DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 8. Oktober 2010

 

· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Kenia ·  


"Bericht enthüllt, wie Kenianer die Welt sehen"

Für die englischsprachige kenianische Tageszeitung The Daily Nation stellt Jacob Ng’etich einen Report vor, der die Sicht der Kenianer auf verschiedene Länder der Welt zum Gegenstand hat.
Der Untersuchung zufolge glauben Kenianer, ihr Land sei das friedlichste Land in Ostafrika, „viel friedlicher als Tansania“, während sie Uganda als politisch unstabil ansehen.
Laut der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung sähen Kenianer Japan als das technologisch ausgebuffteste Land und die Vereinigten Staaten als das entwickeltste Land der Welt an.
Somalia werde in der von der Steadman Group veröffentlichten Untersuchung als das politisch unstabilste Land der Welt angesehen.
Von den befragten Personen würden 29 Prozent Kenia als friedvolles Land ansehen, während 26 Prozent glaubten, es gebe wenig Frieden in Tansania.
Für 10 Prozent der Kenianer stehe Nigeria, das bevölkerungsreichste Land des afrikanischen Kontinents, gleichbedeutend für Korruption.
Nach Ägypten befragt, hätten sieben Prozent der Befragten dieses Land zunächst assoziiert mit Pharaonen und Pyramiden, die zu den sieben Weltwundern zählten und die Geschichte des Landes repräsentierten. Vier Prozent hielten → Sambia für friedlich.
Somalia, Sudan, Ruanda und Burundi würden von den Kenianern - in dieser Reihenfolge - als politisch unstabile Länder betrachtet, mit jeweils 65, 46, 41 und 29 Prozentpunkten.
Die Untersuchung, die im Rahmen des Steadman Vierteljahres-SPEC-Barometer durchgeführt wurde, erfasse die Sichtweise der Kenianer auf Kenia und den „Rest der Welt“. Sie schließe 2023 Befragte ein, dokumentiert Jacob Ng’etich und enthält sich auch in der Folge jeglicher Wertung, Erwachsene ab 18 Jahren, die in städtischer oder ländlicher Gegend leben, die zwischen dem 25. September und dem 4. Oktober nach Zufallsprinzip im ganzen Land ausgesucht worden seien.
Die vorliegende Untersuchung sei auf der Basis einer „strukturierten persönlichen Befragung“ auf Haushaltsebene erfolgt.
Die Teilnehmer seien gebeten worden, mitzuteilen, was ihnen in den Sinn komme, wenn sie an eines der 22 Länder der Welt denken, zu denen neben Somalia, Sambia, Burundi, China, die USA, Großbritannien, Japan, Frankreich, Deutschland, Kanada, Italien, Uganda, Sudan und Tansania auch Kenia, Südafrika, Nigeria, Ägypten, → Libyen, Ghana, Senegal und Ruanda zählten.
Insgesamt elf Prozent der Antwortenden sahen Südafrika als entwickelte Wirtschaft des Kontinents an, während sieben Prozent in Ghana einen Agrarstaat sähen.
Senegal, das westafrikanische Land mit dem Fußball-Team, das als die Löwen von Teranga bekannt ist, werde von den Kenianern als eine Sportnation angesehen, die von 15 Prozent mit Fußball identifiziert wird.
Etwa zwölf Prozent der Befragten brächten Oberst Muammar Gaddafis Libyen mit Öl und Petroleum in Verbindung.
Die Erwähnung Japans und Chinas lasse die Kenianer - mit einem Anteil von 22 bzw. 13 Prozent - an technologische Entwicklung denken.
15 Prozent der Befragten halten die USA für das entwickeltste Land der Welt, gefolgt von Großbritannien mit 13 und Kanada mit sieben Prozent.
Für neun Prozent der Befragten ist Deutschland eine Sportnation, gefolgt von Frankreich, während viele Kenianer an den Papst und an Religion denken, ist von Italien die Rede.
· (Daily Nation, ÜEK: J.K.)

Quelle:
The Daily Nation, Kenya (Daily Nation)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜEK: J.K. --> Aus dem Englischen übersetzt und kommentiert v. Janko Kozmus ©


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