|
MouseOver-Bild!
|
|
Einsteins Träume
Wir,
die interessiert sind, aber wenig über die große Theorie
wissen, wussten immer schon, dass Einsteins revolutionäre
Entdeckung aus Träumen gestrickt ist. Das bestätigt
uns nun einer, der seine Theorie versteht, ein Naturwissenschaftler,
ein Physiker, aber auch ein Träumer, ein Lyriker. Alan Lightman
versucht mit seinem ersten belletristischen Werk, dem Roman »Und
immer wieder die Zeit« selbst die andere Seite der Theorie
zu erkunden, das Leben der Menschen in ihrer Zeit, ihre Vorstellung
von Zeit schlechthin. Und hat uns eine Welt von unglaublicher
Zerbrechlichkeit und Zartheit entdeckt. |
| Das
zarte Auftreten von Menschen etwa, die in einer Geschichte der Zeit
von Schleifen und Kehren leben und - in die Vergangenheit geworfen
- mit der Angst existieren müssen, den Zeitablauf zu verändern
oder von Menschen, die in einer Zeit ohne Gedächtnis leben,
ohne Gewissheit über sich selbst oder die anderen. |
| In
anderen Geschichten dagegen hilft die Beschränkung in der Zeit
den Menschen, weniger vorsichtig auftreten zu müssen: Was sollte
sie beispielsweise davon abhalten, letzte Sehnsüchte und Wünsche
auszuleben, wenn sie die Gewissheit haben, die Welt habe nur noch
einen Monat Bestand. |
| Solche
und andere Variationen verändern den Blick auf unser eigenes
Zeitgefüge. |
Zusammengehalten
werden die Geschichten von kleinen Einblicken in Einsteins Leben
im Jahre 1905, dem Jahr der Entwicklung der speziellen Relativitätstheorie.
Im Prolog betritt ein kleiner Patentbeamter früher als sonst
seine Arbeitsstelle. Er will der Maschinenschreiberin des Amtes
ein in der Nacht verfasstes Manuskript zur Übertragung reichen.
(Originaltitel: »Einstein's Dreams«) |
| 1/2002
© by Janko Kozmus |
| |
Weitere
Rezensionen zu englischsprachigen Autoren im Bereich anspruchsvoll
phantasischer Literatur auf der
Marabout-Seite  |
| |
| |
|