DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 7. März 2012

 

· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Jordanien · 
Jordan Times


"Bemühungen, Frauen am Arbeitsmarkt teilnehmen zu lassen, sind im Rückstand",

überschreibt Hani Hazaimeh einen Bericht für die englischsprachige Jordan Times.

AMMAN – Die Bemühungen, Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, müssten noch Früchte tragen, schreibt Hazaimeh einleitend, da der Anteil der Frauen an der Belegschaft nur 14,9 % betrage, verglichen mit 64 % bei den Männern, heiße es in einem Bericht des Arbeitsobservatoriums (Labour Observatory, LO) vom Mittwoch.
Das Dokument, das bereits zum dritten Mal in Folge anlässlich des Internationalen Frauentags erstellt worden sei, analysiere den Beitrag der Frauen für die Wirtschaft und den Beitrag zur Entwicklung ihrer Gemeinden sowie die Wirksamkeit der relevanten Rechtsvorschriften, mit dem Ziel, Frauen zu bestärken, in den Arbeitsmarkt "einzudringen".

"Wir haben seit Jahren keine signifikanten Verbesserungen des Status der Frauen in diesem Bereich festgestellt und schließen daraus, dass das Bemühen um die Integration der Frauen in der Wirtschaft nicht wirksam war“, werde in dem Bericht, der mit der Beteiligung des Büros der deutschen Friedich-Ebert-Stiftung in Amman erstellt worden sei, festgestellt.

Der Anteil der Frauen an der Wirtschaft, sei noch weit vom internationalem Durchschritt von rund 50% entfernt. Laut zitiertem Bericht, liege demnach das Königreich (Jordanien) auf Platz 139, auf dem 2010 weltweit erstelltem Wettbewerbsindex (Competitiveness Index) in Bezug auf die ökonomische Teilhabe der Frauen in ihren Gemeinden.

Außerdem, so der Bericht, übertreffe die Zahl der arbeitslosen Frauen die der Männer. "Die Arbeitslosenquote der Frauen, belief sich im Jahr 2010 auf 18,3 %, im Vergleich zu 10,7% der Männer, während die wirtschaftliche Beteiligung der Frauen sich auf drei, der insgesamt 18 Arbeitskategorien konzentriert: öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit und Soziale Dienste."

"Wir glauben, dass die mangelnden Fortschritte in der wirtschaftlichen Rolle der Frauen und ihr bescheidener Beitrag zum Entwicklungsprozess in erster Linie das Ergebnis von unfreundlichen Arbeitsbedingungen sind, die auf dem Arbeitsmarkt herrschen . Hinzu zuzählen sind die Verletzungen ihrer Rechte von Arbeitgebern, die sie als „leicht angreifbare (schutzlose) Gruppe wahrnehmen (ansehen)“, habe Ahmad Awad , Leiter des Phoenix Center für Wirtschaft und Informatik, der Dachorganisation des LO gestern gegenüber der Jordan Times geäußert.
Hinsichtlich der Löhne, habe er konstatiert, hätten Frauen nach wie vor ein Gefälle von mehr als JD 50 pro Monat zu verzeichnen, demnach lag laut der Social Security Corporation (Sozialversicherungsgesellschaft) das durchschnittliche Gehalt für Männer im Jahr 2010 bei JD406 gegenüber JD353 bei den Frauen.

Awad habe weiterhin angegeben, schreibt Hazaimeh weiterin unkommentiert, dass viele Arbeit- und Menschenrechtsberichte gezeigt hätten, dass Frauen in der Privatwirtschaft Verstößen und dem Missbrauch von Arbeitsrechtsbestimmungen unterlägen. Viele berufstätige Frauen arbeiteten mehr als 8 Stunden pro Tag, seien jeglicher Form der sozialen Sicherung oder der sozialen Sicherheit beraubt oder würden schlechter als der von der Regierung festgelegte Mindestlohn bezahlt.

Dieser Bericht fordere die zuständigen Behörden auf, schlussfolgert Hani Hazaimeh, diese Probleme zu berücksichtigen und die Rechtsvorschriften der wirtschaftlicher Stärkung der Frauen durchzusetzen ."
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(Jordan Times, ÜER.B/J.K.)

Quelle:
The Jordan Times, (englischspr. jordanische Tageszeitung, Jordan Times)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜER.B/J.K. --> Übersetzung us dem Englischen: Ruth Bushart; Kommentier: Janko Kozmus©


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