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Last Update: 18.03.13

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Frangipani in Marzahn
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Ägyptische Reliefs und Wandmalereien


* zum Teil
in engl. Sprache


Der Prototyp und Klassiker des historischen ägypti- schen Romans. Stimmig auf allen Ebenen, atmos- phärisch dicht und in der Behandlung von macht- und sozialpolitischen Fragen auch im höchsten Grade politisch präsentiert sich dieses im 19. Jh. geschriebene, im Alten Ägypten handelnde Buch des Polen Boleslaw Prus. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur im virtuos entfalteten "Spiel" der Intrigen um die absolute Macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EINLEITENDER TEXT ZUR ARBEIT
DER REZENSENTEN:

DAS BESONDERE BUCH:
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DER SCHATTEN DES SULTANS
Beschreibung siehe hier -->

Frangipani in Marzahn

"Das Leben in der Wüste", will sagen: Bücherwüste, "gestaltet sich oft schwierig"! Die Kamele von Rezensenten - ob aus eigenem oder fremdem Munde berufen - suchen und suchen und eines Tages finden Leser hirnlose Buchkommentare vor. Wer an dieser Stelle rätselt, auf welches Zitat ich anspiele, ist entweder unverschämt jung - es sei ihm nachgesehen - oder ein literarischer Kostverächter, dem - ohne ihn belehren zu wollen - mitgegeben sei: Nicht nur wäre es ein Amüsement besonderer Art, mit einem Kerl wie Franz Biberkopf in einer Berliner Kneipe ein Bier zu trinken, nein, auch seiner von Lug und Trug verbogenen Biografie zu folgen, bedeutet Höchstgenuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Der fatale Leserfund liegt übrigens am mageren Lesefutter und weniger am Rezensentenkamel selbst, das sich beizeiten genötigt sieht, aus dem vorgefundenen Wenigen ein Mehr zu zaubern. Lügen? Nein, nur ein wenig Kosmetik.

Um solchem Leserfrust vorzubeugen, habe ich mir einen Bereich in der Literatur ausgesucht, der erstens nicht so abgenagt ist wie die "gebleichten Knochen" in der Wüste und der zweitens schon als Anderes mehr zu bieten hat, als der konventionelle Büchermarkt. Es erschließen sich ungewöhnliche Räume, woraus ungewöhnliche Perspektiven entspringen, wie die des Geckos in Agualusas Roman Das Lachen des Selbigen oder die des Kneipenköters Mbudjak in Nganangs Hundezeiten oder die von xipoco, einer untoten Seele in Mia Coutos Roman Unter dem Frangipanibaum etc. pp.

Ein solcher, ich rede noch immer vom Frangipani, ist übrigens, den Berlinern unter uns sei's anempfohlen, in Marzahns Gärten der Welt zu finden. In ein kleines Gewächshaus ist themenparkgerecht Bali eingezwängt, und dort breitet sich - Schwüle transpirierend, aber ästhetisch nicht unansprechend - jener Exotenbaum aus.
Der Roman mit dem sinistren Baumtitel ist übrigens einer von vielen, die dem Magischen Realismus zuzurechnen sind, von denen sich in erster Linie in der Subsahara, weniger politisch korrekt ausgedrückt: in Schwarzafrika viele tummeln. Für den, der draufsteht - auch oppulente Romane können attraktiv sein, man denke bloß an Ngugis Herr der Krähen! - ein Lesevergnügen orgiastischen Ausmaßes!

Da ich davon ausgehe, dass der besagte junge Leser inzwischen die Lektüre dieser Auslassungen - eine Perle unter ihresgleichen - aufgegeben oder aber die Herkunft der Zitate gegoogelt hat, kann ich die Quelle getrost weiter ausbeuten.

Ausgehend von der Überzeugung der Brauchbarkeit der Negation als konstruktives Element weise ich darauf hin, weiterhin nicht zu planen, Bücher, in deren Sätzen oder Versen das Blut "knüppelhageldick" fließt, zu besprechen. Autsch!! und wieder habe ich einige Leser verscheucht. Stattdessen verfolge ich getrost jene Theorie, die von den Verantwortlichen für die Kultur jenes Staates ersonnen wurde, dessen politische Macher für das Fundament eines Kunstobjekts verantwortlich zeichnen, das nun mit wachsender Begeisterung von einem ansehnlichen Teil der unverschämt-jungen Weltbevölkerung alltäglich, vorzugsweise in den Sommermonaten, frequentiert wird: auch East-Side-Gallery genannt. Jene Kulturverantwortlichen meinten nämlich vermessen - die Altvorderen mögen einen Moment weghören, bevor sie zu gähnen anfangen - die Kunstproduktion möge sich - frech verkürzt vermeldet - nicht den flachen Vorlieben des breiten Publikums anpassen, sondern es gelte vielmehr, dem Publikumsgeschmack mittels Wissen und mitunter ausgedehnten Exerzitien auf ein höheres Niveau zu verhelfen. Diesem Glaubenssatz verpflichtet, präsentiere ich stolz Bücher wie jenes von Waberi mit dem vielsagenden Titel In den Vereinigten Staaten von Afrika.

Den Schluss garniere ich mit dem, was jedem Buchbesprecher als ein besonderes Schmankerl gilt. Evoziert die Nähe zum Begriff "Buchbeschwörer" nicht prächtig-mächtige Bilder? Man denke nur an die Tausende von Händen, deren Besitzer sich im Stadion erheben und ihre Pfötchen zitternd in den Wind strecken, um das Ersehnte herbeizubeschwören: Dieser Angriff, dieser Freistoß muss einfach das Runde ins eckige Ziel befördern! Nicht selten gleicht das Entlocken von für Superlative tauglichen Attributen aus verkalktem Rezensentenkamelhirn solcherart Beschwörung; an die Zaubersprüche eines Medizinmannes wollen wir hier nicht denken. Mit der Delikatesse sind natürlich die gebundenen oder geklebten Seitenkompilationen gemeint, in denen sich jene selten anzutreffenden Elemente einer also einzigartigen Triade ein Stelldichein geben: Information, Spannung und niveauvolle Unterhaltung. Das gilt insbesondere für die Bücher eines Yasmina Khadra. Wagt er sich in dieses islamisch geprägte Terrain, wird auch der wenig geneigte Leser sogleich entdecken, hier verspürten die Rezensentenkamele unvergleichliches Vergnügen, die Arbeit wurde zum Genuss, die Bücherwüste zur Oase. Es zittern aufgeregt die Höcker, des Frangipani Blüten flüstern: Du darfst mich erst wieder besuchen, wenn du mein Buch endlich aufgenommen hast!

Janko Kozmus © 2012

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Murakami lesen oder: Ein Elefant verschwindet
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Anmerkung und Danksagung
Nicht alle der von Manfred Loimeier verfassten Kritiken sind "brandneu". Innerhalb der deutschprachigen Kritik afrikanischer Literatur nehmen die von großem Sachverstand getragenen Rezensionen des Literaturkenners und Afrika-Experten Manfred Loimeier jedoch einen bedeutenden Platz ein. Ihre Lektüre dürfte für den Besucher der Marabout-Seite einen absoluten Gewinn darstellen.
Die Marabout-Seite freut sich deshalb die Loimeier-Rezensionen aufnehmen zu dürfen und bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei Manfred Loimeier und Monika Lanzendörfer (Redaktion baeng-2000) für die Bereitstellung der Kritiken.
Neben der Arbeit als Kritiker hat der Journalist Manfred Loimeier viele große Autoren interviewt. Die Gespräche mit afrikanischen Autoren liegen unter dem Titel Wortwechsel auch als Buch vor.