DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2017)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Jahreschroniken: 2017

Stand: 12.09.17

 

13. September 

2017

  internationales literaturfestival berlin - ilb 2017
21 Uhr -
Oberes Foyer: Literaturen der Welt
Mohammed Hasan Alwan [
Saudi-Arabien /Kanada] widmet sich in »A Small Death« dem Sufimeister Ibn Arabi
Ibn Arabi (1165–1240) war einer der einflussreichsten Sufimeister seiner Zeit und ein Verfechter der religiösen Toleranz. Acht Jahrhunderte später widmet sich Mohammed Hasan Alwan in »A Small Death« dem umstrittenen Gelehrten, der fünfzig Jahre seines Lebens auf Reisen war. Alwans Roman wirft mit »bemerkenswerter Kunstfertigkeit und fesselnder Sprache Licht auf Ibn Arabis Denken«, heißt es in der Begründung der Jury des International Prize for Arabic Fiction 2017, mit dem Alwans Roman ausgezeichnet wurde. - ilb

Zur Auszeichnung von Hasan Alwan mit dem International Prize for Arabic, dem sog. arabischen Booker-Preis, in diesem Jahr  → siehe hier >>

Moderation:Susanne Koelbl  
Sprecher: Friedhelm Ptok 
Preis: 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Veranstaltungsort: Haus der Berliner Festspiele 
Oberes Foyer: Literaturen der Welt 
Schaperstraße 24
10719 Berlin 

12. September 

2017

Coverbild - NADIFA MOHAMED: DER GARTEN DER VERLORENEN SEELEN bei amazon bestellen
NADIFA MOHAMED
DER GARTEN DER VERLORENEN SEELEN
  internationales literaturfestival berlin - ilb 2017
21 Uhr -
Seitenbühne: Literaturen der Welt
Nadifa Mohamed [ Somalia /GB] erzählt in »Der Garten der verlorenen Seelen« von gewöhnlichen Leben in außergewöhnlichen Zeiten
In ihrem Roman erzählt Nadifa Mohamed von Frauenschicksalen im Somalia der späten achtziger Jahre, kurz vor dem Bürgerkrieg. Fühlbar wird eine fremde Welt, die auch an die Geschichte anderer zerfallener Staaten im Krieg erinnert – an den Libanon, Jugoslawien, Syrien. Es sind die Netzwerke der Frauen, die ein Weiterleben ermöglichen. »Universalismus ohne Tremolo: Die junge Nadifa Mohamed ist schon jetzt eine seiner spannendsten Erzählerinnen.« (»Die Welt«). - ilb
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Veranstaltung in englischer und deutscher Sprache 
Moderation: Flora Veit-Wild
Sprecherin: Nina West 
Preis: 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Veranstaltungsort: Haus der Berliner Festspiele 
Seitenbühne: Literaturen der Welt 
Schaperstraße 24
10719 Berlin 

12. September 

2017

Coverbild - YAA GYASI: HEIMKEHREN bei amazon bestellen
YAA GYASI
HEIMKEHREN
  internationales literaturfestival berlin - ilb 2017
19.30 Uhr -
Seitenbühne: Literaturen der Welt
Yaa Gyasi [
Ghana /USA] schildert in "Heimkehren" den Kampf zweier Familien um Heimat und Identität Die afrikanisch-amerikanische Familiensaga "Heimkehren" von Yaa Gyasi beginnt im 18. Jahrhundert und umfasst acht Generationen: Von zwei ghanaischen Halbschwestern heiratet eine nach England, und die andere wird als Sklavin nach Amerika verschleppt. Am Ende sind die Familienzweige entgegen aller Wahrscheinlichkeit wiedervereint. - ilb
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Veranstaltung in englischer und deutscher Sprache 
Moderation: Priya Basil 
Sprecherin: Regina Gisbertz 
Preis: 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Veranstaltungsort: Haus der Berliner Festspiele 
Seitenbühne: Literaturen der Welt 
Schaperstraße 24
10719 Berlin 
   
zeit
los
Arabische und afrikanische Sprüche und Weisheiten:
6. September
2017
Coverbild - BACHTYAR ALI: DIE STADT DER WEISSEN MUSIKER bei amazon bestellen
BACHTYAR ALI:
DIE STADT DER WEISSEN MUSIKER
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BACHTYAR ALI:
DER LETZTE GRANATAPFEL
Der irakisch-kurdische Schriftsteller Bachtyar Ali wird mit dem mit 15.000 € dotierten NellySachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Die Entscheidung am heutigen Tag kommentiert Jury-Mitglied und Schriftsteller Stefan Weidner: "Angesichts von Erfahrungen genozider Gewalt, Kriegen und Flucht ist Bachtyar Alis Werk ein Manifest des Lebenswillens und der Poesie. Unter Rückgriff auf die Mythen und die Spiritualität des Orients sowie getragen von hohem moralischem Anspruch und großem Engagement bricht der Autor eine Lanze für die Menschlichkeit". (Focus online v. 7.09.2017)
Der Autor lebt seit Mitte der 90 Jahre in Deutschland. Er schreibt in Sorani, der südöstlichen Variante des Kurdischen. Zwei seiner Werke sind in Deutsch erschienen:
Der letzte Granatapfel, Roman. 2016. Übersetzung: Ute Cantera-Lang und Rawezh Salim.
Die Stadt der weißen Musiker, Roman. 2017. Übersetzung: Peschawa Fatah
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18. August
2017
Heute vor 30. Jahren starb der simbabwische Schriftsteller Dambudzo Marechera in Harare an Lungenentzündung infolge von Aids.
21. Juli
2017
Der in Frankreich lebende guineische Schriftsteller Tierno Monénembo wird 70 Jahre alt.
20. Juni
2017
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TRAM 83
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Der diesjährige - 9. - Internationale Literaturpreis für ins Deutsche übertragene Erstübersetzungen geht an Fiston Mwanza Mujila aus der Demokratischen Republik Kongo für seinen Roman Tram 83. Die Auszeichnung, gestiftet vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin, ist mit 35.000 Euro dotiert, 20.000 gehen an den Autor und 15.000 an den oder die Übersetzer. Beim vorliegenden Roman sind dies Katharina Meyer und Lena Müller, die aus dem Französischen übersetzten. Die Jury, die aus namhaften Literaturkritikern und -wissenschaftlern besteht, begründete ihre Entscheidung wie folgt:
  "Es ist der radikale Bericht postkolonialen afrikanischen Lebens in einer auf unermesslichen Bodenschätzen brodelnden Stadt. Fiston Mwanza Mujila skandiert, brüllt, säuselt die Sätze über den Alltag in einer von Gewalt beherrschten Männergesellschaft mit radikalem Furor und erzählt nebenbei die Geschichte eines Chefgauners und die der unwahrscheinlichen Rettung eines todgeweihten Dichters. Die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller haben für diesen ins Performative drängenden Text eine mitreißende Sprache gefunden."
26. Mai
2017
Der in den USA lebende ägyptische Schriftsteller Alaa al-Aswani wird 60 Jahre alt.
25. April
2017
Mohammed Hasan Alwan wird mit dem International Prize for Arabic Fiction 2017 ausgezeichnet,
 Sahar Khalifa, die Juryvorsitzende des von Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) finanzierten International Prize for Arabic Fiction für 2017, gibt den diesjährigen Gewinner bekannt:
In seinem Roman A Small Death erforsche Mohammed Hasan Alwan Leben und Gedanken des Ibn Arabi. Der im Jahre 1240 in Damaskus verstorbene Sufi Ibn Arabi gilt vielen als der größte Meister - latinisiert ausgedrückt: Magister Magnus - des Sufismus, zudem gilt er als Advokat religiöser Toleranz.

Die Freude des aus Saudi-Arabien stammenden Autors Mohammed Hasan Alwan über die Auszeichnung, den sog. arabischen Booker-Preis, dürfte groß sein. Neben der Übertragung des Romans ins Englische beinhaltet sie ein Preisgeld von $ 50.000.

10. März
2017
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HUBERT HADDAD
FALASTIN
Der in Tunis geborene Poet, Romancier und Essayist Hubert Abraham Haddad wird 70 Jahre alt.
Als Autor ist er unter der Namenskurzform Hubert Haddad bekannt. Seine Eltern sind mit ihm nach Frankreich ausgewandert, als er selbst noch ein Kind war. Haddad schreibt in französischer Sprache. Sein umfangreiches Werk wurde teilweise ins Englische übertragen. Im Deutschen ist 2009 sein von Katja Meintel übersetzter preisgekrönter Roman Falastin (arab. für Palästina) erschienen. Darin erzählt Haddad von einer Liebesgeschichte im israelisch besetzten Westjordanland, die sich zwischen einem entführten israelischen Soldaten und Falastin, einer modernen Antigone, entspinnt.
1. März
2017
100. Geburtstag der in Nablus geborenen palästinensische Dichterin  Fadwa Tuqan. 2003 starb die "Grande dame" der Lyrik Palästinas. Sie wurde 86 Jahre alt.
Insgesamt wurden neun Gedichtsammlungen von Fadwa Tuqan veröffentlicht, The Last Melody (2000) ist die letzte; 1990 und 1993 erschien ihre zweiteilige Autobiografie: Tuqan, Fadwa: An autobiography: A Mountainous Journey
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16. Februar
2017
Herausgabe der Shortlist des von Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) finanzierten International Prize for Arabic Fiction für 2017.
- Mohammed Hasan Alwan: A Small Death,
Saudi-Arabien
- Najwa Binshatwan: The Slave Pens,
Libyen
- Ismail Fahd Ismail: Al-Sabiliat, Kuwait
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Elias Khoury: Children of the Ghetto – My Name is Adam, Libanon
- Mohammed Abdel Nabi, In the Spider's Room (mit dem in arabischen Ländern tabuisierten Schwulenthema),
Ägypten
- Saad Mohammed Rahim: The Bookseller's Murder, Irak.
Vorsitzende des mit $ 50.000 dotierten Preises ist die palästinensiche Autorin
 Sahar Khalifa. Neben dem Preisgeld winkt dem ausgezeichneten Roman eine Übertragung ins Englische.
25. Januar
2017
Im Alter von 72 Jahren stirbt in London die nigerianische Schriftstellerin Buchi Emecheta.
Ihr erzählerisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, so wurde ihr Roman The Joys of Motherhood (dt: Nnu Ego - Zwanzig Säcke Muschelgeld) im Jahre 2003 von der Jury des internationalen Buchfestivals in Harare/Simbabwe zu einem der 100 besten afrikanischen Bücher des 20. Jahrhunderts gewählt.
18. Januar
2017
Die Robert-Bosch-Stiftung gibt den neuen Adelbert-von-Chamisso-Preisträger bekannt. Mit dem Preis ehrt die Stiftung seit 1985 "herausragende auf Deutsch schreibende Autoren, deren Werk von einem Kulturwechsel geprägt ist". Der mit 15.000 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr an den syrisch-deutschen Schriftsteller Abbas Khider für sein bisheriges Gesamtwerk. In diesem erweise sich Khider "als sprachsensibler Beobachter der Verzweiflung, Verstörtheit, Wut und Hoffnung junger Männer, die ihre Heimat verlassen müssen und Zuflucht in Europa suchen".
Januar
2017
Vor 50 Jahren erschien die erste Nummer der südafrikanischen Monatsschrift Sechaba, herausgegeben vom ANC. Darin waren Artikel aufgenommen, die die Situation im Lande wie auch in der Region Südliches Afrika kritisch und aus Sicht des Kampfes gegen das System der Apartheid beschrieben.
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Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem Französischen: Janko Kozmus ©

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Quellen:
Sach- und Personenregister

. . Veranstaltungshinweise
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