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Kap
Verde verliert einen Platz im Wohlstandsindex,
überschreibt
die portugiesischsprachige kapverdische Zeitung A semana
ihren Bericht, in dem sie überwiegend aus dem Report
des Index of Human Development, dem sog. Wohlstandsindex
der →
UNDP
, zitiert.
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| Kap
Verde ist auf dem 106. Platz im Index of Human Development
(HDI), hat also im Vergleich zum Jahr 2005 einen Platz verloren.
Der Archipel bleibe jedoch das beste Land innerhalb der →
PALOP-Länder. |
| Trotz
des Abstiegs von Kap Verde um einen Platz im HDI, der jetzt
0.722 beträgt, weist es eine konstante Verbesserung seit 2004
auf, das Jahr, auf das sich der gestern veröffentlichte Bericht
bezieht. |
| Die
durchschnittliche Lebenserwartung in Kap Verde beträgt 70,7
Jahre und das jährliche Bruttoinlandprodukt pro Kopf 5.727
Dollar. |
| Jedoch
verweise der jährliche durch die UNDP verbreitete Report noch
auf andere das Land betreffende Zahlen: 18,7 % der Bevölkerung
leben in Armut und 20% haben keinen Zugang zu Trinkwasser. |
| Die
Urbanisierung der Landesbevölkerung schreite voran (56.6 %
leben in Städten) und sie werde jünger (40,1 % sind jünger
als 15 Jahre). Betrachtet man die Geburtenrate muss der Bevölkerungswachstum
ebenso fallen. Die Geburtenzahl pro Frau fiel laut INE (Instituto
Nacional de Estatística de Cabo Verde; Nationales Statistikinstitut
v. Kap Verde) von über 7 im Jahre 1975 auf 3,8 im Jahre
2005. |
| Auch
Portugal (28.), São Tomé e Príncipe (127.) und →
Angola
(161.) haben jeweils einen Platz im Index verloren. Während
→
Mosambik
seinen 168. Platz behielt und Osttimor zwei Plätze verlor
und nun die 142. Position innehat. Guinea-Bissau ist auf dem
173. Platz von 177 Ländern. |
| Der
Niger ist am Ende der Länder-Tabelle insgesamt und am
Anfang steht Norwegen. |
| Der
Report zeigt, dass die Kluft zwischen den reichen und den
armen Ländern weiter zunimmt und dass die Entwicklung der
subsaharischen Länder Afrikas stagniert und keine Anzeichen
der Verbesserung anzeigt. Für die UNDP ist die Stagnation
des afrikanischen Kontinents "den katastrophalen Folgen von
HIV/AIDS auf die durchschnittliche Lebenserwartung" geschuldet. |
| Der
Report zeige auch, dass die 500 reichsten Personen der Welt
ein größeres Einkommen haben als die 416 Millionen ärmsten
Bewohner der Welt zusammengenommen. |
Wie
das Beispiel der USA zeige, heißt es am Ende des Berichts,
generiere der Reichtum der Länder nicht notwendigerweise einen
hohen Wohlstand. Die USA, die als das zweitreichste Land der
Welt eingestuft wird, nehme aber nur den achten Platz im Wohlstandsindex
ein.
(A Semana, Cabo Verde, ÜP:
J.K.)
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