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Foto: D. Lessing, (c) Chris Saunders
DORIS MAY LESSING
(1919-2013)
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Literarisches Portrait: Doris Lessing

DAS AKTUELLE BUCH
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DAS LEBEN MEINER MUTTER
MIT BILDERN AUS AFRIKA

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1919
Am 22. Oktober wird Doris May als Tochter der britischen Familie Taylor - der Vater ist Offizier der Kolonialarmee - in Kermanshah/Persien geboren.

1924-39
Nach der Übersiedlung auf den afrikanischen Kontinent lebt Doris May mit ihrer Familie auf einer Farm in Rhodesien. Der Traum vom Reichtum durch Maisanbau erfüllt sich nicht.
Absatz Bis zum 14. Lebensjahr schulische Ausbildung an einem römisch-kath. Konvent in der Hauptstadt Salisbury. Anschließend Arbeit als Kindermädchen, Telefonistin und Angestellte.

1939
Heirat mit Frank Charles Wisdom; zwei Kinder.

1943
Scheidung, die Kinder verbleiben beim Vater.

Absatz Eintritt in die progressive Partei Southern Rhodesian Labour Party sowie Mitarbeit in einer marxistischen Gruppe. Über die politische Arbeit lernt sie Gottfried Lessing kennen. Der spätere DDR-Botschafter in Uganda wird während des 1979er Aufstands gegen Idi Amin unter ungeklärten Umständen getötet werden.

1945
Heirat mit Gottfried Lessing, gemeinsamer Sohn Peter.

1949
Scheidung und Emigration mit ihrem Sohn (und dem Manuskript The Grass Is Singing) nach England.

DAS BESONDERE BUCH
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AFRIKANISCHE TRAGÖDIE
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AFRIKANISCHE TRAGÖDIE
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1950
Bibliografische Angabe The Grass Is Singing[1] (dt: Afrikanische Tragödie, 1953; Übersetzung: Ernst Sander. Gütersloh 1953; Neuausgabe: Ffm 1981. Berlin, DDR 1984; Taschenbuchausgabe: Ffm 1982), Roman. London 1950; New York 1950; Taschanbuchausgabe: St. Albans 1973.

1951
Bibliografische Angabe This Was the Old Chief's Country (dt: Der Zauber ist nicht verkäuflich. Fünf Erzählungen aus Afrika; Übersetzung: Lore Krüger. Berlin, DDR 1956. Auswahl: Übersetzung: Lore Krüger, Marta Hackel, Elisabeth Schnack. Zürich 1976. Taschenbuchausgabe: Zürich 1981), Erzählungen. London 1951. New York 1952.

1952
Bibliografische Angabe Martha Quest[2](dt: Martha Quest, 1. Bd. des Zyklus Kinder der Gewalt; Übersetzung: Karin Kersten, Iris Wagner. Stuttgart 1981, Taschenbuchausgabe: München 1985.), Roman, 1. Bd. des Roman-Zyklus' Children of Violence. London 1952; New York 1964; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1969.
Absatz Doris Lessing besucht die Sowjetunion.

1953
Bibliografische Angabe Five. Short Novels (Auswahl: Hunger. Erzählung; Übersetzung: Lore Krüger. Zürich 1976; Nachdruck unter dem Titel Hunger nach dem großen Leben. Zürich 2002), London 1953; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1969.

1954
Bibliografische Angabe A Proper Marriage (dt: Eine richtige Ehe; Übersetzung: Karin Kersten, 2. Bd. des Zyklus Kinder der Gewalt), Roman, 2. Bd. des Roman-Zyklus' Children of Violence. London 1954; New York 1964; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1969.
Absatz Doris Lessing wird mit dem Somerset Maugham Award of the Society of Authors für Five ausgezeichnet.

1956
Bibliografische Angabe Retreat to Innocence (Rückzug in die Unschuld). London 1956.
Absatz Nach dem Ungarnaufstand und den Enthüllungen auf dem XX. Parteitag der KPdSU und der beginnenenden Entstalinisierung entfernt sich
Doris Lessing von der Kommunistischen Bewegung.

1957
Bibliografische Angabe The Habit of Loving (Gewohnheit der Liebe). London 1957; New York 1957; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1973.

Bibliografische Angabe Going Home (dt: Heimkehr). London 1957; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1958. - Bericht über Reaktionen in Rhodesien anlässlich eines Besuchs.

1958
Bibliografische Angabe A Ripple from the Storm (dt: Sturmzeichen, 3. Bd. des Zyklus Kinder der Gewalt), Roman, 3. Bd. des Roman-Zyklus' Children of Violence. London 1958; New York 1966; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1969.

1959
Bibliografische Angabe Each His Own Wilderness (dt: Wie ein Taubenschlag oder Jedem seine eigene Wildnis) Drama, in: New English Dramatists. Three Plays, Elliot Mrtin Browne (Hg.) Harmondsworth 1959.
Bibliografische Angabe Fourteen Poems (Vierzehn Gedichte). Nortwood 1959

1960
Bibliografische Angabe In Pursuit of the English (dt: Auf der Suche. Eine Dokumentation; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Stuttgart 1986), autobiogr. Bericht (über ihre erste Zeit in England). London 1960; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1980.

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1962
Bibliografische Angabe The Golden Notebook[3] (dt: Das Goldene Notizbuch; Übersetzung: Iris Wagner. Ffm 1978; Taschenbuchausgabe: Ffm 1982), Roman. London 1962; New York 1962. Neuausgabe mit Vorwort der Autorin[4]: London 1972; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1973.
Bibliografische Angabe Play with a Tiger. A Play in Three Act. (dt: Spiel mit einem Tiger. Theaterstück in drei Akten; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Stuttgart 1985), Drama. London 1962; Taschenbuchausgabe: London 1972.
Absatz Im Alter von 15 Jahren wird die spätere Schriftstellerin Jenny Diski, nachdem sie gerade von der Schule geflogen ist, von Doris Lessing quasi adoptiert, d.h. sie wird in Lessings Haus aufgenommen.[5]

1963
Bibliografische Angabe A Man and Two Woman. Stories (dt: Zwischen Männern; Übersetzung: Adelheid Dormagen. 1986), Erzählungen. London 1963; New York 1963; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1968.

1964
Bibliografische Angabe African Stories (Afrikanische Geschichten), Erzählungen. London 1964. New York 1965.
Bibliografische Angabe
Winter in July (dt: Winter im Juli; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Stuttgart 1984. und eine Auswahl daraus in der Übersetzung von Adelheid Dormagen, Lore Krüger, Raner Rönsch. Berlin DDR 1985.), Erzählungen. London 1964. Taschenbuchausgabe: London 1966.

1965
Bibliografische Angabe Landlocked (dt: Landumschlossen; Übersetzung: Karin Kersten u. Iris Wagner, 4. Bd. des Zyklus Kinder der Gewalt), Roman, 4. Bd. des Roman-Zyklus' Children of Violence. London 1965; New Yoirk 1966; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1969.

1966
Bibliografische Angabe The Black Madonna (dt: Die schwarze Madonna; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Stuttgart 1984. Auswahl aus This Was the Old Chief's Country u. The Habit of Loving), Auswahl aus African Stories, St. Albans 1966.

1967
Bibliografische Angabe Particularly Cats (dt: Doris Lessings Katzenbuch; Übersetzung: Ursula von Wiese. Stutgart 1981). London 1967; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1979.

1968
Bibliografische Angabe Nine African Stories (Neun afrikanische Geschichten), Auswahl aus African Stories. London 1968.

1969
Bibliografische Angabe The Four-Gated City (dt: Die viertorige Stadt, 5. Bd. des Zyklus Kinder der Gewalt), Roman, 5. Bd. des Roman-Zyklus' Children of Violence. London 1969; New York 1969; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1972.

1971
Bibliografische Angabe Briefing for a Descent into Hell (dt: Anweisung für einen Abstieg zur Hölle; Übersetzung: Iris Wagner. Ffm 1981; Taschenbuchausgabe: Ffm 1984), Roman. London 1971. New York 1971. Taschenbuchausgabe: St. Albans 1973. - Ein Literaturprofessor wird in den Straßen von London gefunden. Offenbar erleidet er einen psychischen Zusammenbruch und verliert dabei sein Gedächtnis, das er auch in der Klinik, in die er gebracht wird, nicht wieder erlangt. Sein Unbewusstes aber treibt in einem archaischen Strom zu den Urgründen des menschlichen Seins.
Absatz Nominierung (Endauswahl) von Briefing for a Descent into Hell für den Man Booker Prize.

1972
Bibliografische Angabe The Story of a Non-Marrying Man & Other Stories (dt: Der Mann, der auf und davon ging, Auswahl aus Five Short Novels; Übersetzung: Adelheid Dormagen. Stuttgart 1979 ), Erzählungen. London 1972; New York 1972 (Unter dem Titel: The Temptation of Jack Orkney and Other Stories); Taschenbuchausgabe: Harmondsworth 1975.

1973
Bibliografische Angabe The Summer Before the Dark (dt: Der Sommer vor der Dunkelheit; Übersetzung: Jürgen Abel. Reinbek 1975; Taschenbuchausgabe: Reinbek 1978.), Roman. London 1973. New York 1973. Taschenbuchausgabe: Harmondsworth 1975.
Bibliografische Angabe Collected African Stories (Gesammelte afrikanische Geschichten); Bd 1: This was the Old Chief's Country (Das Land des alten Häuptlings), Bd 2: The Sun Between Their Feet (Die Sonne zwischen den Füßen). London 1973. Tashcenbuchausgabe: St. Albans 1979.

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1974
Bibliografische Angabe The Memoirs of a Survivor[6
] (dt: Memoiren einer Überlebenden; Übersetzung: Rudolf Hermstein. Ffm 1979. Ffm 1987; Taschenbuchausgabe: Ffm 1981), Roman. London 1974; Taschenbuchausgabe: London 1976. - Doris Lessing spannt die Memoiren einer Überlebenden in einen futuristisch-phantastischen Rahmen. Die Protagonistin, eine Frau unbestimmten Alters, erinnert sich der Zeit des Umbruchs, des Zerfalls der Ordnung ihrer Umgebung. Eines Tages wird ihr ein Mädchen zugeführt, um das sie sich zu kümmern hat. Eine Verpflichtung, die sie akzeptiert, ohne zu wissen, woher diese rührt. Eine wirkliche Nähe zu der Heranwachsenden entsteht nicht, wohl stellt diese aber eine Art Medium für die Ich-Erzählerin dar, eine Verbindung zur Außenwelt, zu der sie selbst im Verlaufe der Handlung eine immer mehr beobachtende Haltung einnimmt. Das Mädchen verliebt sich in Gerald, den Führer einer der marodierenden Banden in der Stadt und entgleitet immer mehr der direkten Obhut der Protagonistin. Gleichzeitig gewinnt diese Zugang zu einem metaphysischen Raum, in welchem sie die Entwicklung ihres Zöglings verfolgen kann.
Bibliografische Angabe A Small Personal Voice. Doris Lessing. Essays, Reviews, Interviews (dt: Mit leiser persönlicher Stimme. Essays, 1982), Hg. von Paul Schlueter. New York 1974.

1977
Doris Lessing wird mit dem frz. Prix Medicis Ètranger für Das goldene Notizbuch ausgezeichnet.

1978
Bibliografische Angabe Collected Stories (Gesammelte Erzählungen) Bd. 1 To Room Nineteen (Zu Raum Neunzehn); Bd. 2 The Temptation of Jack Orkney (Die Versuchung des Jack Orkney). London 1978. Taschenbuchausgabe: St. Albans 1979.

1979
Bibliografische Angabe Shikasta, I. Teil d. Romanzyklus: Canopus in Argos: Archives (dt: Shikasta, Canopus im Argos; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm 1983
). London 1979. New York 1979. Taschenbuchausgabe: St. Albans 1981.
Absatz Am 22. Oktober wird Doris Lessing 60 Jahre alt.

1980
Bibliografische Angabe The Marriages between Zones Three, Four and Five, II. Teil d. Romanzyklus: Canopus in Argos: Archives, (dt: Die Ehen zwischen den Zonen Drei, Vier und Fünf, Canopus im Argos; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm 1
984). London 1980; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1982.

1981
Bibliografische Angabe The Sirian Experiments, III. Teil d. Romanzyklus: Canopus in Argos: Archives, (dt: Die sirianischen Versuche, Canopus im Argos; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm
1985, Taschenbuchausgabe: Ffm 1987). London 1981; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1982.
Absatz Nominierung (Endauswahl) von The Sirian Experiments für den Man Booker Prize.
Absatz Doris Lessing wird mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet.

1982
Bibliografische Angabe The Making of the Representative for Planet 8, IV. Teil d. Romanzyklus: Canopus in Argos: Archives, (dt: Die Entstehung des Repräsentanten von Planet 8, Canopus im Argos; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm 1985; Taschenbuchausgabe: Ffm 1987). London 1982; Taschenbuchausgabe: London 1983.
Absatz Ausgezeichnet mit dem deutschen Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung F. V. S., der der Pflege des europäischen Kulturerbes im englischsprachigen Raum Europas gewidmet ist.

1983
Bibliografische Angabe Documents Relating to the Sentimental Agents in the Volyan Empire, V. Teil d. Romanzyklus: Canopus in Argos: Archives, (dt: Die sentimentalen Agenten im Reich Volyen, Canopus im Argos; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm 1985; Taschenbuchausgabe: Ffm 1987). London 1983; Taschenbuchausgabe: St. Albans 1985.
Bibliografische Angabe The Diary of a Good Neighbour (dt: Das Tagebuch der Jane Somers). Roman unter dem Pseudonym Jane Somers[7]. London 1983.

1984
Bibliografische Angabe If the Old Could ... (dt: Die Liebesgeschichte der Jane Somers; Übersetzung: Barbara Schönberg. Stuttgart 1985.) Roman unter dem Pseudonym Jane Somers[5]. London 1984.
Bibliografische Angabe The Diaries of Jane Somers: 1: The Diary of a Good Neighbour u. 2. If the Old Could ... . London 1984 Taschenbuchausgabe: Harmondsworth 1985.

1985
Bibliografische Angabe The Good Terrorist (dt: Die Terroristin; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. Ffm 1986; Taschenbuchausgabe: Ffm 1989), Roman. London 1985; Taschenbuchausgabe: London 1986
Bibliografische Angabe Impertinent Daughters (dt: Das Leben meiner Mutter; Übersetzung: Adelheid Dormagen. Berlin 1987. Neuauflagen: Berlin 1994. München 1998. Berlin 2003. Berlin 2004. Berlin 2015 [Mit Bildern aus Afrika]), in: Granta, Cambridge 1985.
Bibliografische Angabe Wie ich endlich mein Herz verlor. Erzählungen. Auswahl aus: Die schwarze Madonna u. Die Frau auf dem Dach; Übersetzung: Manfred Ohl u. Hans Sartorius. München 1985.
Absatz Doris Lessings Roman The Good Terrorist wird für den Man Booker Prize nominiert (Endauswahl).

1986
Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des britischen Buchhandelskonzerns W.H. Smith für The Good Terrorist.
Absatz Im Herbst reist Doris Lessing nach Pakistan, wo sie Kontakt mit afghanischen Flüchlingen und Widerstandskämpfern aufnimmt.
Bibliografische Angabe Der Ameisenhügel, aus: Der Zauber ist nicht verkäuflich; Übersetzung: Lore Krüger. München 1986.

1987
Bibliografische Angabe Prisons We Choose to Live Inside (dt: Gefängnisse, in denen wir leben wollen). London 1987.
Bibliografische Angabe The Wind Blows Away Our Words and Other Documents Relating to the Afghan Resistance (dt: Der Wind verweht unsere Worte. Bericht aus Afghanistan; Übersetzung: Elke Hosfeld. 2002 ). London 1987.

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DAS FÜNFTE KIND
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1988
Bibliografische Angabe The Fifth Child (dt: Das fünfte Kind; Übersetzung: Eva Schönfeld), Roman. London 1988.- Ein subtiler Horrorroman, der die Gutsituiertheit britischer Familien auf's Korn nimmt. In eine solche wird Das fünfte Kind geboren und droht das erwartete Glück zu zerstören. Aggressivität und Bösartigkeit scheinen ihm angeboren zu sein.

1989
Bibliografische Angabe The Doris Lessing Reader (dt: Das Doris Lessing Buch, Hamburg 1989; Taschenbuchausgabe: Ffm 1991), Auswahl aus dem Gesamtwerk. New York 1989.
Absatz Doris Lessing wird mit dem italienischen Premio Grinzane Cavour, Internationale Sektion: "Ein Leben für die Literatur"[8] ausgezeichnet.

1992
Bibliografische Angabe African Laughter: Four Visits to Zimbabwe. Dokumentation nach vier Besuchen in Simbabwe. London 1992.
Bibliografische Angabe London Observed: Stories and Sketches. London 1992.

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1994
Bibliografische Angabe Under My Skin. (dt: Unter der Haut; Übersetzung: Karen Nölle-Fischer. Hamburg 1995; Taschenbuchausgabe: 1996), Autobiographie 1919-1949. London 1994.

1995
Bibliografische Angabe Spies I Have Known and Other Stories. London 1995.
Ausgezeichnet mit dem James Tait Black Memorial Prize für Under my skin.
Absatz Doris Lessing besucht Südafrika, was ihr erst seit dem Ende der Apartheid möglich ist, da sie als Kritikerin unerwünscht war. Neben dem Besuch von Tochter und Enkelkindern befindet sie sich auf Promotiontour für ihre Autobiographie Under My Skin.
Absatz Ausgezeichnet mit dem Los Angeles Times Book Prize für Under my skin.
Absatz Norwegen ehrt Doris Lessing als Woman of the Year.

1996
Bibliografische Angabe Love, Again (dt: Und wieder die Liebe; Übersetzung: Irene Rumler. Hamburg 1996). London 1996.

1997
Bibliografische Angabe Walking in the Shade: Volume II of My Autobiography 1949-1962. (dt: Schritte im Schatten; Übersetzung: Christel Wiemken. Hamburg 1997). London 1997.

1999
Bibliografische Angabe Mara and Dann: An Adventure (dt: Mara und Dann; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2001). London 1999. - In einen futuristischen Rahmen gespannt wird die Geschichte des kindlichen Geschwisterpaars Mara und Dann erzählt, das seine Welt, den ausgetrockneten südlichen Kontinent Ifrik verlässt, um im Kälte starrenden Norden eine bessere Heimat zu finden.
Absatz Ausgezeichnet mit dem katalonischen Premio Internacional.
Absatz Am 22. Oktober wird Doris Lessing 80 Jahre alt.[9]

2000
Bibliografische Angabe Ben, in the World (dt: Ben in der Welt; Übersetzung: Lutz Kliche. Hamburg 2000), Roman. (Fortsetzung und Ende von The Fifth Child) London 2000.-
Absatz Doris Lessing wird als Mitglied des brit. Ordens Companions of Honour aufgenommen.

2001
Bibliografische Angabe The Sweetest Dream (dt: Ein süßer Traum; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2003), Roman. London 2001.
Ausgezeichnet mit dem David Cohen British Literature Prize.
Absatz Doris Lessing wird mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur geehrt.

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2003
Bibliografische Angabe The Grandmothers. Four Short Novels. (dt: Ein Kind der Liebe. Drei Erzählungen. [10]; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2004.) London 2003.

2004
Bibliografische Angabe Time Bites: Selected Essays. London 2004.

2005
Bibliografische Angabe The Story of General Dann and Mara's Daughter, Griot and the Snow Dog (dt: Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2006), Roman. London 2005. - Die futuristische Geschichte des Geschwisterpaars Mara und Dann des gleichnamigen Romans wird hier fortgeführt. Die Beiden sind inzwischen erwachsen geworden. In einer von einer ökologischen Katastrophe bedrohten Welt versucht der berühmte General Dann das kulturelle Wissen seiner Vorfahren zu retten.
Absatz Nominierung (Shortlist) für den Man Booker International Prize.

2006
Im September ist Doris Lessing Gast des 6. Internationalen Literaturfestivals in Berlin.

2007
Bibliografische Angabe The Cleft (dt: Die Kluft; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2007). London 2007. - Ein römischer Senator und Gelehrter in der Zeit von Nero ist im Besitz eines Manuskripts, das er den Alten Zeiten zuordnet. Seine Übertragung des Inhalts, mit einigen autobiografischen Details versehen, erzählt die gleichnishafte Geschichte des Volkes der 'Spalten'.
Die Spalten, Hybriden zwischen Frauen und Walrossen, leben in einem geordneten Miteinander, dass durch die überraschende Geburt eines - wie sich später herausstellt - männlichen Wesens gestört wird. Der Unmut der Gebärenden erfährt eine neue Qualität als mehr und mehr männliche Babies geboren werden. Die Spalten erahnen, dass Veränderungen herannahen, ein erster Schimmer von Intelligenz taucht auf. Sie suchen nach Möglichkeiten, die männlichen Babies loszuwerden, doch mehr und mehr von ihnen werden geboren. Schließlich werden die männlichen Babies von großen Adlern in das Tal jenseits des Berges getragen. Dort werden sie dank der anhaltenden Geduld eines einzelnen Weibchens aufgezogen.
Eines Tages gerät eine der Spalten in dieses Tal und macht die Erfahrung von Sexualität. Obschon bis dato nichts darauf hindeutete, dass die Spalten einen über das instinktiv-Notwendige hinausgehenden Gemeinschaftssinn kennen, geschweige denn Liebe, verlassen die jungen Spalten ihre älteren Artgenossinnen, um im Tal mit den Männlichen zusammenzuleben. Nach und nach bilden sich geschlechtsspezifische Strukturen heraus. Dies führt unter anderem dazu, dass die Männlichen die geschlossene Welt verlassen und zu einer Bedrohung für die benachbarte Welt werden.
Absatz Nominierung (Shortlist) für den Man Booker International Prize.
Absatz Am 11. Oktober gibt das Nobelpreiskomitee die diesjährige Wahl bekannt:
      Doris Lessing, "der Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen"
habe.
Absatz Wegen altersbedingter Krankheit kann Doris Lessing im Dezember nicht nach Stockholm reisen, um den Nobelpreis persönlich in Empfang zu nehmen; der Preis wird ihr in London übergeben.
Bibliografische Angabe Den Nobelpreis nicht gewinnen. Nobelpreisvorlesung.

2008
Ende Januar nimmt Doris Lessing mit ca. 6-wöchiger Verspätung den Nobelpreis entgegen. Bei einer Zeremonie in der Londoner Galerie Wallace Collection wird ihr der Preis vom schwedischen Botschafter Staffan Carlsson übergeben. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sie nicht an den Stockholmer Feierlichkeiten im Dezember teilnehmen.
Bibliografische Angabe Alfred & Emily (dt: Alfred und Emily; Übersetzung: Barbara Christ. Hamburg 2008). London 2008. - Halb fiktive, halb faktische Biografie der Autorin über ihre Eltern, deren Leben vom Krieg und von der Auswanderung nach Rhodesien bestimmt war. Gleich zweimal erzählt die Autorin die Familiengeschichte. In der ersten werden die Eltern in einer alternatiav gestalteten Welt ohne ersten Weltkrieg mit anderen Partnern glücklich. Als zweite folgt die wahre, weniger glückliche Geschichte der Eltern.[11]
Absatz Nominierung (Shortlist) als Reader's Digest Author of the Year für The Cleft.
Bibliografische Angabe
On Not Winning the Nobel Prize (dt: Den Nobelpreis nicht gewinnen; Übersetzung: Barbara Christ[12].). Illustration: Abigail Rorer. Oxfordshire, UK 2008.

2009
Am 22. Oktober wird Doris Lessing 90 Jahre alt.

2013
Am Morgen des 17. November, einem Sonntag, stirbt Doris Lessing in ihrer Londoner Wohnung.

STIMMEN:

"Lessing ist direkt und kompromisslos in ihrer Art. Sie lässt mir keine Frage leicht durchgehen, permanent fragt sie nach, was ich genau meine. Aber sie ist liebenswert, und nach einer grauenhaften ersten Viertelstunde redet sie enthusiastisch und engagiert." - Helena de Bertodano, anlässlich eines Interviews für The Daily Telegraph im Jahre 1996.- Übersetzung v. J. K.

"Auch im Alter von 79 bleibt Lessing energisch - mit ihrem in der Mitte geteilten Haar, nach hinten in einem Knoten auslaufend erscheint sie wie eine fest verwurzelte Erdmutter." - Dwight Garner, anlässlich eines Interviews im Jahre 1997.- Übersetzung v. J. K.

"Writing was the priority, and when something came along to interrupt – including sometimes my doings and misdoings – she dealt with it fast and efficiently, and with frequent sighs. Then she got back to work. When the book was done and sent to her agent, she became immensely convivial for a few weeks. There were suppers and parties, we went to the movies, theatre and picnics in the park." Jenni Diski über ihre Quasi-Adoptivmutter, in: When Doris Lessing rescued me, Guardian online v. 12.04.12.

ANMERKUNGEN:

1) Nach einer Beschreibung im zweiten Teil ihrer Biographie (Walking in the Shade) hat Lessings New Yorker Verlegerin sie aufgefordert, in ihren Debütroman The Grass is Singing eine explizite Vergewaltigungsszene einzufügen. Dwight Garner spricht Doris Lessing in einem Interview darauf an. Ihre Antwort: "Ja, es war Blanche Knopf - die große Blanche Knopf - die wollte, dass ich eine explizite Vergewaltigungsszene einfüge. Und ich war fürchterlich geschockt, weil sie damals der große Verleger-Guru war, zumindest in New York.", aus "A notorious life", Doris Lessing im Interview mit Dwight Garner.

2) Der erste Teil des 5-bändigen Romanzyklus' Kinder der Gewalt, der als Ganzes neben dem Roman Das Goldene Notzizbuch als Lessings Hauptwerk gilt, ist besonders interessant für an Afrika-Literatur Interessierte, da die Protagonistin Martha Quest - stark angelehnt an die Biografie der Autorin - noch in Afrika verweilt und die Widersprüche einer Kolonialgesellschaft durchlebt.

3) Größter Bucherfolg von Doris Lessing. Der Roman Das Goldene Notizbuch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und brachte seiner Autorin auch die Nominierung für den Nobelpreis. - Er beinhaltet vier Notizbücher (das schwarze Notizbuch entspricht dem Afrikabuch der Protagonistin Anna), die im Goldenen Notizbuch münden.

4) Doris Lessing verwahrt sich darin gegen eine rein feministische Rezeption.

5) Doris Lessing hatte von Jenny über ihren Sohn Peter erfahren, dessen Mitschülerin sie war, bis sie von der Schule flog. Niemand habe sich des Mädchens, das Peter als "arrogantes Arschloch" bezeichnet hatte, annehmen wollen, da erhielt sie völlig überraschend einen Brief von Doris Lessing, sie könne bei ihr leben. "Es war der Beginn einer komplizierten, konfliktreichen und beglückenden Beziehung, für die Diski nur das Wort Dankbarkeit übrig hat. Ein 'Deal' zwischen Lessing und ihrem 'Kuckuckskind' sah vor, dass keine über die andere schreiben dürfe. (...) Jetzt, ein Jahr nach Lessings Tod und zwei oder drei Jahre vor ihrem eigenen, brechen die Dämme." Im brit. Guardian erzählt die krebskranke Jenny Dinski." Doris Lessing habe sie erst richtig lesen und schreiben gelehrt, sie habe sie zur Schriftstellerin gemacht. - Vgl. Das Kuckuckskind, in Tagesanzeiger online (CH) v. 11.12.2014 und When Doris Lessing rescued me, in: Guardian online v. 12.04.12. - Explizt hat Doris Lessing nie von Jenny Diski gesprochen, doch ist diese unverkennbar das Mädchen, das Mündel im Roman The Memoirs of a Survivor.

6) 1981 verfilmt David Gladwell den Roman Memoirs of a Survivor, die Hauptrolle spielt Julie Christie. Der Vorwurf der Filmkritik, die Produktion hätte unter Budgetmangel gelitten, weil der Blick auf die degenerierte Stadt zu dünn ausfiele, ist nur nachvollziehbar unter Berücksichtigung des heutigen Trends, jede auch noch so subtile Vorlage in einen Actionthriller zu verwandeln. Der Roman ist von einem ruhigen Sprachfluss getragen, der Blick auf das Chaos einer in Anarchie zerfallenen Stadt ist - wie bei Doris Lessing nicht anders vorstellbar - unaufgeregt. Gladwell hat versucht dem Rechnung zu tragen, allerdings erinnert das ganze Ambiente eher an die 70er Jahre, also die Entstehungszeit des Romans und nicht an eine zeitlose Vision - wie sie beispielsweise Tarkowski mit Stalker 2 Jahre zuvor schuf - und die einem futuristischen Roman m. E. eher angemessen wäre.

7) Doris Lessing wollte damit auf das Problem unbekannter Autoren aufmerksam machen.

8) Der Literaturpreis - benannt nach dem Ort Grinzane Cavour, der seinerseits nach dem oft im Schloss weilenden Staatsgründer Italiens, Camillo Cavour, benannt wurde, - wird von 270 Schülern aus verschiedenen Ländern vergeben. Für 8 Preisträger war dieser Preis "der Vorbote für den Nobelpreis": Wole Soyinka, Nadine Gordimer, José Saramago, Günter Grass, Vidiadhar Naipaul, J.M. Coetzee und Ohran Pamuk. (Vgl. der Standard v. 6.11.2006)

9) Wenige Monate vor ihrem 80. Geburtstag erzählt Doris Lessing in einem Interview mit Jonah Raskin von Perspektiven des Lebens: "Letzes Jahr vor Weihnachten hatte ich einen Mini-Schlaganfall. Ich war in Athen und Wien und fast ohne Übergang in Simbabwe, das war eine lange, lange Reise, und ich denke es war die Reise nach Simbabwe, die ihn auslöste. Ich wachte eines Morgens auf und konnte meinen Arm nicht bewegen. Das war eine verrückte Sache, diese Lähmung. Ich rief einen Freund an und sagte: 'Ich glaube, ich hatte einen Schlaganfall' und tatsächlich, es war genau das, was der Arzt zu mir sagte. Es war nicht so schlimm, aber schlimm genug mich zu erschrecken. Nun denke ich immerzu an den Tod. Ich habe einen toten Arm, meinen rechten Arm. Mein Sprechvermögen wurde auch in Mitleidenschaft gezogen. Ich konnte die Worte nicht herausbringen." J. Raskin hakt nach: "Sie denken jetzt immerzu an den Tod?" Doris Lessing: "Ja, Tod, Momenti Mori. Ich überlege wie viel Zeit mir noch bleibt. Bevor ich ein neues Buch beginne, überlege ich, ob es das wert ist. Werde ich Zeit haben, es zu beenden?" THE PROGRESSIVE INTERVIEW v. Jonah Raskin, Juni 1999. (Übersetzung: J. K.)

10) Wie werden aus "four short novels" drei Erzählungen? Müßig über einen Gattungsbegriff wie "short novel" zu streiten, da sich der Eindruck aufdrängt, dass heutzutage Gattungszuordnungen allgemein mehr oder weniger willkürlich vorgenommen werden. Im besonderen Fall kommt offenbar noch eine Übersetzungsschwierigkeit hinzu. Die klassische Übersetzung lt. Langenscheidt-Dictionary für "short novel" ist eindeutig "Kurzroman". Beim meist frequentierten deutschen Online-Wörterbuch "leo.org" beispielsweise wird daraus kurzerhand eine Novelle. Eine Bezeichnung, die im vorliegenden Beispiel auf Abwege führt. Vielleicht einigt man sich am besten auf Erzählungen und behält im Hinterkopf, dass der Umfang - die deutsche Ausgabe mit den drei Erzählungen zählt 287 Seiten - durchaus auch den Begriff Kurzroman rechtfertigen würde. Warum aber nur drei Erzählungen? Die Antwort gibt Alexandra Kedves, die Rezensentin der FAZ, die den Lektor der dt. Ausgabe lobt, da er die schwächste der "four short novels" weggelassen und die ihrer Meinung nach stärkste Ein Kind der Liebe zur Titelgeschichte der deutschsprachigen Ausgabe erkoren habe. Sie sei der (Dauer-)Nobelpreisaspirantin durchaus würdig.
In der dt. Titelerzählung Ein Kind der Liebe kommt James, der brit. Soldat des II. Weltkriegs nach einer "höllischen" Überfahrt, genährt aus der Angst vor Stürmen u. dt. U-Booten, in Kapstadt an Land. Eine viertägige leidenschaftliche Liebe zu einer Offizierswitwe lässt ihn sein ganzes Leben nicht mehr los. In der zweiten Geschichte Victoria und die Staveneys sieht sich die Protagonistin einem subtilen Rassismus in ihrem Umfeld ausgesetzt, dem sie nichts entgegenzusetzen hat. Und die dritte diente dem engl. Original als Titelgeschichte: Die Großmütter. Darin weisen die beiden eng befreundeten, älteren Damen auffällig viele Parallelen in ihrem Leben auf. Sie verlieben sich und heiraten im selben Jahr und als Großmütter haben sie eine enge Beziehung zum jeweiligen Sohn der Freundin. Diese Geschichte wäre auch für die dt. Ausgabe der passende Buchtitel gewesen, findet Michael Schornstheimer in seiner positiven Rezension für den NDR, denn sie ist "noch raffinierter und abgründiger als Kind der Liebe". Insgesamt sei es Doris Lessing gelungen, schreibt Gisela-Felicitas Köhns für den Südkurier, "Portraits zu zeichnen, die in ihrer beeindruckenden Tiefe menschliche Verletzlichkeit und zugleich atemberaubende Schönheit vermitteln."

11) Sie fürchte, sie habe den Zorn ihres Vaters aus den Schützengräben in ihrer Jugend übernommen und nie abgelegt, sagt Doris Lessing. Von der Mutter mag sie den Teil bekommen haben, den diese nie hat ausleben können. Ihre Mutter war diejenige, die für die Bildung zuständig war, die Lehrerin, die sie nie hat werden können. Tim Adams, der Rezensent des brit. Guardian (11.05.2008) schreibt, mit diesem handwerklich tadellos gemachten Buch habe die Autorin die vorerst letzte Rate an ihre Eltern gezahlt, "eine bemerkenswerte Rückzahlung".

12) Eine deutsche Buchausgabe scheint bislang - 03/2010 - nicht zu existieren. Jedoch ist die Noberpreisrede in der Übersetzung von Barbara Christ auf der Stockholmer Nobelpreisseite genauso vorhanden wie das englischsprachige Original.

Dennis Scheck im Deutschlandradio: In ihrem neuen Werk schlage die immer auch der Science-Fiction zugeneigte Doris Lessing aufs Wundervollste über die Stränge. (...) "'Alfred und Emily' ist das Buch einer nachgetragenen Tochterliebe, eine besondere Form der Familienaufstellung. Doch damit nicht genug. Einer kühnen formalen Idee folgend, wechselt Lessing mitten im Buch Stil- und Tonlage, springt von der Prosa zum Essay und erzählt nach der Novelle die Geschichte von Alfred und Emily ein zweites Mal, diesmal autobiografisch."


Quellen:
"A notorious life", Doris Lessing in einem Interview von 1997 mit Dwight Garner (salon.com).
" THE PROGRESSIVE INTERVIEW", Doris Lessing in einem Interview Jonah Raskin, Juni 1999.
Sibylle Cramer / Jochen Vogt / Ralf Caspary: Doris Lessing, in: KLfG - Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition text+kritik

2005 -2014  © by Janko Kozmus

LINKS:
Leseproben als Audiodateien gelesen von Doris Lessing gibt es auf http://lessing.redmood.com/audio.html
"A notorious life", Doris Lessing im Interview von 1997 mit Dwight Garner auf salon.com.
"A PROGRESSIVE INTERVIEW", Doris Lessing im Interview mit Jonah Raskin, Juni 1999.
On not winning the nobel prize, nobel lecture
Den Nobelpreis nicht gewinnen. Nobelpreisvorlesung.
KLfG (Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition text+kritik)
REZENSION(EN):
Chronik eines Verrats (zu: Afrikanische Tragödie)
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