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Quelle:
The New Vision, Uganda's Leading Daily (New Vision)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
25. Januar 2002
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Uganda ·  
The New Vision, Uganda
Die führende Tageszeitung Ugandas, New Vision, über den nigerianischen Autor Okey Ndibe und seinen Roman Arrows of Rain:
"Ndibe verwandelt Realität in Kunst"
Seine Eltern hätten ihn in die afrikanische Literatur eingeführt, als er seine kreativen Säfte noch im Gymnasium versprüht habe. Er sei fasziniert gewesen von der magischen Welt, die Chinua Achebes in Things Fall Apart erschaffen hatte. Als er schließlich Achebe an einer Tankstelle begegnet sei, hätten sie einander gegrüßt: 'Es war, als hätte Gott zu mir gesprochen'....
"Ndibe glaubt, nur in Afrika finde man trotz der Tyrannei ein Lächeln. Es ist dies menschliches Drama, auf das er sich bezieht und das ihn dazu brachte, Arrows of Rain zu schreiben. Von Madia, einem Land, das nur dünn maskiert als  Nigeria erkennbar den Mikrokosmos eines afrikanischen Staates darstellt, spricht er mit solcher Überzeugung: 'Ich erzähle die Geschichte Afrikas durch einen verrückt scheinenden Mann, dessen Portrait zeigt, wie Macht in Afrika einen Menschen verzerrt. ... Ich portraitiere, was mit uns geschehen kann, wenn wir uns im Angesicht solcher Macht ruhig verhalten.' ... 'Madia reflektiert meine Lektüre afrikanischer Geschichte.' Eine Geschichte, die erzählt werden muss, verzeiht niemals Schweigen, in dieser Grundaussage des Buches ist Ndibes Lebensphilosophie eingefangen. Er glaubt, es sei Teil schriftstellerisch moralischer Verantwortung, die Wahrheit sogar angesichts des Todes auszusprechen. 'Ken Saro Wiwa’s Geschichte hat ihn überlebt. Wäre Saro Wiwa nicht gestorben, würde die Welt heute nicht so auf ihn sehen, wie sie es tut.' ...
Wenn sich auch Ndibe glücklich schätzt über einige positive Kritik seines nigerianischen Publikums: 'Sie haben der schmerzhaften Anerkennung, dass dies die Geschichte unseres Landes sei, Ausdruck gegeben'. So gebe es auch, fügt Ndibe hinzu, 'Kritik, die konstatiere, dass der Titel meines Buches Achebes Arrow of God parodiere. Dabei gibt es kaum einen Zusammenhang. Achebes Titel ist Arrow, meiner lautet Arrows. Er ist abgeleitet von einer Fabel, die beschreibt, der Regen habe zwei Gesichter. Er könne Leben und Tod bringen. Ndibe mag weit davon entfernt sein, von seinem Schreiben leben zu können, wie Achebe dies tut oder von der Annerkennung eines  Soyinka, aber sein Buch hat die Türen zu einer neuen Qualität ("different capacity") geöffnet ..." (New Vision, ÜE: J.K.)
Weitere Artikel zu Nigeria in der Afrika-Chronik:
Afrika-Chronik The Guardian, Achebe erhält den Man Booker International Prize, 2007
Afrika-Chronik Daily Sun, Über den literarischen Norden des Landes, 2006
Afrika-Chronik The Vanguard, Chinua Achebe lehnt aus Protest Nationalpreis seines Landes ab, 2004
Afrika-Chronik The Daily Independent, 44ster Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes, 2004
Afrika-Chronik Die taz berichtet über einen Menschenrechtsanwalt der den Protest in Nigeria organisiert, 2004
Afrika-Chronik Vanguard, "Was den Sex angeht, sind wir nur Possenreißer" - Gegendarstellung eines Intervies von Chimamanda Ngozi Adichie, 2004
Afrika-Chronik Vanguard, Über die Freilassung v. Amina Lawal, die von einem Sharia-Gericht zum Tode durch Steinigung verurteilt worden war, 2003
Afrika-Chronik The New Vision, Über den nigerianischen Autor Okey Ndibe, 2002
Afrika-Chronik The New Vision, Über die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Chinua Achebe, 2002
Afrika-Chronik Mail&Guardian, Über den zum Tode verurteilten Autor u. Menschenrechtler Ken Saro-Wiwa, 1995
Afrika-Chronik Erklärung des Internationalen Schriftstellerparlaments zu Saro-Wiwa, 1995
 

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