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Aminatta Forna
AMINATTA FORNA
( * 1964)
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Aminatta Fornas Biografie
über ihren Vater, den
politischen Dissidenten
Mohamed Forna
in engl. Sprache


AMINATTA FORNA (*1964)

 

 

1964
wird Aminatta Forna im schottischen Aberdeen geboren; ihre Mutter ist Schottin aus einfachen Verhältnissen, der Vater Sierra Leoner, der in Schottland Medizin studiert.

In the Cafe with Mocha

featuring Aminatta Forna (2007)

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THE MEMORY OF LOVE
im engl. Original
Beschreibung
siehe unten
Um 1970
Scheidung der Eltern. Die Mutter heiratet einen neuseeländischen UN-Offizier[1]. Der Vater, inzwischen Arzt, nimmt die drei Kinder mit nach Sierra Leone.[2]
1970er
Aminatta und ihre Geschwister leiden unter der neuen (Stief-)Mutter, die sie "Tante Yabome" nennen.
1975
Am 19. Juli wird Aminattas Vater, der politische Dissident Mohamed Forna vom sierraleonischen Regime hingerichtet.[3] Die bisher als abweisend erscheinende Stiefmutter kämpft in heroischer Form für die Kinder. Sie schafft es, sie außer Landes zu schmuggeln und ihnen ein Leben in England zu ermöglichen.
1980er
Jura-Studium am University College London und erfolgreiches Jura-Examen ("law degree"). Wechsel in den Journalismus [4].
1989-1999
A. F. ist Reporterin bei der BBC und schreibt für zahlreiche Tageszeitungen und Journale.
1996
Through African Eyes. Dokumentarfilm über afrikanische Kunst. Produktion: PBS/BBC. Regie und Präsentation: A. F.
1998
Bibliografische Angabe Mother of All Myths: How Society Moulds And Constrains Mothers (Mütter aller Mythen: Wie die Gesellschaft Mütter formt und einschränkt), Studie, die A. F. mit Hilfe einer Förderung (Harkness Fellowship) der University of California, Berkeley beendete.
2000
A. F. reist nach Sierra Leone, um die genauen Umstände vom Tode ihres Vaters zu recherchieren und seine Geschichte niederzuschreiben.
2002
Bibliografische Angabe The Devil that Danced on the Water[5] (dt: Tanz mit dem Teufel. Meine afrikanische Kindheit; Übersetzung: Bea Reiter. Reihe: Club Premiere[6]. Berlin 2002. Biografie über den Vater Mohamed Forna, Arzt und politischer Dissident. London 2002.
Absatz Im November zeigt der engl. Sender Channel 4 in der Serie Africa Unmasked Dokumentarfilme, die von A. F. in ihrer Heimat Sierra Leone gedreht wurden.
2003
Nominierung für den Samuel Johnson Prize 2003 für The Devil that Danced on the Water.
2006
Bibliografische Angabe Ancestor Stones (dt: Abies Steine; Übersetzung: Sabine Schwenk. Berlin 2007), Roman. London 2006. - Abie erhält einen Brief, in dem sie erfährt, sie habe eine Plantage in ihrer afrikanischen Heimat geerbt. Sie reist in das Land ihrer Vorväter zurück, wo sie auf ihre Tanten, die vier Ehefrauen ihres verstorbenen Großvaters trifft. Die vier Frauen beginnen zu erzählen ....
2008
Für Abies Steine wird Aminatta Forna der LiBeraturpreis 2008 zugesprochen. Die Verleihung findet am 12. Oktober in der Frankfurter Christuskirche statt.
2010
Bibliografische Angabe The Memory of Love, Roman. London 2010. - Der Roman The Memory of Love vereint die Geschichte mehrer Menschen, die einander begegnen. Ausgelöst wird die Handlung durch den Bruch des Psychologen Adrian Lockheart mit seinem bisherigen Leben. Er verlässt seine englische Heimat und begibt sich nach Freetown, in die Hauptstadt des von Krieg und Repression geschüttelten Landes Sierra Leone. An seinem Arbeitsplatz in einem Hospital trifft er auf charismatische, aber auch widersprüchliche Persönlichkeiten.
Aminatta Forna lebt in London und verbringt insgesamt mehrere Monate jährlich in Sierra Leone.
STIMME(N):
(noch nicht aufgenommen)
ANMERKUNGEN:
1) Seit dieser Zeit hat A. F. (auch?) einen neuseeländischen Pass. - Vgl. Marion McLeod in THE NEW ZEALAND LISTENER.
2) Mohamed Forna wird in dieser Zeit Finanzminister und tritt bald darauf wieder zurück. In einem öffentlichen Brief, der in Sierra Leone kontrovers diskutiert wird, gibt er als Grund Korruption innerhalb der Regierung an. Vgl. Aminatta Forna: The West must own up to its part in African corruption, in: THE INDEPENDENT v. 9. März 2005
3) Dreissig Jahre später wird sich Aminatta Forna daran erinnern. In einem Artikel unter dem Titel Under African skies (Unter afrikanischen Himmel) für den brit. Observer wird sie schreiben:
"Ich war zu Hause in der Regennacht, als er abgeführt wurde, alleine im Wohnzimmer, als zwei Agenten der Geheimpolizei eintrafen. Ich war zehn Jahre alt. Mein Vater, Doktor der Medizin, war zum politischen Dissidenten geworden und kürzlich aus einer Dreijahreshaft entlassen worden. 'Sag Mutter, ich komme später wieder', waren die letzten Worte, die er zu mir sagte, als er in den Regen hinaus trat. Fast genau ein Jahr später wurde er gehängt." Vgl. The Observer v. 03.07.2005; Übersetzung: J.K.
4) Vgl. Marion McLeod in THE NEW ZEALAND LISTENER sowie A. Forna, Tanz mit dem Teufel

5) Aminattas Stiefmutter, von den Kindern "Auntie Yabome" genannt, war maßgeblich daran beteiligt, das Leben des Vaters Mohamed Forna für die Biografie zu rekonstruieren. - Im zweiten Teil des Buches kehrt die erwachsene Aminatta nach Sierra Leone zurück, um - wie Gillian Slovo, die sich, beschrieben in Every Secret Thing, auf die Spur des mutmaßlichen Mörders ihrer Mutter machte - den Verantwortlichen für den Tod ihres Vater zu finden.

6) Herausgeber ist der Buchclub der Fa. Bertelsmann; das Buch trägt keine ISB-Nummer und ist deshalb nur schwer auffindbar: Neu ist es nicht mehr zu haben, zumindest ist es im Internet nicht auffindbar; gebraucht findet man es bei eBay.
Wichtigste Quellen:
Under African skies, Aminatta Forna in: The Observer v. 3. Juli 2005, anlässlich des 30. Todestages von Mohamed Forna.
Aminatta Forna, Tanz mit dem Teufel. Meine afrikanische Kindheit. Berlin 2002.
www.aminattaforna.com - bis zum 31.12.2007 offizielle Website der Autorin!
The truth about Daddy, Victoria Brittain, in: The Guardien v. 18. Mai 2002
Aminatta Forna, Marion McLeod, in: THE NEW ZEALAND LISTENER, Vol 205 No 3460 v. 02.-08. Sept. 2006.
LINKS:
http://paulagordon.com/shows/forna2/index.html, 0A. F. in der Paula-Gordon-Show, Einführung zur Autorin sowie div. Audiodateien.
Under African skies, Aminatta Forna in: The Observer v. 3. Juli 2005, anlässlich des 30. Todestages von Mohamed Forna..
2010 © by Janko Kozmus
REZENSION(EN)
zurRezension Ein Paradies von Frauenhand (zu: Abies Steine)
Weitere Portraits anglophoner Autoren mit schwarzafrikanischem Hintergrund (Auswahl) auf der Marabout-Seite
zumPortrait Chimamanda Ngozi Adichie, Nigeria
zumPortrait Shimmer Chinodya, Simbabwe

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Sierra-leonische Themen in der Afrika-Chronik der Marabout-Seite
Afrika-Chronik Concord Times, Straßenkinder der Ausbeutung ausgesetzt, 2008
Afrika-Chronik Awareness Times, Nationales Unternehmen bringt Internet in die Provinzen, 2007
Afrika-Chronik Standard Times, Landstreit endet mit Kidnapping und Verwundeten, 2006
Afrika-Chronik UN NEWS, UN-Beauftragter zur Situation der Kinder nach Bürgerkriegsende, 2003