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ALEXANDRE
KUM'A NDUMBE III. (1946) |
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1946
Am 1. November wird Alexandre Kum'a Ndumbe III. in Douala, Kamerun,
in eine Königsfamilie hineingeboren. Es folgen Jahre der
Initiation in die afrikanische Kultur und Tradition. |
1951-1959
Besuch der Hauptschule von Bonabéri, Douala. |
1959-1960
Besuch des Gymnasiums Leclerc in Yaoundé, Kamerun. |
1960-1961
Besuch des Colleges Alfred Saker, Douala. |
1961
Mit fünfzehn Jahren wird Alexandre Kum'a Ndumbe III. nach
Deutschland geschickt. |
1961-1967
Besuch des Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasiums Maria-Theresia
in München; Abschluss: Abitur. |
1967
Beginn des Studiums der Literatur- und Humanwissenschaften in
Frankreich, Lyon. |
1968
Im Juli entsteht in London das Stück Lumumba II[Bd
II]. |
1969
Akademischer Abschluss: Universitätsdiplom (D.U.E.L.) |
1970
Akademischer
Abschluss: Licence ès lettres
Akademischer Abschluss: Magister |
1970er
Mehrjährige Lehrtätigkeit an der Universität
von Lyon II und an der Katholischen Universät von Lyon. |
1971
Les données d’une politique économique
de l’Allemagne hitlérienne en Afrique[1].
In: Bulletin du Centre d’histoire économique
et sociale de la région lyonnaise, Lyon, Februar
1971, S. 21- 40.
Lettre ouverte à la mère de Jonathan et George
Jackson[2]
(Offener Brief an die Mutter von Jonathan und George Jackson).
In: AfricAsia, Paris Nr. 49, Sept. 1971, S. 31.
Lumumba II., Theaterstück. London 1968/ München
1971.
Ach Kamerun, unsere alte deutsche Kolonie! Theaterstück.
Lyon 1970/ München 1971.
Kafra - Biatanga, Tragédie Africaine, Theaterstück-
Lyon 1970/ München 1971.
Das Fest der Liebe, die Chance der Jugend, Theaterstück.
Lyon 1970/ München 1971 . |
1973
Cannibalisme. Theatre. Theaterstück. Paris
1973. |
1975
Promotion mit der Doktorthese La politique africaine de
l’ Allemagne hitlérienne - Afrique du Nord; Afrique
Centrale; Afrique du Sud 1933 - 1943[3]. |
1976
Lisa, la putain de. Theaterstück. Paris 1976.
Le soleil d'aurore. Theaterstück. Paris 1976.
Amilcar Cabral ou La tempete en Guinee-Bissao. Piece-document.
Paris 1976. |
1979
Rückkehr nach Kamerun.
Hitler voulait l’Afrique, les plans secrets pour une
Afrique fasciste 1944 - 1945 (Hitler wollte Afrika, die
geheimen Pläne für ein faschistisches Afrika 1944
- 1945), Paris 1979. |
1980-87
leitet er an der Universität von Yaoundé das Institut
für Deutschsprachige Studien. Danach Rückkehr nach
Deutschland. |
1981-1991
Präsidentschaft der Kamerunischen Schriftstellervereinigung
Cameroonian Writers' Association (APEC). |
1985-1991
Vize-Präsidentschaft der Zentralafrikanischen Schriftstellervereinigung
Central African Writers' Association. |
1987
Bei einem Schriftstellertreffen in Lagos, Nigeria,
lernt Kum'a Ndumbe III. den nigerianischen Menschenrechtler,
Umweltaktivisten und Schriftsteller Ken Saro-Wiwa kennen[4].
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(1987-)1989
Habilitation am Otto-Suhr-Institut (Politische Wissenschaften),
Freie Universität (FU) Berlin über die Deutsche Afrikapolitik
nach dem Zweiten Weltkrieg. |
1990
Kum'a Ndumbe III. begründet AfricVenir in Douala,
Kamerun.[5]
Die Begegnung des Afrikaners mit dem Fremden, Von der Erschütterung
der Tradition zur Selbstfindung in einer kolonialen und postkolonialen
Konfliktsituation. In: IVG - Begegnung mit dem Fremden-Grenzen–Traditionen-Vergleiche,
Akten des VIII. Internationalen Germanistenkongresses,
Tokio 1990 - Band 2, Theorie der Alterität, München
1992.
Afrika interessiert euch nicht. In: die tageszeitung
(taz) 11.08.1990. |
1990-2001
Lehrtätigkeit am Lehrstuhl[6]
Politik Afrikas am Otto-Suhr-Institut der FU-Berlin. |
1992
Was will Bonn in Afrika? Pfaffenweiler 1992. |
1993
Was wollte Hitler in Afrika? NS-Planungen für eine
faschistische Neugestaltung Afrikas, Frankfurt a. M. 1993.
Oui pour le Changement. Douala/Paris 1993.
Soll Afrika wieder kolonialisiert werden? Kommentar.
In: Die Woche April 1993.
Brauchen wir ein UN-Söldnerheer? Kommentar. In:
Die Woche 24.6.1993.
Afrika ist ein Riesenbauplatz. In: Der Spiegel
22/ 1993. |
1993-99
arbeitet Kum'a Ndumbe III. an verschiedenen deutschen Instituten
als Berater für Demokratisierung und Konfliktprävention. |
1994
Alexandre Kum'a Ndumbe III. wird vom Ältestenrat seiner
Familie auf den Thron des Königshauses Bele Bele in Douala
berufen.
Was wollte Hitler in Afrika? Frankfurt a. M. 1994.
Hilfe nur noch für die Toten[7],
in: Berliner Zeitung, 3.8.1994. |
1996
Was will Bonn in Afrika? Zur Afrikapolitik der Bundesrepublik
Deutschland. Herbolzheim. 1996
Wo die Gemeinschaft erfunden wurde. In: Der Tagesspiegel,
29.03.1996. |
1997
Ein Kontinent im Aufbruch, in: Das Sonntagsblatt
04.04.1997.
Die Frau mit dem Bündel auf dem Kopf, Kurzgeschichte.
In: Lichtungen, Zeitschrift für Literatur, Kunst und
Zeitkritik, 71/XVIII. Jg./1997, S. 1. |
1998
Als rechtmäßiger Nachfolger des Königshauses
Bele Bele von Douala unternimmt Kum'a Ndumbe III. den vergeblichen
Versuch, vom Deutschen Reich 1884 geraubte kamerunische Kunstschätze
zurückzuholen.[8] |
2001
Rassismus und Globalisierung. In: Eine Welt Presse,
Nr. 1/18. Jg., 2001.
Afrika: kein Ausweg aus der Armutsfalle? Reparationen, Schuldenerlass,
fairer Handel oder was sonst? Osnabrücker Friedensgespräche
2001, Podiumsveranstaltung mit Dr. Lawford Imunde (Ev.
Akademie Loccum), Prof. Dr. Cord Jakobeit (Universität
Hamburg) und Dr. Elísio Macamo (Universität Bayreuth),
19. Juni 2001, 19 Uhr, Universität, Juridicum. |
2002
Dauerhafte Rückkehr nach Kamerun, wo A. Kum'a Ndumbe III
sich seinem Lebenswerk Africavenir[9]
widmet. |
2004
Zwischen Charleston und Stechschritt - Schwarze im Nationalsozialismus,
Kapitel in: Peter Martin und Christine Alonzo (Hrsg.) Hamburg
2004 |
2005
Ich klopfte an deiner Tür ... Zeitzeugnisse in Briefen,
Gedichten & Erzählungen. Berlin 2005. |
2006
Das deutschsprachige Werk erscheint in elf Bänden:
Reihe Literatur: Band I: Ich klopfe an deiner Tür,
Zeitzeugnisse in Briefen, Gedichten und Erzählungen. Berlin
2006.
Reihe Theater: Band II: Lumumba II, Ein Stück
in neun Szenen. Berlin 2006.
Reihe Theater: Band III: Ach Kamerun, unsere alte deutsche
Kolonie ..., Dokumentarstück in zehn Szenen. Berlin
2006.
Reihe Theater: Band IV: Kafra Biatanga, Ein Stück
in elf Szenen. Berlin 2006.
Reihe Theater: Band V: Das Fest der Liebe - Die Chance
der Jugend, Ein Stück in zwölf Szenen. Berlin
2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band VI: Wettkampf um
die Globalisierung Afrikas - An die Mitbürger der Einen
Welt im anbrechenden 21. Jahrhundert - herausfordernde Reden
zur Begegnung, Band I, Berlin 2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band VII: Afrika ist im
Aufbruch, Afrika ist die Zukunft - An die Mitbürger der
Einen Welt im anbrechenden 21. Jahrhundert - herausfordernde
Reden zur Begegnung, Band II, Berlin 2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band VIII: Krisenprävention.
Ein möglicher Weg aus Krieg und Genozid - Alternativen
für die Entwicklungszusammenarbeit. Fallbeispiel: Die Deutsche
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Ruanda,
Berlin 2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band IX: Afrikanische
Germanistik und die Entwicklungsfrage (Kongress des Verbands
Afrikanischer Germanisten in Jaunde), .. Berlin 2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band X: - Das deutsche
Kaiserreich in Kamerun - Wie Deutschland in Kamerun seine Kolonialmacht
aufbauen konnte, Berlin 2006.
Reihe Geschichte und Politik: Band XI: Nationalsozialismus
und Apartheid. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika
1933 - 1973, Berlin 2006. |
| Alexandre
Kum'a Ndumbe III. lebt und arbeitet in Douala, Kamerun. |
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| (Noch
nicht aufgenommen) |
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1) Der erste
von einer schier unübersehbaren Menge von Artikeln, die
in den verschiedensten Publikationsformen erschienen, hier in
dem Bulletin eines Lyoner Geschichtszentrums. |
| 2)
George Jackson wurde wegen eines Raubs, bei dem er 71 Dollar
erbeutete, zu Gefängnis zwischen einem Jahr und lebenslänglich
verurteilt. Im Gefängnis politisierte er sich und trat
den Black Panther bei. Sein 17-jähriger Bruder
Jonothan versuchte einige Jahre später, am 7. August 1970,
ihn und einige seiner Genossen bei einer bewaffneten Aktion
zu befreien, indem er in den Marin County Gerichtssaal stürmte.
Dabei nahm er einen Richter und Mitglieder der Jury als Geiseln
und stattete einige Häftlinge mit Waffen aus. Vor dem Gerichtsgebäude
wurden der Richter, zwei Häftling und Jonathan erschossen.
Der Fall löste über die Grenzen der USA hinaus Aufsehen
aus. |
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3) Dieses Sachthema
wird auch in der Zukunft - und bis in die Gegenwart hinein -
das Gros der historischen Veröffentlichungen v. Kum'a Ndumbe
III. darstellen. |
| 4)
Vgl. S. 173 f. in: Afrika ist im Aufbruch,
Afrika ist die Zukunft a.a.O. - Hier beschreibt er wie er von
der Hinrichtung
Saro-Wiwas erfahren hat. |
| 5)
Gründungsjahr und -ort auf africavenir.org,
während auf derselben Seite bei den bibliografischen Daten
eine Edition AfricaVenir in Yaoundé (Kamerun)
schon in den 1980ern erwähnt wird.- Zu Inhalt und Zielsetzung
v. africavenir siehe Fußnote
7) |
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6) Seit dem
Jahr 2000 finanzierte der Deutsche Akademische Austauschdienst
DAAD zwei Drittel der Gastprofessur, die FU Berlin den Rest.
Ab September 2001 gab es kein Geld vom DAAD mehr, die Hochschule
will oder kann ihren Professor nicht alleine bezahlen. "Die
Sprecherin des Universitäts-Präsidenten äußert
zwar 'großen Respekt für Kum A Ndumbes Leistung',
aber man sei zum Sparen gezwungen". - Vgl. Kein
König von Deutschland, a.a.O. Dieser Artikel
ist noch vor dem endgültigen Ende für die Gastprofessur
erschienen, das aber dann doch, wie erwartet, nicht mehr abzuwenden
war. Ndumbes Berliner Studenten haben den gesellschaftspolitischen
Vorstellungen ihres Professors auf eine besondere Weise Rechnung
getragen: Sie begründeten eine Berliner Niederlassung
von Africavenir. Vgl. auch Fußnote
8). |
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7) Die Überschrift
Hilfe nur noch für die Toten bedeutet eine einzige
Anklage gegen die internationale Gemeinschaft, die die Warnung
des UN-Generalsekretärs über die Geschehnisse in
Ruanda
nicht wahrnemen wollte. Das sei kein Massaker, habe Boutros
Ghali ausgerufen, das sei Völkermord, aber keine finanzielle
Unterstützung erhalten, um der verhängnisvollen
Entwicklung entgegentreten zu können. |
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8)
1884 wurde der Palast des Königs Kum A Mpape,
des Großvaters von Kum'a Ndumbe III., von deutschen
Truppen niedergebrannt und geplündert, ein Schutzvertrag
wurde mit ihm und anderen regionalen Königen aufgesetzt,
der Beginn der Geschichte Kameruns als Kolonie. Als sein Neffe
versucht, eine prächtig geschnitzte Bugverzierung eines
königlichen Schiffes als Zeichen der Herrscherwürde
vom Völkerkunde-Museum in München zurückzubekommen,
entscheidet der bayerische Kultusminister negativ. |
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9)
"Africavenir ist den Zielen einer afrikanischen
Renaissance* verpflichtet, was
bedeutet, die Entwicklung afrikanischer Wirklichkeit und die
Kultur afrikanischer Völker zu unterstützen und
den afrikanischen Kontinent gemäß afrikanischen
Erfordernissen neu zu erfinden und zu re-konstruieren."
- Selbstdarstellung, vgl. africavenir.com.
*) Der Begriff "afrikanische
Renaissance" ist nicht losgelöst zu sehen von der
revolutionären These des senegalesischen Ägyptologen
Cheikh Anta Diop, der in seinen wissenschaftlichen Werken
eine Beziehung zwischen den subsaharischen Völkern und
den Altägyptern nachzuweisen versucht. Kum'a Ndumbe III.
sagt dazu: "Die Bücher Cheikh Anta Diops, die in
deutscher Sprache noch auf eine Übersetzung warten, belegen,
dass die altägyptische Kultur eine schwarzafrikanische
Kultur war und dass unterschiedliche Kulturen des heutigen
Afrikas durch Völkerwanderungen aus dem Altägyptischen
schöpfen." Afrika
ist im Aufbruch
a.a.O. S. 98.
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Quellen:
http://www.africavenir.com
Kein König von Deutschland, in: Berliner Zeitung
v. 18.05.2001
Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft.
Band
VII,
Reihe
Geschichte und Politik, Kum'a Ndumbe III. |
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| Africavenir
- Foundation for Development, International Cooperation and
Peace |
| Hilfe
nur noch für die Toten, in: Berliner Zeitung
v. 03.08.1994 |
| 12/2009
© by Janko Kozmus |
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| (noch
nicht aufgenommen) |
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Mongo Beti
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Patrice Nganang |
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Themen in der
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