DIE MARABOUT-SEITE
linie

linie
linie

Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 25. September 2006

 

· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Ruanda ·  

The New Times, Rwanda


"Marihuana-Felder im Nyungwe Forst"

Unter diesem Titel berichtet Robert Mukombozi für die Tageszeitung The New Times über den Anbau der Droge in den Wäldern des Nyungwe National Park in  Ruanda.

Tage nach den Intensivierungen der örtlichen Polizei gegen den Handel mit Marihuana ("cannabis sativa") sei vom Nationalen Tourismusbüro (ORTPN) bekanntgegeben worden, die "Droge wird von den Menschen angebaut, die um den Park herum leben". Mukombozi zitiert den Chefaufseher Francaoise Bizimungu, der, wie er betont, in einem Exklusivinterview mit der NEW TIMES spach: "Wir sehen uns einem großen Drogenproblem in diesem Park gegenüber. Es (das Cannabis) wird von den Leuten, die unberechtigterweise in den Nyungwe Forst eindringen, angebaut, die meisten von ihnen leben seit über zehn Jahre in diesem Park." Die Marihuana-Pflanzungen seien überwiegend von Rangern entdeckt worden, die den Spuren von Wilderern folgten. Meist würde die Droge im Distrikt Nyaruguru kultiviert, im östlichen Teil des Nyungwe National Park.

In Zusammenarbeit mit den Aufsehern seien zwischen Juli und August "die Pflanzungen in diesem Gebiet identifiziert und zerstört" worden.

Die verbotene Cannabisanbau dehne sich rasch in den nördlichen Teil des Parks aus, "insbesondere in die angrenzenden Distrikte Nyamagabe und Nyamasheke, habe der Chefaufseher weiter angegeben. Trotz des Einsatzes von verschiedenen Sicherheitsagenturen durch das Nationale Tourismusbüro mit dem Ziel, den weitgestreuten Cannabisanbau im Park einzudämmen, befürchte Bizimungu, das Problem würde aufgrund eines anwachsenden Netzwerks eskalieren. Auch weiterhin unterlässt der Autor jegliche Kommentierung oder Wertung, wenn er den Oberaufseher wörtlich zitiert:

"Die Pflanzer der verbotenen Droge besitzen ein Netzwerk von Drogendealern in den benachbarten Ländern Burundi und der Demokratischen Republik Kongo." Das Netzwerk habe Treffpunkte eingerichtet, fügt der Oberaufseher hinzu, an denen die Transaktionen verhandelt würden.

Um das Netzwerk der illegalen Dealer zu schwächen oder gar zu zerstören, müssten Antidrogeneinrichtungen Ermittlungen über die Schlüsselmärkte für die Droge anstellen.

Die Bestätigung des Cannabisanbaus in Nyungwe kommt zu einem Zeitpunkt, da Polizeikräfte die Operationen gegen den illegalen Drogenhandel durch Warnungen an die Transporteure verstärkt hatten, nimmt der Autor den Anfangsgedanken wieder auf. Doch sowohl private als auch öffentliche Transporteure unterlägen keinerlei Restriktionen.

Zuletzt wird der Polizeisprecher Willy Higiro zitiert, der kürzlich angegeben habe, Drogen, insbesondere Cannabis, würden in Säcken von Matooke (eine Art Kochbananen, J.K.) und Holzkohle versteckt und transportiert.
· (New Times, Rwanda, ÜEK: J.K.)

Quelle:
The New Times, Rwanda's Leading Newspaper (New Times, Rwanda)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜEK: J.K. --> Aus dem Englischen übersetzt und kommentiert: Janko Kozmus ©


linie
Weitere Artikel zu  Ruanda in der Afrika-Chronik:
linie
linie