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1932
Am
30. Juni
als Alexandre Biyidi in Akométam bei Mbalmayo in Kamerun
geboren. Er wird später den Namen seiner Ethnie Beti
annehmen. |
1951
verlässt Mongo Beti seine Heimat, um in Frankreich zu studieren. |
1953
Erste Veröffentlichung unter dem Pseudonym Eza Boto:
Sans haine et sans amour, Kurzgeschichte in der Sonderausgabe
Les étudiants noirs parlent der Zeitschrift
Présence Africaine. |
1954
Ville cruelle, Roman (dt: Die grausame Stadt, 1963)
geschrieben unter dem Pseudonym: Eza Boto. |
1956
Le Pauvre Christ de Bomba, Roman (dt: Der arme Christ von
Bomba, 1980; engl: The Poor Christ of Bomba, AWS [1]
88) - Mongo
Betis bekanntestes Buch erregt beim Erscheinen großes Aufsehen;
eine Satire um einen Missionar, der die Bewohner eines kleinen
Dorfes zu bekehren versucht. |
1957
Mission terminée (dt: Besuch in Kala oder wie der
junge Medza eine ungetreue Ehefrau heimführte und obendrein
eine Herde fetter Hammel gewann, 1963, Neuauflage 2003 unter
dem Titel: Besuch
in Kala oder Wie ich eine Braut einfing, Hammer
Verlag; engl: Mission to Kala, AWS 13) |
1957
(1958?)
Ausgezeichnet mit dem Prix Sainte Beuve. |
1958
Le Roi miraculé, Roman (dt: Tam-Tam für den
König, 1959, engl: King Lazarus, AWS
77, 1971). |
1959
Nach Abschluss des Studiums Rückkehr nach Kamerun, wo Mongo
Beti mit der Unabhängigkeitsbewegung in Berührung kommt
(»became involved in the independence movement«, Quelle:
ASC [2]).
Er wird inhaftiert und kehrt dann nach Frankreich zurück,
wo er nach Zwischenstationen in Aix en Provence und Paris schließlich
in Rouen Gymnasiallehrer für Literatur wird. |
1972
Main basse sur le Cameroun, autopsie d'une décolonisation
(Beschlagnahme des Kamerun, Autopsie einer Dekolonisation), Kritik
an Ahidjos diktatorischem Führungsstil in Kamerun und den
neokolonistischen Bestrebungen der ehemaligen Kolonialmacht. Wird
in Frankreich zunächst verboten und im Jahre 1977 neu herausgegeben. |
1974
Remember Ruben (engl: Remember Ruben, AWS
214)- Die Odyssee eines jungen Waisen bis zu seinem Eintritt ins
Militär unmittelbar vor der Unabhängigkeit des Landes. |
1974
Perpétue et l'habitude du malheur, Roman (dt: Perpétue
und die Gewöhnung ans Unglück, 1977; engl: Perpetua
and the Habit of Unhappiness, AWS 181)
- 2. Teil der Ruben-Trilogie: Reflexionen eines pol. Gefangenen
über den Tod seiner Schwester. |
1978
gibt Mongo Beti gemeinsam mit seiner Frau Odile Tobner das Zweimonatsmagazin
Peuples Noirs, Peuples Africains heraus, in dem Frankreichs
neokolonialistische Politik in Afrika kritisiert wird. |
1979
La Ruine presque cocasse d'un polichinelle (dt: Sturz einer
Marionette 1982) - Letzter Teil der Ruben-Trilogie;
sie basiert auf der Biographie des Gewerkschaftlers Ruben Um
Nyobé (1913-1958), der durch die franz. Armee getötet
wurde. |
1983
Les Deux Mères de Guillaume Ismael Dzewatama, Roman
- Über die Mischehe einer franz. Frau und einen kamerunischen
Mann. |
1984
La Revanche de Guillaume Ismael Dzewatama, Roman. |
1986
Lettre ouverte aux Camerounais ou la deuxiè mort de Ruben
Um Nyobé - Der Offene Brief ans kamerunische Volk
war gegen Ahidjos Nachfolger Paul Biya gerichtet. |
1987
(1989?)
Dictionnaire de la négritude (gemeinsam mit Odile Tobner)
- Reaktion auf das Bild des Schwarzen im Westen. |
1990
La tradition négro-africaine gemeinsam mit François
Bebey |
1990
Am 12. April wird der gemeinsam mit zahlreichen anderen Schriftstellern
verfasste Aufruf »Help Salman Rushdie!« in THE
NEW YORK REVIEW of BOOKS veröffentlicht. |
1992
Nach über 40 Jahren kehrt Mongo Beti nach Kamerun zurück;
Gründung eines Buchladens Librairie des Peuples Noirs
in Yaoundé[3].
Im selben Jahr erhält Mongo Beti (gemeinsam mit René
Philombe) den neu eingerichteten FONLON-NICHOLS AWARD [4].
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1993
La France contre lAfrique, retour au Cameroun. - Streitschrift
an die Adresse Frankreichs, in der die ehemalige Kolonialmacht
der Zusammenarbeit mit Diktatoren beschuldigt wird. |
1994
L'Histoire du fou, Roman - Die Chronik einer 30jährigen
Diktatur. |
1999
Trop de soleil tue l'amour, Roman (dt: Sonne
Liebe Tod, 2000). |
2000
Branle-bas en noir et blanc, Roman. |
2001
Am 8. Oktober stirbt
Mongo Beti in der kamerunischen Hafenstadt Duala[5]. |
2003
Remember Mongo Beti, Prof Ambroise Kom (Hrsg.), Bayreuth African
Studies. Mémorial. [6]
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| Mongo
Beti liegt in seinem Heimatort Akométam bei Mbalmayo in
Kamerun begraben. |
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| "He
was such an important figure in the development of African literature
in French... When his novels first came out they came as a shock
to many in Europe and as gratification to many in Africa." - Andrew
Horn, Harvard University’s W.E.B. Du Bois Institute of Afro-American
Research |
| "His
use of humor and satire as a literary device stands out...In addition
to his writing, he was engaged in all kinds of cultural activities
in Africa and France. He took an interest in pan-African cinema
and encouraged African filmmakers to look at literature as a pool
from which they can draw some of their material." - Dr. Cham Mbaye,
professor of Literature and Film at Howard University. |
| "In
Bezug auf Afrika hat Mongo Beti keine Illusion und schon gar keine
Träume. Trotzdem hat er sich entschieden zurückzukommen.
Um zu wiederstehen?" - Le Monde |
| "Mit
ihm stirbt einer der letzten Vertreter der Intellektuellengeneration
der Entkolonisierung, die sich in Frankreich und Afrika gleichermaßen
zu Hause fühlte und daher eine messerscharfe Kritik der neokolonialen
Verhältnisse zu formulieren wusste." - taz am 10.10.01
anlässlich des Todes. |
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| 1)
AWS = African Writers Series, Heinemann London Ibadan Nairobi,
größte englischsprachige Edition afrikanischer Literatur |
| 2)
ASC = Afrika Studie Centrum der Leidener Universität;
einzige Quelle, die die zwischenzeitliche Rückkehr nach Kamerun
erwähnt, alle anderen sprechen nur von der Rückkehr
Anfang der 90er Jahre! |
| 3)
in einem Interview mit Patrice
Nganang nannte Mongo Beti diesen Buchladen "la première
vraie librairie du Cameroun depuis l'indépendance". |
| 4)
Von
der African Literature Association erstmalig
vergebener Preis zu Ehren von BERNARD FONLON and LEE NICHOLS für
besondere Leistungen hinsichtlich Afrikanischer Literatur und
Freier Meinungsäußerung. |
| 5)
"Als
Todesursache werden Hepatitis und Nierenversagen angegeben. Manche
Kameruner sind jedoch davon überzeugt, dass Beti im staatlichen
Krankenhaus von Duala keines natürlichen Todes starb." -
taz vom 3.11.01. |
| 6)
Eine von vielen wissenschaftlichen Arbeiten, die seit Mongo Betis
Tod über sein Leben und Werk erschienen sind. |
| Weitere
Quellen: Mongo Beti Remembered, Tanu T. Henry (www.africana.com);
Hachette Multimédia |
| Alle
Quellen stimmen - implizit oder auch explizit - darin überein,
dass Mongo Beti sich in einem Zeitraum von ca. 14 Jahren, der
auch die gesamten (»Wilden«) 60er Jahre beinhaltet,
nicht öffentlich zu Wort gemeldet hat. Eine m. E. bemerkenswerte
Tatsache, zumal Kamerun in diesem Zeitraum seine formale Unabhängigkeit
erlangte! |
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| Interview
von Sabine Vogel am 13.02.01 für die taz mit Mongo
Beti! |
| Mongo
Betis deutschsprachiger Verlag! |
| Afrika
Studie Centrum der Leidener Universität zu Mongo Beti
(englisch)! |
| www.africana.com |
| 2002-2007
© by Janko Kozmus |
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Zuviel Sonne tötet die Liebe (zu: Sonne Liebe Tod) |
Die Reifeprüfung (zu: Besuch in Kala oder Wie ich
eine Braut einfing) |
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Alexandre Kum'a Ndumbe III., Kamerun |
Patrice Nganang, Kamerun |
Chinua Achebe, Nigeria |
Chimamanda Ngozi Adichie, Nigeria |
Shimmer Chinodya, Simbabwe |
|
Tsitsi Dangarembga, Simbabwe
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Amma Darko, Ghana
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Fatou Diome, Senegal
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Tarek Eltayeb, Sudan |
Buchi Emecheta, Nigeria |
Nuruddin Farah, Somalia |
Abdulrazak Gurnah, Sansibar |
Helon Habila, Nigeria |
Chenjerai Hove, Simbabwe |
Ahmadou Kourouma, Côte d'Ivoire |
Alain Mabanckou, Republik Kongo |
Jack Mapanje, Malawi |
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Tierno Monénembo, Guinea
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Meja Mwangi, Kenia |
Ngugi wa Thiong'o, Kenia |
Ben Okri, Nigeria |
Wole Soyinka, Nigeria |
Yvonne Vera, Simbabwe |
Abdourahman A. Waberi, Dschibuti/Frankreich |
Binyavanga Wainaina, Kenia |
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The Analyst, Ungeklärte Todesfälle in Liberias Region
Gbarnga Bong, 2006,
Afrika-Chronik |
Mosambikan. Nachrichtenagentur, Fluchtversuch von Cardoso-Attentäter,
2006, Afrika-Chronik |
The Analyst, Kirchenoffizielle in Liberia in Sexskandal verwickelt,
2006, Afrika-Chronik |
Daily Monitor, Ugandische Armee tötet bewaffnete Viehräuber,
2006, Afrika-Chronik |
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