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DIE MARABOUT-SEITE
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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
Yemen Times (Yemen Times), Jemen

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
27. Oktober 1997
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Die MARABOUT-SEITE zitiert aus dem Jemen 
Yemen Times
"Steigendes Niveau von Gesetzeslosigkeit und Stammesungehorsam", überschreibt die englischsprachige Wochenzeitung Yemen Times ihren Artikel über die Bedrohung des Staates durch bewaffnete Stämme.
Während der letzten paar Wochen haben die Ereignisse eine unheilvolle Wendung genommen, konstatiert der ungenannte Verfasser. Es gebe eine Reihe von Kraftproben zwischen bewaffneten Stammesmitgliedern und dem Staat. "Das waren nicht die ersten Ereignisse, die sich zutrugen. Die bewaffneten Stämme wagten es immer mehr die Autorität des Staates herauszufordern. Am 19. Okt. konfiszierte eine Gruppe bewaffneter Stammesangerhöriger eine Reihe von Lastwagen im Dorf Matna, ca. 30 km westlich von Sanaa, in der Region Bani Matar. Die Lastwagen transportierten Waren und Ersatzteile nach Sanaa."
In der Folge werden in dem Bericht weitere Beispiele von Übergriffen angeführt: Am Montag, den 20. Okt. sei die Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden, die Sanaa mit den bedeutenden Städten Aden, Taiz und Ibb verbindet, bei Dhamar unterbrochen worden, was zu Hilflosigkeit bei den feststeckenden Reisenden geführt habe.
Auch die Touristengebiete von Kawkaban und Thula seien von Stammesangehörigen abgeschnitten worden: "Am Dienstag, den 21. Okt. wurde die Hauptverbindungsstraße, die Sanaa mit Marib im Osten verbindet, blockiert und damit lebenswichtiger Nachschub von Diesel, Gas und Ersatzteilen zur Hauptstadt unterbunden. Obwohl all diese Blockaden nach Verhandlungen zwischen den bewaffneten Stämmen und Staatsvertretern wieder behoben wurden, erinnerten sie erneut daran, dass der Staat sich enormen Herausforderungen gegenübersah." Es treffe zu, dass die staatlichen Autoritäten in Form von großen militärischen Aufstellungen und viel Gerät brutale Gewalt anwenden könnten. Aber diese Kräfte zu mobilisieren und sie gegen die nördlichen Stämme anzuwenden, so der unbekannte Verfasser, sei für das Regime weder praktikabel noch akzeptabel.
Auf anderer Ebene würden die Entführungen von Reisenden fortgesetzt, heißt es abschließend, ein Brite, der vor einigen Tagen entführt wurde, befinde sich noch immer in Bani Dhabyan in Gefangenschaft. In der jüngsten Vergangenheit seien Bürger Deutschlands, Frankreichs und anderer Nationen entführt worden. "Obwohl sie sicher befreit wurden, sind die Entführungen Signale, dass die Offiziellen in Sanaa nicht über eine angemessene Kontrolle über die Situation verfügen." Die meisten Jemeniten sind Beobachter und haben diese unheilvollen Entwicklungen satt. (Yemen Times, ÜE: J.K.).
Weitere jemenitische Artikel in der Afrika-Chronik:
Afrika-Chronik Yemen Times, Kinder getötet beim Spielen mit Handgranate, 2007
Afrika-Chronik Yemen Times, Kommentar zum Tragen von Waffen sowie das Kat-Kauen im Lande, 2006
Afrika-Chronik Yemen Observer, Tote und Verletzte nach Handgranatenwurf auf einem Markt in Sanaa, 2006
Afrika-Chronik Yemen Times, Befreiung von gekidnappten Italienern, 2006
Afrika-Chronik Yemen Times, Über das Leben der Kinder auf der Straße, 2005
Afrika-Chronik Yemen Times, Zum Tod des Dichters Abdullah Al-Baradouni, 1999
Afrika-Chronik Yemen Times, Polizei attackiert Schulmädchen, 1997
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