Literatur
DIE MARABOUT-SEITE
linie
AFRIKA-CHRONIK
   START
   REGISTER
linie
.

logo_marabout

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:
Kenya Times (englspr. Tageszeitung, Kenya Times)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
.
CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
10. April 2007
.
···················································································
· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Kenia ·  
"Hunderte fliehen aus ihrer Gemeinde aus Furcht vor einem Racheüberfall",
heißt es in einem Bericht von David Ochami für die englischsprachige Kenya Times.
Hunderte Mitglieder der ethnischen Gruppe der Wardei, konkretisiert Ochami, würden aus - der ökonomischen Hochburg - Bura fliehen, weil sie nach dem Überfall vom Samstag auf das Osingo-Dorf im gegnerischen Gebiet Gegenangriffe der rivalisierenden Orma-Gruppe befürchteten.
Die verfeindeten Gemeinden - mit politischen, ökonomischen sowie Erbstreitigkeiten - begruben ihre Toten der Wochenendattacke gestern, begleitet von "stolzen Ansprachen und Forderungen nach Rache" nachdem die Polizei den Leichnam eines unbekannten, von Polizeireservisten getöteten Angreifers für das Begräbnis am Samstag freigegeben habe.
Am Sonntag habe die Polizei außerdem die Körper von zwei Älteren für das gestrige Begräbnis freigegeben; sie seien bei den Osingo-Zusammenstößen getötet worden, als die Wardei aus Bura in Richtung Bangale und Jaridende geflohen seien, um Zuflucht hinter dem Camp der GSU ("General Service Unit", gefürchtete paramilitärisch Eingreiftruppe; J.K.) bei der Jaridende-Gemeinde zu suchen.
29 Menschen seien bei den Überfällen, bei denen auch makabre Verstümmelungen an Genitalien und Gesichtsmarkierungen der Todesopfer vorgenommen worden seien, von Freitag und Samstag verletzt worden
Entgegen Vereinbarungen, heißt es in dem Bericht weiter, seien riesige Landstriche in Brand gesetzt und zwei Ältere, die es nicht geschafft hatten der samstäglichen "Invasion" zu entfliehen, seien Opfer von Kugeln geworden. Riesige Kaliber, gebräuchlich für die Jagd auf Wildtiere, seien im anschließenden Schlagabtausch zwischen Sicherheitskräften und fliehenden Angreifern verwendet werden.
"Die Leute fliehen die Nachbarschaft, besonders die gemischten Gemeinden, wie die von Bura", wird, Ali, ein Einwohner des Tana-River-Bezirks, zitiert, als der lokale Bezirksbeauftragte Jacob ole Matepei zur Mäßigung aufrief und hinzufügte, dass Sicherheitskräfte Boden gegen die Angreifer gut machten.
Viele Bewohner von Hirimani und den inneren Teilen der Bangale-Bezirke führten vergiftete Pfeile mit sich und zögen in die Gebiete ihrer Angehörigen und Blutsverwandten.
Berichten zufolge seien Orma zu lokalen Polizeistationen gezogen und in die Bura-Gemeinde, aus welcher die Wardei geflüchtet seien, wobei sie ihre Unternehmungen verlassen hätten. Andere Vertriebene suchten Zuflucht und Schutz im Bura-Gesundheitszentrum, wo viele der Verwundeten behandelt würden.
Abschließend zitiert Kenya Times Noor Mohamed, den Rot-Kreuz-Koordinator von Garissa, der die Zahl der Vertriebenen auf 1200 schätzt; diese Zahl könne die Forderung nach größerer Unterstützung nach sich ziehen. Bei wachsender Spannung sei mit mehr Vertriebenen zu rechnen. · (Kenya Times, ÜE: J.K.)
Weitere Artikel zu Kenia in der Afrika-Chronik
Afrika-Chronik The Star, Kenia: 10 Prozent der Kinder tabaksüchtig, 2012
Afrika-Chronik Daily Nation, Die Gefahr feministischer Literatur, 2011
Afrika-Chronik The Standard, Hoffnungsschimmer für gequälte Witwen in Nyanza, 2011
Afrika-Chronik Daily Nation, Mehr Heime am Flughafen abgerissen, 2011
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus Südafrika über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus dem Sudan über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus Ruanda über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus Nigeria über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus Ghana über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Sunday Nation, Meinungsbild aus Botsuana über Kenia und die Kenianer, 2010
Afrika-Chronik Daily Nation, Bericht über eine Befragung zur Sicht der Kenianer auf verschiedene Länder Welt, 2010
Afrika-Chronik The Standard, Versorgungskrise infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen nach den Wahlen, 2008
Afrika-Chronik The Standard, Verschiebung des Lehrbetriebs an Universitäten infolge gewalttätiger Auseinandersetzungen nach den Wahlen, 2008
Afrika-Chronik Kenya Times, Statistische Befragung von 2.400 Frauen zum Thema Sexualität, 2007
Afrika-Chronik KBC, Todesurteil wegen Raub und Misshandlung im Fall Ngugi wa Thiong'o und Ehefrau, 2006
Afrika-Chronik The Standard, Über die Leiden eines kenianischen Sargmachers, 2006
Afrika-Chronik The Standard, Über den niedrigen Entwicklungsstand Kenias, 2006
Afrika-Chronik The Standard, Über die korrupteste Institution in Kenia, 2005
Afrika-Chronik Kenya Times, Friedensnobelpreis 2004 für die Kenianerin Wangari Maathai
Afrika-Chronik Kenya Times, Über die Attacke auf den kenianischen Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o und seine Frau
Afrika-Chronik Kenya Times, Über Ngugis Mundarttheorie, 2004
Afrika-Chronik Daily Nation, Über illegale Handlungen der Studenten an Kenias Hochschulen, 2003
Afrika-Chronik Daily Nation, Reaktion auf den Mord an Ausschussvorsitzenden
Afrika-Chronik Daily Nation, Über das Analphabetentum in Kenia
Afrika-Chronik Daily Nation, Über die Prügelstrafe an Kenias Schulen
Afrika-Chronik The East African, Über die Moi-Biographie v. Andrew Morton
Afrika-Chronik Daily Nation, Über Ngugi wa Thiong'os Kamirithu-Theatergemeinschaft, 1999
Afrika-Chronik Daily Nation, Publikations- und Verbotsgeschicht des Romans Matigari v. Ngugi wa Thiong'o, 1998
Weitere Artikel zum  Subsaharischen Afrika in der Afrika-Chronik

ZURCHRONIK
linie
[REZENSIONEN] [AUTORENPORTRAITS] [AFRIKA-CHRONIK] [BESTENLISTE]  [BESTENLISTE-FILM]  [GÄSTEBUCH] [LINKS] [EIGENETEXTE] [KONTAKT&KRITIK] [VERLAG] [IMPRESSUM] [HOME]