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Quelle:
The Daily Star, Libanon, entlischsprachige liban. Tageszeitung (Daily Star, Libanon)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
13. Dezember 2005
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus dem Libanon ·  
"Gibran Tueni durch Autobombe ermordet", titelt die englischsprachige libanesische Tageszeitung The Daily Star. Das Parlamentsmitglied Gibran Tueni war Verleger der angesehenen Beiruter Zeitung An Nahar und bekannt für seine antisyrische Haltung.
Eine Autobombe habe, schreibt Rym Ghazal für The Daily Star, den "freimütigen" libanesischen Journalisten und antisyrischen Politiker Gibran Tueni am Montag getötet, einen Tag nachdem er aus Paris zurückgekehrt sei, wo er die Information erhalten habe, sein Leben sei nicht länger bedroht. Gegen 9 Uhr am Montag morgen, heißt es weiter, sei der mit einer Sprengfalle versehene Renault mit bis zu 40 kg Dynamit per Fernzündung im Mkalles Gebiet explodiert, als Tuenis gepanzerter Range Rover auf dem Weg ins Büro der Zeitung An Nahar im Beiruter Geschäftsviertel diesen passierte habe.
Der 48-jährige Tueni mit dem Parlamentssitz für die Orthodoxen in Achrafieh sei von seinem Freund André Michel und seinem Fahrer Nicolas al-Falouti begleitet worden. Alle drei seien bei der Explosion umgekommen.
Tueni habe seinen üblichen Umweg entlang einer unbefahrenen Nebenstraße genommen, um den Verkehr in Richtung Geschäftsviertel zu vermeiden.
Unterdessen beschuldigen libanesische Politiker, insbesondere des antisyrischen Lagers, stellt Rym Ghazal fest, Damaskus, das seinerseits jegliche Rolle bei dem Attentat leugne und behaupte, durch das Anschlags-Timing solle es verleumdet werden.
Laut offiziellem Statement des Generaldirektors der Zivilverteidigung, heißt es in dem Bericht weiter, wurden ca. 30 Menschen, vornehmlich libanesische, syrische und ägyptische Arbeiter der nahe gelegenen Fabriken, durch die Explosion verletzt und in Hospitäler gebracht.
"Ambulanzen und Feuerwehreinsatztruppen der Stationen von Sadd al-Baouchrieh und Bourj al-Barajneh schlossen sich den Einheiten der nahe gelegenen Stationen an, um die Leichenteile von Tueni und seinen Begleitern zu bergen".
Sicherheitsberichten zufolge wurden sie "in Stücke gerissen und sind bis zur Unkenntlichkeit verkohlt". Die Gewalt der Autobombe habe Tuenis über 2 Tonnen schweres Fahrzeug von der Fahrbahn und einen steilen Abhang ca. 100 m hinunter ins Tal geschleudert.
Es seien Sturmgewehre und Militärsäcke nahe des Autowracks gefunden worden, berichtete die Polizei.
Lt. Quellen des Daily Star, so Rym Ghazal, seien einige Männer von Sicherheitskräften mitgenommen und einer über das benutzte Fahrzeug verhört worden, wobei lediglich festgestellt worden sei, dass dieser den Renault jüngst verkauft habe.
Nachdem Tuenis Frau, Siham, den Explosionsort erreicht habe, bestätigte sie "ungläubig und unter Tränen", dass diese Straße die "reguläre Route" gewesen sei, die ihr Mann von ihrem Heim in Beit Mery zum Büro von An Nahar genommen habe.
Tuenis Körper sei zum Hotel Dieu-Hospital gebracht worden, wo alles Erdenkliche getan würde, um den Körper für das Begräbnis herzurichten. Später würde er "aus symbolischen Gründen" ins St. Georges Hospital überführt. Ein Angestellter sagte zu Daily Star, die Überführung entspräche einem Wunsch des Verlegers, der geäußert habe, dass im Falle ihm etwas zustoßen sollte, sein Körper "aus Gründen der religiösen Solidarität" in bewusstes Hospital zu überführen sei.
Als sein Sarg ankam, heißt es in dem Bericht weiter, läuteten zu Tuenis Ehren die Glocken der nahe gelegenen Kirchen und "in Sprechchören riefen die Sargträger antisyrische Slogans".
Ohne diese genauer zu benennen, beruft sich Rym Ghazal auf eine Quelle innerhalb der Zeitung An Nahar, die angegeben habe, dass Tueni seine Belegschaft während der letzten Redaktionssitzung darüber informiert habe, dass er aus Sicherheitsgründen in Paris gewesen sei, aber nun im  Libanon bleiben würde, da "es nun sicher ist". Er habe vertrauliche Informationen "eines ausländischen Geheimdienstes" in seiner Sache erhalten.
Rym Gazal beschließt seinen Bericht in The Daily Star mit der Wiederholung des tragischen Umstands von Tuenis Rückkehr aus Paris erst in der Sonntag nacht, "nachdem er einer Zeromonie beiwohnte, bei welcher sein Vater Ghassan mit dem Orden der Ehrenlegion geehrt worden ist". Tueni senior sei in der Montag nacht nach Beirut zurückgekehrt, nachdem er die Nachricht von der Ermordung seines Sohnes erhalten hatte.   · (Daily Star, Libanon, ÜE: J.K.)
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