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1963
Damon wird in einer angesehenen Richterfamilie in Pretoria,
Südafrika,
geboren.
1960er
D. G. wächst in Pretoria auf. Im Alter von sechs
Jahren erkrankt er schwer an Krebs[1].
1983
Echoes of Anger: And, No. 1 Utopia Lane. Südafrika
1983
1984
A Sinless Season[2]
(Eine Saison ohne Sünde), Roman. - Ein Buch über
wandalisierende Jugendliche in Südafrika.
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1988
A Small Circle of Beeings (Ein kleiner Kreis von Wesen), Erzählungen.
Südafrika 1988. Neuauflage als Taschenbuch: London 2006.
- Die Titelgeschichte beschreibt einen Ort, an dem Liebe und Harmonie
vorherrschen sollten, dieser besondere kleine Kreis von Wesen
jedoch ist ein dürres, fremdartiges Territorium, die Familie.
Erzählt aus der Sicht der Mutter eines krebskranken Kindes.
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1991
The Beautiful Screaming of Pigs (Das schöne Schreien
von Schweinen), Roman.
Ausgezeichnet mit dem südafrikanischen Literaturpreis CNA
für The Beautiful Screaming of Pigs. |
1995
The Quarry (dt: Sündenopfer; Übersetzung:
Thomas Mohr. München 2007)[3],
Roman. Südafrika 1995. Neuauflagen als Taschenbuch. London
2004 u. New York 2005. - Auf einsamer Straße ermordet ein
entflohener Sträfling einen Geistlichen und beschließt,
dessen Identität anzunehmen. Seine erste Amtspflicht besteht
darin, einen unbekannten Ermordeten zu beerdigen. Doch bald kommt
ihm der Vertreter der örtlichen Polizei, Captain Mong, auf
die Schliche, wartet aber ab. Er möchte den richtigen Moment
abpassen, bevor er zuschlägt. Er beobachtet, belauscht und
umkreist seine Beute. |
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1996
Regiearbeit[4]
an der University of Cape Town, Little Theatre:
Hamlet, Shakespeare.
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1998
Erster
Writer in Residence der University of Cape Town.
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2003
The Good Doctor[5]
(dt: Der gute Doktor, München 2005), Roman. London
2003. - Die Handlung spielt in ländlicher Gegend in einem
Hospital. Im Mittelpunkt stehen Dr. Frank Eloff, und sein idealistischer
Assistent Laurence Waters[6].
Sie gehören einer Art Notteam an, das versucht das allmählich
zerfallende Krankenhaus zusammenzuhalten.
Nominierung in der Endauswahl für den Man Booker Prize
für The Good Doctor. |
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2004
Ausgezeichnet
mit dem Commonwealth Writers Prize Best Book Award für
The Good Doctor.
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2005
Nominierung (shortlist, Liste der letzten 10) für
den hoch dotierten (100.000 EURO) irischen Literaturpreis IMPAC[7].
Strategy and Siege (Strategie und Belagerung), Erzählungen.
London New York 2005. |
2008
Impostor (dt: Der
Betrüger; Übersetzung: Thomas Mohr. München
2009), Roman. - Die Geschichte von Adam, der an den staubigen
Rand der Stadt zieht, um sich vom Verlust seiner Arbeit und seines
Heims zu erholen. Da trifft er auf Canning, von dem ihm nur eine
schemenhafte Erinnerung aus seiner Kindheit geblieben ist und
auf dessen rätselhafte und schöne Frau. Der wirtschaftlich
unabhängige Canning erschafft sich in der Steppe einen magischen
Ort, von dem Adam verführt und verändert wird. |
2009
Ausgezeichnet mit dem mit 60 000 Rand
dotierten Literaturpreis der Universität von Johannesburg
2008 (University of Johannesburg Prize for Creative Writing)
für seinen Roman The Impostor (Der Betrüger). |
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Damon Galgut lebt in Kapstadt.
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| "Galgut’s
face is careworn and crease-lined, his eyes worried, as he discusses
the problems his country is facing." - Jai Arjun, Journalist,
New Dehli. |
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| 1)
Ein Umstand, der maßgeblich dafür verantwortlich ist,
dass D. G. zum Schreiben gekommen ist. Der ca. 40-Jährige
sagt darüber: "Einen Großteil meiner Kindheit
war ich krank und besitze Erinnerungen, wie mir am Krankenbett
im Hospital eine endlose Reihe von Verwandten vorliest. Aus Freud'scher
Sicht assoziiere ich wahrscheinlich Schreiben mit Liebe und Aufmerksamkeit".
Vgl. Loneliness of the long-listed writer in der Sunday
Times v. 31.08.03 (Der Titel dieses Berichts "Die Einsamkeit
des für die weitere Auswahl Nominierten" spielt auf
die Nominierung des Romans The Good Doctor für den
Man Booker Prize an. Zum Zeitpunkt des Erscheinungstermins
dieses Artikels war Damon Galgut noch "long-listed".
Neben Margaret Atwood für
Oryx und Crake schaffte
er es auch in die "shortlist", in die enge Auswahl der
letzten Fünf. Ausgezeichnet wurde schließlich DBC Pierre
mit Vernon God Little, eine Merkwürdigkeit, da dieser
Titel nicht in der Aufzählung der letzten Fünf auftaucht!)
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2) Damon war 17,
als er dieses Buch schrieb, später sagt er dazu: "Für
mich als Schriftsteller wäre es besser gewesen, in einem
etwas fortgeschrittenen Alter publiziert zu werden. Es dauerte
sieben Jahre, bevor ich mein nächstes Buch schreiben konnte."
Vgl. o.g. Bericht in der Sunday Times v.
31.08.03 |
| 3)
Das
Buch ist zehn Jahre vor seiner Veröffentlichung entstanden.
Der Originaltitel beinhaltet eine Doppelbedeutung, da quarry
im Englischen sowohl Steinbruch als auch Beute oder
Opfer heißt. Die Ermordung zu Beginn des Romans findet
an einer einsamen Landstraße in der Nähe eines Steinbruchs
statt, in dem die Leiche begraben wird. Zum Begriff Beute
siehe die Romanbeschreibung oben.- Der britische Economist
schreibt, dieser Roman beweise, dass der Autor mit einem Talent
ausgestattet sei, das ihn - neben den Nobelpreisträgern Nadine
Gordimer u. J.M.
Coetzee - zu "einer großen literarischen Stimme
Südafrikas" werden lassen könnte. Nicht die einzige
Stimme, die Galgut in der Nachfolge von Coetzee sieht, so z.B.
auch Shaun de Waal im brit. Guardian - Der Roman wurde
1998 gleichnamig verfilmt (Koproduktion Belgien, Frankreich, Niederlande,
Spanien; Drehort: Südafrika; Regie: Marion Hänsel, Hauptrollen:
John Lynch, Jonne Phillips) und wurde im selben Jahr beim Montreal
World Film Festival als bester Film ausgezeichnet. |
| 4)
"Seine Arbeitserfahrungen reichen vom Kellner in London bis
Regietätigkeit in Kapstadt", schreibt Jai Arjun, der
Galgut 2004 interviewte. Und der Autor selbst: "... travelling
and writing full-time is just fine by me". So hat er beispielsweise
große Teile v. The Good Doctor in einer familienbetriebenen
Pension in dem ehemaligen Freakparadies Goa in Indien verfasst. |
| 5)
Zwei Jahre benötigte Damon Galgut für die Niederschrift
dieses Romans: "Ich mag den üppig rhetorischen, den
barocken Stil. Wenn ich mich ans Schreiben mache, bin ich von
meinem eigenen Schreibstil irritiert. Ich kürze immer 90
% dessen, was ich geschrieben habe, wieder weg." Vgl. o.g.
Bericht in der Sunday
Times v. 31.08.03 |
| 6)
"Viel von der Spannung des Romans dreht sich um die vieldeutige
Beziehung dieser beiden Männer". Den Gegensatz zum jungen
Idealisten bildet Frank, Damon Galgut sagt über seine Figur:
"Frank mag düster und pessimistisch sein, aber wenigstens
sieht er die Dinge klar." Vgl. o.g. Bericht in der Sunday
Times v. 31.08.03 -
Stephanie Merritt attestiert D. G. im brit. Observer eine
Klarheit des Ausdrucks, ein Vermächtnis das er der Übung
des Verfassens von Dramen zu verdanken habe. Damon Galgut hat
folg. Dramen verfasst: Echoes of Angers, Party for Mother,
Alive and Kicking, und The Green's Keeper; nähere
Daten sind nicht eruierbar. |
| 7)
Neben D. G. sind u.a. in der Endauswahl nominiert: die südafrikanische
Schriftstellerin Diane Awerbuck Gardening at Night u. Christoph
Hein mit Willenbrock. Der Vorjahressieger war Tahar
Ben Jelloun mit Das
Schweigen des Lichts. |