| 17.
August |
1909 |
Als Sohn eines portugiesischen Vaters und einer angolanischen
Mutter wird →
Óscar Bento Ribas geboren, der später
unter der Namenskurzform Óscar Ribas als Autor Bekanntheit erlangen
wird. |
| 17.
September |
1922 |
→
António Agostinho Neto, späterer
angolanischer Politiker u. Lyriker portugiesischer Sprache wird
in Luanda geboren. |
| 29.
August |
1924 |
Agostinho André Mendes de Carvalho, der spätere
Politiker und unter dem Namen Uanhenga Xitu publizierende Autor,
wird in der Nähe von Luanda, Angola, geboren. |
| 28.
September |
1924 |
In São Paulo de Luanda (heute: Luanda) wird als Sohn portugiesischer
Einwanderer António Jacinto do Amaral Martins geboren, der in
der Zukunft als angolanischer Dichter → António Jacinto
Bekanntheit erlangen wird. |
| 21.
August |
1928 |
In Golungo Alto wird als Sohn von José Cristino Pinto de Andrade
und Ana Rodrigues Coelho der zukünftige Schriftsteller
und Politiker →
Mário Pinto de Andrade geboren. |
| 9.
Juni |
1930 |
In Benguela, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Westen
Angolas gelegen, wird Alda Ferreira Pires Barreto de Lara Albuquerque
geboren, die unter ihrer Namenskurzform → Alda Lara
als Dichterin Anerkennung finden wird. |
| 14.
März |
1935 |
In Ingombota, einem der ältesten Viertel der angolanischen
Hauptstadt Luanda, wird der spätere Dichter portugiesischer
Sprache Arnaldo Santos geboren. |
| 4.
Mai |
1935 |
In Lagoa de Furadouro bei Ourém, Portugal, wird der spätere
portugiesisch-angolanische Schriftsteller →
José Luandino Vieira geboren. |
| 24.
Dezember |
1940 |
In
der angolanischen Provinz Bengo wird der spätere Dichter
Arlindo Barbeitos geboren. |
| 29.
Oktober |
1941 |
In
der angolanischen Ortschaft Benguela wird Artur Carlos Maurício
Pestana dos Santos geboren, der später unter dem Namen
Pepetela als Autor Berühmtheit erlangen wird. |
| 4.
November |
1941 |
Im
angolanischen Ort Nova Lisboa [heute Huambo] wird der künftige
Dichter, Essayist und Prosaschriftsteller Manuel Rui geboren. |
| 30.
Oktober |
1952 |
In
Lubango, in der südangolanischen Provinz Huíla, wird die
künftige Historikerin und Dichterin portugiesischer Sprache
Ana Paula Tavares geboren. |
| 13.
Dezember |
1960 |
Der
spätere Schriftsteller und Dichter →
José Eduardo Agualusa wird im angolanischen
Ort Huambo geboren. |
| |
1962 |
Im
Alter von nur 31 Jahren stirbt m Nordwesten Angolas, in der
Ortschaft Cambambe, die Dichterin portugiesischer Sprache Alda Lara
- vollständiger Name: Alda Ferreira Pires Barreto de Lara
Albuquerque.
Der Veröffentlichung ihrer Werke - die überwiegend
posthum geschah - nahm sich ihr Eheman an, der Dichter Orlando Albuquerque:
Poemas (1966, Gedichte); Tempo da Chuva (1973, Zeit des Regens);
Poesia (1979); Poemas (1984, Gesammelte Gedichte). |
| 22.-23.
Juni |
1970 |
Endgültiger Beschluss des Ständigen Büros Afro-Asiatischer
Schriftsteller: Es werden ausgezeichnet mit dem
Lotus-Preis für Afro-Asiatische Literatur
- im Jahr 1970:
(1) Frau Zulfia (Lyrikerin, Sowjetunion)
(2) Bachchan (Lyriker, Indien)
(3) Agostinho Neto (Führer und
Lyriker, Angola)
- Dokumentiert in: Lotus, Ausgabe 8, April 1971. |
|
|
1975 |
Mit der Unabhängigkeit Angolas von Portugal wird Pepetela,
Unabhängigkeitskämpfer in der MPLA (Movimento
Popular de Libertação de Angola - Partido do
Trabalho) und Schriftsteller, Vizebildungsminister des
ersten Präsidenten António Agostinho Neto.
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| |
1979 |
António Agostinho Neto, angolanischer Präsident u. Lyriker
portugiesischer Sprache, stirbt im Alter von nur 56 Jahren in
Moskau. Er war bis zu seinem Tod - der erste - Präsident
von Angola, das im Jahre 1975 von Portugal unabhängig wurde. |
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In London stirbt im Alter von 62 Jahren der angolanische Schriftsteller,
Essayist und Politiker Mário Pinto de Andrade.
Zwanzigjährig verließ de Andrade seine Heimat, um
in Lissabon klassische Philologie zu studieren. Dort gründete
er 1951 zusammen mit Amílcar Cabral, →
Agostinho Neto und Francisco José
Tenreiro das Centro de Estudos Africanos. Anschließend
ging er an die Sorbonne in Paris, schrieb Gedichte und war Redakteur
bei der Schrift Présence Africaine (1955–58). Ab 1956
begann er gemeinsam mit Agostinho Neto die separierten politischen
Befreiungsgruppen zu einen und war schließlich Mitbegründer
des Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA).
1960 wurde er nach der Inhaftierung von Neto Präsident
der MPLA. Zwei Jahre später, nach Netos Flucht, trat er
zurück, blieb aber bis 1974 in der Bewegung engagiert.
Danach zog er sich wegen autoritärer Tendenzen in der Bewegung
desillusioniert zurück und schloss sich einer Dissidentengruppe
an. Mit der angolanischen Unabhängigkeit im Jahre 1975
wurde Neto Präsident und Mário Pinto de Andrade ging ins
Exil nach Guinea-Bissau, wo Amílcar Cabral Präsident war.
Neben der Ausübung von zahlreichen politischen Ämtern
in Guinea-Bissau gab er Lyrik-Anthologien heraus und veröffentlichte
kurz vor seinem Tod mit Origens do Nacionalismo Africano
eine Geschichte der Ursprünge der Nationalismen im portugiesischsprachigen
Afrika. |
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Im Alter von 68 Jahren stirbt in Lissabon der in Luanda geborene
Dichter und Kurzgeschichtenautor António Jacinto.
Wegen Beteiligung an der Befreiungsbewegung in der damaligen
portugiesischen Kolonie war er Anfang der 60er Jahre verhaftet
worden und saß bis 1972 im Konzentrationslager von Tarrafal
de Santiago auf den → Kapverdischen
Inseln in Haft. Nach Angolas Unabhängigkeit 1975 hatte
er bis 1978 das Amt des Bildungsministers und des Staatssekretärs
für Kultur inne.
1986 wurde er für seinen Gedichtband Sobreviver em Tarrafal
de Santiago (Überleben in Tarrafal de Santiago) mit
einem der bedeutendsten afrikanischen Literaturpreise, dem mit
$ 10.000 dotierten Noma Award für herausragende
afrikanische Publikationen, ausgezeichnet. |
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40.
Geburtstag des Autors José Eduardo Agualusa.
Agualusa studierte Forst- und Landwirtschaft in Lissabon und
war später als Journalist tätig. Lange Jahre lebte
er in Rio de Janeiro.
Neben dem Gedichtband O coração dos bosques (Das Herz
der Wälder) und den Erzählungen Fronteiras Perdidas,
contos para viajar (Verlorene Grenzen, Erzählungen
zum Reisen) veröffentlichte er bisher vier Romane, deren
letzter - Um estranho em Goa (Ein Fremder in Goa) - in
diesem Jahr erschien.
Bei seinem Erstling A Conjura (Die Verschwörung)
handelt es sich wie bei dem einzigen bisher in dt. Übersetzung
erschienen Buch
Ein Stein unter Wasser (Mü 1999, Original: Nação
Crioula, 1997) um einen historischen Roman. Beide spielen
im Angola des 19. Jahrhunderts und behandeln das Thema Sklavenaufstand.
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| 12.
März |
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Die Nachrichtenagentur AngolaPress berichtet vom Besuch
einer hochrangigen Delegation, angeführt vom Gesundheitsminister
Alain Moka, in das Department von Kelle, in der Region West-Cuvette
der Republik Kongo. Zweck des Besuchs sei es "die dortigen
Bewohner der Regierungsbemühungen zu versichern, das
Ebola-hämorrhagische Fieber zu besiegen, das dort vor
fast einem Monat ausgebrochen war ..." (AngolaPress,
ÜE:
J.K.)
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Óscar Ribas, angolanischer Schriftsteller
portugiesischer Sprache, stirbt im Alter von 94 Jahren in
Portugal. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Nuvem
que passam (1927), Resgate de uma falta (1929),
Flores e Espinhos (1948), Uanga (1950) und Ecos
da Minha Terra (1952).
Der Leichnam von 'scar Ribas, wie er in seiner Heimat genannt
wird, wird nach Angola überführt und in der Hauptstadt
Luanda beerdigt. (AngolaPress,
ÜE:
J.K.)
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| zeit |
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
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8. August |
2004 |
Im Alter von 71 Jahren stirbt in → Südafrika
der in Lissabon geborene Schriftsteller und Archäologe
Henrique Abranches. Für seinen "Beitrag zum nationalen
Befreiungskampf" Angolas habe ihm die Regierung die angolanische
Staatsbürgerschaft bewilligt, schreibt zwei Tage nach
seinem Tod die mehrsprachige Nachrichtenagentur AngolaPress
und würdigt den Verstorbenen mit den Worten des angolanischen
Premierministers als "herausragende Kulturpersönlichkeit
und angolanischen Nationalisten".
Als Archäologe wurde Abranches vornehmlich durch seine
Ausgrabungen in Angola bekannt.
Neben wissenschaftlichen Büchern verfasste Abranches
Lyrik, Theaterstücke und Romane. Für letztere wurde
er mehrfach ausgezeichnet, so erhielt er zweimal den angolanischen
Nationalpreis für Literatur: 1981 für den Roman
A Konkhava de Feti und 1990 für O clã Novembrino.
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| 22.
September |
2004 |
In
ihrer Rubrik "Soziales" berichtet die mehrsprachige Nachrichtenagentur
AngolaPress aus der nördlichen Provinz Uije von
der Hilfsbedürftigkeit des Dorfes Zungo, dem es an Schulen,
Trinkwasser, Gesundheitszentren, Läden und Medizin mangelte.
Dieses Anliegen, heißt es weiter, sei von einem lokalen
Stammesführer dem Ersten Sekretär der regierenden
MPLA (Movimento Popular de Libertação de Angola, Volksbewegung
für die Befreiung Angolas) von Uije unterbreitet worden.
Weil es im Dorf kein Hospital gäbe, müssten die Patienten
sich zur 28 km entfernten Provinzstadt in Behandlung begeben.
Lt. Bericht besitzt die Örtlichkeit eine Grundschule und
vier Lehrer für 156 Schüler.
· (AngolaPress,
ÜE:
J.K.) |
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26. April |
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"Weitere Cholerafälle gemeldet",
berichtet die Nachrichtenagentur AngolaPress. "Autoritäten
des Gesundheitsdienstes der Provinz Benguela registrierten bis
zu diesem Montag 5.086 Cholerafälle und 396 Tote seit dem
Ausbruch in dieser südlichen Region des Landes am 11. März
diesen Jahres."
Gemäß derselben Quelle hätten die Gemeinden
von Benguela, Lobito, Catumbela und Baa-Farta der Küstenprovinz
die höchste Zahl von Cholerafällen zu registrieren,
heißt es weiter.
In Benguela seien 2.363 Fälle mit 167 Toten, in Lobito
155 mit 109 Toten und in Baa-Farta 911 Fälle mit 78 Toten
zu verzeichnen.
Von den 6 übrigen Gemeinden sei Cubal mit 143 Fällen
und 43 Toten am meisten betroffen. ·
(AngolaPress,
ÜE:
J.K.) |
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2006 |
Allgemeinen Presseberichten zufolge lehnt der angolanisch-portugiesische
Schriftsteller Luandino Vieira den mit 100.000 Euro dotierten
Camões-Preis, die wichtigste Literaturauszeichnung im portugiesischen
Sprachraum, ab. Die Auszeichnung wurde ihm am 19. Mai 2006 zugesprochen.
Der 71-Jährige begründet die Ablehnung des seit 1989 jährlich
verliehenen Preises mit "persönlichen Motiven".
José Luandino Vieira, wie der Autor mit vollem Namen
heißt, kam im Alter von 3 Jahren nach Angola. Für
sein Engagement für die angolanische Unabhängigkeit
wurde er für mehr als 10 Jahre (1961-1972) im Konzentrationslager
Tarrafal auf den Kapverdischen Inseln interniert. Seine Erstveröffentlichung,
das Prosawerk Luuanda von 1963 erhielt zunächst noch
einen portugiesischen Literaturpreis, wurde aber bald darauf
(bis 1974) verboten. Seit 1975 lebt Vieira in Portugal. |
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30. August |
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Mindestens 205 illegale Einwanderer seien von Januar bis August
repatriiert worden. Sie seien vom Kimbata Grenzposten in Maquela
do Zombo in ihre jeweiligen Länder geschickt worden. Dies meldet
die angolanische Presseagentur ANGOP aus Uije in der nördlichen
Provinz Uige.
Eduardo Jose, der amtsführende Provinzdirektor vom Migrations-
und Fremdeservice (Migration and Foreigners Service, SME), habe
am Dienstag bekannt gegeben, dass 203 der bewussten Gruppe aus
der Demokratischen Republik Kongo [vormals: Zaire] stammten,
die beiden anderen aus →
Mali.
· (AngolaPress,
ÜE:
J.K.) |
| 2.
November |
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Die
englischsprachige Abteilung der angolanischen Presseagentur
AngolaPress meldet:
"Neues
Buch von Ruy Duarte erscheint 2009."
Lissabon. - Der angolanische Schriftsteller Ruy Duarte de Carvalho
habe am Sonntag in Lissabon verlauten lassen, er sei dabei,
sein nächstes Buch zu beenden und werde es im kommenden Jahr
dem Publikum präsentieren können.
Nachdem er im Jahre 1972 mit dem Lyrikband Chão de Oferta,
das ihm den Mota Veiga-Preis eingebrachte, debütierte,
versuchte sich Ruy de Carvalho in anderen literarischen Gattungen,
um in einer Mixtur von Lyrik, Prosa und Essayistik zu landen.
Er habe am Rande einer Konferenz der Gulbenkian Foundation
mit der portugiesischen Nachrichtenagentur (Lusa) über
das Buch gesprochen, das in Beziehung zu seinen beiden vorhergehenden
Werken stünde.
Den Titel des Buches habe er nicht verraten wollen, aber angegeben,
es würde den Südwesten von →
Angola,
den Nordosten von →
Namibia
und die Region der Halbwüste von Cunene zum Hintergrund haben.
Geboren in Portugal im Jahre 1941, sei Ruy Duarte de Carvalho
"in den frühen Tagen seines Lebens" nach Angola gekommen
und habe sich in der Region von Moçamedes, heute Namibe, im
südwestlichen Teil des Landes niedergelassen.
· (AngolaPress,
ÜE:
J.K.) |
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2009 |
"Meines
Vaters Frauen von Jose Eduardo Agualusa",
Boyd
Tonkin rezensiert für die britische Zeitung The Independent
den neuen Roman des angolanischen Autors.
→ mehr dazu,
·
(The Indipendent, U.K.,
ÜE:
J.K.) |
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Anmerkungen:
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inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |