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DIE MARABOUT-SEITE
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AFRIKA-CHRONIK
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Quelle:
The Express (tansanische englischspr. Wochenzeitung: Express, Tansania)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©

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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
21. Mai 2009
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Tansania ·  
"Nationales Verbot von hiesigem Schnaps",

überschreibt Kizito Makoye seinen Bericht für die tansanische Wochenzeitung The Express.

Die Regierung sei gedrängt worden, konkretisiert der Berichterstatter, ein landesweites Verbot des Genusses von einheimischen Alkohol zu erlassen, da dieser die Ursache für Nachlässigkeit und Armut darstelle. Öffentliche Persönlichkeiten äußerten der Zeitung The Express gegenüber, es sei geboten, ein landesweites Alkoholproduktionsverbot zu erlassen, "um wieder ein Arbeitsklima herzustellen". "Ich denke, der lokale Alkohol, tut den Menschen, die ihn trinken, nicht gut, vielmehr macht er sie krank, was sich auf ihre Arbeitsmoral auswirkt", wird Anthony Maige aus Dar es Salaam zitiert. In Mpanda habe die Regierung das Trinken von lokalem Schnaps an Werktagen bereits untersagt, "ein Versuch, die Menschen dahingehend zu beeinflussen, mehr Zeit produktiven Aktivitäten zu widmen".

"Der Genuss von lokalem Schnaps", geht der Berichterstatter auf die Hintergründe des aktuellen Anliegens ein, "ist in Tansania weit verbreitet, insbesondere in ländlichen Gegenden, wo die Anwohner den weniger teuren Schnaps finanziell als weniger belastend empfinden". Die Regierung sollte die Alkoholsteuer heruntersetzen, wird ein gewisser Tabu Ahmed zitiert, so dass diejenigen, die im Moment von selbstgebranntem Alkohol abhängig seien, zu Bier wechseln könnten.

Von einem anderen Gesichtspunkt betrachte ein anderer Anwohner von Daressalaam die Angelegenheit, schwarz gebrannter Schnaps sei gefährlich und werde unter schlechten hygienischen Bedingungen hergestellt, so dass es angemessen sei, ihn total zu verbieten.

Der Premierminister Mizengo Pinda habe die kürzliche "bizarre" Maßnahme in Mpanda damit erklärt, dass die Regierung registriert habe, dass die Tansanier sich Trinkgelagen hingäben anstatt zu arbeiten, um ihr Wohlergehen anzuheben. "Das Trinkverhalten muss sich jetzt ändern, und alle Alkoholsorten sollten nur an Wochenenden verkauft werden."

In Tansania würden alle Äußerungen des Präsidenten und des Premiers, fügt der Berichterstatter erklärend ein, als Ausdruck von Regierungspolitik ernst genommen.

Ferner habe der Premierminister die in der Agrarproduktion tätigen Tansanier als "träge" getadelt, sie würden den ersten Regen ignorieren und erst gegen Ende der Saison mit der Saat beginnen, was zu schlechten Ernten führe.

Die Armut würde durch schlechte Angewohnheiten, wie das Trinken von Alkohl während der Arbeitszeit, verschlimmert, "währenddessen werden die Tansanier jeden einzelnen Tag ärmer".

Eine von der Universität von Daressalam in Kooperation mit der norwegischen Tromso Universität durchgeführte Studie zeige, die Armut in Tansania sei vornehmlich ein ländliches Phänomen, "folglich muss jede Strategie, diese zu beseitigen, damit beginnen, die Probleme zu lösen, die von ländlichen Gegenden ausgehen". · (Express, Tansania, ÜE: J.K.)

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