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DIE MARABOUT-SEITE
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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
The Standard, englischspr. simbabwische Sonntagszeitung
 (Standard Simbabwe)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
8. Mai 2008
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Simbabwe ·  
"Herausgeber von The Standard verhaftet",
titelt die private englischsprachige Wochenzeitung in eigener Sache und konkretisiert, die Polizei habe diesen wegen der Veröffentlichung der Meinung eines führenden Oppositionspolitikers festgenommen.
Davison Maruziva werde wegen der Veröffentlichung eines Artikels von Arthur Mutambara, des Führers des Movement for Democratic Change (MDC) vom 20. April zur Verantwortung gezogen, berichtet Raphael Khumalo, der Geschäftsführer der "Zimbabwe Independent Media group", die die pro-oppositionelle Zeitung publiziert.
In dem nicht gezeichneten Bericht heißt es weiter, The Standard sei sehr kritisch mit dem "altgedienten Präsidenten" Robert Mugabe umgegangen, sowohl was das politische Patt angehe als auch die Gewalt, die auf die umstrittene Wahl vom 29. März folgte.
Die Wahlresultate hätten erbracht, dass die regierende ZANU-PF ihre parlamentarische Mehrheit das erste Mal seit der Unabhängigkeit im Jahre 1980 verloren habe und dass Morgan Tsvangirai, der Führer des MDC, vor dem 84-jährigen Mugabe in der gleichzeitig durchgeführten Präsidentschaftswahl liege. Da kein Kandidat die notwendige Mehrheit gewonnen habe, sei eine Stichwahl notwendig geworden.
Auf Nachfragen von The Standard habe Tsvangirai den Wahlsieg für sich beansprucht und Mugabe der Wahlmanipulation beschuldigt.
Reuters gegenüber habe Khumalo geäußert, der Herausgeber sei am Donnerstag abgeholt worden. Er sagte wörtlich:
"Sie beschuldigen ihn falscher, dem Staat gegenüber voreingenommener Äußerungen und der Missachtung des Gerichts ... Die Polizei hat auch zu verstehen gegeben, dieselben Anschuldigungen werden auch Arthur Mutambara zur Last gelegt werden".
In seinem Artikel, geschrieben anlässlich des 28. Jahrestages der Unabhängigkeit im vergangenen Monat [18. April, J.K.], habe Mutambara Mugabe für seinen Umgang mit den landesweiten Wahlen scharf kritisiert. Weiter habe er die Regierung der Einschüchterung beschuldigt und ihr Recht, im Amt zu bleiben, angezweifelt.
Die beiden MDC-Fraktionen hätten gegenwärtig ihre Differenzen beiseite geschoben und bekräftigt, wieder zusammenarbeiten zu wollen, heißt es, bevor in einem zweiten Teil die Befürchtungen über die Einschränkungen der Pressefreiheit thematisiert werden.
"Medienangelegenheiten"
Iden Wetherell, Projektverantwortlicher der Zimbabwe Independent Media Group habe angegeben, Maruzivas Verhaftung zeige, dass das Ansehen der Regierung in den Medien angeknackst sei.
"Das stellt einen ernsthaften Angriff auf die Presse- und politische Freiheit dar", sagte Wetherell.
Verschiedene Journalisten seien seit den Wahlen verhaftet und wieder entlassen worden. Reuters habe am Donnerstag angegeben, einer ihrer Photografen sei verhaftet worden, weil er angeblich ein Satellitentelephone benutzt habe, um Bilder zu übermitteln. Die Nachrichtenagentur habe seine Entlassung gefordert.
Der MDC beschuldigt Mugabe-Unterstützer einer gewalttätigen Kampagne, um die Simbabwer einzuschüchtern, damit sie in der Stichwahl für diesen wählen sollten. Mugabes ZANU-PF beschuldigt dagegen die Opposition politischer Angriffe.
"Westliche Länder haben afrikanische Staaten aufgefordert, mehr zu tun, um den Aufruhr in dem einst prosperierenden Land zu beenden, dessen Ökonomie nun ruiniert ist. Eine Flut von Flüchtlingen und die Furcht vor Instabilität und Gewalt haben ihren Tribut in der Region gefordert."
Die Afrikanische Union und die Regionalgruppe Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika (Southern African Development Community, SADC) hätten diese Woche Teams nach Simbabwe gesandt und an alle Parteien appelliert, sich an einer Stichwahl zu beteiligen, die frei und transparent sei.
Die Tatsache, dass sowohl ZANU-PF als auch MDC die Gewalt der anderen Partei zuschrieben, bedeute, dass von beiden anerkannt werde, dass Gewalt auf beiden Seiten stattfände, habe sich der Botschafter Kingsley Mamabolo, Kopf der SADC-Wahlbeobachter am Mittwoch geäußert:
"Wenn das der Fall ist, muss eindeutig etwas getan werden. In der Tat kann man in dieser Atmospähre nicht die nächste Wahlrunde abhalten. Es wäre nicht hilfreich."
Sollte sich Tsvangirai nicht an der Stichwahl beteiligen, gewinne Mugabe automatisch. Ein Datum für die Stichwahl sei noch nicht festgelegt worden. · (Standard Simbabwe, ÜE: J.K.)
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