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Quelle:
Khaleej Times
(englischspr. Tageszeitung, Vereinigte   Arabische Emirate; Khaleej Times)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
** Das sog. "B-Wort" steht für "bitch", umgangssprachlich: "Miststück"; Slangausdruck für "Nutte" od. "Hure".
 
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
28. Mai 2006
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Die MARABOUT-SEITE zitiert aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ·
Die englischsprachige Khaleej Times aus den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet aus Abu Dhabi von einem Fall, der vom Höchsten Bundesgericht ans Schariagericht verwiesen wurde.
"Das Höchste Bundesgericht hat zwei Frauen ans Schariahgericht verwiesen", schreibt der ungenannte Verfasser des Artikels, zwei Frauen, "die eine Angestellte des Ehebruchs beschuldigt hatten". Gleichzeitig habe das Gericht einen Revisionsentscheid bestätigt, mit dem eine Entschädigungszahlung von  Dh 15.000 an die Angestellte verweigert worden war.
Die Staatsanwaltschaft habe die beiden Frauen - Najlaa Ahmed und Nada Ibrahim - angeklagt, am 22.12.2003 Azza Ali in Sharjah mit Schimpfwörtern - darunter das "B-Wort"
[**] - bedacht zu haben. Die beiden Beklagten seien mit der gleichzeitigen Forderung einer "Bestrafung kraft Artikel 373/2 nach Bundesstrafgesetzbuch" an das Misdemeanour-Bundesgericht in Sharjah verwiesen worden. Das Opfer habe vom Gericht eine Anordnung verlangt, dass die beiden Beklagten eine Entschädigung von Dh 11.000 zu bezahlen hätten.
"Im März 2004 ordnete das Gericht in erster Instanz die Beschuldigten an, Dh 15.000 als Schadensersatz zu bezahlen." Die beiden Beklagten hätten den Schuldspruch am Appelationsgericht von Sharjah angefochten; dieses habe den Schuldspruch annulliert, "weil das Gericht erster Instanz für einen solchen Fall nicht zuständig" sei, und den Fall ans Schariagericht verwiesen.
In ihrer Ablehnung habe die Staatsanwaltschaft angegeben, dass der Schuldspruch die Vollstreckung des Gesetzes ignoriert habe, da er beinhaltet habe, die besagten Ausdrücke im Fall seien keine Beleidigung, sondern eine Verleumdung. Das Höchste Bundesgericht habe jedoch dieses Argument nicht akzeptiert und hinzugefügt, das beleidigende Wort bezöge sich im Arabischen auf Ehebruch. · (Khaleej Times, ÜE: J.K.)
Weiterer Artikel zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE):
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