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AFRIKA-CHRONIK |
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LANDESCHRONIKEN |
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UGANDA |
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LAWINOS LIED. OCOLS LIED. EIN STREITGESANG
v. OKOT P'BITEK
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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UGANDA
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···············································································
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| 7.
Juni |
1931 |
→
Okot
p`Bitek, späterer Schriftsteller und Anthropologe,
wird in Gulu, im Norden Ugandas, als Sohn eines Lehrers und
einer traditionellen Sängerin geboren. |
| 27.
April |
1940 |
Der künftige Kritiker und Schriftsteller Peter Nazareth
wird im ugandischen Entebbe geboren. Er ist indisch-malaysischer
Herkunft. |
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1942 |
Oculi Okello, der spätere Chronist, Dichter und Romancier,
wird in Norduganda, in Dokolo, geboren. |
| Mai |
1942 |
Im Osten Ugandas, in Bugisu, wird der künftige Dichter
und Romancier →
Timothy
Wangusa geboren. |
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11. - 17. Juni |
1962 |
Am Makarere University College in Kampala findet die erste African
Writers Conference (auch: African Literature Conference)
statt. Maßgeblicher Organisator ist der südafrikanische
Redakteur und Autor Ezekiel Mphahlele, der bereits seit Jahren
im Exil lebt. Neben ihm waren u.a. anwesend → Chinua Achebe,
→
Wole Soyinka,
der ugandische Schriftsteller und Begründer des Transition
Magazine Rajat Neogy, der kenianische Schriftsteller James
Ngugi, der später unter dem Namen →
Ngugi wa Thiong'o Berühmtheit
erlangen wird und → Lewis Nkosi,
noch nicht als Autor, sondern als Berichterstatter.
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A
Walk in the Night
ALEX LA GUMA |
Bei
dieser Konferenz wird dem südafrikanischen Autor Alex La
Guma der literarische Durchbruch gelingen. Seine Novelle A
Walk in the Night wird von den Teilnehmern stürmisch
gefeiert. Neben den ernsten Diskussionsthemen rund um die Situation
des afrikanischen Schriftstellers und seinem kolonialen Erbe
überrascht das Treffen mit einem Eklat: Wole Soyinka versucht,
zum Leidwesen der frankophonen Beobachter, Senghors literarisch-politisch-philosophischen
Ansatz der Négritude ins Lächerliche zu
ziehen, indem er den ironischen Begriff der Tigritude
prägt, ein Tiger laufe ja auch nicht herum und verkünde
seine Tigritude, er springt. - Lewis Nkosi wird Wochen
später (am 8. August) im britischen Guardian über
diese denkwürdige Veranstaltung berichten, wo er von "literary
cut-throats" reden wird, bezogen vor allem auf die "bissige
Konkurrenz", die vor allem unter den jungen Teilnehmern
vorherrschend gewesen sei. |
| 9.
Oktober |
1962 |
Bei den Feiern zur
Unabhängigkeit Ugandas von Großbritannien wird der
kenianische Dramatiker und Schriftsteller →
James Ngugi für sein
Theaterstück The Black Hermit (Der schwarze Eremit)
ausgezeichnet. |
| 10.
August |
1963 |
Der spätere Schriftsteller →
Moses
Isegawa wird im ugandischen Kawempe geboren. |
| 1.
August |
1965 |
In Hoima, im Osten Ugandas, wird die künftige Schriftstellerin
Goretti Kyomuhendo geboren. |
| September |
1980 |
In Nairobi, →
Kenia, stirbt der
1939 geborene ugandische Dramatiker und Romancier Robert B.
Serumaga an den Folgen einer Hirnblutung.
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| ROBERT
SERUMAGA
RETURN TO THE SHADOWS |
Seine
(Hoch-)Schulbildung absolvierte er am Makarere College in
Kampala und am Trinity College in Dublin, wo er mit einem
Master in Ökonomie abschloss.
Er
war maßgeblich bei der professionellen Entwicklung des
Theaters in Uganda beteiligt, wofür er mehrere Stücke
schrieb. In der Ära nach Idi Amin bekleidete er mehrere
politische Ämter im Lande. - Vgl. Killam,
Literature of Africa a.a.O. S. 182.
Zu seinen bekannten Werken zählen die Theaterstücke
Majangwa and a Play (1974) und The Elephants
(1971) sowie der Roman Return to the Shadows (1969). |
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In Kampala stirbt im frühen Alter von 51 Jahren der ugand.
Dichter, Romancier und Anthropologe Okot p'Bitek.
Als eines seiner größten Werke gilt der 1969 veröffentlichte
poetische Gesang Wer pa Lawino (die engl. Übersetzung
The Song of Lawino erschien bereits 1966), auf das
1970 Song of Ocol folgte. |
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| ARTHUR
GAKWANDI
KOSIYA KIFEFE |
In einem in Nairobi ansässigen kenianischen Verlag erscheint
der erste Roman des Akademikers und Literaturkritikers Arthur Gakwandi.
Als Titel trägt das Buch den Namen der Hauptfigur: Kosiya
Kifefe. Geboren 1942 wird Kosiya hineingeworfen in die
Jahre der Unabhängigkeit afrikanischer Länder und
in die Zeit der Unsicherheiten, der Unwägbarkeiten einer
sich rasch verändernden, auseinanderbrechenden Gesellschaft. |
1.
Februar

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Kalungi Kabuye titelt in der ugandischen Tageszeitung THE NEW VISION:
"Armer
→
Mongo Beti."
Während seiner langen Karriere als Schriftsteller habe
sein Geburtsland sehr angestrengt versucht ihn zu vergessen.
"Die meisten Ugander vergaßen alles über ihn,
als sie die Schule verließen und Bücher wie Mission
To Kala (dt:
→
Besuch in Kala ...)
und The Poor Christ of Bomba nicht mehr lesen mussten.
Als er nun am 7. Oktober 2001 starb, unternahmen die Offiziellen
in → Kamerun
noch größere Anstrengungen ihn vergessen zu machen.
Bis zum heutigen Tag wissen wenige Ugander, dass dieser Mann
starb. Dabei hatte er großen Einfluss auf die afrikanische
Literatur in jenen Tagen, als wir versuchten unsere Identität
als eine andere, als die uns von den Europäern eingeimpfte,
zu finden..." · (New
Vision, ÜE:
J.K.)
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zeit
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los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
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| 11.
Mai |
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Die
ugandische Tageszeitung The Monitor berichtet über
einen Streik der Mopedtaxi-Fahrer, den Bodaboda-Fahrern, in
Kampala.
Die Bodaboda-Fahrer fordern Präsident Yoweri Museveni
auf, ihre Probleme mit dem Stadtrat, dem Kampala City Council
(KCC), zu lösen.
Während einer friedlichen Demonstration, so der Bericht,
die ihren Beginn am Old Taxi Park nahm und zum Parlament führte,
forderten die Fahrer Yoweri Museveni auf, die vom Stadtrat
erhobenen Monatszahlungen abzuschaffen und gegen ein oppressives
Steuersystem der Stadtratsbeamten vorzugehen. Der Sprecher
der Mopedtaxi-Fahrer, Richard Kasiya, bekräftigte diese
Forderungen und berichtete von 60 Fahrern, die am Freitag
festgenommen worden waren und von denen noch 18 in der Stadthalle
festgehalten würden.
The Monitor nennt die Zahl von über 4.000 Fahrern,
die mit Attacken gegen städtische Vollstreckungsbeamten
drohten, falls die Regierung nicht handeln würde. "Wir
werden uns selbst verteidigen", werden die Fahrer zitiert,
"wir haben Hände, um Schwerter und Hämmer zu benutzen".
Der stellvertretende Bezirksbevollmächtige für Rubaga,
Fred Bamwine, versprach ihnen zu helfen, eine Audienz beim
Präsidenten zu erhalten.
Der KCC verurteilte den Streik, fährt der Bericht
fort, der Stadtrat für Arbeit, Planung und Untersuchung,
Haji Bireke Kaggwa, erklärte, die Fahrer sollten sich
nicht über die 10.000 → Schilling
Monatssteuern beschweren. Der Bericht schließt mit dem
Hinweis, dass einige Fahrer die Demonstration dazu benutzt
hätten, ihre Preise - meist um 300 - 500 Sh - zu erhöhen.
Viele Kunden, die sich die Beträge nicht leisten konnten,
seien zu Fuß zu ihren Bestimmungsorten gegangen.
· (The Monitor, ÜE:
J.K.)
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| 16.
Februar
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"Armee
tötet 21 Krieger der Jie Karimojong"
Unter diesem Titel berichtet Egadu Kaabong für die ugand.
Tageszeitung Daily Monitor von einem Überfall
auf einen von der Armee bewachten Viehkral.
→
mehr
dazu · (Daily
Monitor, ÜE:
J.K.)
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| 21.
September
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2006 |
"Ugandischer
Studentenbesuch zum Genozid",
überschreibt Charles Kazooba in Kampala seinen Artikel
für die ruandische Tageszeitung The New Times.
Ungefähr 70 ugand. Studentenführer seien an diesem
Donnerstag nach →
Ruanda gereist, um sich über
den "Genozid von 1994, der nahezu eine Million Leben forderte",
zu informieren.
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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| 9.
Juli |
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Die Jury des brit. Caine Prize for African Writing unter
dem Vorsitz des sudanesischen Schriftstellers Jamal Mahjoub
gibt die diesjährige Gewinnerin bekannt:
Ausgezeichnet wird die Kurzgeschichte Jambula Tree der
ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, die bereits 2004 mit
ihrer Story Strange Fruit in die Endrunde des mit $ 20.000
dotierten Preises eingezogen war. |
| 24.
Juli |
2007 |
Wie zahlreiche andere, v. a. afrikan. Medien dieser Tage, so
berichtet auch die Tageszeitung The Namibian von der
Wahl des Afrikanischen Journalisten des Jahres 2007 in einem
von CNN ausgeschriebenen Wettbewerb:
"Ugander
gewinnt Top-Preis"
Richard M. Kavuma aus
Uganda
gewinnt den Top-Preis des diesjährigen CNN MultiChoice African
Journalist 2007 Award.
→ mehr
dazu
· (Namibian, ÜE:
J.K.) |
| 10.
September
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"Polizei
ermittelt gegen Pflanzenheilkundige in Hoima,"
überschreibt Francis Mugerwa seinen Kurzbericht für die engl.-spr.
ugandische Tageszeitung Daily Monitor.
Der Zustrom von Medizinmännern nach Hoima beunruhige
die Bezirksbehörden; eine Untersuchung sei angeordnet
worden. Die Behörden befürchteten, schreibt Mugerwa weiter,
dass einige negative Elemente sich den Zustrom zunutze machen
könnten, um das Gesetz zu brechen.
"Wir sind überwältigt von der Zahl der Medizinmänner",
wird Alex Byansi, Verantwortlicher Sekretär für Sicherheit,
wörtlich zitiert:. "Der Sicherheitsausschuss überprüft
die Identitäten der Kräuterkenner sowie ihre Aktivitäten".
Laut Byansi beanspruchen die Medizinmänner für sich,
Gesundheit und Heilung zu offerieren. Einige der Medizinmänner
kämen aus →
Tansania und der Demokratischen Republik Kongo.
Man wolle überprüfen, ob sie legal im Lande seien.
Einige der Anordnungen der Medizinmänner würden
kriminelle Handlungen provozieren, so hätten, laut Alex
Byansi, der abschließend nochmals zitiert wird, einige
unter Mordverdacht Stehende ausgesagt, sie seien von Medizinmännern
gesandt, um Opfer zu enthaupten. ·
(Daily
Monitor, ÜE:
J.K.) |
21.
Juli |
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"Stigmatisierung
unschuldiger Somalis bringt nicht weiter",
ist der Leitartikel der englischsprachigen
ugandischen Tageszeitung The Observer überschrieben,
der sich auf die vor zehn Tagen von einer mutmaßlich somalischen
Gruppe durchgeführten Terroranschläge bezieht.
→
mehr
dazu · (Observer,
Uganda,
ÜE:
J.K.)
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Anmerkungen:
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inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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