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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
The New Times, Rwanda's Leading Newspaper (New Times, Rwanda)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©

 

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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
16. Mai 2005
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Ruanda ·  
The New Times, Rwanda
"Regierung belegt traditionelle HIV/Aids-‚Heiler' mit Verbot"
In einem Artikel von Innocent Gahigana berichtet die ruandische Tageszeitung The New Times von dem von der Regierung ausgesprochenen Verbot gegen traditionelle Heiler.
Missverständnisse und Misstrauen zwischen dem Gesundheitsministerium und lokalen Kräuterheilern über eine HIV/Aids-Kur endeten am Montag den 9. April 2005 mit dem totalen Verbot der Verordnung von traditionellen Kräutern für HIV/Aids-Patienten durch einen gewissen Ezedole Mahori im Bezirk Ntenyo der Gitarama Provinz.
Informationen aus dieser Gegend wiesen darauf hin, heißt es weiter, dass Hunderte von HIV/Aids-Patienten, die wegen der Kräutermedizin gekommen waren, sich irritiert zeigten durch von Polizei und Provinzführer eingesetzte Undercover-Agenten, die die weitere Verteilung von Kräutern überwachen sollten.
Telefonisch kontaktiert betonte Mahoro, dass die Regierung ihm zuvor versprochen hatte, mit ihm zusammenzuarbeiten, indem sie die Kräuter in einem Labortest analysieren würde. Er gibt weiter an, von dem Verbot geschockt gewesen zu sein, da er einen solchen nicht vor einem Ergebnis der Labortests erwartet habe. ...
Die einzige Reaktion, die er nach den Tests erhalten hatte, war, ihn daran zu hindern, Kräuter an jegliche Patienten zu verordnen.
Das Gesundheitsministerium habe ihn bereits im Dezember von dem Verbot, Kräuter zu verordnen, benachrichtigt. "Doch dann drängte mich das Team, das mich im April aufsuchte, um Proben für Labortests mitzunehmen, weiterzumachen, bis die Tests beendet seien."
Mittlerweile bestätigte einer des Teams das Verbot der Verordnung von solchen Kräutern für alle Patienten. Genauere Informationen seien bei den Autoritäten der Gitarama-Provinz zu erhalten.
Diese bestätigten die Notwendigkeit des Verbots, die im weiteren Verlauf des Berichts immer wieder unterstrichen wird, ohne dass von offizieller Seite ein Ergebnis der Labortests präsentiert würde. Dagegen ist die Rede von der Notwendigkeit, die Arbeit der Wunderheiler zu modernisieren oder zu rationalisieren. Der für Infektionskrankheiten wie HIV/Aids zuständige Minister in  Ruandas Gesundheitsministerium gibt an, das Ministerium sei "durch die dezentrale Struktur in der Lage zu verifizieren, was sich hinter der Behandlung von infektiösen Krankheiten wie HIV/Aids durch Kräuter verberge" und wiederholt am Ende des Berichts: "Sollten bei den Labortests schädliche Folgen bei denen, die Kräuter anwendeten, festgestellt werden, ist das Verbot ein Muss".
· (New Times, Rwanda, ÜE: J.K.)
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