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AFRIKA-CHRONIK |
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LANDESCHRONIKEN |
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NIGERIA II |
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Jagua
Nana u.
Jagua Nana's Daughter
in engl. Sprache!
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CHRONIK
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Zur Sozial- und Literaturgeschichte
Afrikas* |
| von
innen und außen |
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NIGERIA (Teil
II: 2001 bis heute) |
| Stand:
04.01.12 |
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| ··············································································· |
| 23.
April |
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Todestag von Cervates und Shakespeare. Die →
UNESCO
machte diesen Tag im Jahre 1995 zum Welttag des Buches. Aus
diesem Anlass veranstaltete das Berliner Haus der Kulturen eine
Lesung von Wole Soyinka, der aus seinem gerade ins Deutsche
übersetzten Buch →
Die Last des Erinnerns
las. Die Berliner Zeitung gibt einen atmosphärischen
Bericht:
"(Aber) bevor Soyinka zu lesen beginnt, erzählt er
von seinem letzten Besuch in Berlin. Damals, im Jahr 1990, trat
er zusammen mit Heiner Müller ebenfalls im Haus der Kulturen
auf. Müller habe mit seiner Flasche Whisky auf dem Podium
gesessen, er selbst mit einem Glas Rotwein. Ein solches Glas
steht auch am Sonnabend vor ihm. Und als Soyinka es zum ersten
Mal erhebt, tut er es nicht, um daraus zu trinken, sondern um
einen Schluck Wein auf den Boden zu gießen. 'Das ist für
Heiner Müller', sagt er. 'So grüßen wir diejenigen,
die zu den Vorfahren gegangen sind.'" · (Berliner
Zeitung) |
| 3.
August |
2001 |
Die südafrikanische Wochenzeitung Mail & Guardian
gibt mit dem Nigerianer →
Helon Habila den diesjährigen
Gewinner des Caine Literaturpreises für Afrikanische Literatur
bekannt.
→
mehr
dazu ·
(Mail & Guardian, Südafrika, ÜE:
J.K.) |
| 14.
Oktober |
2001 |
Die Süddeutsche Zeitung berichtet aus Nigeria
von über 200 Toten, die bei Zusammenstößen
zwischen Christen und Muslimen in der Stadt Kano ums Leben
gekommen waren. Anlass für die Straßenschlachten
waren anti-amerikanische Proteste.
In einem mehrheitlich von Moslems bwohnten Außtenbezirk
der Stadt seien tausende, der Minderheit angehörende
Christen geflohen. Dies bezeugten Bewohner der Stadt. Die
Süddeutsche zitiert einen der Geflüchteten:
"In (dem Bezirk) Zangong wurden die Menschen geschlachtet.
Es müssen mehr als 200 umgebracht worden sein letzte
Nacht". (SZ)
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| 13.
März |
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"Nigeria
In den Mühlen der islamischen Justiz",
schreibt die SZ
Sufiyatu Huseini aus Nordnigeria sei vergewaltigt worden und
habe ein Kind bekommen – nun soll sie dafür gesteinigt
werden.
Die Süddeutsche Zeitung zitiert →
Michael
Bitala in einem Bericht vom 12. März aus Nairobi :
"Wenn es kein Erbarmen mehr gibt, wird Sufiyatu Huseini
in ein paar Wochen bis über die Hüften in ein Loch
eingegraben...
Dann werden sich Männer um sie herum versammeln und Steine
in den Händen halten, nicht zu groß und nicht zu
klein, faustdick sollen sie sein, so hat es der Richter bestimmt.
Und wenn der vermeintliche Wille Gottes dann vollstreckt ist,
wenn der 35-Jährigen das Leben aus dem Körper gesteinigt
wurde, dann soll dies eine Lehre für alle Frauen in Nordnigeria
sein", schreibt Bitala weiter, "denn Sufiyatu Huseini
hat nach Ansicht der strenggläubigen Muslime die zweitschlimmste
Sünde nach der Gotteslästerung begangen: Ehebruch.
Den angeblichen Beweis dafür hält sie die meiste Zeit
im Arm – Adama, ihren Sohn." · (SZ)
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| 25.
März |
2002 |
Die Süddeutsche Zeitung berichtet aus Nigeria von
Safiya Husaini, einer wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung
verurteilten Frau. Nach internationalen Protesten sei die Nigerianerin
von einem islamischen Berufungsgericht freigesprochen worden.
· (SZ) |
| 26.
August |
2002 |
Die
Süddeutsche berichet aus Nigeria von Proteste gegen den
Schönheitswettbewerb:
"Nach dem Steinigungsurteil gegen die 31-jährige Amina
Lawal kritisieren islamische Fundamentalisten und die amtierende
Miss Norwegen die Austragung des Schönheitswettbewerbs
in Nigeria - aus unterschiedlichen Gründen." ...
Islamische Fundamentalisten sehen in den Miss-Wahlen "eine
Vergiftung der moralischen Atmosphäre des Landes und eine
Strategie, um durch die Ausbeutung von Frauen Geld zu machen"...
· (SZ) |
| 29.
August |
2002 |
In Nigeria spricht ein Scharia-Gericht ein weiteres Steinigungsurteil
aus, so die Süddeutsche Zeitung:
"Die Richter der nigerianischen Bundesstaaten, die die
Scharia eingeführt habe, lassen sich von den zahlreichen
internationalen Protesten nicht beirren: Nach der Verurteilung
Amina Lawals wurde jetzt ein unverheiratetes Paar zum Tod verurteilt."
Vor diesem Hintergrund, heißt es weiter, habe der UN-Entwicklungsfonds
für Frauen die nigerianische Regierung aufgefordert, "ihre
Verpflichtung zum Schutz aller Bürger einzuhalten.
'Im 21. Jahrhundert darf das Recht einer Frau, sich ihre Partner
zu wählen, nicht ein Steinigungsurteil nach sich ziehen',
erklärte Fonds-Direktorin Noeleen Heyzer am Mittwoch in
New York..." · (SZ) |
| 23.
November |
2002 |
Nach
den Unruhen in Nigeria werde die Miss-World-Wahl nun nach London
verlegt, berichtet die Süddeutsche Zeitung:
Die seit Tagen anhaltenden schweren Unruhen anlässlich
der Miss-World-Wahl zwischen Christen und Muslimen in Nigeria
hätten ca. 100 Opfer gefordert, 500 weitere seien verletzt
worden.
"... Anlass des Aufruhrs, der am Mittwoch in der Stadt
Kaduna begann, war ein Zeitungsartikel, in dem die Kritik von
Muslimen an der Miss-World-Wahl in der nigerianischen Metropole
zurückgewiesen wurde. Der Verfasser schrieb, selbst der
Prophet Mohammed hätte vielleicht eine Kandidatin zur Frau
genommen, was von Fundamentalisten als Beleidigung ihres Glaubens
aufgefasst wurde."
Auch nach der Verlegung des Wettbewerbs nach London dauern die
gewalttätigen Ausschreitungen in Nigeria an. "Hunderte
bewaffnete Moslems zogen nach Augenzeugenberichten randalierend
durch die nigerianische Hauptstadt Abuja. In Kaduna kam es zu
heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften."
· (SZ)
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| zeit |
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
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| 12.
Dezember |
2002 |
→ Wole
Soyinka kommentiere im Vorwort seines zuletzt erschienen
Gedichtbandes, so die New York Times, in harschem Ton
den Missbrauch von Religion in Nigeria anlässlich des Versuchs
den "Miss World-Schönheitspomp" abzuhalten, der
mehr als 200 Opfer gekostet habe. "In diesem Land, ist Religion
benutzt worden, sie ist benutzt worden für kurzsichtige,
engstirnige politische Zwecke", zitiert The New York Times
Wole Soyinka. · (NYT,
ÜE:
J.K.) |
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| 28.
September |
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Unter
dem Titel
"Amina
Lawal singt das Freiheitslied"
berichtet die nigerian. Tageszeitung Vanguard über
die Freilassung der durch das Sharia-Recht zum Tode durch Steinigung
verurteilten Frau.
→
mehr dazu
·
(Vanguard, ÜE:
J.K.) |
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2003 |
In einem Artikel von George Onah berichtet die nigerian. Tageszeitung
Vanguard von ethnischen Unruhen in der Delta-Region.
Trotz Anstrengungen der Regierung, den Frieden zu sichern,
heißt es, sei in Lukugbene und Ologbobubor "ethnische
Gewalt ausgebrochen". Die Übergriffe haben sich am Freitag
ereignet, und man verdächtigt militante Jugendliche der
Ijaw-Gemeinden. Ologbobubor sei teilweise und Lukugbene vollständig
niedergebrannt worden. Man versuche Angaben über die
Höhe der Opfer zu erlangen, so der zuständige Chefberater
der Regierung für die Delta-Jjaw-Gemeinden Dan Ekpebide.
Er sagte weiter, man habe auf die Jugendlichen der Gemeinden
eingewirkt, keine Vergeltungsangriffe zu unternehmen und bedauere,
dass die ethnischen Gruppen trotz Regierungsanstrengungen
keinen Frieden wollten. Der Kommandierende der militärischen
Sicherheitskräfte in diesem Bundesstaat, Brigadegeneral
Elias Zamani, bestätigte den Angriff und sagte: "die
Intervention meiner Männer hat verhindert, dass Ologbobubor
dem Erdboden gleich gemacht wurde". (...)
Die ständigen ethnischen Kriege haben den Einsatz einer
ständigen militärischen Eingreiftruppe durch die
Regierung notwendig gemacht. Seit diese im September ihren
Einsatz begann, wurden ethnische Gewaltausbrüche reduziert,
bis zu der jüngsten Attacke. (Vanguard,
ÜE:
J.K.) |
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Der bekannte nigerianische Menschenrechtsanwalt Gani Fawehinmi
organisiert vor dem Hintergrund gewaltsamer Auseinandersetzungen
in verschiedenen Regionen des Vielvölkerstaats den Protest,
der eine "souveräne Nationalkonferenz" fordert.
Unter
dem Titel "Nigerias Demokraten suchen Demokratie" berichtet
Hakeem Jimo für die tageszeitung aus Lagos.
→
mehr
dazu · (taz)
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15. August |
2004 |
"Was
den Sex angeht, sind wir nur Possenreißer - Meine Antwort"
v. → Chimamanda
Ngozi Adichie.
Unter diesem Titel bringt die englischsprachige nigerianische
Tageszeitung VANGUARD den Text einer Gegendarstellung zu einem
Interview, dass die Autorin des Orange-Prize-nominierten Romans
Purple Hibiscus Chimamanda Ngozi Adichie den, wie sie
hier bezeichnet werden, "Glitterati-Seiten" der ebenfalls
nigerianischen Tageszeitung THISDAY gegeben hat. In dem bewussten
Interview vom 1. Aug. 2004 seien ihr vom Interviewer, Chude
Jideonwu, Behauptungen unterstellt worden, die sie klären
wolle, da sie sich falsch dargestellt fühlt. → mehr dazu
· (Vanguard,
ÜE:
J.K.) |
| 25.
Oktober
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Der 1958 geborene nigerianische Dichter, Essayist und Literaturwissenschaftler
Ezenwa Ohaeto stirbt
in einem Krankenhaus im engl. Cambridge. In seiner Heimat war
Ohaeto vor allem als Poet beliebt, internationale Anerkennung
erlangte er mit seiner 1997 erschienenen →Achebe-Biographie:
→ Chinua Achebe.
A Biography. |
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Die nigerianische Tageszeitung Daily Sun, die sich selbst
als König der Boulevardblätter bezeichnet, stellt
in einem erstaunlich detaillierten Bericht den wenig beachteten
literarischen Norden des Landes vor:
"Die
Schriftsteller des Nordens haben ein Zeichen in der nigerianischen
Literatur gesetzt - Mallam Aliyu Jibia"
→ mehr
dazu · (Daily
Sun, Nigeria ,
ÜE:
J.K.) |
| 8.
August |
2006 |
Von der zwischen den USA und Nigeria hin und her pendelnden
→ Chimamanda Ngozi Adichie
erscheint im britischen Guardian ein Artikel, der ihre
Liebe zu ihrem Heimatland bekundet: Buildings fall down,
pensions aren't paid, politicians are murdered, riots are in
the air ... and yet I love Nigeria (Gebäude stürzen
ein, Renten werden nicht bezahlt, Politiker werden ermordet,
Krawalle liegen in der Luft ... und trotzdem liebe ich Nigeria). |
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2006 |
Einer
der größten Schriftsteller Nigerias, der in dem Ort
Minna, im Westen des Landes geborene anglophone Schriftsteller
Cyprian Ekwensi wird 85 Jahre alt.
Der bekannteste seiner zahlreichen Romane - ein Klassiker der
afrikanischen Literatur - trägt als Titel den Namen seiner
Protagonistin Jagua Nana (1961;
dt. 1987). Aus dem Blickwinkel dieser Figur durchleutet Ekwensi
das moderne nigerianische (Großstadt-)Leben. Jagua Nana
scheut nicht davor zurück, um ihre hohen Ansprüche
zu finanzieren, ihr Geld auf der Straße zu verdienen.
Gleichzeitig ermöglicht sie mit dem so erworbenen Geld
ihrem zwanzig Jahre jüngeren Liebhaber ein Studium in England.
Noch bevor dieser zurückkehrt, gerät die Heldin durch
ihre Tätigkeit in das korrupte Feld politischer Machenschaften. |
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Der
Roman Half of a Yellow Sun (New York 2006; dt: Die
Hälfte der Sonne, Übersetzung: Judith Schwaab.
2007) der nigerianischen Schriftstellerin →
Chimamanda
Ngozi Adichie wird mit dem mit £ 30.000 dotierten Orange
prize ausgezeichnet. Damit ist Adichie die bisher jüngste
und zugleich erste afrikanische Trägerin dieses angesehenen
britischen Literaturpreises.
Hintergrund der Geschichte des Romans sind die Seperationsbestrebungen
Biafras und der sich anschließende nigerianische Bürgerkrieg
in den 60er Jahren. Ausgebreitet werden die brutalen Auswirkungen
des Krieges auf die einfache wie auch die Bildungsschicht des
Landes. Erzählt wird aus der Perspektive des 13jährigen
bäuerlichen Houseboys Ugwu, der eines Tages zum Militärdienst
einberufen wird und der Zwillingsschwestern Olanna and Kainene,
die aus einem reichen und angesehenen Hause stammen. Die Beziehung
der beiden Schwestern droht zu zerreißen, als sich ein
Mann zwischen sie schiebt; der britische Ausgebürgerte
Richard hält sich in Nigeria auf, um ein Buch über
die Kunst der Igbo-Ukwu zu schreiben. |
| 14.
Juni |
2007 |
"Achebe
gewinnt globalen Literaturpreis",
überschreibt Uduma Kalu seinen Bericht für die nigerianische
Tageszeitung The Guardian. Die Rede ist vom Internationalen
Man Booker Preis, der an Nigerias "literarische Ikone Prof. → Chinua Achebe"
gegangen ist, wie am gestrigen Morgen bekannt wurde.
Achebe, der von einer der JurorInnen, der "gefeierten Schriftstellerin
→ Nadine
Gordimer", als "Vater der modernen afrikanischen Literatur"
bezeichnet wurde, sei der zweite Gewinner dieses Preises. →
mehr
dazu · (NgrGuardian,
ÜE:
J.K.) |
| |
2007 |
Der in Kafanchan, im zentralen Bundesstaat Kaduna, geborene
Autor Biyi Bandele-Thomas wird 40 Jahre alt.
Das vielseitige Talent veröffentlichte zahlreiche Bücher
- Theaterstücke, Romane sowie Lyrik - . In Deutschland
bekannt geworden ist der Autor mit seinen beiden Romanen Bozo
David Hurensohn und Kerosin Mangos, wovon der letztere
als das reifere Werk gilt. Zuletzt erschien mit The Street,
1999, sein dritter Roman, "ein surrealer und pikaresker
Fischzug durch die sonderbaren und wundervollen Straßen von
Brixton" und im selben Jahr eine Adaption des Romans Oroonoko
v. Aphra Behn (1640-1689), der von einem Sklaven in Suriname
handelt. Im brit. Independent hieß es dazu: Bandele-Thomas'
Oroonoko enthält "politische Empörung,
aber auch einen erfrischenden Mangel an politischer Korrektheit." |
| |
2007 |
Im
Alter von 86 Jahren stirbt der anglophone Schriftsteller Cyprian
Ekwensi in Enugu.
Ekwensi hat über 40 Bücher veröffentlicht, Romane,
Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Mit der Erzählung
When Love Whispers, die er in kleinen Heftchen auf dem
Onitsha Markt vertrieb, begründete er 1947 die sog. Onitsha
Market Literature. Sein bekanntestes Buch ist der 1961 veröffentlichte
Roman Jagua Nana. |
| 4.
April |
2008 |
"Nigerias
Unmoral besteht aus Heuchelei nicht aus Miniröcken",
schreibt
die zwischen den USA und ihrer Heimat pendelnde Schriftstellerin
→ Chimamanda Ngozi Adichie.
In dem Artikel, der zwei Tage zuvor
bereits im britischen Guardian erschienen ist, wendet
sich die nigerianische Schriftstellerin gegen
ein Gesetz, das "unanständige" Kleidung in der
Öffentlichkeit unter Strafe stellen soll. Danach darf der
Ausschnitt von den Schultern abwärts höchstens zwei
Zoll (ca. 5 cm) betragen und die Taille einer Frau, die älter
als 14 Jahre ist, dürfe nicht zu sehen sein. Ein Gesetz,
das sich nach Ansicht der Autorin eindeutig gegen Frauen wende.
Und wie immer würden geschlechtsspezifische Angelegenheiten
durch die Zugehörigkeit zur Unterschicht kompliziert. Dieses
Gesetz betreffe in einem weiteren Sinne Gesellschaften,
für die Frauen sichere Sündenböcke darstellten
und Nigeria sei nur ein Beispiel dafür. [...] Abschließend
stellt Chimamanda
Ngozi Adiche fest: "Dieses Gesetz hat viele
Unterstützer, die sicher wissen, dass die moralische Dekadenz
in unserer Gesellschaft nicht daher kommt, dass Frauen Miniröcke
tragen, sondern von Männern und Frauen, die stehlen und
öffentlich Gott danken, nachdem sie gestohlen haben, weil
die Fähigkeit sich ehrlich auszudrücken kompromittiert
wird von einem buchstäblichen und symbolischen Hunger,
weil wir die Kultur der Heuchelei begrüßt und festgeschrieben
haben. Und es ist diese Kultur der Scheinheiligkeit, die dieses
Gesetz bewahren wird". ·
(This Day, Nigeria, ÜE:
J.K.) |
| 16.
Dezember |
|
Präsident
Umaru Musa Yar'Adua wird heute den National Merit Award an Chukwuemeka
Ike und den Nobelpreisträger Prof. Wole Soyinka verleihen,
heißt es in der englischsprachigen nigerianischen Tageszeitung
This Day. Die Tageszeitung bezieht sich auf einen
Bericht, der am gestrigen Abend von der nigerianischen Fernsehgesellschaft
Nigeria Television Authority (NTA) ausgestrahlt wurde, in dem
es hieß, der Preis würde in der Präsidenten-Villa Aso Rock überreicht
werden. →
Wole
Soyinka
würde für seine hervorragende akademische Leistung ausgezeichnet
werden. Entgegennehmen wird Soyinkas Sohn Olaokun den Preis.
|
| 13.
Juli |
|
Akinwande
Oluwole → Soyinka,
→
nigerian.
Schriftsteller engl. Sprache und erster Literaturnobelpreisträger
Afrikas, wird 75 Jahre alt. |
10.
Oktober |
|
Sunday Nation, die Sonntagsausgabe der englischsprachigen
Tageszeitung Daily Nation in →
Kenia
präsentiert online eine Reihe von Berichten, die zeigen,
wie das Land und das kenianische Volk von seinen afrikanischen
Nachbarn wahrgenommen und gesehen wird. Aus Lagos kommt zum
Thema folgender Bericht:
"Meine
Schüler haben so viel über das Rift Valley gelernt"
Funke Osae-Brown fasst für Sunday Nation die nigerianischen
Meinungen zusammen, die die Kenianer und ihr Land beleuchten.
Als ersten stellt er den kenianischen Bauingenieur Joseph Mwangi
vor, der sich nie hätte träumen lassen, einmal in
Nigeria zu landen.
→
mehr
dazu · (Sunday
Nation , Kenya,
ÜE:
J.K.) |
5.
Sept. |
2011
|
"Plastikflaschenhaus
erstmalig in Nigeria",
überschreibt Yinka Kolawole seinen Artikel für die
englischsprachige Tageszeitung Vanguard. Eine
innovative Technologie sei in Form von recycelten Plastikflaschen
für den Hausbau in den nigerianischen Wohnungsbausektor
eingeführt worden. "Dies bedeut einen Aufschwung
in dem Plan der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für
alle bis zum Jahr 2020." ·
→ mehr dazu
·
(Vanguard Online,
ÜE:
J.K.) |
| 3.
November |
2011 |
"Preise
von Lebensmitteln in Abuja steigen",
überschreiben die beiden Autoren Olanrewaju Yusuf und Udoh
Chidozie Ernest ihren Bericht für die englischsprachige
Tageszeitung Peoples Daily.
Zwei Tage vor dem "Eid-el Kabir"-Fest seien die Preise
für Lebensmittel auf den großen Märkten in der
Metropole Abuja leicht gestiegen, während sich die Händler
über geringen Kundenzulauf beklagen. → mehr dazu
·(PeoplesDaily,
ÜE:
J.K.) |
| 13.
November |
2011 |
"Achebe
lehnt Nationalpreis erneut ab"
titelt der ungenannte Verfasser
des Artikels für die englischsprachige Tageszeitung Nigerian
Compass und fährt fort:
"Professor Chinua Achebe, berühmte literarische Ikone, hat zum
zweiten Mal innerhalb von sieben Jahren das Angebot einer nationalen
Ehrung durch die nigerianischen Regierung abgelehnt.
→ mehr dazu
· (nigerianCompass,
ÜE:
J.K.) |
| |
2011 |
"Achebe
nicht im Einklang mit der Realität",
überschreibt Vincent Ikuomola
seinen Bericht für die nigerianische Tageszeitung The
Nation.
Präsident Goodluck Jonathan habe gestern gegen Prof. → Chinua Achebe
zurückgeschlagen, indem er
sagte, dessen Entschuldigung für die Ablehnung der nationalen
Ehrung sei nicht im Einklang mit der aktuellen politischen Realität
des Landes.
→ mehr dazu
·
(Nation
Nigeria, ÜE:
J.K.) |
| 22.
November |
2011 |
"Maero
Ozako kommt mit Words of Wisdom for Women (W.O.W.)
heraus",
heißt es in einer kurzen
Buchvorstellung der nigerianischen Tageszeitung This Day
Online.
Die gelernte Texterin und Autorin des Chummies
Club (Club der dicken Freunde) für Kinder bringe ihr erstes
Buch heraus.
Das Buch trage den Titel Words Of Wisdom für
Frauen (W.O.W. (Worte der Weisheit für Frauen)) und
stelle das erste in einer geplanten Serie dar, schreibt der
ungenannte Rezensent weiter, es sei "eine bunte Publikation,
die eine kurze, aber umfassende Sammlung von originellen, unbeschwerten,
witzigen Gedichten und Einzeilern präsentiert".
"Sie kommen in einer luftigen Sprache mit Tiefgang
daher, zu denen jede Frau leicht Zugang findet."
Das Leben einer Frau sei voller Emotionen, sauer
und süß, meint der Rezensent weiter und dieses Buch
berühre sie alle! "Es ist eine leuchtende Sammlung
von wahren Gefühlen. Es ehrt die Stärke einer Frau
und erhebt die gedrückte Seele in Augenblicken der Verzweiflung".
Gedichte wie "Wenn nicht jetzt, wann dann?"'
fänden in jeder Frau ihren Nachhall.
"Es ist eine geeigneter Begleiter für
alle Frau, seien sie Karrierefrauen, Hausfrauen, Seniorinnen
oder junge Frauen, die suchen, um ihren Weg im Leben zu finden." ·
(This
Day, Nigeria, ÜE:
J.K.) |
| 28.
November |
2011 |
"Prostituierte
vergewaltigen Pastoren im Delta",
überschreibt Kola Niyi-Eke
seinen Artikel skurrilen Inhalts für die englischsprachige,
in Abuja erscheinende Zeitung Leadership.
Übers Wochenende seien angeblich zwei Männer Gottes von Huren
in der Delta-Landeshauptstadt Asaba, in einem beliebten Bordell,
wohin sie gegangen waren, um zu den leichten Mädchen zu predigen,
als Kunden angeworben worden.
→ mehr dazu
· (Leadership,
Nigeria, ÜE:
J.K.) |
| 3.
Januar |
1912 |
"The
Ghost of Sani Abacha"
so der Titel eines Buches von
Chuma Nwokolo, das in der nigerianischen Tageszeitung This
Day von einem nicht genannten Verfasser vorgestellt wird.
→ mehr dazu
· (This
Day, Nigeria, ÜE:
J.K.)
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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