
|
Quelle:
die
tageszeitung (taz)
|
Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum |
|
|
CHRONIK
|
| |
Zur Sozial-
und Literaturgeschichte Afrikas*
|
|
von
innen und außen
|
| |
|
|
| |
|
|
| . |
|
|
|
···················································································
|
|
· Die
MARABOUT-SEITE zitiert aus Deutschland ·
|
|
|
|
| "Internationales
Schriftstellerparlament zu Saro-Wiwa |
| Erklärung
|
| Ken
Saro-Wiwa war ein bedeutender Autor, und deshalb ist es
natürlich, daß die Weltgemeinschaft der Schriftsteller seinen
Verlust betrauert. Aber er und seine Freunde starben nicht
im Gefolge seiner literarischen Produktion, sondern weil
sie für das Überleben des Volks der Ogoni und gegen die
Tyrannei des Abacha-Regimes kämpften. Dieser Kampf muß nun
der Kampf der Welt werden. Wir fordern deshalb, daß dies
eine Mal die Antwort der politischen Führer der Welt auf
die Grausamkeit stark und energisch genug sein muß, um einen
wirklichen Wandel zu bewirken - und das schnell. |
| Vor
dem schrecklichen Ereignis des Mordes hatte die Welt den
Verurteilten nichts anderes anzubieten als impotente "stille
Diplomatie"; auch das britische Außenminiserium bevorzugte
die "sanfte" Tour. Der Shell-Konzern, für dessen Profite
das Leben Saro-Wiwas und seiner Freunde schließlich geopfert
wurde, nimmt jetzt für sich in Anspruch, auf stille Weise
für die Verurteilten vorstellig geworden zu sein. Selbst
Nelson Mandela, dessen Kampf durch Sanktionen unterstützt
worden war, sprach von der Notwendigkeit, gegenüber dem
nigerianischen Regime eine vorsichtige Linie einzuhalten
... |
| Was
ist jetzt, nach den Hinrichtungen, die in Wirklichkeit Justizmorde
waren, zu tun, damit die Abacha-Regierung für ihre Verbrechen
bezahlt und die Demokratie in Nigeria wiederhergestellt
wird? Die USA und Britannien haben über Nigeria ein Waffenembargo
verhängt. Aber gibt es irgendein Embargo gegen die Ölexporte,
die vier Fünftel der Exporterlöse Nigerias ausmachen? Fehlanzeige!
|
| ... |
| Wir
fordern umfassende Sanktionen gegen die Abacha-Regierung
- jetzt! |
| Das
ist das mindeste, was die Toten von uns erwarten können.
Und die Lebenden. |
| Salman
Rushdie, Präsident. Der gesamte Vorstand" (taz) |
|
|
|
| Weitere
Artikel zu Ken Saro-Wiwa in der Afrika-Chronik: |
"Leidenschaftlicher Ruf" Saro-Wiwas aus einem nigerian.
Gefängnis |
Manfred Loimeier zu Saro-Wiwas Roman Sozaboy |
|
|
|