DIE MARABOUT-SEITE
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Chronik (1901-2016)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Tageschronik: 6. Dezember 2012

 

· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus  Namibia ·  

The Namibian


"Hausangestellten-Arbeitgeberverband vorgeschlagen"

überschreibt Catherine Sasman ihren Bericht in der Rubrik National News des Namibian und konkretisiert im Untertitel:

"Eine Organisation für Arbeitgeber von Hausangestellten zu gründen, wird von dem namibischen Arbeitgeberverband (Namibian Employers' Federation NEF) vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass die Rechte von Hausangestellten und deren Arbeitgebern geschützt werden."

Tim Parkhouse vom NEF zufolge, schreibt sie weiter, sollte eine solche Organisation für jeden offen sein, der einen oder mehrere Hausangestellte für mindestens einen vollen Tag pro Woche beschäftigte.

Die Organisation der Arbeitgeber von Hausangestellten in
Namibia (Employers of Domestic Workers of Namibia Organisation - Edwono) würde sich zum Ziel setzen, im Namen der Arbeitgeber zu handeln, und gute Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und ihren Hausangestellten zu fördern.

Zudem sollte auch der Abschluss von Arbeitsverträgen, die Registrierung bei der Sozialversicherungskommission (Social Security Commission SSC) und das Sammeln von Informationen über die Beschäftigungsbedingungen der Hausangestellten gefördert werden.

"Hausangestellte sind durch das Arbeitsgesetz von 2007 (Labour Act 2007) als auch durch das Sozialversicherungsgesetz (Social Security Act) berechtigt, Schutz und Nutzen daraus zu ziehen", zitiert die Verfasserin die im Auftrag des Ministers für Arbeit und soziale Wohlfahrt Immanuel Ngatjizeko sich zu Wort meldende Vicky Ehrenstein ya Toivo, "aber viele kommen noch nicht in den Genuss dieser Rechte". Im Anschluss begrüßte Vicky Ehrenstein ya Toivo die Initiative, einen Arbeitgeberverband zu gründen.

Edwono, die Organisation der Arbeitgeber von Hausangestellten in Namibia würde die Einhaltung der Konvention C189 der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organisation ILO), die im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, fördern.

Diese Vereinbarung fordere die ILO-Mitgliedsstaaten, zu denen auch Namibia gehört, auf, heißt es weiter, konkrete Schritte zu ergreifen, um Diskriminierung und Missbrauch von Hausangestellten zu beenden und Maßnahmen durchzuführen, die deren Bedingungen und Beschäftigungskonditionen verbessern.

Es verweist auch auf "relevante Arbeitgeberverbände".

Die namibische Regierung befürworte die Konvention, und bereits 2011 habe Minister Ngatjizeko darauf hingewiesen, dass das Nichtvorhandensein eines repräsentativen Arbeitgeberverbands ein Hindernis bei der Ratifizierung des Übereinkommens darstellen würde.

Parkhouse, der Vertreter des namibischen Arbeitgeberverbands (NEF) habe angegeben, dass Anzeigen in lokalen Medien geschaltet würden, um die Arbeitgeber einzuladen, den NEF zu kontaktieren und ihr Interesse anzumelden.

Gemäß diesen Bekundungen würde eine Generalversammlung stattfinden, bei der ein Betriebsrat oder ein Vorstand gewählt würde und ein Verfassungsentwurf fertig gestellt und genehmigt werden sollte, der an das Amt des Arbeitsbevollmächtigten zur Registrierung gesendet würde.

Nach Gründung der Organisation, so Parkhouse, würde sich die NEF als Vermittler in der Hoffnung zurückziehen, dass sich die vorgeschlagene Organisation, wenn sie sich einmal etabliert habe, ein angegliedertes Mitglied der NEF werden würde.

Der Beitrag der Hausangestellten für die Volkswirtschaft und das Leben der Familien sollte anerkannt werden, wird Ehrenstein ya Toivo erneut zitiert, wie auch die Arbeitgeber, die ihre Hausangestellten respektvoll behandelten und bezahlten. Die traurige Wahrheit sei, dass die meisten Hausangestellten die niedrigst bezahlten Beschäftigten in Namibia seien und einige würden von den Arbeitgebern gnadenlos ausgebeutet, misshandelt und sexuell belästigt. "Leider werden einige namibische Kinder als Hausangestellte eingesetzt".

"Es gibt eine Hausangestelltenvereinigung (Namibian Domestic and Allied Workers Union (Ndawu)", konstatiert die Redakteurin abschließend, "angegliedert an die namibischen Landarbeiter (Namibian Farmworkers Union Nafwu)", die - so Ehrenstein ya Toivos Wunsch, deutlicher hervortreten und letztlich von der Nafwu unabhängig werden sollte.
· (Namibian, ÜEK: R.B./J.K.)
 

Quelle:
This Day , englischspr. nigerianische Zeitung (This Day, Nigeria)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum

ÜEK: J.K.. --> Aus dem Englischen übersetzt und kommentiert J.K. ©


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