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AFRIKA-CHRONIK |
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LANDESCHRONIKEN |
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RUANDA |
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SCHÄDELERNTE.
TEXTE
ZUM VÖLKERMORD IN RUANDA
v. Abdourahman Waberi
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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RUANDA
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Stand:
21.10.10
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| 15.
Mai |
1912 |
Alexis Kagame, der künftige ruandische Priester und Dichter,
wird in dem Gebiet geboren, das nach der Berliner Afrika-Konferenz
von 1884/85 vom Deutschen Reich seinem "Schutzgebiet"
Deutsch-Ostafrika [heute: Ruanda] hinzugefügt wurde. |
| 2.
Dezember |
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Der ruandische Priester, Dichter und Philosoph Abbé Alexis Kagame
stirbt. Das Erscheinen seines bedeutendsten Werks, La philosophie
Bantu-Rwandaise de l’Être (Brüssel; dt: Sprache
und Sein. Eine Ontologie der Bantu Zentralafrikas. Heidelberg
1985), markiert im Jahre 1956 den Beginn der afrikan. Ethnophilosophie.
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| 6.
April |
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Gegen halb elf Uhr abends, habe er sich schlafen legen wollen,
als er einen Telefonanruf seines Bruders Joseph aus Toronto
erhalten und von ihm erfahren habe, Ruandas Präsident Habyarimana
sei soeben bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen.
Der in Paris lebende ruandische Schriftsteller Benjamin Sehene
erzählt in seinem Buch Le piège ethnique
(Die ethnische Falle) wie er den Beginn des blutigen Bürgerkriegs
in seiner Heimat erlebte.
In diesem Moment, erzählt er weiter, sei Ruanda, das bisher
tief vergraben lag in den Erinnerungen seiner Kindheit, plötzlich
wieder emporgetaucht. ... "Ruanda würde das einzige
Thema meines Schreibens sein." |
| 13.
März
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Letzten
Montag plädierte der 49 jährige Popstar Simon Bikindi
aus Ruanda vor dem in Arusha, →
Tansania,
stattfindenden UN-Tribunal auf Nicht Schuldig der Anklage
des Genozids und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
→
mehr
dazu · (Arusha
Times,
ÜE:
J.K.)
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16. Mai |
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The New Times aus Ruanda berichtet:
"Regierung belegt traditionelle
HIV/Aids-‚Heiler' mit Verbot"
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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8. Juni |
2005 |
Aus Ruanda
berichtet die englischsprachige Tageszeitung New Times
in der Rubrik National News von einem Mann, der verdächtigt
wird, versucht zu haben, seinen Sohn zu ersticken. Es heißt
der Mann aus dem Ort Mutura habe Hände und Füße
seines Sohnes gefesselt, bevor er ihn in einen Sack steckte
und diesen zuband.
Der Sohn war von seinem Vater beschuldigt worden auf dem Weg
getrödelt und mit dem Rasierer gespielt zu haben, den er
bei einem Nachbarn leihen sollte. Der Sohn steckte mehrere Stunden
in dem Sack, bevor ihn Nachbarn befreiten. Der Vater ist gegenwärtig
in Polizeigewahrsam.
Ebenfalls in der Rubrik National News ein kurioser Artikel
der New Times mit dem Titel:
"Frau
‚quetschte' Ehemann"
Ein Drama entfaltete sich in der Mutara-Provinz, als "eine Ehefrau
die Hoden ihres Mannes quetschte", nachdem sie ihn mit einer
anderen Frau überraschte. "Anstelle die Dorfschönheit
zu attackieren, ging Mukeshimana auf das los, was Sibomana veranlasste,
in der Gegend herumzuschlafen und quetschte es so hart, bis
ihr Ehemann weinte und um Hilfe bettelte. Inmitten der Rauferei
griff die Ehefrau nach den privatesten Teilen ihres Mannes und
biss hinein als eine Lektion, sie zu betrügen." Das Mädchen,
das bei dem Mann gefunden worden war, schlich davon. Von offizieller
Seite hieß es, dass die Betrogene sich zur Scheidung von
ihrem Mann entschlossen habe, "der offensichtlich unter furchtbaren
Schmerzen litt und die Tat seiner Frau unbarmherzig und unmenschlich
nannte". Der Bericht schließt mit der Bemerkung, dass
die Ehefrau sich weigerte, den Bitten ihres Mannes um Vergebung
nachzukommen.
· (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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| Juli |
2005 |
Im frz.-ruandischen Kulturzentrum Centre d’Echanges Culturels
Franco-Rwandais de Kigali wird zum ersten Mal in Ruanda
das Stück Essuie tes larmes et tiens-toi debout!
(Wisch deine Tränen weg und steh auf!; Uraufführung:
Kairo 2003) aufgeführt. Von der ruandischen Autorin - Jean-Marie
V. Rurangwa - erschien im Jahre 2000 der Essayband Le Génocide
des Tutsi expliqué à un étranger (Der Genozid an den Tutsi
einem Fremden erklärt).
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| 21.
Juli |
2005 |
Unter
dem Titel
"Gacaca
lädt Ntihinyurwa vor"
berichtet Edwin Musoni für die ruandische Tageszeitung
The New Times von der im Zusammenhang mit dem Völkermord
von 1994 stehenden Anklage gegen den römisch-katholischen
Erzbischof Thadée Ntihinyurwa.
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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| 29.
Juli
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2005
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Unter
dem Titel
"36.000
des Völkermords Verdächtige freigelassen"
schreibt James Munyaneza für die englischsprachige Tageszeitung
The New Times vom Versuch der juristischen Bewältigung
des Völkermords des Jahres 1994 in Ruanda.
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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7. September |
2005 |
Zehn Tage nachdem der ruandische Journalist Jean-Léonard Rugambage
in der 14-tägig in Kigali erscheinenden unabhängigen
Zeitung Umuco Gacaca-Richter der Korruption beschuldigt
und kritisiert hatte, die →
Gacaca-Laiengerichte
würden auch zur Begleichung persönlicher Rechnungen
benutzt, wird er wegen Beleidung des Gerichts verhaftet. · (Vgl.
rsf v. 01.08.2006 u. Le
Monde diplomatique, Deutsche Ausgabe v. 11.08.2006) |
| zeit |
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
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| 20.
Februar |
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Reporters sans frontières (RSF, Reporter ohne Grenzen)
appelliert an Abdou Diouf, den Generalsekretär der Organisation
internationale de la Francophonie (OIF, Internationale Organisation
frankophoner Länder) anlässlich seines anstehenden
offiziellen Besuchs Ruandas bei Paul Kagame zugunsten von drei
"zu Unrecht inhaftierten" Reportern zu intervenieren.
Dabei handele es sich um Jean-Léonard Rugambage, Tatiana Mukakibibi
and Dominique Makeli. "Keinem von ihnen wurde das Recht auf
eine Gerichtsverhandlung eingeräumt und die gegen sie vorgebrachten
Beschuldigungen sind wage und ändern sich ständig",
habe die Organisation in einem Brief, der ebenfalls die gebräuchlichsten
Formen der Verletzungen der Pressefreiheit in Ruanda enthalte,
an Abdou Diouf vorgebracht. · (rsf,
ÜE:
J.K.) |
| 28.
Juli |
2006 |
Nach knapp einem Jahr Haft wird der ruandische Reporter Jean-Léonard
Rugambage auf freien Fuß gesetzt. Ein
→ Gacaca-Appellationsgericht
hat die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe der Beleidung
des Gerichts als "falsch" bewertet, folglich sei die
Verhaftung "willkürlich" erfolgt. · (Vgl.
rsf v. 01.08.2006 u. Le
Monde diplomatique, Deutsche Ausgabe v. 11.08.2006) |
| 21.
September
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2006 |
"Ugandischer
Studentenbesuch zum Genozid",
überschreibt Charles Kazooba in Kampala seinen Artikel
für die ruandische Tageszeitung The New Times.
Ungefähr 70 ugandische Studentenführer seien an
diesem Donnerstag nach Ruanda gereist, um sich über den
"Genozid von 1994, der nahezu eine Million Leben forderte",
zu informieren.
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.)
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2006 |
"Marihuana-Felder
im Nyungwe Forst"
Unter diesem Titel berichtet Robert Mukombozi für die Tageszeitung
The New Times über den Anbau der Droge in den Wäldern
des Nyungwe National Park in Ruanda.
→
mehr
dazu ·
(New
Times, Rwanda, ÜE:
J.K.). |
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12. März |
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The New Times aus Ruanda berichtet:
"50.000
Sparbirnen kommen diese Woche an"
Die Verteilung von kostenlosen Energiesparlampen sei nach der
Ankunft einer ersten Lieferung von ca. 50.000 Stück für diese
Woche angesetzt.
→
mehr
dazu · (New
Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.) |
| 25.
März |
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"Frauen
zeichneten sich aus, als über 300 an der SFB graduierten",
überschreibt
Charles Kwizera seinen Bericht für die englischsprachige
ruandische Tageszeitung New Times.
Kigali - Die Hochschule für Finanzen und Bankwesen (SFB)
habe gestern ihre dritte Graduierungszeremonie abgehalten
und 335 akademische Grade in verschiedenen Disziplinen und
Stufen vergeben.
→ mehr dazu,
·
(New Times, Rwanda,
ÜE:
J.K.) |
| 10.
Oktober |
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Sunday Nation, die Sonntagsausgabe der englischsprachigen
Tageszeitung Daily Nation in →
Kenia
präsentiert online eine Reihe von Berichten, die zeigen,
wie das Land und das kenianische Volk von seinen afrikanischen
Nachbarn wahrgenommen und gesehen wird. Aus Kigali kommt zum
Thema folgender Bericht:
"So
frech, dass sie unsere Gesellschaft irgendwie aufpeppen"
Erst
vor einigen Wochen hätten sich über hundert Kenianer
in einem Hotel namens Laico Umubano in Kigali versammelt. Die
Zusammenkunft sei keine gewöhnliche gewesen. Man habe sich
versammelt, um die Verkündung der neuen kenianischen Verfassung
zu feiern.
→
mehr
dazu · (Sunday
Nation, Kenya,
ÜE:
J.K.) |
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Anmerkungen:
Quellen
allgemein, siehe → Chronik-Startseite
*
inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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