| 16.
Juli |
1929 |
In
Douala wird der zukünftig vielfach begabte Künstler
→
Francis Bebey
geboren. |
| 14.
September |
1929 |
In Ebolowa, in der Südprovinz Kameruns wird der spätere
Politiker, Diplomat und Schriftsteller frz. Sprache →
Ferdinand Léopold
Oyono
geboren. |
| 30.
Juni |
1932 |
In Akométam bei Mbalmayo, Kamerun, wird Alexandre Biyidi Awala
geboren. Er wird später den Namen seiner Ethnie Beti
annehmen und als französischsprachiger Schriftsteller
→
Mongo
Beti Berühmtheit erlangen. |
| 1.
November |
1946 |
In Douala wird der zukünftige Historiker, Germanist, Wissenschaftsautor
und Schriftsteller → Alexandre Kum'a Ndumbe III.
in eine Königsfamilie hinein geboren. |
| 20.
Juli |
1947 |
Bole Butake, künftiger kamerun. Dramatiker engl. Sprache,
wird geboren. |
| 1.
Mai |
1950 |
Im kamerunischen Bondé wird das Multitalent Werewere
Liking geboren. Die künftige Schriftstellerin, Dramatikerin,
Malerin und Filmemacherin wird in traditioneller Umgebung von
ihren Großeltern großgezogen. |
| |
1961 |
Als sechstes von zehn Kindern wird die spätere Schriftstellerin
Calixthe Beyala in Douala geboren. |
| 3.
Oktober |
|
Woungly-Massaga, der alte Guerillaführer, schreibt einen
unterwürfigen Brief an Präsident Biya und kündigt
die Gründung einer "Partei der Volkssolidarität" sowie
das Ende seines Exils an: "In der gegenwärtigen Situation",
zitiert die tageszeitung, "wäre meine Rückkehr
äußerst dienlich, um eine wahre Psychotherapie der
Ausmerzung postkolonialer Traumata durchzuführen. Es ist
unfaßbar, daß nationale Persönlichkeiten wie
→
Mongo
Beti
oder Ndeh Ntumazah weiter im Exil leben, während seit acht
Jahren ein Intellektueller Ihrer Statur das Land (Kamerun) regiert."
· (Vgl. taz v. 04.02.1991) |
| |
1994 |
In
Douala wird der in Deutschland lebende Germanist, Politologe,
Wissenschaftsautor und Schriftsteller
→ Alexandre Kum'a Ndumbe
III. vom Ältestenrat seiner Familie auf den Thron des
Königshauses Bele Bele berufen. |
| 23.
April |
|
An diesem Sonntagmorgen wird in dem Dorf Nkolfané, am westlichen
Stadtrand der kamerunischen Hauptstadt Jaunde der 1930 geborene
Jesuitenpater, Historiker und Dichter frz. Sprache Engelbert Mveng
ermordet aufgefunden. |
| 7.
Juni |
|
Die in Edéa geborene kamerunische Autorin Marie Claire Dati
nimmt als eine von "fünfzehn Poeten" in →
Hannover im Rahmen der
EXPO 2000 an dem Projekt Blumen für Schwitters. Nachdichtungen
von Anna Blume von und mit fünfzehn Poeten aus aller
Welt teil. |
| |
2000 |
In einem Artikel von Dominic Johnson berichtet die tageszeitung
aus Kamerun, wo nahe Duala ein Massengrab mit 36 Leichen entdeckt
wurde. Sie titelt: "Kamerun findet seine Verschwundenen". →
mehr dazu ·
(taz) |
zeit
|
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
|
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|
Der
kamerun. Dichter und Romancier frz. Sprache und Musiker Francis
Bebey stirbt infolge einer Herzattacke in seiner Geburtsstadt
Douala.
Zu seinen bedeutendsten Büchern zählen der mit dem
Grand Prix de la Littérature Africaine ausgezeichnete
Roman Le Fils d'Agatha Moudio (dt: Der Sohn der Agatha
Moudi) sowie der Roman L'enfant-pluie (dt: Das
Regenkind. Wuppertal 1997), für den er den Prix
Saint-Exupéry erhielt. |
| |
2001 |
In der kamerunischen Hafenstadt Douala stirbt im Alter von
69 Jahren mit →
Mongo
Beti einer der größten Schriftsteller des Landes.
Beti war 1951 zum Studium nach Frankreich gegangen und blieb
über 40 Jahre, bis er 1991 in seine Heimat zurückkehrte.
Mit seinem zweiten Roman Le pauvre Christ de Bomba
(dt: Der arme Christ von Bomba. Wuppertal 1982), einer
beißenden Satire auf die Welt der Missionare und des
Kolonialismus, erregte der Autor Aufsehen. Das 1972 erschienene
Werk Main basse sur le Cameroun, autopsie d'une décolonisation
(Beschlagnahme des Kamerun, Autopsie einer Dekolonisation)
wird in Frankreich zunächst verboten, und erst nach jahrelangem
Kampf gelingt Beti zusammen mit seinem Verleger 1977 die Aufhebung
des Verbots. |
| 25.
Oktober |
2001 |
In
Jaundé, der Hauptstadt des Landes, stirbt 71-jährig
der kamerunische Schriftsteller René Philombe. Mit ihm
verliert das Land in diesem Jahr den dritten ihrer größten
Vertreter innerhalb der Literatur, da neben →
Mongo
Beti auch Francis Bebey vor wenigen Monaten gestorben ist
(→
siehe
oben).
Der unter dem Namen Philippe Louis Ombédé 1930
in Ngaoundéré, im Norden des Landes, geborene
Autor und Übersetzer engagierte
sich zeit seines Lebens auch politisch und war Mitglied der
nationalistischen und marxistischen Partei UPC (l'Union des
Populations du Cameroun). |
| 3.
November |
2001 |
Zum
knapp vor einem Monat verstorbenen kamerunischen Schriftstellers
Beti schreibt die tageszeitung: "Als Todesursache werden
Hepatitis und Nierenversagen angegeben." Manche Kameruner
seien jedoch überzeugt davon, heißt es weiter, dass
→ Mongo
Beti im
staatlichen Krankenhaus von Duala keines natürlichen Todes
gestorben sei. (taz) |
| |
2002 |
Der
seit Jahrzehnten in Deutschland lebende Germanist, Politologe,
Wissenschaftsautor, Schriftsteller und Thronerbe des Königshauses
Bele Bele von Douala
→ Alexandre Kum'a Ndumbe III.
kehrt dauerhaft in seine Heimat, nach Douala zurück.. |
| |
|
Kalungi Kabuye titelt in der ugandischen Tageszeitung THE
NEW VISION: "Armer
→
Mongo Beti."
Während seiner langen Karriere als Schriftsteller habe
sein Geburtsland sehr angestrengt versucht ihn zu vergessen.
"Die meisten Ugander vergaßen alles über ihn,
als sie die Schule verließen und Bücher wie Mission
To Kala (dt: →
Besuch in Kala ...
Wuppertal 2003) und The Poor Christ of Bomba nicht mehr
lesen mussten. Als er nun am 7. Oktober 2001 starb, unternahmen
die Offiziellen in Kamerun noch größere Anstrengungen
ihn vergessen zu machen. Bis zum heutigen Tag wissen wenige
Ugander, dass dieser Mann starb. Dabei hatte er großen
Einfluss auf die afrikanische Literatur in jenen Tagen, als
wir versuchten unsere Identität als eine andere, als die
uns von den Europäern eingeimpfte zu finden..." · (New
Vision, ÜE:
J.K.) |
| 14.-29.
Mai |
|
Der 1970 in Yaoundé geborene Literaturwissenschaftler
und Autor des Romans →
Hundezeiten
→
Alain
Patrice Nganang hält sich als Gastwissenschaftler am
Zentrum für Literaturforschung (ZfL) in Berlin auf.
|
| 9.
Oktober |
2003 |
Unter
dem Titel "Remember →
Mongo
Beti" gedenkt die Tageszeitung Cameroon tribune
des Schriftstellers:
"Am 7. Okt. 2001 starb Alexandre Biyidi Awala, alias Mongo
Béti, in Douala im Alter von 69 Jahren. Der Schriftsteller
war für seine fruchtbare Schaffenskraft anerkannt, aber
auch bekannt als lebhaft ungestümer Charakter."·
(Cameroon
tribune, ÜF:
J.K.) |
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Ferdinand
Léopold Oyono wird 75 Jahre alt.
Aktuell hat er das Amt des Kulturministers inne. Der Vater von
drei Kindern kann auf eine erfolgreiche politische Karriere
zurückblicken. In den letzten Jahrzehnten bekleidete er
das Amt des Botschafters in europäischen und arabischen
Ländern, bevor er zum Minister ernannt wurde.
In den Jahren 1956 bis 1960 schrieb der Autor Ferdinand Oyono
drei Romane, die noch heute innerhalb der afrikanischen antikolonialen
Literatur herausragen: Une Vie de Boy (1956, dt: Flüchtige
Spur Tundi Ondua. Düsseldorf 1958); Le Vieux nègre
et la Médaille (1956, dt: Der alte Neger und die Medaille.
Düsseldorf 1957 und Der alte Mann und die Medaille.
Ost-Berlin 1972 u.); Le Chemin d'Europe (1960). |
| 30.
November |
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"Selbstmord
in Minrex"
titelt
Souley Onohiolo für die französischsprachige Tageszeitung
Le Messager aus Kamerun.
"Der
Adjudant Emmanuel Atéba, im Dienst einer Musikkompanie der Armee,
jagt sich in Jaunde eine Kugel in den Kopf."
→ mehr dazu
·
(Messager, Kamerun,
ÜF:
J.K.)
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| 11.
Mai |
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"Oku
/ Mbessa-Zusammenstöße: 80 Häuser brannten",
überschreibt Choves Loh seinen Bericht auf der Titelseite der
französisch- und englischsprachigen Tageszeitung Cameroon tribune,
in dem es um "die zweite Konfrontation in drei Monaten" zwischen
dem Oku- und dem Mbessa-Volk in der Nordwest-Provinz gehe und
die Tote und Verletzte gefordert habe. →
mehr
dazu ·
(Cameroon tribune,
ÜE:
J.K.) |
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |