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AFRIKA-CHRONIK |
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JORDANIEN |
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KulturSchock
Vorderer Orient
Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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JORDANIEN
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Stand:
17.07.09
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···············································································
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| 25.
Mai |
1899 |
In dem Ort Irbid - dem antiken Arabella -, im großsyrischen
Teil des Osmanischen Reiches [heute: Nordjordanien] wird der
künftige Dichter Mustafa Wahbi Al Tell, auch bekannt als
Arar (auch: Irar) geboren. |
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1948 |
In Amman, der Hauptstadt des seit zwei Jahren von Großbritannien
unabhängigen Haschemitischen Königreichs Jordanien wird
der spätere Schriftsteller Elias Farkouh geboren. |
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1953 |
Im jordanischen Hauwara wird der künftige Schriftsteller
und Kolumnist Hashem Ghareibeh geboren. |
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1955 |
In al-Turra wird Yahia al-Naimie geboren; er wird sich später
unter dem Namen Amjad Nasser als Dichter und Essayist einen
Namen machen.
In
dem jordanischen Dorf Malîh bei Mad wird der künftige Schriftsteller
Saoud Qubailat geboren. |
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1959 |
In Ghazawiyya wird der spätere Dichter und Künstler Mohammad al-Ameri
geboren. |
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1968 |
Im nordjordanischen Dorf Deir al-Sa`na wird der künftige
Schriftsteller Mohammad Sanajleh geboren. |
| 23.
März |
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Die
englischsprachige Ausgabe des libanesischen Wochenblatts An-Nahar
berichtet von der Errichtung einer arabischen Denkfabrik, dem
Club of Aqaba. → mehr
dazu · (An-Nahar,
ÜE:
J.K.) |
| 18.
(17?) Dezember
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In seiner Wohnung in Damaskus stirbt der am 18. Dezember 1932
bei Amman geborene jordanische Schriftsteller Ghalib Halasa.
1956 wurde der systemkritische Linke für immer aus seiner
Heimat verbannt und lebte fortan in verschiedenen arabischen
Metropolen. Seine kritische Haltung führte auch da mehrfach
zu Arrest und Ausweisung.
Halasa verfasste neben philosophischen und literaturkritischen
Texten mehrere Romane, die in deutscher Übersetzung nicht
vorliegen. |
25.
Mai
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100.
Geburtstag des Dichters Mustafa Wahbi Al Tell, auch bekannt
als Arar (auch: Irar).
Jordanien feiert das Jubiläum des 1949 verstorbenen Poeten
auf mannigfache Weise, u. a. erscheint ihm zu Ehren eine Briefmarke.
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| 20.
März |
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Zu Ehren des im Februar verstorbenen Dichters Mu'nis Al Razzaz
wird eine 40-Tage**-Gedächtnisfeier
vom jordanischen Kulturministerium veranstaltet, bei der die
Leistungen des Autors gewürdigt werden.
Der 1951 geborene Al Razzaz hat sich auch als Romancier sowie
als Kolumnist einen Namen gemacht. |
| 2.
Juli |
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Die
englischsprachige Tageszeitung The Jordan Times berichtet
von einer 26-jährigen Frau, die von ihrem jüngeren
Bruder am Donnerstag zu Hause erstochen wurde. Es wird vermutet,
dass die Tat aus Gründen der Familienehre begangen worden
sei, so offizielle Stellen.
Das Opfer, das am Mittwoch aus der Sicherungsverwahrung entlassen
worden war, erhielt zahlreiche Stichwunden in Brust und Rücken,
außerdem wurde ihm die Kehle durchschnitten, wie berichtet
war der jüngere Bruder der Täter, der sich kurz darauf
selbst auslieferte.
Laut Quelle sei das Opfer fast ein Jahr vor dem Mord außerehelich
von seinem Cousin geschwängert worden.
Im April des Jahres sei das Opfer zu seiner eigenen Sicherheit
von den Behörden inhaftiert worden, so die Quelle zur Jordan
Times.
Die Familie des Opfers habe das Büro der Gouverneursverwaltung
am Mittwoch aufgesucht und eine Garantie, ihrer Tochter würde
nichts geschehen, unterschrieben. Aber am Donnerstag wurde das
Opfer - wie berichtet - von seinem Bruder im familiären
Heim erstochen.
The Jordan Times konstatiert, das Opfer sei die elfte
Person, die im Königreich seit Beginn des Jahres in sogenannten
"Ehrenverbrechen" getötet wurde.
Am Montag bat der Minister des Inneren, Samir Habashneh, mit
lokalen → NGO's
und Experten zusammenzuarbeiten, um eine konkrete Lösung
zu finden, solchen Verbrechen, welche etwa zwanzig Frauen jährlich
das Leben kosteten, ein Ende zu setzen. (...) ·
(Jordan
Times, ÜE:
J.K.) |
| 6.
Juli |
2004 |
Sharia-Richter
dementieren Meldungen, wonach Gerichte sich weigerten "khuloe-Fälle"
(Scheidungsrecht der Frauen) anzunehmen. Dies meldet die Tageszeitung
The Jordan Times in einem Bericht von Rana Husseini aus
der jordanischen Hauptstadt Amman. →
mehr
dazu · (Jordan
Times, ÜE:
J.K.) |
| |
2004 |
Die
Jordan Times berichtet von der zweiten Jugendgruppe,
die eine Sommerlagerprüfung abgeschlossen hat; Inhalt waren
Sommerlageraktivitäten und Freiwilligenarbeiten, die von
den Jordanischen Streitkräften und dem Bildungsministerium
gefördert werden.
"Die Teilnehmer, alles Schüler der 10. Klassen öffentlicher
und privater Schulen", heißt es weiter, "unterzogen sich
einem Fitness-Training, Zielschießen und erhielten Lektionen
in Staatsbürgerkunde und Freiwilligenarbeit." Die Jugendlageraktivitäten
seien organisiert worden nach Anweisungen Seiner Majestät
König Abdullah. Der König hatte die Aktivitäten
für Schüler und Studenten angemahnt, um deren Sinn
für öffentliche Belange anzuregen und sie zu ermuntern
sich zu Freiwilligendiensten ihrer Gemeinde zu melden.
Bei einer Zeremonie im King Abdullah Ben Al Hussein-Stadium
graduierte die Gruppe; hohe Armeeoffiziere sowie hohe zivile
Vertreter öffentlicher Ämter wohnten der Zeremonie
neben den Eltern der Schüler bei.
· (Jordan
Times, ÜE:
J.K.) |
| 23.
November |
2004 |
Die englischsprachige Jordan Times berichtet aus Petra
von der Jordanisch-Deutschen Universität, die ihre Tore
für Studenten des nächsten akademischen Jahrs, 2005-2006,
öffnen wird. Anders als in den anderen hohen Bildungseinrichtungen
Jordaniens wird diese Universität die Studenten in Fächern
wie Industrie-Ingenieurswesen, Techniken für medizinische
Dienste, Krankenhäuser und Hotelmanagement sowie in "anderen
Feldern, die dem lokalen Arbeitsmarkt angehören" ausbilden.
Als eine regionale Institution wird die Universität einheimische
wie auch ausländische Studenten unterrichten; sie wird
auf die Bedürfnisse des Privatsektors ausgerichtet sein.
Deutschland wird ein Team von Lehrern entsenden, "um zum Erfolg
des Projekts beizutragen". · (Jordan Times,
ÜE:
J.K.) |
| zeit |
los |
Arabische Sprüche und Weisheiten:
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| 8.
März |
|
"Aktivistinnen
loben Verbesserungen im Frauenrecht."
Unter diesem Titel berichtet Rana Husseini aus Amman für
die Jordan Times von positiven Veränderungen, aber
auch von den Hindernissen auf dem Weg zur gesetzlichen Gleichstellung
der Frau im Königreich. →
mehr
dazu· (Jordan
Times, ÜE:
J.K.) |
| 1.
März
|
|
Die englischsprachige Tageszeitung Jordan Times berichtet
von den Gewinnern des Inquirer Award 2005:
"Die britische Botschaft in Amman und die brit. Thomson
Foundation gibt während einer Verleihungszeremonie,
die am Montag in Amman stattfand, die Gewinner des Inquirer
Award 2005 bekannt".
Der 1. Preis in der Print-Kategorie ging an Marlain Khaleefeh
von der libanesischen Zeitung An Nahar für den
am besten recherchierten Report im Bereich der Printmedien
für eine Untersuchung von Leben u. Werk des libanesischen
Journalisten Samir Qassir, der im letzten Jahr ermordet wurde.
Der 2. Preis in der Print-Kategorie ging an Emad Shahin von
der jordanischen Wochenzeitung Al Shahed weekly für
seine Untersuchung des Handels mit menschlichen Organen in
Jordanien und den 3. Platz in der Print-Kategorie nahm Hmoud
Al Mahmoud von der syrischen Zeitung Tishreen ein.
In der TV-Kategorie ging der 1. Platz an Raeda Waqqaf für
den ivestigativen Report des Syrischen Fernsehens zum "aktuellen
Zustand der Altstadt von Damaskus", der 2. Platz in dieser
Kategorie wurde an Khaled Al Faqeeh von Al Manar Television
für seine Untersuchung über die Verbreitung
von Krebs in den südlichen Teilen von Hebron verliehen.
Der 3. Platz in der TV-Kategorie ging an Radwan Shalaby vom
Al Quds educational television channel.
Journalisten aus Jordanien,
→
Syrien, dem →
Libanon sowie aus →
Palästina, so
die Jordan Times, seien qualifiziert gewesen, um den
Titel des investigativen Reporters des Jahres 2005 in zwei
Kategorien zu wetteifern: In den Printmedien u. - das erste
Mal für diese Region - das Fernsehen. (...)
· (Jordan Times,
ÜE:
J.K.) |
| 14.
November |
2006 |
Amman - (Abteilung Kommunikation & Information - Königlich
Hashemitischer Hof) - Die englischsprachige Jordan Times
berichtet vom Besuch des palästinensischen Dichters Samih
Al Qassem in Jordanien, wo er von Seiner Majestät König
Abdullah am Dienstag empfangen worden sei. Samih Al Qassem war
in der vergangenen Woche in Jordanien angekommen, um an den
Aktivitäten anlässlich des ersten Jahrestages der
Terrorattacken in Amman teilzunehmen. "Der König lobte
Al Qassems Beitrag zur arabischen Literatur und Kultur. Er dankte
ihm im Besonderen für ein Gedicht, dass er im Gedenken
an die Bombenopfer verfasst hatte". Der Poet habe dem König,
heißt es abschließend, drei Exemplare seines letzten
Gedichtbandes Sadder than Water übergeben. ·
(Jordan Times,
ÜE:
J.K.) |
| 5.
Juni |
|
"Neue
Berufsverordnung soll mit Kinderarbeit fertig werden",
überschreibt Dalya Dajani ihren Bericht für die Tageszeitung
Jordan Times.
Eine Berufsverordnung, die die Arbeitsbedingungen für Kinder
im Land regulieren soll, werde laut Ankündigung eines Beamten
am Montag noch in diesem Monat veröffentlicht. →
mehr
dazu · (Jordan
Times, ÜE:
J.K.) |
| 7.-14.
November |
2007 |
Der
jordanische Schriftsteller und Journalist Fakhri Saleh, der
u.a. für die Kulturredaktion der jordanischen Zeitung
Al Dustur schreibt, ist in der südkoreanischen
Stadt Jeonju beim Asia Africa Literature Festival (AALF)
zu Gast. Neben anderen sind auch viele der arabischen Nachbarn
geladen, zu den bekanntesten zählen: → Nawal El Saadawi,
Salwa Bakr und Sonallah Ibrahim aus → Ägypten,
der irakische Romancier Ali Bader sowie der palästinensische
Lyriker
→ Mahmoud Darwish.
In seinem Bericht wird Fakhri Saleh - nach einem
Hinweis auf eine Vorkonfernz, die im September statt gefunden
hatte - schreiben: "Nun sollen dem literarischen Austausch
zwischen Afrika und Asien neue Horizonte geöffnet werden.
Dieser Aufbruchsgeist kam in der 'Erklärung von Jeonju' klar
zum Ausdruck, die von über dreihundert Schriftstellerinnen
und Schriftstellern aus verschiedenen Kulturkreisen anlässlich
des im November abgehaltenen Literaturfestivals aufgesetzt
und unterzeichnet wurde. Die Teilnehmer strichen die Bedeutung
einer 'direkten Zusammenarbeit zwischen asiatischen und afrikanischen
Schriftstellern ohne westliche Mediation und Intervention'
hervor". Vgl. Fakhri Saleh: Asien trifft Afrika – eine
neue «kulturelle Weltordnung»?, in: NZZ v. 07.01.08
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| 23.
März |
2009 |
"Vater
und Söhne im letzten ‚Ehrenverbrechen' der fahrlässigen
Tötung beschuldigt",
überschreibt
Rana Husseini ihren Bericht für die englischsprachige
jordanische Tageszeitung Jordan Times.
Amman - "Staatsanwalt Salah Taleb klagte am Sonntag einen
48-jährigen Vater und dessen beiden Söhne im Teenager-Alter
wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit dem
Totschlag an ihrer weiblichen Angehörigen an." .
→
mehr dazu,
·
(Jordan Times, ÜE:
J.K.) |
8.
Juni
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2009 |
Rom
- Der 1959 als Sohn libanesischer Eltern in Amman geborene Maler
und Schriftsteller Rabih Alameddine wird für seinen
Roman Rabih Alameddine, Hakawati. Il cantore di Storie (Hakawati,
Der Geschichtenerzähler) mit dem Premio Roma in
der Sektion bester ausländischer Roman ausgezeichnet.
- Vgl. www.premioroma.it |
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
**
Die Trauerzeit für Verstorbene beträgt nach islamischen
Brauch meist 40 Tage
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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