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Quelle:
The Namibian, Tageszeitung (Namibian)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
4. Januar 2007
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Namibia ·  
The Namibian
"Wir wurden des Landes beraubt"
titelt Luqman Cloete in der Rubrik Lokalnachrichten der englischsprachigen Tageszeitung The Namibian:
Vor zwei Wochen wurde beim hundertjährigen Festival in Heriaxabes aus dem Bondelswarts-Klan, einem Zweig des Stamms der Nama im Süden des Landes, der Vorwurf laut, den Vorfahren des Klans sei in der Umgegend Land in einer Größenordnung von 180.000 Hektar gestohlen worden; gleichzeitig wurde die Rückgabe gefordert.
Heriaxabes liegt nahe Ariamsvlei an der südöstlichen Grenze zu Südafrika.
Bei dem erwähnten Anlass habe Josef Christiaans, Sonderberater der Klanführerin Anna Christiaans, behauptet, ihre Vorfahren seien von einem gewissen Charles Eduard William Wheeller um ihr Land betrogen worden. Wheeller habe das Land anschließend an die katholische Kirche verkauft.
"Was vor hundert Jahren geschah, war Raub bei Tageslicht", zitiert der Autor des Berichts, "unsere Ahnen wurden um ihr Land betrogen".
"Unsere Pflicht als Abkömmlinge unserer verstorbenen Helden - dem Führer Jan Abraham Christiaans und Willem Christiaans -", wird Christiaans weiter zitiert, "ist es, nichts unversucht zu lassen, den Hohn der Ungerechtigkeit zu beseitigen".
Pater Klaus Lettner, zuständiger Verwalter der Römisch-Katholischen Kirche in Karas, habe jedoch Ärger und Abscheu über die Ansprüche der Bondelswarts ausgedrückt.
Lettner habe gegenüber der Zeitung angegeben, Wheeller hätte das Land innerhalb der damals geltenden Gesetze legal erworben. An diese historischen Fakten müssten sich die Bondelswarts halten, anstatt wegen eines Landgeschäfts emotional zu werden.
In einem Brief an den Bischof der Römisch-Katholischen Kirche in Windhoek vom 21. Dezember verlangten Hendrik Christian und Jacobus Josob, dass die Kirche das Land zurückgeben müsse.
"Wir, die Unterzeichneten", heiße es in dem Brief, "werden die Rückgabe des oben bezeichneten Eigentums an ihre rechtmäßigen Eigentümer überwachen".
"Wir verlangen ferner die Rückzahlung des Einkommens, das durch das Land seit 1921 erwirtschaftet wurde sowie einen monatlichen Leasingbetrag seit dieser Zeit."
Die Beiden hätten die Zahlung auf ein Treuhandkonto verlangt, dessen Vermögensverwalter sie selbst seien.
Es sei unklar, schließt Luqman Cloete, ob die beiden Männer diesen Sachverhalt an die Römisch-Katholische Kirche in offizieller Eigenschaft für den Bondelswarts-Klan schrieben, da sie Kopien des Briefes an die Traditionelle Autorität des Bondelswarts-Klan geschickt hätten.
Lettner habe angegeben, die Römisch-Katholische Kirche besitze nur 47.000 der 180.000 Hektar des in Frage kommenden Landes, der Rest gehöre kommerziellen Farmern.
Luqman Cloete beschließt seinen Bericht mit Lettners Statement, beide Parteien seien bereit, im nächsten Monat den Dialog in diesem Landesdisput aufzunehmen. · (Namibian, ÜE: J.K.)
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