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Quelle:
The Daily Nation, Kenya (Daily Nation)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
15. Dezember 2003
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Kenia ·  
Daily Nation, Kenya
Samuel Siringi titelt in seinem Artikel für die kenianische Tageszeitung Daily Nation:
"Warum Hochschulstudenten zu illegalen Handlungen Zuflucht nehmen"
"Kommerzieller Sex und Straßenverkauf sind einige der Beschäftigungen, zu denen Hochschulstudenten Zuflucht genommen haben, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können."
Der Autor stellt fest, viele seien in diese Beschäftigungen genötigt worden wegen der armseligen Lebens- und Lernbedingungen an den staatlichen Universitäten, die seit der Einführung der Kostenbeteiligung im Bereich der Höheren Bildung vor acht Jahren noch schlechter geworden sind.
Dieser Einführung folgte zwar auch die Einrichtung eines Amts, dass die Studenten mit Darlehen bis zu 42.000  Sh versieht und Stipendien an bedürftige Schüler verteile, doch obwohl "der Höchstbetrag letztes Jahr auf 60.000 Sh erhöht wurde, liegt er noch weit unter den Wohn- und Lebenshaltungskosten der Studenten."
Als Folge davon, heißt es, haben einige der Studenten Geld und Wohnung zusammen gelegt, während sich Studentinnen der Prostitution zugewandt haben. "Üblich ist diese Praxis besonders in der Koinange Street von Nairobi.".
Die Daily News zitiert einen amtlichen Bericht über die Ursachen von Unruhen an öffentlichen Universitäten, indem festgestellt wird, "dass mehr als die Hälfte der weiblichen Studentinnen mit ihren Kommilitonen zusammen lebt, um die Lebenshaltungskosten zu teilen.".
Es wird geschätzt, dass von ungefähr 12.000 Studentinnen 6.000 in Arrangements von Scheinheirat leben.
Zudem hätten die Studenten ihre Wohnstätten in Stätten von Alkoholproduktion- und handel verwandelt.
Dem Report zufolge wuchere der Drogenhandel in den Studentenheimen. Der Report nennt Haschisch, Marihuana, Heroin und Alkohol als die gebräuchlichsten Drogen. (...)
In der Nachbarschaft der Universitäten haben sich slumähnliche Strukturen herausgebildet, so der Bericht, in Imbissbuden werden neben Billigessen Drogen verkauft.
Es heißt weiter, dass einige Studentinnen aus Not sexuelle Beziehungen zu Außenstehenden sowie zu Dozenten aufgenommen haben, die dafür bekannt sind, dass sie unverdiente Abschlüsse im Gegenzug für Sex gewähren.
Die sexuellen Beziehungen insgesamt würden die Gefahr von Aids erhöhen.
"Fälle von ‚Sex für Noten' sind jüngst von der Egerton Universität berichtet worden."
Der Kampf gegen diese Praxis war die Hauptkampagne der Kämpfer für die Wiederbelebung der Union Akademischer Mitarbeiter der Universitäten (Universities Academic Staff Union, Uasu) (...).
Aus Kostengründen hätten die Studenten dazu Zuflucht genommen, in den Studentenheimen selbst zu kochen. Es gab Fälle von Feuer wegen elektrischer Kurzschlüsse, die das Leben von Studenten gefährdeten. Eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen. (...).
Es ist geplant Gemeinschaftsküchen einzurichten, für Studenten, die sich selbst verköstigen wollen, heißt es weiter.
Augenfällig sei, dass viele der Teilnehmer an Studentenunruhen bekannt sind für Drogenmissbrauch und einige unter ernsthaften Depressionen und Armut litten.
Die Polizei sehe sich gezwungen ihre Wachsamkeit gegenüber universitären Einrichtungen und ihrer Umgebung zu erhöhen und scharf gegen Alkoholproduktion und Drogenmissbrauch vorzugehen.
Der Autor Samuel Siringi schließt seinen Artikel ab, indem er sein Bedauern darüber ausdrückt, "dass es der Polizei in diesem Zusammenhang nicht erlaubt ist, ohne Zustimmung von Universitätsautoritäten den Campus zu betreten, ein Schlupfloch für Studenten die Kapital daraus schlagen, indem sie sich auf kriminelle Aktivitäten einlassen."
(Daily Nation, ÜE: J.K.)
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