgl. Helon Habila:
One Day I Will Write About This Place by Binyavanga
Wainaina – review, im Guardian
v. 4.11.2011.
Wichtigste Quellen:
Christmas in the shade of war, Artikel v.
B. W., in: Sunday Times SA v. 06.12.98
BBC: Voices of Kenya's Voters - Binyavanga Wainaina,
2002.
About the Assets of Global Aid to Africa, Unveröffentlichtes
Interview mit B. W. von Christa Tippet, 12. November
2008, Studio of American Public Media of St. Minnesota |
| |
| BBC:
Voices of Kenya's Voters - Binyavanga Wainaina, 2002. |
| The
nature of talent: Reading Binyavanga Wainaina,
Bericht einer Lesung B. W. aus seinem neuem Buch,
Toronto 2005 |
| Discovering
Home, Preisgekrönte Kurzgeschichte v.
Wainaina. |
| Kwani,
v. Wainaina gegründetes Online-Journal (erscheint
auch in Printform). |
| The
Hidden Treasure of Mathare, Artikel v. B. W. mit
weiteren Links zu anderen Artikeln auf travelintelligence.net |
| 2006
- 2011 © by Janko Kozmus |
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(noch nicht aufgenommen) |
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Meja Mwangi, Kenia |
Ngugi wa Thiong'o, Kenia |
Chinua Achebe, Nigeria |
Chimamanda Ngozi Adichie, Nigeria |
|
Mongo Beti, Kamerun
|
Shimmer Chinodya, Simbabwe |
|
Tsitsi Dangarembga, Simbabwe
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Fatou Diome, Senegal
|
Tarek Eltayeb, Sudan |
Buchi Emecheta, Nigeria |
Nuruddin Farah, Somalia |
Tsegaye Gabre-Medhin, Äthiopien |
Abdulrazak Gurnah, Sansibar |
Helon Habila, Nigeria |
Ahmadou Kourouma, Côte d'Ivoire |
Alexandre Kum'a Ndumbe III., Kamerun |
Alain Mabanckou, Republik Kongo |
Jack Mapanje, Malawi |
Patrice Nganang, Kamerun |
Ben Okri, Nigeria |
|
Wole Soyinka, Nigeria
|
Yvonne Vera, Simbabwe |
Abdourahman A. Waberi, Dschibuti/Frankreich |
| |
Daily Nation, Die Gefahr feministischer Literatur,
2011 |
Daily Nation, Mehr Heime am Flughafen von Nairobi
abgerissen, 2011 |
Daily Nation, Bericht über eine Befragung zur
Sicht der Kenianer auf verschiedene Länder der
Welt, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Südafrikaner
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Süd-Sudanesen
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ruander
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Nigerianer
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ghanaer
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Botsuaner
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
The Standard, Herausgeber von The Standard
verhaftet, 2008 |
The Standard, Ngugi Wa Mirii stirbt im simbabwischen
Exil, 2008 |
Kenya Times, Todesopfer nach Zusammenstößen
rivalisierender Gemeinden, 2007 |
Kenya Times, Statistische Befragung von 2.400 Frauen
zum Thema Sexualität, 2007 |
KBC, Todesurteil wegen Raub und Misshandlung im Fall
Ngugi wa Thiong'o und Ehefrau, 2006 |
The Standard, Über die Leiden eines kenianischen
Sargmachers, 2006 |
The Standard, Über den niedrigen Entwicklungsstand
Kenias, 2006 |
The Standard, Über die korrupteste Institution
in Kenia, 2005, Afrika-Chronik |
Kenya Times, Friedensnobelpreis 2004 für die
Kenianerin Wangari Maathai, Afrika-Chronik |
Kenya Times, Über Ngugis Mundarttheorie,
Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über illegale Handlungen der Studenten
an Kenias Hochschulen, Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über das Analphabetentum in Kenia,
Afrika-Chronik |
Daily Nation, Reaktion auf den Mord an Ausschussvorsitzenden,
Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über die Prügelstrafe an Kenias
Schulen, Afrika-Chronik |
The East African, Über die Moi-Biographie v.
Andrew Morton, Afrika-Chronik |
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