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1959
Am 15. März wurde Ben Okri in Minna, in Nordnigeria
geboren.
1961
Die Familie siedelt wegen des Jurastudiums des Vaters
nach London über.
1966
Rückkehr in die Heimat, wo im selben Jahr der Biafra-Krieg[1]
ausbricht. |
DAS
AKTUELLE BUCH:
TALES
OF FREEDOM
in engl. Sprache! |
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1970er
Schulausbildung am Urhobo College in Warri, → Nigeria.
Nach Beendigung der High School Tätigkeit als Angestellter
in einem Malerladen. |
1973
Bereits
als Schüler mit 14 Jahren verfasst Ben Okri sein erstes Gedicht[2]. |
1978
Ben Okri geht nach London[3].
Beginn des Studiums[4]
Vergleichende Literaturwissenschaften an der University of
Essex. |
1980
Flowers and Shadows (Blumen und Schatten), Roman. London 1980.-
Ein erfolgreicher Geschäftsmann erweckt den Neid seiner Verwandten,
die ihm das Leben schwermachen. |
1981
The Landscapes Within (Innere Landschaften), Roman. London
1981.- Der Protagonist dieses Romans ist der mittellose Omovo
in Lagos, der sich trotz widrigster Bedingungen entschließt,
sich als Künstler, als Maler zu versuchen. Mit spürbarer
Sympathie für seine Haupfigur verfolgt der Autor ihre Abenteuer.
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1983-86
Herausgeber von Lyrik im Magazin West Africa[5]. |
1985
Before the Euphoria Ends, in: West Africa. |
1986
Incidents at the Shrine (Vorfälle am Schrein, daraus
die Erzählung Converging City in dt. Übersetzung
Die Stadt, das Reptil in: Lettre International.
1993. H. 21 ), Erzählungen. London 1986. |
| 1987
Ausgezeichnet mit dem Commonwealth Writers Prize (Region
Afrika, Bestes Buch) für Incidents at the Shrine.
Ausgezeichnet mit dem Paris Review/Aga Khan Preis für Fiction
für Incidents at the Shrine. |
1988
Stars of the New Curfew (Sterne der neuen Ausgangssperre),
Erzählungen. London 1988.
Nominierung in der Endauswahl für den Guardian Fiction
Prize für Stars of the New Curfew. |
1991
The Famished Road (dt: Die hungrige Straße; Übersetzung:
Uli Wittmann. Köln 1994; Taschenbuchausgabe: München
1995.) - Azaro, das Geisterkind, ist dazu bestimmt, ewig wiedergeboren
zu werden und als Kind zu sterben. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen,
entschließt es sich, in die Welt der Menschen einzutauchen.
Mit einem Lastenträger als Vater und einer Mutter, die Kleinhandel
betreibt, erlebt Azaro das Leben im Slum mit seinen Nöten
und Streitigkeiten und gleichzeitig ist er imstande, die Geister
seiner Herkunft wahrzunehmen.
Ausgezeichnet mit dem Booker Prize for Fiction für
The Famished Road. |
1991-93
Fellow Commoner in Creative Arts am Trinity College in
Cambridge. |
1992
An African Elegy (dt: Afrikanische Elegie; Übersetzung
und Nachwort: Helmuth A. Niederle. München 1999. Auszug in
Lettre International. 1993. H. 21), Gedichte. London 1992.
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1993
Songs of Enchantment (Lieder der Verzauberung), Roman. London
1993.
Ausgezeichnet mit dem internationalen italienischen Literaturpreis
Chianti Ruffino-Antico Fattore für Die hungrige
Straße.
Ausgezeichnet mit dem Paris Review/Aga Khan Preis. |
1994
Ausgezeichnet mit dem italienischen Literaturpreis Premio Grinzane
Cavour für Die hungrige Straße. |
1995
Astonishing the Gods (dt: Der Unsichtbare; Übersetzung
und Nachwort: Helmuth A. Niederle. München/Wien 2000), Roman.
London 1995.- Anders als in dem preisgekrönten Roman Die
hungrige Straße, in welchem ein Geisterkind seine Welt
verlässt, um in den Niederungen der konkreten Welt, den Schmutz
und das Elend in den Slums von Lagos zu erfahren, begibt sich
hier der Unsichtbare auf die Suche nach dem Geheimnis der
Sichtbarkeit. Jedoch entdeckt er nach jahrelangem Suchen nicht
die konkrete Stofflichkeit, sondern eine sich stetig verändernde,
von Vergeistigung durchdrungene Stadt, in der ihm Stimmen als
Führer dienen. Das Gleichnishafte dieses Romans ist offenbar
und bietet vielfache Interpretationsmöglichkeiten.
Ausgezeichnet mit dem Crystal Award (World Economic Forum). |
1996
Dangerous Love (dt: Verfängliche Liebe; Übersetzung:
Uli Wittmann. Köln 1996), Roman. London 1996. - Der Leser
begegnet erneut dem Maler Omovo, dem Protagonisten aus Okris erstem
Roman The Landscapes Within. Omovo verliebt sich in die
verheiratete Ifeyira. Deren Ehemann ist für seine Brutalität
gefürchtet, und da in der Enge der Slums die verbotene Liebe
kaum im Verborgenen blühen kann, droht mit der Entlarvung
große Gefahr für die Liebenden. Neben diesem Spannungsmoment
lebt das Buch vom Nachzeichnen feinster Farbtöne in der Perspektive
des Künstlers Omovo.
Birds of Heaven (dt: Vögel des Himmels
- Wege zur Freiheit, Übersetzung: Helmuth A. Niederle. München/Wien
2000), Essays. London 1996. |
1997
A Way of Being Free (dt: Vögel des Himmels
- Wege zur Freiheit, Übersetzung: Helmuth A. Niederle. München
2000), Essays. London 1997.
Ausgezeichnet mit dem Ehrendoktor der University of Westminster. |
1998
Infinite Riches (Unendliche Reichtümer), Roman. London
1998.
Ein Moment im Zeitlosen, Übersetzung: Peter Torberg,
in: Lettre International. 1998. H. 40. S. 4-8. |
1999
Mental Fight, Episches Gedicht. London 1999. |
2000
Ausgezeichnet mit dem italienischen Literaturpreis Premio Palmi
für Verfängliche Liebe. |
2001
Ausgezeichnet mit dem OBE (Order of the British Empire). |
2002
In Arcadia. Roman. London 2002.
Ausgezeichnet mit dem Ehrendoktor der University of Essex. |
2007
Starbook. A Magical Tale of Love and Regeneration. Roman.
London 2007. - Der Roman bewegt sich auf verschiedenen Bedeutungsebenen.
Ein Prinz, der verschiedene Prüfungen zu bestehen hat,
trifft auf ein armes Mädchen aus einem Stamm von Meisterkünstlern.
Der Stamm gibt sich nicht mit Dingen wie Ordnung, Harmonie
und Balance ab, seine Kunst sucht die "Harmonie der
gebrochenen Kadenzen, das Zerwürfnis als Schönheit"[6].
Auf dieser Ebene ist es eine Liebesgeschichte, auf einer
anderen eröffnet Starbook die "Natur der
Realität". |
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Das
Land, in dem die Handlung spielt, ist ein mythisches und heißt
gleichzeitig Afrika. Dieses Afrika wird von einer einer Plage
heimgesucht: Ein kalter weißer Wind fegt übers Land
und radiert Hügel und Täler aus und löscht das
Gedächtnis der Menschen. |
2008
Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis des neu geschaffenen Grinzane
Cavour-Literaturpreis für Afrika[7].
Der Preis wurde Ende Oktober in der äthiopischen Hauptstadt
Addis Abeba verliehen. |
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Tales of Freedom. London 2009. |
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Ben Okri lebt in London. |
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"I think Ben Okri is a writer who works very hard to sing from
all the things that affect him. I don't know if he's an African
writer, a British writer. I never think of myself in terms of
any classification." - Okri über Okri, 1992. |
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| 1)
Einschneidendes Erlebnis für den Autor. Seine Eltern gehören
verfeindeten Ethnien des Bürgerkriegs an, der Vater den Robo,
die Mutter den Ibo. |
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2) Anlässlich
eines Interviews im Jahre 1992 erzählt Ben Okri darüber:
"An diesem besonderen Tag regnete es, und dieser Tag änderte
mein Leben. Jedermann war außer Haus und ich war zu Hause,
allein. Ich saß im Wohnzimmer und nahm ein Stück Papier
zur Hand und zeichnete, was sich auf dem Kaminsims befand. Das
dauerte ungefähr eine Stunde. Dann nahm ich noch ein Stück
Papier und schrieb ein Gedicht. Das muss ungefähr 10 Minuten
gedauert haben. Ich sah auf die Zeichnung und ich sah auf das
Gedicht. Die Zeichnung war schrecklich und das Gedicht war ...
erträglich. Und es wurde mir klar, dass dies eher mein natürliches
Feld war." |
| 3)
Im oben genannten Interview sagt der Autor zu seiner Wahl: "Ich
ging nach London, weil es - für mich - der Hort der Literatur
war. Ich ging dorthin wegen Dickens und Shakespeare. Nein, Shakespeare
und Dickens, um sie in die richtige Reihenfolge zu stellen."
Ermöglicht wurde dieser Schritt durch ein Stipendium der
nigerian. Regierung für das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaften
an der Essex University. |
| 4)
Ben Okri sah sich auf Grund von materieller Not gezwungen das
Studium abzubrechen. Im Ryan-Interview beschreibt er, dass er
in Bürofluren übernachten musste. |
| 5)
Im Ryan-Interview sagt er dazu: "Ich hatte sehr hohe Standards
und ich wurde schließlich gefeuert, weil ich nicht genug
Lyrik herausbrachte." |
| 6)
Vgl. "Some day her prince will come", Ben Brown, in:
The Observer v. 19.08.07. - Starbook stehe, heißt
es gleich zu Beginn der Rezension, innerhalb der Tradition des
magischen Realismus in einer Reihe mit Marquez' Hundert Jahre
Einsamkeit und Rusdies Mitternachtskinder. Zudem sei
es ein poetisches Buch; "Dies ist eine Vision des Paradieses,
des gefundenen wie des verlorenen." |
| 7)
Der Grinzane-Cavour-Literaturpreis für Afrika ist
in drei Bereiche aufgeteilt, der Preis für das Literarische
Erbe ging an den kenianischen Schriftsteller →
Ngugi wa Thiong'o
und den Jung-Schriftsteller-Preis gewann Ondjaki aus →
Angola.
(Siehe auch den ausführlichen Bericht zur Preisverleihung
in der Afrika-Tages-Chronik v. → 27.10.2008)
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Wichtigste Quellen:
Interview von Alan Ryan in Newsday v. 19.07.1992.
Interview von Elizabeth Mitchell: AND THE ROAD GOES ON FOREVER,
1994.
KLfG (Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen
Gegenwartsliteratur, edition text+kritik)
Literatur Schwarzafrikas, Die (H.Ehling/P.Ripken,Hrsg., Beck'sche
Reihe München 1997) |
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| Interview
von Alan Ryan, in Newsday, 1992 (in engl. Sprache) |
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KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik) |
| 2005-2010
© by Janko Kozmus |
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(noch nicht aufgenommen) |
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Chinua Achebe |
Chimamanda Ngozi Adichie |
Buchi Emecheta |
Helon Habila |
Wole Soyinka |
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The Guardian, Achebe erhält den Man Booker International
Prize, 2007 |
Daily Sun, Über den literarischen Norden des Landes,
2006 |
The Vanguard, Chinua Achebe lehnt aus Protest Nationalpreis
seines Landes ab, 2004 |
The Daily Independent, 44ster Jahrestag der Unabhängigkeit
des Landes, 2004 |
Vanguard, Über die Freilassung v. Amina Lawal, die von einem
Sharia-Gericht zum Tode durch Steinigung verurteilt worden war |
The New Vision, Über den nigerianischen Autor Okey Ndibe |
The New Vision, Über die Verleihung des Friedenspreises
des Deutschen Buchhandels an Chinua Achebe, 2002 |
taz, Manfred Loimeier zu Saro-Wiwas Roman Sozaboy, 1998 |
Mail&Guardian, "Leidenschaftlicher Ruf" Saro-Wiwas
aus einem nigerian. Gefängnis, 1995 |
Erklärung des Internationalen Schriftstellerparlaments zu
Saro-Wiwa, 1995 |
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