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Quelle:
Le
Quotidien, (senegales. Tageszeitung, Le Quotidien)
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Anmerkungen:
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inkl. arabischer Raum
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem
Französischen: Janko Kozmus © |
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CHRONIK
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Zur Sozial-
und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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· Die
MARABOUT-SEITE zitiert aus dem Senegal
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| Grabschändung
eines mutmaßlichen Homosexuellen, |
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"Maguèye Diallo
wurde zweimal ausgegraben, sein Körper seiner Familie zurückgegeben"
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Thiès sei durch die
Ausgrabung der sterblichen Überreste eines Mannes aufgerüttelt
worden, heißt es in einem Artikel der französisch-sprachigen
senegalesischen Tageszeitung Le Quotidien. Hintergrund
des Vorfalls war der Verdacht der Bewohner des Viertels
Darou Salam II, der Verstorbene sei ein Homosexueller gewesen.
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Es sei nicht gut, schreibt
Birane Gning, der Verfasser dieses Artikels, heutzutage
verdächtigt zu werden, ein Homosexueller zu sein. Eine Familie,
die im Viertel Darou Salam II, an der nordöstlichen Peripherie
von Thiès wohnt, habe am Samstag mit ansehen müssen,
wie einer der ihrigen zweimal in Folge von Jugendlichen
des Viertels exhumiert wurde, einzig aus dem Grund, dass
der Verstorbene homosexuell war. Als diejenigen, die mit
der Aufgabe betraut waren, den Verstorbenen einer würdige
Ruhestätte zu überlassen, den Ort verließen, sei eine Gruppe
Jugendlicher am frischen Grab aufgetaucht und habe den Verstorbenen
unter den Rufen, ein Homosexueller dürfe hier nicht begraben
sein, ausgegraben.
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Daraufhin seien Sicherheitskräfte
alarmiert worden, die den Ort sicherten, so dass der Verstorbene
durch seine Familie erneut begraben werden konnte. Aber,
heißt es weiter, man habe nicht mit der Entschlossenheit
der "Besessenen" gerechnet, die nicht akzeptieren wollten,
dass Maguèye Diallo in diesem Friedhof begraben werden
sollte.
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Nach dem Abzug der Sicherheitskräfte
gruben die Jugendlichen den Körper erneut aus, und das folgende
Spektakel sei einfach entwürdigend gewesen. Unter den Schreien
der Bevölkerung sei der Körper in einem zerrissenen Leichentuch
mehrere hundert Meter geschleift und am Wohnsitz der Familie
des Verstorbenen abgelegt worden. Diese hatte erneut die
Verantwortung, den Verstorbenen unter die Erde zu bringen.
"Und", heißt es düster prophezeiend zum Abschluss, "gemäß
mehreren Zeugenaussagen wird dieser Vorfall nicht auf Thiès
begrenzt bleiben, sondern sich auch anderswo an religiösen
Orten des Landes ereignen". ·
(Le Quotidien, ÜF:
J.K.)
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