DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 14. März 2012

 

· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Malawi ·  

Nyasa Times - Malawi


"Malawi hat die Nase voll von Madonnas Schulplänen",

In einem Artikel für die englischsprachige Nyasa Times berichtet Mabvuto Banda - bezugnehmend auf die Nachrichtenagentur Reuters – von den Vorwürfen, die die Regierung Malawis gegenüber Madonnas Schulbauplänen erhebt.

Konkretisierend schreibt er, Malawis Regierung habe am Dienstag Madonna vorgeworfen, nicht bezüglich Madonnas Pläne, zehn neue Schulen in Malawi zu bauen, konsultiert worden zu sein. Die Sängerin scheine mehr Interesse an der "Förderung ihres globalen Images" zu haben, als für die Hilfe zur Erziehung vorort.

Die Sängerin, die zwei Kinder aus Malawi adoptiert habe, habe im Januar angekündigt, dass ihre Wohlfahrtsorganisation Raising Malawi Charity, in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Gruppe buildOn, Schulen aufbauen werde, die mindestens 1.000 Kinder pro Jahr ausbilden würde.

Malawis Bildungsministeriumssprecherin Lindiwe Chide habe gegenüber Reuters geäußert, dass die Regierung "die Nase voll" von Madonna hätte. Des Weiteren habe sich Chide darüber beschwert, dass die Sängerin im vergangenen Jahr die malawischen Behörden nicht informiert habe, als sie eine zuvor geplante Akademie für Mädchen in Malawi "infolge von Misswirtschaft und Kostenüberschreitungen" nicht realisiert hatte.

"Jetzt entscheidet sie sich zu verkünden, dass sie zehn Schulen, wieder ohne von uns autorisiert worden zu sein, bauen will ", wird Chide zitiert.
"Wir haben mittlerweile das Gefühl, das alles dazu dient, ihr globales Image zu unterstützen, und dass dies nicht in unserem Interesse ist."

Madonna sei nicht erreicht worden, um Chides Bemerkungen zu kommentieren.
Ihr früherer Plan, eine hochmoderne Schule für etwa 400 Mädchen am Rande von Malawis Hauptstadt Lilongwe zu bauen, sei im letzten Jahr gescheitert und die Leitung ihrer Wolhlfartsorganisation gefeuert worden. Die New York Times habe damals berichtet, dass die Schule, dafür, dass $ 3.800.000 für sie gespendet worden waren, wenig vorzuweisen hatte. Die Sängerin selbst habe an die Organisation, die sie im Jahr 2006 mitbegründet hatte, $ 11.000.000 verliehen.

Chide zufolge habe Madonna kein Mandat „zu entscheiden, wo sie eine Schule bauen will, weil sie nicht weiß, wo unsere Bedürfnisse liegen und wo wir neue Schulen haben wollen. Zuerst muss sie uns befragen, um die Erlaubnis von uns zu bekommen, bevor sie irgendetwas tut".

Abschließend wird dem Leser Hintergrundinformation über das Land vermittelt:
In Malawi leben mehr als eine halbe Million von der AIDS-Epidemie verwaiste Kinder; das Land werde von den Vereinten Nationen weltweit als eines von den 20 am wenigsten entwickelten Ländern eingestuft.

Die jüngste Streit sei in einer Zeit gekommen, in der Malawis Präsident Bingu wa Mutahrika auf Kriegsfuß mit der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien und anderen westlichen Spendern stehe.

(…)

· (Nyasa Times Online, ÜER.B/J.K.) Weiterer Malawi-Artikel zu Madonna

Quelle:
Nyasa Times Online, Malawi (Nyasa Times Online)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜER.B/J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Ruth Bushart; Kommentier: Janko Kozmus©


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