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DIE MARABOUT-SEITE
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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
Arab News (englischspr. saudische Tageszeitung (Arab News)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
2. August 2004
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Saudi-Arabien ·  
Die saudi-arabische Tageszeitung Arab News beruft sich in einem Bericht zum Michael Moore-Film "Fahrenheit 9/11", in dem sie besonders den saudi-arabischen und kuwaitischen Blickwinkel berücksichtigt, auf Agenturmeldungen.
Die Zeitung meldet: "Der saudi-arabische Botschafter in Großbritannien, Prinz Turki Al-Faisal, sagte gestern, Michael Moore vermittle falsche Fakten in seinem kontroversen Film 'Fahrenheit 9/11' und reiste nicht nach Saudi-Arabien, um für seine Dokumentation zu recherchieren.
In einem Interview mit dem Londoner Sunday Telegraph habe Prinz Turki geäußert, der Dokumentarfilm sei "grob unfair" gegenüber Saudi-Arabien. Obwohl er ein Visum für Saudi-Arabien erhalten habe, sei er nicht angereist.
In der Zwischenzeit verlautet aus Kuwait, der Film sei auf dem Index, weil es ihn als eine Anklage gegenüber Saudi-Arabien und als Kritik an der Invasion Iraks durch Amerika betrachte.
Arab News zitiert hierzu nach Associated Press den für die Aufsicht der Filmproduktion zuständigen Abdul Aziz Bou Dastour des Informationsministeriums: "Wir haben ein Gesetz, das es verbietet, befreundete Nationen zu beleidigen, und die Bindungen zwischen Kuwait und Saudi-Arabien sind besonderer Art." Der Film beleidige die saudi-arabische Königsfamilie, indem er sage, diese habe gemeinsame Interessen mit der Bush-Familie und dass diese Interessen im Widerspruch zum amerikanischen Volk stünden.
Moores Film hat mehr als $ 100 Mio. in den USA eingespielt und wurde der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten; er wurde in diesem Jahr in Cannes mit den höchsten Ehren ausgezeichnet. Er beschreibt, das Weiße Haus habe in der Verantwortung vor den Attacken des 11. September in New York und Washington versagt. Er klagt Bush an, die Furcht vor zukünftigen Terrorismus geschürt zu haben, um die öffentliche Unterstützung für den Irak-Krieg zu gewinnen.
Die saudische Regierung stößt sich an der Behauptung im Film, dass hochrangigen nationalen Vertretern Saudi-Arabiens nach den Attacken von den Vereinigten Staaten erlaubt worden sei, zu einer Zeit aus den USA zu flüchten, als die amerikanischen Flughäfen für den kommerziellen Verkehr gesperrt gewesen seien.
Der Botschafter sagt, so Arab News, die Behauptung sei widerlegt worden durch den Report der "9/11-Kommission", die die Attacken untersucht habe. Die Kommission habe keine Beweise entdeckt, dass irgendwelche Flüge von nationalen saudischen Vertretern statt gefunden hätten vor der Wiedereröffnung des nationalen Luftraums am 13. September. Erneut wird Prinz Turki mit einer Äußerung gegenüber Telegraph zitiert: "Es wäre besser gewesen, wenn Michael Moore fähig gewesen wäre, den ‚9/11-Report' zu lesen, bevor er diesen Film machte. Er zeigt, dass alle Protokolle beachtet worden seien."
Was den Irak angeht, so der kuwaitische Offizielle, kritisiere der Film Amerikas Irak-Invasionspolitik und das sei "gleichbedeutend mit einer Kritik an Kuwait für das, was es getan habe, um den Irak zu befreien".
Der Artikel schließt mit einem in Kleinstschrift abgedruckten Zusatz: "Vergangenen Monat hat die Kuwait National Cinema Co. um die Lizenz, den Film in Kuwait zeigen zu können, nachgefragt, aber das Ministerium verweigerte diesen Wunsch".
(Arab News, ÜE: J.K.)
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