DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 3. Dezember 2004

 

·  Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Namibia ·  


"Das Elend in Swakopmund bekämpfen",

benennt Sybille Muhle ihren Artikel für die namibische Allgemeine Zeitung, in dem sie zunächst auf die wie Pilze aus der Erde schießenden "Bretterverschläge in den Hinterhöfen des Elendsviertels Mondesa in Swakopmund" hinweist, um dann auf die Bemühungen der Stadtverwaltung einzugehen, die "dem Elend auf keinen Fall den Rücken kehren" möchte.

Bereits im vergangenen Jahr habe die Swakopmunder Stadtverwaltung einige Erfolge erzielt. Im Rahmen des Meduletu-Projekts zum Beispiel wurden bereits Hunderte Großfamilien-Unterkünfte renoviert oder neu gebaut und verkauft, schreibt Sybille Muhle. In einer weiteren Maßnahme "sollen 400 Häuser gebaut und für bedürftige Menschen zu einem leistungsgerechten Preis verkauft werden".

Nachdem die Autorin auf weitere vergleichbare Aktionen der Stadtverwaltung eingegangen ist, kommt sie auf die "informelle Wohnsiedlung", die neben dem Elendsviertel Mondesa existiert, zu sprechen, die Democratic Resettlement Community (DRC, Demokratische Umsiedlungsgemeinschaft). In Unterkünften, die ausschließlich aus Holz, Pappe und Blech bestünden, beherbergten sie "seit einigen Jahren mehrere tausend Menschen". Sybille Muhle vermutet, dass "wahrscheinlich noch einige Zeit verstreichen" werde, bevor alle Bwohner umgesiedelt werden könnten. Vorerst habe die Stadtverwaltung daher versucht, heißt es in dem Bericht weiter, "die gröbsten Probleme der benachteiligten Einwohner zu lösen. Sanitäranlagen und Wasserspender sorgen jetzt für einen kleinen Lichtblick für die Bewohner."

Mit dem seit einiger Zeit vorangetriebenen Projekt "Progressive Development Area" (Progressives Entwicklungsgebiet) versuche die Verwaltung "die DRC-Bewohner von dem abgelegenen Landstrich näher an der Stadt" anzusiedeln. Dort sei für sie die Möglichkeit gegeben, ein Grundstück zu einem geringen Preis zu kaufen und zu bebauen, heißt es in dem Artikel weiter. Außerdem könnten sie selbst entscheiden, ob sie die öffentlichen Dienste auch nutzen möchten, zu denen sie dann Zugang haben würden. ,,Es hat keinen Zweck, Menschen mit öffentlichen Aufgaben auszustatten, wenn sie sich diese nicht leisten können", wird abschließend die Swakopmunder Bürgermeisterin zitiert. · (AZ, Namibia)

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Quelle:
Allgemeine Zeitung Namibia (AZ, Namibia)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum


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