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Quelle: Times
of Swaziland, englischspr. Tageszeitung, Swasiland, gegr. 1897
(Times of Swaziland)
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Anmerkungen:
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inkl. arabischer Raum
1) Traditionell Ziege, dieses Fleisch
wird bei der trad. Heirat zum Heim der Braut gebracht. Das angesprochene
trad. Armband besteht aus der Haut der geschlachteten Ziege. (J.K.)
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem
Englischen: Janko Kozmus © |
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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· Die
MARABOUT-SEITE zitiert aus Swasiland ·
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"Frau
heiratet zwei Männer", betitelt Mayibongwe Kunene
seinen Bericht für die Times of Swaziland,
in dem er die Notwendigkeit herausstreicht, die Menschen
darin zu unterrichten, was eine legale traditionelle
Heirat ausmache. Sonst könne sich eine junge Frau
plötzlich dem Bigamievorwurf ausgesetzt sehen,
weil sie zwei Männer geheiratet habe, einen nach
traditionellem Recht, den anderen nach zivilrechtlichem.
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| Die
Rede ist von zwei Heiraten, die innerhalb von zwei Monaten
stattfanden. |
| Die
26-jährige Zodwa Dlamini habe das Herz des 28-jährigen
Thabo Zwane aus dem Madonsa Township gewonnen, berichtet
der Autor Kunene. Sie wurde nach Swasi-Tradition mit
ihm verbunden "und sie waren glücklich … für
eine Weile wenigstens". |
| Angeblich
verliebte sich die Frau zwei Monate später in einen
andern Mann, den sie im Gemeindebüro von Mbabane
zivilrechtlich heiratete. |
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Auch
nach wiederholten Anstrengungen, heißt es, sei
es der Zeitung nicht gelungen, den Namen des zweiten
Ehemannes herauszufinden. |
| Lt.
Zwane, dem enttäuschten "ersten Ehemann", nahm
er die Frau in seine Heimat nach Bhekinkhosi mit, um
sie am 16. November vergangenen Jahres zu heiraten,
nachdem sie einige Zeit in einer gemieteten Ein-Zimmer-Wohnung
in Madonsa verbracht hatten. |
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Nach
der Heirat sei die "Lady", die gelegentlich als Straßenhändlerin
in Johannesburg arbeite, dorthin aufgebrochen, habe
sich aber nicht, wie verabredet, bei ihm zurückgemeldet,
sondern sei am 11. Dezember zu ihrer Mutter zurückgekehrt. |
| "Damals
ist das traditionelle Armband durch ihre Mutter zerschnitten
und weggeworfen wurden. Um das zu veranschaulichen,
die ausgesuchte Fleischportion ("umsasane"[1]),
die ihrem Heim gebracht worden war, bevor sie es verließ,
wurde den Hunden zum Fraß vorgeworfen", sagte
der "erste Ehemann". |
| "Nach
einem Monat tauchte die ‚Lady' in Begleitung von Polizisten
und ihrer Schwestern auf, um ihre Sachen in der Wohnung
einzufordern. Zwane verweigerte dies vehement, weil
sie sei ja seine Frau sei. Er beschloss, Hilfe bei der
Polizei zu suchen, die ihm Recht gab, mit dem Ergebnis,
dass seine ‚Frau' mit leeren Händen gehen musste." |
| Gefragt,
ob seine ‚Frau' gesagt habe, sie sei nicht länger
an ihm interessiert, sagte er, sie habe gesagt, sie
liebe ihn noch. |
| Außerdem
sei in seiner Abwesenheit im Dezember in die gemeinsame
Wohnung eingebrochen worden und Sachen wie TV- und Hi-Fi-Anlage
sowie CD's seien gestohlen worden. Erst am 25. Dezember
habe er dies bemerkt. |
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Seit
dieser Zeit war sie nicht wieder aufgetaucht, erst letzte
habe Woche er herausgefunden, dass sie mit einem Bergmann
verheiratet sei. |
| Nach
einigen Anstrengungen sei es der Zeitung gelungen, einen
Kommentar der Mutter der Frau zu erhalten. |
| Aus
Angst vor Attacken seitens Thabo Zwane sei zunächst
ein Onkel gebeten worden zu kommen, da sich kein Mann
im Heim der Mutter befand. |
| "Nomsa
Bhembe, die Mutter der Frau, die ihm ‚Liebesdreieck
gefangen' war, widerlegte sichtlich verärgert die
Anschuldigung, ihr Kind sei durch ‚kuteka' Thabo angetraut
worden." Sie argumentierte, das, was er getan habe,
entspräche der Swasi-Tradition nicht. Er sei drei
Jahre mit ihrem Kind zusammen gewesen, ohne zu arbeiten,
nur um dann zu sagen, sie sei mit ihm verheiratet. |
| "Er
ist verrückt! Mein Kind hat die Miete bezahlt und
fütterte diesen Mann drei Jahre lang durch ohne
ihm traditionell angetraut gewesen zu sein, und nun
behauptet er, sie sei seine Frau." |
| Der
Bericht schließt mit weiteren Stellungnahmen der
Mutter, ohne eigenen Kommentar: |
| ... |
| "Bhembe,
die Mutter, sagt, sie sei diejenige gewesen, die angeordnet
habe, das Fleisch (umsasane), den Hunden vorzuwerfen,
weil sie ein Kalb erwartet habe." |
"Sie
fügt hinzu, soweit es Swasi-Gesetz und -Brauch
angeht, sollte es bei einer ‚kuteka'-Heirat eine Kuh
(‚insulanyembeti') geben, die von ihrem "Schwiegersohn"
nicht gebracht worden war.
(Times Swaziland,
ÜE:
J.K.)
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| Weitere
Artikel zu Swasiland in der Afrika-Chronik: |
Die südafrikan. Zeitung Mail & Guardian über
Gefängnisreformen im benachbarten Swasiland, 2004 |
Die Times of Swaziland über ehemals von ihrem Land
vertriebene Rückkehrer , 2004 |
| Weitere
Artikel zu →Schwarzafrika
in der Afrika-Chronik |
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