| 8.
Februar |
1871 |
Im
Alter von 70 Jahren stirbt in Beirut der Dichter und Philologe
Nasif al-Yazidji. |
| 6.
Dezember |
1883 |
Der
spätere Schriftsteller →
Khalil Gibran
wird
als Sohn einer christlich maronitischen Familie in Bechareé
im heutigen Libanon geboren. |
| 15.
Mai |
1889 |
In
Al-Muhaiditha wird der künftige libanesische Dichter und
Journalist →
Ilija
Abu Madi geboren. |
| 17.
Oktober |
1889 |
Im
libanesischen Biskinta wird in eine griech.-orthodoxe Familie
der künftige libanesische Schriftsteller
→
Michail
Nuaima hinein geboren. |
|
10.
April |
1931 |
Im
Alter von nur 47 Jahren stirbt in New York der libanesische
Philosoph, Dichter und Schriftsteller →
Khalil Gibran an
Leberzirrhose. Auf eigenen Wunsch wird er in seinem Geburtsort
Becharré, im heutigen Libanon, beerdigt.
Als sein berühmtestes Werk gilt das 1923 erschienene
Buch Der Prophet.
|
|
|
| |
1945 |
Als Tochter einer strenggläubigen schiitischen Familie
wird in der Nachbarschaft von Ras al-Naba, in Beirut, die
künftige Schriftstellerin →
Hanan
al-Shaykh
geboren.
|
| 27.
Dezember |
1947 |
In Beirut wird Abdallah Naaman geboren;
der spätere Literaturwissenschaftler und Schriftsteller,
wird
sich v.a. als Essayist in zwei Sprachen schreibend, Arabisch
u. Französisch, einen Namen machen.
|
| 12.
Juli |
1948 |
In Beirut wird der spätere Schriftsteller →
Elias Khoury als Sohn einer Familie griechisch-orthodoxer
Herkunft geboren. |
| 25.
Februar |
1949 |
→
Amin
Maalouf, der spätere libanesische Schriftsteller frz.
Sprache, wird in Beirut geboren. |
| |
1957 |
In
New York City stirbt der libanesische Dichter und Journalist
Ilija Abu Madi. Er lebte vorwiegend in den USA; 1929
gründete er die Zeitschrift As-Samir (Der abendländische
Gesprächspartner). |
| 5.
Februar |
1967 |
In
Beirut wird als Sohn einer christlich maronitischen Familie
der spätere Rechtsanwalt, Dichter und Schriftsteller frz.
Sprache Alexandre Najjar geboren.
|
| 22.
Februar |
|
"Wie
Nachrichten reisen: Anschauungsunterricht für →
Syrien"
betitelt das englischsprachige libanesische Wochenblatt An-Nahar
eine kleine Exkursion über Nachrichtenübermittlung
im Nahen Osten.
Die Zeitung berichtet von einer großen Zahl von sensationellen
Meldungen über Geschehnisse im Nahen Osten, die das Nachrichtenblatt
erreichten -"und so häufig wie nicht, landen sie im Papierkorb".
Die dahinter liegende Vorsicht begründet An-Nahar
mit einem Beispiel dafür, wie Nachrichten in der Region
ihren Weg nehmen. Das Wochenblatt bedankt sich beim Beirut
daily Middle East Reporter für folgende Kompilation
von Radionachrichten, deren Kernaussage beinhaltet, dass gut
3.000 Mann der syrischen Truppen, die im Libanon als Teil der
arabischen Friedenstreitkräfte stationiert waren, nach
→
Syrien zurückgezogen
wurden, um an den Kämpfen in Hama teilzunehmen.
Der Rückzug wurde am Morgen des 16. Februar verkündet
von der dem rechten Flügel der Christlichen Phalanx zuzuordnenden
Voice of Lebanon, "kein Freund der Syrer". Es wurden
nicht benannte diplomatische Quellen zitiert. Gegen 13.30 Uhr
desselben Tages nahm der Arabische Dienst von Radio Israel,
die Nachricht auf. Sie wurde erneut übertragen um 17.15
Uhr von der Voice of Lebanon, welche diesmal Radio
Israel als Quelle benannte. Einige Minuten früher,
um 17.00 Uhr, sendete Radio Baghdad dieselbe Story als
eines ihrer Hauptthemen und um 18.45 Uhr benutzte Voice of
Free Lebanon, betrieben von Israel-gestützen Milizen
im Südlibanon die Nachricht und gab als Quelle Radio
Baghdad an. Später am Abend wurde die Nachricht von
Voice of America gesendet, und am nächsten Morgen
wurde sie erneut von Voice of Free Lebanon übertragen,
die Voice of America als Quelle angab.
· (An-Nahar, ÜE:
J.K.) |
| 6.
Dezember |
|
100.
Geburtstag des 1931 verstorbenen libanesischen Schriftstellers
→
Khalil Gibran.
Als sein bekanntestes Werk gilt das 1923 erschienene Buch Der
Prophet. |
| zeit |
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
|
| 19.
Juni |
|
10
Jahre nach seiner Herausgabe im Original erscheint Ad-Djebel
as-sagir (Der kleine Berg), der erste Roman des libanesischen
Journalisten und Schriftstellers →
Elias
Khoury als erste westliche Übersetzung in Französisch.
Jean Gaulmier schreibt über das Buch La Petite Montagne
und "Elias Khoury und das Unglück im Libanon"
in Le Monde:
La Petite Montagne bewege sich zwischen den Erinnerungen
an glückliche Tage und den schrecklichen der Gegenwart.
Für einen Franzosen, der den Libanon und →
Syrien wie
seine zweite Heimat mit Wohlwollen betrachte, gebe es kein bewegenderes
Buch als La Petite Montagne von Elias Khoury. "Wie
könnte ich die strahlenden Jahre vergessen, als ich an
den Hügeln von Achrafiyé mit Said Akl über
die arabische Literatur und mit Khalil Geor über die antike
syrische Weisheit sprach. Der kleine Berg, an dessen Hängen
heute Blut und Tränen fließen, war damals geistiger
Arbeit bestimmt ... " · (Le
Monde, ÜF:
J.K.) |
29.
Februar
(Ende 1988?**) |
|
In
Beirut verstirbt knapp hundertjährig der libanesische Schriftsteller,
Dramatiker, Essayist und Biograf Michail Nuaima.
Nuaima lebte in den Jahren 1911-32 in den USA. Zwei Jahre später
erschien seine →
Khalil
Gibran-Biografie; sein berühmter Landsmann lebte ja
bekanntermaßen ebenfalls (seit seiner Kindheit) in den
USA, in New York. Als Nuaimas eigentliches Verdienst aber gilt
die Schaffung der Grundlagen einer sich am europäischen
Vorbild orientierenden arabischen Literaturkritik. |
| 17.
Januar |
|
Der
in Alexandria, →
Ägypten,
geborene libanesische Dichter und Dramatiker frz. Sprache Georges
Schéhadé stirbt
in Paris.
Im deutschsprachigen Raum bekannt ist Schéhadé
v.a. wegen seiner Dramen mit poetischer Ausdruckskraft, die
in den 50er und 60er Jahren aufgeführt und dem absurden
Theater zugerechnet wurden. U.a.: Monsieur Bob'le (1951);
Histoire de Vasco (1956, Geschichte des Vasco);
Le voyage (1961, Die Reise). |
| |
|
"'Tausendundeine
Nacht' der Alpträume"
überschreibt → Tahar Ben Jelloun
seinen Bericht in der frz. Tageszeitung Le Monde über
einen Roman von Hanan al-Shaykh, der die Tabus einer Gesellschaft,
"in der die Modernisierung die Traditionen intakt beließ",
übertritt. Ein Mann vom Golf betritt eine Bibliothek in
London und fragt nach "dem" Buch von Hanan al-Shaykh. "Welches",
fragt der Biblothekar. "Das, in dem es die Liebesgeschichten
zwischen Frauen gibt." Seit Hanan al-Shaykh, die libanesische
Schriftstellerin, die in England lebt, Femmes de sable et
de myrrhe (dt: Zwei Frauen am Meer) veröffentlicht
habe, seien die Gerüchte nicht verstummt. Sie haben sich
zu einem Skandal geweitet und das Buch auf den Index gebracht.
(...) ·
(Le Monde, ÜF:
J.K.) |
| 4.
März
|
|
Anlässlich des Erscheinens seines Romans Le Roman de
Beyrouth würdigt die frz. Le Monde des Livres
ausführlich den libanesischen Schriftsteller und Rechtsanwalt
Alexandre Najjar. Im Alter von 38. Jahren hat Najjar, der u.a.
als Berater im libanesischen Kulturministerium tätig ist,
an die 15 Bücher veröffentlicht, u.a. eine Biographie
seines berühmten Landsmanns → Khalil Gibran. |
| |
2005 |
"Gibran
Tueni durch Autobombe ermordet",
titelt die englischsprachige libanesische Tageszeitung The Daily Star.
- Das Parlamentsmitglied Gibran Tueni war Verleger der angesehenen
Beiruter Zeitung An Nahar und bekannt für seine
antisyrische Haltung" →
mehr
dazu · (Daily
Star, Libanon,
ÜE:
J.K.) |
| 10.
April |
|
75.
Todestag des libanesischen
Schriftstellers
→
Khalil Gibran.
|
| 11.
April |
|
Italienischer
"Mittelmeerpreis der Poesie" an Fuad Rifka.
Der in →
Syrien
geborene und im Libanon aufgewachsene Lyriker nimmt den mit
10.000 € dotierten Preis heute in Treviso entgegen. Geehrt
wird er für sein Gesamtwerk, mit dem er einen zentralen
Bezug zu dieser Region herstellt.
Der emeritierte Professor der Philosophie an der Amerikanischen
Universität Beirut hat sich als Neuerer der arabischen Lyrik
und als Übersetzer - insbesondere deutscher Dichtung -
verdient gemacht. |
| 9.
Januar |
|
"Die
Schriftstellerin Colette Khoury wird die erste Botschafterin
→
Syriens
im Libanon sein",
heißt es in der libanesischen französischsprachigen
Tageszeitung L'Orient Le Jour. →
mehr dazu,
· (L'Orient Le Jour,
Libanon, ÜF:
J.K.) |
8.
Juni
|
2009 |
Rom
- Der 1959 als Sohn libanesischer Eltern in Amman geborene Maler
und Schriftsteller Rabih Alameddine wird für seinen
Roman Rabih Alameddine, Hakawati. Il cantore di Storie (Hakawati,
Der Geschichtenerzähler) mit dem Premio Roma in
der Sektion bester ausländischer Roman ausgezeichnet.
- Vgl. www.premioroma.it |
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
** unterschiedliche Quellenangaben:
Im Internet kursiert als Todesdatum der 29. Februar 1988.
Der BROCKHAUS (19. Auflage, 1991) spricht vom Ende desselben
Jahres.
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |