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ELNATHAN JOHN
AN EINEM DIENSTAG GEBOREN
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CHRONIK
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas

NIGERIA (Teil II: ab 2001)

Stand: 17.03.17


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23. April
Todestag von Cervates und Shakespeare. Die UNESCO machte diesen Tag im Jahre 1995 zum Welttag des Buches. Aus diesem Anlass veranstaltete das Berliner Haus der Kulturen eine Lesung von Wole Soyinka, der aus seinem gerade ins Deutsche übersetzten Buch Die Last des Erinnerns las. Die Berliner Zeitung gibt einen atmosphärischen Bericht:
"(Aber) bevor Soyinka zu lesen beginnt, erzählt er von seinem letzten Besuch in Berlin. Damals, im Jahr 1990, trat er zusammen mit Heiner Müller ebenfalls im Haus der Kulturen auf. Müller habe mit seiner Flasche Whisky auf dem Podium gesessen, er selbst mit einem Glas Rotwein. Ein solches Glas steht auch am Sonnabend vor ihm. Und als Soyinka es zum ersten Mal erhebt, tut er es nicht, um daraus zu trinken, sondern um einen Schluck Wein auf den Boden zu gießen. 'Das ist für Heiner Müller', sagt er. 'So grüßen wir diejenigen, die zu den Vorfahren gegangen sind.'" · (Berliner Zeitung)
3. August
2001
Die südafrikanische Wochenzeitung Mail & Guardian gibt mit dem Nigerianer Helon Habila den diesjährigen Gewinner des Caine Literaturpreises für Afrikanische Literatur bekannt.
mehr dazu ·
(Mail & Guardian, Südafrika, ÜE: J.K.)
14. Oktober
2001

Die Süddeutsche Zeitung berichtet aus Nigeria von über 200 Toten, die bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen in der Stadt Kano ums Leben gekommen waren. Anlass für die Straßenschlachten waren anti-amerikanische Proteste.
In einem mehrheitlich von Moslems bwohnten Außtenbezirk der Stadt seien tausende, der Minderheit angehörende Christen geflohen. Dies bezeugten Bewohner der Stadt. Die Süddeutsche zitiert einen der Geflüchteten: "In (dem Bezirk) Zangong wurden die Menschen geschlachtet. Es müssen mehr als 200 umgebracht worden sein letzte Nacht". (SZ)

13. März
"Nigeria
In den Mühlen der islamischen Justiz",

schreibt die SZ
Sufiyatu Huseini aus Nordnigeria sei vergewaltigt worden und habe ein Kind bekommen – nun soll sie dafür gesteinigt werden.
Die Süddeutsche Zeitung zitiert
Michael Bitala in einem Bericht vom 12. März aus Nairobi :
"Wenn es kein Erbarmen mehr gibt, wird Sufiyatu Huseini in ein paar Wochen bis über die Hüften in ein Loch eingegraben...
Dann werden sich Männer um sie herum versammeln und Steine in den Händen halten, nicht zu groß und nicht zu klein, faustdick sollen sie sein, so hat es der Richter bestimmt. Und wenn der vermeintliche Wille Gottes dann vollstreckt ist, wenn der 35-Jährigen das Leben aus dem Körper gesteinigt wurde, dann soll dies eine Lehre für alle Frauen in Nordnigeria sein", schreibt Bitala weiter, "denn Sufiyatu Huseini hat nach Ansicht der strenggläubigen Muslime die zweitschlimmste Sünde nach der Gotteslästerung begangen: Ehebruch. Den angeblichen Beweis dafür hält sie die meiste Zeit im Arm – Adama, ihren Sohn."
· (SZ)
25. März
2002
Die Süddeutsche Zeitung berichtet aus Nigeria von Safiya Husaini, einer wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilten Frau. Nach internationalen Protesten sei die Nigerianerin von einem islamischen Berufungsgericht freigesprochen worden. · (SZ)
26. August
2002
Die Süddeutsche berichet aus Nigeria von Proteste gegen den Schönheitswettbewerb:
"Nach dem Steinigungsurteil gegen die 31-jährige Amina Lawal kritisieren islamische Fundamentalisten und die amtierende Miss Norwegen die Austragung des Schönheitswettbewerbs in Nigeria - aus unterschiedlichen Gründen." ...
Islamische Fundamentalisten sehen in den Miss-Wahlen "eine Vergiftung der moralischen Atmosphäre des Landes und eine Strategie, um durch die Ausbeutung von Frauen Geld zu machen"...
· (SZ)
29. August
2002
In Nigeria spricht ein Scharia-Gericht ein weiteres Steinigungsurteil aus, so die Süddeutsche Zeitung:
"Die Richter der nigerianischen Bundesstaaten, die die Scharia eingeführt habe, lassen sich von den zahlreichen internationalen Protesten nicht beirren: Nach der Verurteilung Amina Lawals wurde jetzt ein unverheiratetes Paar zum Tod verurteilt."
Vor diesem Hintergrund, heißt es weiter, habe der UN-Entwicklungsfonds für Frauen die nigerianische Regierung aufgefordert, "ihre Verpflichtung zum Schutz aller Bürger einzuhalten.
'Im 21. Jahrhundert darf das Recht einer Frau, sich ihre Partner zu wählen, nicht ein Steinigungsurteil nach sich ziehen', erklärte Fonds-Direktorin Noeleen Heyzer am Mittwoch in New York..."
· (SZ)
23. November
2002
Nach den Unruhen in Nigeria werde die Miss-World-Wahl nun nach London verlegt, berichtet die Süddeutsche Zeitung:
Die seit Tagen anhaltenden schweren Unruhen anlässlich der Miss-World-Wahl zwischen Christen und Muslimen in Nigeria hätten ca. 100 Opfer gefordert, 500 weitere seien verletzt worden.
"... Anlass des Aufruhrs, der am Mittwoch in der Stadt Kaduna begann, war ein Zeitungsartikel, in dem die Kritik von Muslimen an der Miss-World-Wahl in der nigerianischen Metropole zurückgewiesen wurde. Der Verfasser schrieb, selbst der Prophet Mohammed hätte vielleicht eine Kandidatin zur Frau genommen, was von Fundamentalisten als Beleidigung ihres Glaubens aufgefasst wurde."
Auch nach der Verlegung des Wettbewerbs nach London dauern die gewalttätigen Ausschreitungen in Nigeria an. "Hunderte bewaffnete Moslems zogen nach Augenzeugenberichten randalierend durch die nigerianische Hauptstadt Abuja. In Kaduna kam es zu heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften."
· (SZ)
zeit
los
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
12. Dezember
2002
 Wole Soyinka kommentiere im Vorwort seines zuletzt erschienen Gedichtbandes, so die New York Times, in harschem Ton den Missbrauch von Religion in Nigeria anlässlich des Versuchs den "Miss World-Schönheitspomp" abzuhalten, der mehr als 200 Opfer gekostet habe. "In diesem Land, ist Religion benutzt worden, sie ist benutzt worden für kurzsichtige, engstirnige politische Zwecke", zitiert The New York Times Wole Soyinka. · (NYT, ÜE: J.K.)
28. September
chrAbs Unter dem Titel
"Amina Lawal singt das Freiheitslied"
berichtet die nigerian. Tageszeitung Vanguard über die Freilassung der durch das Sharia-Recht zum Tode durch Steinigung verurteilten Frau.
 mehr dazu
· (Vanguard, ÜE: J.K.)

7. Dezember

2003

chrAbs In einem Artikel von George Onah berichtet die nigerian. Tageszeitung Vanguard von ethnischen Unruhen in der Delta-Region.
Trotz Anstrengungen der Regierung, den Frieden zu sichern, heißt es, sei in Lukugbene und Ologbobubor "ethnische Gewalt ausgebrochen". Die Übergriffe haben sich am Freitag ereignet, und man verdächtigt militante Jugendliche der Ijaw-Gemeinden. Ologbobubor sei teilweise und Lukugbene vollständig niedergebrannt worden. Man versuche Angaben über die Höhe der Opfer zu erlangen, so der zuständige Chefberater der Regierung für die Delta-Jjaw-Gemeinden Dan Ekpebide.
Er sagte weiter, man habe auf die Jugendlichen der Gemeinden eingewirkt, keine Vergeltungsangriffe zu unternehmen und bedauere, dass die ethnischen Gruppen trotz Regierungsanstrengungen keinen Frieden wollten. Der Kommandierende der militärischen Sicherheitskräfte in diesem Bundesstaat, Brigadegeneral Elias Zamani, bestätigte den Angriff und sagte: "die Intervention meiner Männer hat verhindert, dass Ologbobubor dem Erdboden gleich gemacht wurde". (...)
Die ständigen ethnischen Kriege haben den Einsatz einer ständigen militärischen Eingreiftruppe durch die Regierung notwendig gemacht. Seit diese im September ihren Einsatz begann, wurden ethnische Gewaltausbrüche reduziert, bis zu der jüngsten Attacke.
(Vanguard, ÜE: J.K.)

24. Juli

chrAbs Der bekannte nigerianische Menschenrechtsanwalt Gani Fawehinmi organisiert vor dem Hintergrund gewaltsamer Auseinandersetzungen in verschiedenen Regionen des Vielvölkerstaats den Protest, der eine "souveräne Nationalkonferenz" fordert.
Unter dem Titel "Nigerias Demokraten suchen Demokratie" berichtet Hakeem Jimo für die tageszeitung aus Lagos.
mehr dazu · (taz)

15. August
2004

chrAbs "Was den Sex angeht, sind wir nur Possenreißer - Meine Antwort"
v.  Chimamanda Ngozi Adichie.
Unter diesem Titel bringt die englischsprachige nigerianische Tageszeitung VANGUARD den Text einer Gegendarstellung zu einem Interview, dass die Autorin des Orange-Prize-nominierten Romans Purple Hibiscus Chimamanda Ngozi Adichie den, wie sie hier bezeichnet werden, "Glitterati-Seiten" der ebenfalls nigerianischen Tageszeitung THISDAY gegeben hat. In dem bewussten Interview vom 1. Aug. 2004 seien ihr vom Interviewer, Chude Jideonwu, Behauptungen unterstellt worden, die sie klären wolle, da sie sich falsch dargestellt fühlt.
 mehr dazu · (Vanguard, ÜE: J.K.)

25. Oktober
chrAbs Der 1958 geborene nigerianische Dichter, Essayist und Literaturwissenschaftler Ezenwa Ohaeto stirbt in einem Krankenhaus im engl. Cambridge. In seiner Heimat war Ohaeto vor allem als Poet beliebt, internationale Anerkennung erlangte er mit seiner 1997 erschienenen Achebe-Biographie:
Chinua Achebe. A Biography.
8. Januar
chrAbs Die nigerianische Tageszeitung Daily Sun, die sich selbst als König der Boulevardblätter bezeichnet, stellt in einem erstaunlich detaillierten Bericht den wenig beachteten literarischen Norden des Landes vor:
"Die Schriftsteller des Nordens haben ein Zeichen in der nigerianischen Literatur gesetzt - Mallam Aliyu Jibia"

mehr dazu · (Daily Sun, Nigeria , ÜE: J.K.)
8. August
2006
Von der zwischen den USA und Nigeria hin und her pendelnden  Chimamanda Ngozi Adichie erscheint im britischen Guardian ein Artikel, der ihre Liebe zu ihrem Heimatland bekundet: Buildings fall down, pensions aren't paid, politicians are murdered, riots are in the air ... and yet I love Nigeria (Gebäude stürzen ein, Renten werden nicht bezahlt, Politiker werden ermordet, Krawalle liegen in der Luft ... und trotzdem liebe ich Nigeria).
26. September
2006
Einer der größten Schriftsteller Nigerias, der in dem Ort Minna, im Westen des Landes geborene anglophone Schriftsteller Cyprian Ekwensi wird 85 Jahre alt.
Der bekannteste seiner zahlreichen Romane - ein Klassiker der afrikanischen Literatur - trägt als Titel den Namen seiner Protagonistin Jagua Nana (1961; dt. 1987). Aus dem Blickwinkel dieser Figur durchleutet Ekwensi das moderne nigerianische (Großstadt-)Leben. Jagua Nana scheut nicht davor zurück, um ihre hohen Ansprüche zu finanzieren, ihr Geld auf der Straße zu verdienen. Gleichzeitig ermöglicht sie mit dem so erworbenen Geld ihrem zwanzig Jahre jüngeren Liebhaber ein Studium in England. Noch bevor dieser zurückkehrt, gerät die Heldin durch ihre Tätigkeit in das korrupte Feld politischer Machenschaften.
chrAbs Der Roman Half of a Yellow Sun (New York 2006; dt: Die Hälfte der Sonne, Übersetzung: Judith Schwaab. 2007) der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie wird mit dem mit £ 30.000 dotierten Orange prize ausgezeichnet. Damit ist Adichie die bisher jüngste und zugleich erste afrikanische Trägerin dieses angesehenen britischen Literaturpreises.
Hintergrund der Geschichte des Romans sind die Seperationsbestrebungen Biafras und der sich anschließende nigerianische Bürgerkrieg in den 60er Jahren. Ausgebreitet werden die brutalen Auswirkungen des Krieges auf die einfache wie auch die Bildungsschicht des Landes. Erzählt wird aus der Perspektive des 13jährigen bäuerlichen Houseboys Ugwu, der eines Tages zum Militärdienst einberufen wird und der Zwillingsschwestern Olanna and Kainene, die aus einem reichen und angesehenen Hause stammen. Die Beziehung der beiden Schwestern droht zu zerreißen, als sich ein Mann zwischen sie schiebt; der britische Ausgebürgerte Richard hält sich in Nigeria auf, um ein Buch über die Kunst der Igbo-Ukwu zu schreiben.
 
14. Juni
2007
"Achebe gewinnt globalen Literaturpreis",
überschreibt Uduma Kalu seinen Bericht für die nigerianische Tageszeitung The Guardian. Die Rede ist vom Internationalen Man Booker Preis, der an Nigerias "literarische Ikone Prof.  Chinua Achebe" gegangen ist, wie am gestrigen Morgen bekannt wurde.
Achebe, der von einer der JurorInnen, der "gefeierten Schriftstellerin  Nadine Gordimer", als "Vater der modernen afrikanischen Literatur" bezeichnet wurde, sei der zweite Gewinner dieses Preises.
mehr dazu · (NgrGuardian, ÜE: J.K.)
2007
Der in Kafanchan, im zentralen Bundesstaat Kaduna, geborene Autor Biyi Bandele-Thomas wird 40 Jahre alt.
Das vielseitige Talent veröffentlichte zahlreiche Bücher - Theaterstücke, Romane sowie Lyrik - . In Deutschland bekannt geworden ist der Autor mit seinen beiden Romanen Bozo David Hurensohn und Kerosin Mangos, wovon der letztere als das reifere Werk gilt. Zuletzt erschien mit The Street, 1999, sein dritter Roman, "ein surrealer und pikaresker Fischzug durch die sonderbaren und wundervollen Straßen von Brixton" und im selben Jahr eine Adaption des Romans Oroonoko v. Aphra Behn (1640-1689), der von einem Sklaven in Suriname handelt. Im brit. Independent hieß es dazu: Bandele-Thomas' Oroonoko enthält "politische Empörung, aber auch einen erfrischenden Mangel an politischer Korrektheit."
 
4. November
2007
Im Alter von 86 Jahren stirbt der anglophone Schriftsteller Cyprian Ekwensi in Enugu.
Ekwensi hat über 40 Bücher veröffentlicht, Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Mit der Erzählung When Love Whispers, die er in kleinen Heftchen auf dem Onitsha Markt vertrieb, begründete er 1947 die sog. Onitsha Market Literature. Sein bekanntestes Buch ist der 1961 veröffentlichte Roman Jagua Nana.
4. April
2008
chrAbs "Nigerias Unmoral besteht aus Heuchelei nicht aus Miniröcken",
schreibt die zwischen den USA und ihrer Heimat pendelnde Schriftstellerin → Chimamanda Ngozi Adichie. In dem Artikel, der zwei Tage zuvor bereits im britischen Guardian erschienen ist, wendet sich die nigerianische Schriftstellerin gegen ein Gesetz, das "unanständige" Kleidung in der Öffentlichkeit unter Strafe stellen soll. Danach darf der Ausschnitt von den Schultern abwärts höchstens zwei Zoll (ca. 5 cm) betragen und die Taille einer Frau, die älter als 14 Jahre ist, dürfe nicht zu sehen sein. Ein Gesetz, das sich nach Ansicht der Autorin eindeutig gegen Frauen wende. Und wie immer würden geschlechtsspezifische Angelegenheiten durch die Zugehörigkeit zur Unterschicht kompliziert. Dieses Gesetz betreffe in einem weiteren Sinne Gesellschaften, für die Frauen sichere Sündenböcke darstellten und Nigeria sei nur ein Beispiel dafür. [...] Abschließend stellt Chimamanda Ngozi Adiche fest: "Dieses Gesetz hat viele Unterstützer, die sicher wissen, dass die moralische Dekadenz in unserer Gesellschaft nicht daher kommt, dass Frauen Miniröcke tragen, sondern von Männern und Frauen, die stehlen und öffentlich Gott danken, nachdem sie gestohlen haben, weil die Fähigkeit sich ehrlich auszudrücken kompromittiert wird von einem buchstäblichen und symbolischen Hunger, weil wir die Kultur der Heuchelei begrüßt und festgeschrieben haben. Und es ist diese Kultur der Scheinheiligkeit, die dieses Gesetz bewahren wird". · (This Day, Nigeria, ÜE: J.K.)
16. Dezember
chrAbs Präsident Umaru Musa Yar'Adua wird heute den National Merit Award an Chukwuemeka Ike und den Nobelpreisträger Prof. Wole Soyinka verleihen,
heißt es in der englischsprachigen nigerianischen Tageszeitung This Day. Die Tageszeitung bezieht sich auf einen Bericht, der am gestrigen Abend von der nigerianischen Fernsehgesellschaft Nigeria Television Authority (NTA) ausgestrahlt wurde, in dem es hieß, der Preis würde in der Präsidenten-Villa Aso Rock überreicht werden.
Wole Soyinka würde für seine hervorragende akademische Leistung ausgezeichnet werden. Entgegennehmen wird Soyinkas Sohn Olaokun den Preis.
10. Oktober
Sunday Nation, die Sonntagsausgabe der englischsprachigen Tageszeitung Daily Nation in Kenia präsentiert online eine Reihe von Berichten, die zeigen, wie das Land und das kenianische Volk von seinen afrikanischen Nachbarn wahrgenommen und gesehen wird. Aus Lagos kommt zum Thema folgender Bericht:
"Meine Schüler haben so viel über das Rift Valley gelernt"
Funke Osae-Brown fasst für Sunday Nation die nigerianischen Meinungen zusammen, die die Kenianer und ihr Land beleuchten. Als ersten stellt er den kenianischen Bauingenieur Joseph Mwangi vor, der sich nie hätte träumen lassen, einmal in Nigeria zu landen.
mehr dazu · (Sunday Nation , Kenya, ÜE: J.K.)  
5. Sept.
2011
"Plastikflaschenhaus erstmalig in Nigeria",
überschreibt Yinka Kolawole seinen Artikel für die englischsprachige Tageszeitung Vanguard.

Eine innovative Technologie sei in Form von recycelten Plastikflaschen für den Hausbau in den nigerianischen Wohnungsbausektor eingeführt worden. "Dies bedeut einen Aufschwung in dem Plan der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für alle bis zum Jahr 2020." ·  mehr dazu · (Vanguard Online, ÜE: J.K.)

3. November
2011
"Preise von Lebensmitteln in Abuja steigen",
überschreiben die beiden Autoren Olanrewaju Yusuf und Udoh Chidozie Ernest ihren Bericht für die englischsprachige Tageszeitung Peoples Daily.
Zwei Tage vor dem "Eid-el Kabir"-Fest seien die Preise für Lebensmittel auf den großen Märkten in der Metropole Abuja leicht gestiegen, während sich die Händler über geringen Kundenzulauf beklagen.
 mehr dazu ·(PeoplesDaily, ÜE: J.K.)
13. November
2011
"Achebe lehnt Nationalpreis erneut ab"
titelt der ungenannte Verfasser des Artikels für die englischsprachige Tageszeitung Nigerian Compass und fährt fort:
"Professor Chinua Achebe, berühmte literarische Ikone, hat zum zweiten Mal innerhalb von sieben Jahren das Angebot einer nationalen Ehrung durch die nigerianischen Regierung abgelehnt.
 mehr dazu · (nigerianCompass, ÜE: J.K.)
14. November
2011
"Achebe nicht im Einklang mit der Realität",
überschreibt Vincent Ikuomola seinen Bericht für die nigerianische Tageszeitung The Nation.
Präsident Goodluck Jonathan habe gestern gegen Prof. 
 Chinua Achebe zurückgeschlagen, indem er sagte, dessen Entschuldigung für die Ablehnung der nationalen Ehrung sei nicht im Einklang mit der aktuellen politischen Realität des Landes.
 mehr dazu  · (Nation Nigeria, ÜE: J.K.)
22. November
2011
"Maero Ozako kommt mit Words of Wisdom for Women (W.O.W.) heraus",
heißt es in einer kurzen Buchvorstellung der nigerianischen Tageszeitung This Day Online.
   Die gelernte Texterin und Autorin des Chummies Club (Club der dicken Freunde) für Kinder bringe ihr erstes Buch heraus.
   Das Buch trage den Titel Words Of Wisdom für Frauen (W.O.W. (Worte der Weisheit für Frauen)) und stelle das erste in einer geplanten Serie dar, schreibt der ungenannte Rezensent weiter, es sei "eine bunte Publikation, die eine kurze, aber umfassende Sammlung von originellen, unbeschwerten, witzigen Gedichten und Einzeilern präsentiert".
  "Sie kommen in einer luftigen Sprache mit Tiefgang daher, zu denen jede Frau leicht Zugang findet."
   Das Leben einer Frau sei voller Emotionen, sauer und süß, meint der Rezensent weiter und dieses Buch berühre sie alle! "Es ist eine leuchtende Sammlung von wahren Gefühlen. Es ehrt die Stärke einer Frau und erhebt die gedrückte Seele in Augenblicken der Verzweiflung".
  Gedichte wie "Wenn nicht jetzt, wann dann?"' fänden in jeder Frau ihren Nachhall.
  "Es ist eine geeigneter Begleiter für alle Frau, seien sie Karrierefrauen, Hausfrauen, Seniorinnen oder junge Frauen, die suchen, um ihren Weg im Leben zu finden."
 · (This Day, Nigeria, ÜE: J.K.)
28. November
2011
"Prostituierte vergewaltigen Pastoren im Delta",
überschreibt Kola Niyi-Eke seinen Artikel skurrilen Inhalts für die englischsprachige, in Abuja erscheinende Zeitung Leadership.
Übers Wochenende seien angeblich zwei Männer Gottes von Huren in der Delta-Landeshauptstadt Asaba, in einem beliebten Bordell, wohin sie gegangen waren, um zu den leichten Mädchen zu predigen, als Kunden angeworben worden
.
 mehr dazu · (Leadership, Nigeria, ÜE: J.K.)
3. Januar
2012
"The Ghost of Sani Abacha"
so der Titel eines Buches von Chuma Nwokolo, das in der nigerianischen Tageszeitung This Day von einem nicht genannten Verfasser vorgestellt wird.
 mehr dazu · (This Day, Nigeria, ÜE: J.K.)
 
15. Juli
2012
"250 Paare auf Kanos zweiter Massenhochzeit",
titelt Ibrahim Shuaibu für die englischsprachige Tageszeitung This Day Online.

Kano – Die Regierung des Bundesstaates Kano habe gestern eine Massenhochzeit mit 250 Paaren durchgeführt, die zweite, ergänzt Ibrahim Shuaibu, die durch den Vorstand der Staatlichen Hisbah* koordiniert worden sei
...
* Islamische Religionspolizei
 mehr dazu · (This Day , Nigeria, ÜEK: J.K.)
  
2. September
2012
"Die Verwundete Generation"
Fine Boys von Eghosa Imasuen; Kachifo, Farafina, Lagos, 2011
Rezensiert von Uzor Maxim Uzoatu aus Lagos für This Day Live, Nigeria.

Gertrude Stein habe von der "Verlorenen Generation" gesprochen, führt Uzor Maxim Uzoatu ein, "während Wole Soyinka die Dimension der 'Verschwendeten Generation' hinzufügte, aber in meinem Buch, soweit sogenannte Generationen gehen, beansprucht auf dem afrikanischen Kontinent das Zeitalter der Strukturellen Anpassung die größte Aufmerksamkeit, ich möchte es die 'Verwundete Generation' nennen. Es war eine Generation, die den heutigen Sündenfall bloßlegte, die Zerstörung ganzer Völker und der gewissenlosen Abstufung gesellschaftlicher und kommunaler Werte".
 mehr dazu
· (This Day , Nigeria, ÜEK: J.K.)
  
21. September
2012
Bei seiner Eröffnungrede zum Weltfriedenstag bei den Vereinten Nationen forderte Wole Soyinka eine Militärintervention gegen die islamistische Terrorgruppierung Boko Haram in seiner nigerianischen Heimat. - Vgl. "Nobel Laureate Calls for Armed Intervention in Nigeria", in: IPSnet v. 24.09.2012.
19. Oktober
2012
  "Nigeria befindet sich im Krieg",
überschreibt Anayo Onukwugha seinen Online-Artikel für die englischsprachige nigerianische Zeitung Leadership.

Der Nobelpreisträger Professor
Wole Soyinka habe die jüngste Welle von Morden in verschiedenen Teilen des Landes auf einen andauernden Krieg zwischen den Kräften des Guten und des Bösen zurückgeführt.  mehr dazu · (Leadership, Nigeria, ÜEK: J.K.)
21. März
2013
Im Alter von 82 Jahren stirbt Chinua Achebe in Boston, Massachusetts, in den Vereinigten Staaten.
12. Juni
2014
Chika Unigwe: Schwarze Schwestern bei amazon bestellen
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chrAbs Die in Enugu geborene Schriftstellerin Chika Unigwe wird 40 Jahre alt.
Ihre schulische Ausbildung erhielt sie in ihrer Heimat. An der University of Nigeria in Nsukka graduierte sie in Englisch (B.A.). Nach ihrer Heirat mit einem belgischen Ingenieur siedelte sie zunächst nach Belgien um, promovierte jedoch 2004 an der niederländischen Universität Leiden in Literaturwissenschaften.
Unigwe schreibt in Englisch und Flämisch. De Feniks, ihren ersten Roman schrieb sie in Flämisch. Ihr in Englisch verfasster Roman On Black Sisters’ Street first erschien zunächst in den Niederlanden in flämischer Sprache. 2010 folgte die deutsche Übersetzung: Schwarze Schwestern. Das Buch wurde 2012 mit dem NLNG-gesponserten Nigerian prize for Literature ausgezeichnet; das Preisgeld beträgt $ 100.000.
Im April dieses Jahres wurde sie unter den Autorinnen und Autoren des Hay Festival's Africa39 gelistet: 39 subsaharische afrikanische Autoren unter 40 Jahren mit "Potential und Talent um zukünftige Trends in der afrikanischen Literatur zu definieren.
13. Juli
2014
chrAbs Akinwande Oluwole  Soyinka, nigerian. Schriftsteller engl. Sprache, wird 80 Jahre alt.
Februar
2015

chrAbs  Helon Habila wird mit dem mit $ 150.000 dotierten Windham–Campbell Literature Prize im Bereich Fiction ausgezeichnet.

In der Begründung heißt es, Helon Habila vereine die seltene Kombination von Erzähler und Stylist, die Erwartungen herausfordere, während er unsere Empathie für die einfachen Menschen in außergewöhnlichen Zeiten vertiefe.
Die us-amerikanischen Windham–Campbell Literature Prizes zählen zu den höchstdotierten Literaturpreisen weltweit. Sie sind nach dem Autor Donald Windham und seinem Partner Sandy Campbell benannt, umfassen die Kategorien Non-Fiction, Drama und Fiction und werden an maximal neun Gewinner vergeben, von denen jeder $ 150.000 erhält. Im Jahr 2015 gehen alle drei Preise im Bereich Fiction an Autoren mit Bezug zum afrikanischen Kontinent. Neben Helon Habila sind dies der südafrikanische Autor Ivan Vladislavic sowie der nigerianisch-amerikanische Schriftsteller Teju Cole.

12. Oktober
2016
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Am heutigen Tag erfolgt die Bekanntgabe der größten afrikanischen Literaturauszeichnung:

Der 1979 geborene nigerianische Schriftsteller Abubakar Adam Ibrahim wird für seinen Roman Season of Crimson Blossoms mit dem NLNG-gesponserten Nigerian prize for Literature ausgezeichnet; das Preisgeld beträgt $ 100.000.

1. Dezember
2016

Soyinka gibt USA als ständigen Wohnsitz auf.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP äußert er sich am Rande einer Konferenz in der Universität von Johannesburg dazu. Er habe getan, was er angekündigt habe. Er sei "weg aus den USA" und zurück in seiner Heimat Nigeria. Die Aussichten auf Trumps Präsidentschaft hätten ihn mit "Grauen" erfüllt.

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Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem Französischen: Janko Kozmus ©
ÜER.B/J.K. --> Übersetzung us dem Englischen: Ruth Bushart; Kommentier: Janko Kozmus©

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Quellen

.. . Sach- und Personenregister