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| 1967
Im November wird Helon Habila in
Kaltungo, Nigeria,
in eine christiliche Tangale-Familie hineingeboren. Er
ist das dritte von acht Kindern[1]
in der Familie; seine Mutter ist Näherin, sein Vater ist
zunächst als Prediger bei weißen Missionaren tätig,
später als Zivilbediensteter im Arbeitsministerium.
1971
Umzug der Familie nach Gombe, wo der Vater eine Anstellung
beim Arbeitsministerium erhält. Helon wird hier die Primary
und die Secondary School absolvieren.
1989
Bei einem Verkehrsunfall kommen Helons Vater und einer
seiner Brüder ums Leben[2]. |
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| 1992
Embrace of the Snake (Umarmung der Schlange), Kurzgeschichte
in der nigerian. Anthologie Through Laughter and Tears
(Durch Lachen und Tränen), hgg. v. Chidi Nganga. |
| 1995
Bachelor-Abschluss in Englisch an der University of Jos,
Nigeria. |
| 1997
Mai Kaltungo, Biographie des Häuptlings seines Heimatortes. |
1997-99
Dozentur für Englisch und Literatur am Federal Polytechnic
in Bauchi, Nigeria. |
1999
Umzug nach Lagos und Beginn der Tätigkeit als Redakteur bei
dem Magazin Hints sowie als Literaturredakteur bei der nigerian.
Tageszeitung Vanguard.
Nachdem Nigeria fünfzehn Jahre militärischer Herrschaft
hinter sich gelassen hat, lernt Helon Habila mit dem Dichter Odia
Ofeimun einen seiner literarischen Heroen kennen.[3] |
2000
Prison Stories, Kurzgeschichten. Lagos.
Helon Habila wird mit dem Lyrikpreis MUSON Poetry Prize
der Musical Society of Nigeria für sein Gedicht Another
Age ausgezeichnet.
Ausgezeichnet mit dem nigerian. Liberty Bank Prize für
seine Kurzgeschichte The Butterfly and the Artist. |
2001
Helon Habila wird mit dem mit $ 15.000 dotierten Caine Prize
for African Writing für die Kurzgeschichte Love Poems,
aus: Prison Stories[4]ausgezeichnet. |
| 2003
Waiting for an Angel (Warten auf einen Engel), Roman[5].-
Das Buch spielt in den 90er Jahren in Nigeria.
Während sozialer Proteste gegen die Diktatur von Sani Abacha
wird der Schriftsteller Lomba gefangen genommen und in einem
Hochsicherheitsgefängnis in Lagos untergebracht. Er schreibt
Tagebuch und Gedichte, die in einem Wärter, der sie seiner Geliebten
als Eigenkreation präsentiert, einen Abnehmer finden. Die Geliebte
des Wärters merkt bald, dass dieser nicht der Autor sein kann
und möchte den wahren Urheber der Gedichte kennen lernen.[6]
Pretext 8: Once Upon a Time...A journal of new writing from
around the world, gemeinsam mit Murray Tiffany herausgegeben.
Ausgezeichnet mit dem Africa Best First Book Award - Commonwealth
Writers Prize für Waiting for an Angel.
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2003-2005
Zweijähriges Förderung als erster African writer-in-residence
an der University of East Anglia in Norwich, England. |
| 2005
Yvonne
Vera, Nachruf auf die im Alter von 40 Jahren verstorbene
simbabwische Schriftstellerin. - Im britischen Guardian
v. 27.04.05. |
2005-2006
Erster Chinua
Achebe-Stipendiat am Bard College in New York. |
| 2006
Writing 14, Hgg. v. Lavinia Greenlaw und Helon Habila, Reihe
des British Council.. |
2007
Measuring Time (Das Maß der Zeit), Roman. New York 2007.-
Im Mittelpunkt der Handlung, die in einem nigerianischen Dorf
spielt und einen Zeitraum von hundert Jahren umspannt, steht das
Zwillingspaar Mamo u. LaMamo. Als sie sechzehn Jahre alt sind,
rennt LaMamo weg und schließt sich einer Rebellenbewegung
an. Mamo, der an Sichelzellenanämie erkrankt ist, leidet unter
dieser körperlichen Behinderung und muss auch um die Anerkennung
seines Vaters ringen. Von seinem Onkel erhält er die Unterstützung,
die sein Vater ihm verweigert: die Möglichkeit zu universitärer
Bildung. Schließlich wird er Historiker und Biograf des
Häuptlings. Doch anstelle der von ihm erwarteten Großen
Chronik, schreibt er die Lebensgeschichten der Bauern, Arbeiter
und Hausfrauen seiner Umgebung nieder. Das Leben seines Bruder,
der in Liberia dem Rebellenführer James Taylor
begegnet, lebt er durch dessen Briefe indirekt mit. Nach 15 Jahren
treffen sich die gegensätzlichen Brüder wieder ... |
| 2010
Oil on Water (Erscheinen für August 2010 angekündigt),
Roman. London 2010. |
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Helon Habila lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern
in Fairfax, Virginia, wo er an der George Mason University
Creative Writing unterrichtet. |
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"Habila schien von seinem Erfolg verwirrt zu sein und kurz
verloren im Glücksmoment. Denn als wir uns für einen
Spaziergang im St James's Park trafen, war er ruhig und kontrolliert,
davon redend wie er sein erstes Kurzgeschichtenbuch Prison
Stories geschrieben hat ..." - Jason Cowley, 2001,
nach der Überreichung des Caine Prizes (Übersetzung:
J.K.). |
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| 1)
Trotz vieler Geschwister, sagt Helon Habila, sei er meist allein
mit den Eltern aufgewachsen, die größeren Geschwister
wurden in die Schule geschickt und die kleineren interessierten
ihn nicht: "Ich war immer ein Outsider, beobachtend, unfähig
ganz teilzunehmen - ich bin der einzige in meiner Familie, der
nicht fließend seine Muttersprache [Haussa] spricht".
- Vgl. "Crossing Borders" [Übersetzung: J. Kozmus]
|
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2) In dieser Zeit
habe Helon Habila zu Hause gewohnt; er hatte das College abgebrochen.
In einem Interview im brit. Guardian gibt er an, ziemlich
orientierungslos gewesen zu sein: "Ich hatte keinerlei Vorstellung,
was ich wollte, was aus mir werden sollte. Ich stritt sehr viel
mit meinem Vater herum". Erst nach dem Unfall habe er zu
lesen begonnen: Shakespeare, John Donne, JM Coetzee
und die Idee, Schriftsteller werden zu wollen, entstand. - Vgl.
Interview mit Jason Cowley |
| 3)
Vgl. Granta Writers Diary 2010. |
| 4)
Bis zu diesem Zeitpunkt, als Helon Habila den Caine Prize
in der Bodleian Library in Oxford in Empfang nimmt, ist er nie
im Ausland gewesen.- Vgl. Interview mit Jason Cowley. |
| 5)
Der
Roman erhält im Jahr seines Erscheinens den Commonwealth-Literaturpreis
und wird aktuell vom nigerian. Regisseur und Drehbuchautor Newton
Aduaka verfilmt. Vgl. Vanguard v. 15.06.05 |
| 6)
Der Roman enthält drei verschiedene Erzählperspektiven:
Erstens die dritte Person, dann die Perspektive des Schriftstellers
Lomba und schließlich die des High-School-Studenten Kela,
eines ehemaligen Nachbars von Lomba, der das Glück hatte,
bei jener fatalen Demonstration nicht festgenommen worden zu sein.
Es entsteht ein vielschichtiges Bild der sozialen u. politischen
Struktur Nigerias der 90er Jahre. Immer wieder kreist der Inhalt
um den Schriftsteller u. Umweltaktivisten Ken
Saro-Wiwa, der 1995 trotz internationaler Proteste
vom Regime hingerichtet wurde: "Der Leser wird ständig
zu Ken Saro-Wiwas juristischen Mord geführt, dem emotionalen
Mittelpunkt des Buchs." (vgl. Interview mit David Steven,
Nov. 2003. |
Wichtigste Quellen:
To finish my book was an act of will, Interview mit Jason
Cowley - Guardian 26.07.01
Interview mit David Steven (opendemocracy.net) - 11/2003
Interview mit Susan Tranter (encompassculture.com)- 06/2005
Ausführliche Selbstdarstellung H.H.'s (crossingborders-africanwriting.org)
talatu-carmen.blogspot.com |
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| Sense
of the City: Lagos, BBC befragt Helon Habila u.a. nigerian.
Autoren zu ihrerm Heimatstadt - Juli 2003 |
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| Mail
& Guardien
zur Auszeichnung mit dem Literaturpreis Caine Prize for
African Writing, Marabout-Chronik v. 3.08.2001. |
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KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik) |
| 2005-2010
© by Janko Kozmus |
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(noch nicht aufgenommen) |
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Chinua Achebe |
Chimamanda Ngozi Adichie |
Buchi Emecheta |
Ben Okri |
Wole Soyinka |
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The Guardian, Achebe erhält den Man Booker International
Prize, 2007 |
Daily Sun, Über den literarischen Norden des Landes,
2006 |
The Vanguard, Chinua Achebe lehnt aus Protest Nationalpreis
seines Landes ab, 2004, Afrika-Chronik |
The Daily Independent, 44ster Jahrestag der Unabhängigkeit
des Landes, 2004, Afrika-Chronik |
Vanguard, Über die Freilassung v. Amina Lawal, die von einem
Sharia-Gericht zum Tode durch Steinigung verurteilt worden war,
Afrika-Chronik |
The New Vision, Über den nigerianischen Autor Okey Ndibe,
Afrika-Chronik |
The New Vision, Über die Verleihung des Friedenspreises
des Deutschen Buchhandels an Chinua Achebe, 2002 |
taz, Manfred Loimeier zu Saro-Wiwas Roman Sozaboy, 1998,
Afrika-Chronik |
Mail&Guardian, "Leidenschaftlicher Ruf" Saro-Wiwas
aus einem nigerian. Gefängnis, 1995,
Afrika-Chronik |
Erklärung des Internationalen Schriftstellerparlaments zu
Saro-Wiwa, 1995,
Afrika-Chronik |
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