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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
The New Times, Rwanda's Leading Newspaper (New Times, Rwanda)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©

 

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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
21. Juli 2005
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Ruanda ·  
The New Times, Rwanda
Unter dem Titel "Gacaca lädt Ntihinyurwa vor" berichtet Edwin Musoni für die ruandische Tageszeitung The New Times von der im Zusammenhang mit dem Völkermord von 1994 stehenden Anklage gegen den römisch-katholischen Erzbischof Thadée Ntihinyurwa.
Am heutigen Tage, so der Autor, werde der römisch-katholische Erzbischof Thadée Ntihinyurwa vor einer Gacaca-Gerichtssitzung im Bezirk Nyamasheke in der Provinz Cyangugu erscheinen müssen, um Fragen im Zusammenhang mit dem Völkermord von 1994 zu beantworten. Der 63-jährige Ntihinyurwa sei angeklagt, ein Mitglied der berüchtigten Todesschwadron gewesen zu sein, welche eine führende Rolle bei der Planung und Ausführung beim "100-Tage-Schlachten" an der Ethnie der Tutsi und politisch moderaten Hutu gespielt habe. Die Ankläger werfen dem Erzbischof, der seinerzeit Bischof der Cyangugu Präfektur gewesen sei, vor er habe an verschiedenen Völkermordverschwörungen in der Region teilgenommen.
Es wird behauptet, Ntihinyurwa sei ein enger Freund von Agathe Habyarimana gewesen, von der man annimmt, sie sei zusammen mit ihren Brüdern und hochrangigen Armeeoffizieren hinter der Todesschwadron gestanden. Agathe war die Frau des früheren Präsidenten Juvénal Habyarimana. Es sei nicht möglich gewesen, heißt es in dem Bericht weiter, eine Stellungnahme von Ntihinyurwa zu erhalten, da sein Handy ausgeschaltet war, als dieser Artikel in Druck ging.
Als die New Times jedoch seinen persönlichen Sekretär, Fr. Vedaste Nsengiyumva, anrief, gab dieser an, man der Erzbischof sei nicht zu sprechen, da er von einem Meeting sehr müde sei. Und als die Angelegenheit ihm unterbracht wurde, fügte er hinzu, man solle sich bis zum Gacaca-Gericht gedulden, dort werde man mit ihm sprechen können.
Agenturberichten zufolge habe der Erzbischof geäußert: "Nicht der Angeklagte muss die Anklagen erklären."
Bevor er 1996 zum Erzbischof ernannt worden sei, war Ntihinyurwa 16 Jahre als Bischof der Cyangugu Präfektur im Amt.
Der Bericht schließt mit dem Hinweis, dass weitere Mitglieder der Katholischen Kirche in Ruanda, einschließlich des Bischofs der Gikongoro-Diozöse, Augustine Misago, im Zusammenhang mit dem Völkermord von 1994 angeklagt worden seien. · (New Times, Rwanda, ÜE: J.K.)
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