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Quelle: The
Jordan Times, (englischspr. jordanische Tageszeitung, Jordan
Times)
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Anmerkungen:
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inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem
Englischen: Janko Kozmus © |
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CHRONIK
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Zur Sozial- und
Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Jordanien
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| Sharia-Richter
dementieren Meldungen, wonach Gerichte sich weigerten,
"khuloe-Fälle" (Scheidungsrecht der Frauen) anzunehmen.
Dies meldet die Tageszeitung The Jordan Times
in einem Bericht von Rana Husseini aus →
Jordaniens
Hauptstadt Amman. |
| "Das
Gesetz ist noch immer in Kraft, weil es von beiden,
dem Unterhaus sowie dem Oberhaus, bestätigt oder
abgelehnt werden muss, bevor es von Gerichten so nicht
mehr angewendet werden kann", wird der Vorsitzende des
Königlichen Sharia Gerichtshofes Issam Arabiat
zitiert.
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| Arabiat
habe auf Meldungen reagiert von Medien und von verschiedenen
Anwälten, die behaupteten, dass die Sharia-Richter
die Annahme entsprechender Fälle nach der Ablehnung
einer Änderung des gegenwärtigen Rechts durch
das Unterhaus abgelehnt hätten.
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| Letzten
Sonntag habe das Unterhaus mit einer knappen Mehrheit
von fünf Stimmen die Abänderung des bestehenden
sog. Personenstatus-Gesetzes ("Personal Status Law")
abgelehnt, weithin bekann als das "khuloe"-Gesetz, dass
Frauen das Recht der Scheidung von ihren Ehemännern
im Ausgleich einer finanziellen Kompensation einräumt.
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| Rana
Husseini zitiert erneut Issam Arabiat, der den sog.
"Sharia-Richtern" jegliche Autorität zu eigener
Entscheidung, wie mit den sog. "khuloe"-Fällen
zu verfahren sei, abspricht.
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| Lt.
dem ehemaligen Richter des Sharia-Gerichtshofes Rateb
Daher reichten einen Tag nach der Ablehnung des Gesetzes
durch das Unterhaus etwa 35-40 Frauen Anträge für
"khuloe"-Fälle am Sharia Gerichtshof in Amman ein.
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| Rateb
Daher - ebenfalls praktizierender Sharia-Anwalt - äußerte
der Jordan Times gegenüber: "Die meisten
Frauen wollten die "khuloe"-Fälle aus Angst einreichen,
das Gesetz könnte vom Kabinett zu Fall gebracht
werden. Er fügte hinzu, der Sharia-Gerichtshof
sei verpflichtet, "khuloe"-Fälle anzuhören,
selbst wenn das Gesetz von der Regierung annulliert
würde.
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| Die
Entscheidung des Unterhauses, heißt es in dem
Artikel weiter, gehe an den Senat zurück, der sie
entweder bestätigen oder ablehnen könne. Sollte
das Oberhaus seine frühere Entscheidung aufrecht
erhalten, würde eine gemeinsame Sitzung beider
Häuser abgehalten, um über das Gesetz abzustimmen,
welches mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Anwesenden
gebilligt werden kann.
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| 44
der 83 Mitglieder der Legislative, zumeist Islamisten,
Konservative und Stammesvertreter, so die Autorin, lehnten
das Gesetz ab, weil es "gegen das Sharia-Recht sei und
Familienwerte unterminiere".
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| Vertreter
der "Islamischen Aktionsfront" ("Islamic Action Front")
beklagten, dass dieses Gesetz den Frauen das Recht gebe,
sich von ihren Ehemännern zu scheiden, um Affären
mit anderen Männern einzugehen, die sie mehr mochten
als ihre Ehemänner und dass Frauen, die die Scheidung
anstrebten, "oft Frauen von Komfort und Vergnügen"
seien, die sich nicht um ihre Familien kümmerten.
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| Von
sechs weiblichen Unterhaus-Vertreterinnen, schreibt
die Autorin der Jordan Times, stimmten zwei gegen
das Gesetz, drei dafür, während eine der Sitzung
nicht beiwohnte.
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| (...)
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| Bereits
im August 2003 sei das Gesetz aus den selben Gründen
wie jetzt vom Unterhaus abgelehnt worden. Aber der Senat
habe es zur erneuten Beratung an das Unterhaus zurückgehen
lassen.
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| Der
Bericht schließt mit dem Hinweis auf Reaktionen
von Menschenrechtsaktivisten; sie hätten Schock,
Unbehagen und Frustration hinsichtlich der Entscheidung
des Unterhauses ausgedrückt ...
|
| (...)
(Jordan
Times , ÜE:
J.K.)
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| Weitere
arabische Themen in der Afrika-Chronik (Auswahl): |
Jordan Times, Vater und Söhne im letzten
"Ehrenverbrechen" fahrlässiger Tötung
beschuldigt, 2009 |
L'Orient Le Jour, "Die syrische Schriftstellerin
Colette Khoury wird die erste Botschafterin im Libanon",
2009 |
Jordan Times, Neue Berufsverordnung gegen Kinderarbeit,
2007 |
AzZaman, Zunehmende Gewalt zwingt irakische Universitäten
dazu, den Lehrbetrieb zu suspendieren, 2006 |
Jordan Times, Medienpreis: Inquirer Award v.
2005, 2006 |
ArabTimes, Über die Pionierarbeit kuweitischer
Schriftstellerinnen, 2005 |
AzZaman, Zunehmende Gewalt zwingt irakische Universitäten
dazu, den Lehrbetrieb zu suspendieren, 2006 |
Gulf Daily News berichtet von Attacken gegen einen Menschenrechtsaktivisten
in Bahrein, 2005 |
ArabTimes, Über die Pionierarbeit kuweitischer
Schriftstellerinnen, 2005 |
Yemen Times, Über das Leben der Kinder auf der
Straße, 2005 |
Gulf Daily News, Über die Vergabe von 30.000 Büchern
an Kinder u. Jugendliche in Bahrei, 2005 |
Al-Ahram über Polizeiübergriffe bei Landstreitigkeiten
in Ägypten |
Jordan Times, Zur gesetzlichen Stellung der Frau
in Jordanien, 2005 |
Arab News, über Drogensucht an saudischen Schulen |
Le Matin, Marokko, Ein Aktionsplan für den Kampf
gegen die Bettelei in Rabat, 2004 |
Jordan Times, Gerichte verweigern angeblich die
Annahme von Scheidungsfällen, 2004 |
Jordan Times, Über ein sog. "Ehrenverbrechen"
im Familienkreis, 2004 |
Arab News, über Michael Moores Film "Fahrenheit
9/11" aus arabischer Sicht |
Hala Al Badry, Rezension ihres Romans "A Certain
Woman" in Arab News |
Arab News, in Saudi-Arabien werden Frauen zum Anwaltsberuf
zugelassen |
Al-Ahram über "The Passion" in Ägypten |
El-Watan über rituelle Klitorisbeschneidung in
Ägypten, 2003 |
Al-Ahram über einen der Verhöhnung des Islam
angeklagten Schriftsteller, 2000 |
Yemen Times, Bewaffnete Stämme bedrohen den Staat,
1997 |
An-Nahar über die arab. Denkfabrik "Club of
Aqaba", 1981 |
An-Nahar, erste Graduierung an der Universität
der V. A. E., 1982 |
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