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PEPETELA
( * 1941)
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JAIME BUNDA, GEHEIMAGENT



MAYOMBE
(im portugiesischem Original)


YAKA
(im portugiesischem Original)


O PLANALTO E A ESTEPE
(im portugiesischem Original)

NGUNGA, dt. Übersetzung
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PEPETELA (*1941)

1941
Am 29. Oktober wird Artur Carlos Maurício Pestana dos Santos in Benguela,
Angola, geboren.

1955
Da es zu der damaligen Zeit in Benguela keine weiterführende Schule gab, ging der der Vierzehnjährige zunächst nach Lubango, später nach Sá da Bandeira.

Ende 50er / Anfang 60er
Abbruch eines Ingenieursstudiums in Lissabon. Politische Orientierung in kommunistischen Studentenkreisen. Als er in die portugiesische Armee eingezogen werden soll, verlässt er Portugal.

DAS BESONDERE BUCH:
PEPETELA: THE RETURN OF THE WATER SPIRIT bei amazon bestellen
The Return of the Water Spirit
in engl. Übersetzung
Kurzbeschreibung s. unten
1963
In Paris wird ihm ein Stipendium für ein Studium in Algier zugesprochen, wo er gemeinsam mit Henrique Abranches das Centro de Estudos Angolanos (Zentrum f. Angola-Studien) begründet.
[1]

1969
schließt sich Pestana dos Santos der MPLA (Movimento Popular de Libertação de Angola - Partido do Trabalho) in dem Kampf um die Unabhängigkeit Angolas von Portugal an. Hier wird er von seinen Genossen den Kampfnamen Pepetela erhalten; das Wort bedeutet in Kimbundu "Wimper", das im Portugiesischen "Pestana" heißt, einem Teil von Pepetelas bürgerlichen Nachnamen.

1972 (73?)
Erste Buchveröffentlichung:
Bibliografische Angabe As Aventuras de Ngunga (dt: Ngunga; Übersetzung: Tilla Thonig. Berlin 1981), Jugendroman.

1975
Mit der Unabhängigkeit Angolas am 11. November wird Pepetela Vize-Bildungsminister in der Regierung von Agostinho Neto.

1978
Bibliografische Angabe A Corda, Schauspiel. Luanda 1978.
Bibliografische Angabe
Muana Puó, Roman. Lissabon 1978.
1980
Bibliografische Angabe Mayombe, (dt: Mayombe oder eine afrikanische Metamorphose; Übersetzung: Maritta Tkalec. Berlin 1983) Roman. Lissabon 1980.
Bibliografische Angabe A Revolta da Casa dos Ídolos, Schauspiel. Lissabon 1980.
1982
tritt Pepetela von seinem Amt als Vize-Bildungsminister zurück, um sich ausschließlich dem Schreiben widmen zu können.

1985
Bibliografische Angabe Yaka (dt: Schöpfungsregen der Yaka; Übersetzung: Klaus Laabs. Berlin 1988), Roman. Lissabon 1985. - Das Buch erzählt die Geschichte einer kolonialen Familie im angolanischen Benguela über ein ganzes Jahrhundert bis hin zu den desillusionierenden Erfahrungen nach der Unabhängigkeit des Landes.
Bibliografische Angabe O Cão e os Caluandas (dt: Der Hund und die Leute von Luanda; Übersetzung: Ines Koebel. Bonn 1987).

1986
Bibliografische Angabe
Alguns dados estatisticos sobre a lingua portuguesa em Luanda (Einige statistische Daten zur portugiesischen Sprache in Luanda), in: Novembro 88, S. 9-11.
Absatz  Ausgezeichnet mit dem angolanischen Nationalpreis für Literatur für den Roman Yaka.
1990
Bibliografische Angabe Lueji, o Nascimento de um Império (Lueji, die Geburt eines Weltreichs), Lissabon 1990.
Bibliografische Angabe Luandando, Roman Porto 1990; Angola 1990.
1992
Bibliografische Angabe A Geração da Utopia (Generation der Utopie), Roman. Lissabon 1992.
1995
Bibliografische Angabe O Desejo de Kianda[2]  (engl: The Return of the Water Spirit), Roman. 1995.

1997
Bibliografische Angabe
A Gloriosa Família (Die glorreiche Familie), Roman. Lissabon 1997.
Bibliografische Angabe Parábola do cágado velho (Das Gleichnis von der alten Schildkröte). Lissabon 1997.

Absatz Ausgezeichnet mit dem Prémio Camões, dem wichtigsten Literaturpreis des portugiesischen Sprachraums für den Roman A Gloriosa Família.

2000
Bibliografische Angabe A Montanha da Água Lilás, Fabel. Lissabon 2000.

2001
Bibliografische Angabe Jaime Bunda, Agente Secreto (dt: Jaime Bunda, Geheimagent; Übersetzung: Barbara Mesquita. Zürich 2004), Roman. Lissabon 2001.

2002
Ausgezeichnet mit dem angolanischen Prémio Nacional de Cultura e Artes.

2003
Bibliografische Angabe Jaime Bunda e a Morte do Americano (Jaime Bunda und der Tod des Amerikaners), Roman.

2005
Bibliografische Angabe Predadores[3], Roman. 2005

2007
Bibliografische Angabe O Terrorista de Berkeley, Califórnia (Der Terrorist von Berkeley, Kalifornien), Roman. Lissabon 2007.

2008
Bibliografische Angabe
O Quase Fim do Mundo (Fast am Ende der Welt), Roman. Lissabon 2008.
Bibliografische Angabe Contos de Morte (Erzählungen vom Tod). Lissabon 2008.

2009
Bibliografische Angabe O Planalto e a Estepe (Das Plateau und die Steppe), Roman. Lissabon 2009. - Im Mittelpunkt der Handlung steht Júlio, der als Sohn einer portugiesischen Familie in Angola aufwächst und mit der Familie der schwarzen Dienerschaft befreundet ist. Nachdem er als Heranwachsender zu spüren bekommt, dass solche Beziehungen unerwünscht sind, beginnt er zu rebellieren, wird aber von seinem Vater zu einem Medizinstudium nach Portugal geschickt, nur um sich dort - während des diktatorischen Salazar-Regimes - in einer kommunistischen Studentenzelle wiederzufinden. Seine politische Gesinnung führt ihn anschließend nach Moskau, wo er sich in Sarangerel, die Tochter einer hochgestellten mongolischen Persönlichkeit, verliebt. Doch die Konventionen lassen, trotz der freundschaftlichen Beziehungen der Nationen Mongolei und Angola innerhalb des östlichen Machtverbunds, keine Beziehung der Beiden zu. Schließlich wird Sarangerel in die Mongolei zurückgeschickt. Nach dem Fall des sog. Eisernen Vorhangs erfährt Júlio, dass sich Sarangerel in Kuba aufhält, wohin er ihr folgt.
2011
Am 29. Oktober wird Pepetela 70 Jahre alt.
Bibliografische Angabe A Sul O Sombreiro. (Der Süden. Der Sombrero.), Roman. Alfragide/Portugal 2011.
Pepetela lebt in Luanda, wo er an der Fakultät für Architektur der Universität Agostinho Neto Soziologie lehrt.
STIMME(N):
(noch nicht aufgenommen)
ANMERKUNGEN:
1) Zitiert nach der englischsprachigen Wikipedia, die ihrerseits als Quelle angibt:
Laban, Michel. Angola: Encontro com escritores. Lisbon: Fund. Eng. António de Almeida, 1991. pp. 789-790
.
2) Die Handlung des Romans The Return of the Water Spirit (Originaltitel: O Desejo de Kianda) spielt vornehmlich in den 80er Jahren in Angola und beinhaltet eine Kritik an der politischen Elite des Landes, die ihre sozialistischen Ideale verraten habe.
3) Auch der Roman Predadores - wörtliche Übersetzung: "Fleischfresser" stellt eine Kritik der herrschenden Klasse Angolas dar.
Wichtigste Quellen:
Library of Congress, Online Catalog.
Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
LINK(S):
Über das Schreiben in Angola und von Krimis, Pepetela im Gespräch, Univonsverlag

2010-2011 © by Janko Kozmus
REZENSION(EN)
(noch nicht aufgenommen)
Portraits subsaharischer Autoren auf der Marabout-Seite (Auswahl)
zumPortrait Chinua Achebe, Nigeria
zumPortrait Chimamanda Ngozi Adichie, Nigeria
zumPortrait Shimmer Chinodya, Simbabwe

zumPortrait Tsitsi Dangarembga, Simbabwe

zumPortrait Amma Darko, Ghana

zumPortrait Fatou Diome, Senegal

zumPortrait Tarek Eltayeb, Sudan
zumPortrait Buchi Emecheta, Nigeria
zumPortrait Nuruddin Farah, Somalia
zumPortrait Abdulrazak Gurnah, Sansibar
zumPortrait Helon Habila, Nigeria
zumPortrait Chenjerai Hove, Simbabwe
zumPortrait Ahmadou Kourouma, Côte d'Ivoire
zumPortrait Zakes Mda, Südafrika
zumPortrait Meja Mwangi, Kenia
zumPortrait Patrice Nganang, Kamerun
zumPortrait Ngugi wa Thiong'o, Kenia
zumPortrait Lewis Nkosi, Südafrika
zumPortrait Wole Soyinka, Nigeria
zumPortrait Yvonne Vera, Simbabwe
Angolanische Themen in der Afrika-Chronik der Marabout-Seite
Afrika-Chronik The Independent, Rezension des Romans Meines Vaters Frauen v. Jose Eduardo Agualusa, 2009
Afrika-Chronik AngolaPress, Über das Erscheinen des neuen Buches von Ruy Duarte de Carvalho, 2008
Afrika-Chronik AngolaPress, Über die Bedürftigkeit eines Dorfes im Norden des Landes, 2004
Afrika-Chronik AngolaPress zum Tode des Schriftstellers u. Archäologen Henriques Abranches, 2004
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