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CHRONIK
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1997
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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mit
aktuellen Hinweisen zum Literaturbetrieb |
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Stand:
09.10.07
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9.
Februar
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1997
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In Conakry stirbt der 1944 in Kankan, im Osten → Guineas,
geborene Schriftsteller französischer Sprache Williams Sassine.
Der Romancier, Sohn einer moslemischen Mutter und eines christlich-libanesischen
Vaters, verbrachte nahezu die Hälfte seines Lebens im Exil.
Als Chefredakteur der guineischen Zeitung Le Lynx zählte
Williams Sassine zu den Kritikern des bis zu seinem Tode im
März 1984 diktatorisch regierenden Ahmed Sékou Touré.
Marginalisierte Charaktere - Bettler und Arbeitslose oder ein Albino
- prägten Sassines Romane. Le jeune homme de sable (1979)
wird zu den 100 besten afrikanischen Büchern des 20. Jahrhunderts
gezählt. Keines seiner Bücher wurde ins Deutsche übersetzt.
- WERKE (Auswahl):
Saint Monsieur Baly (1973)
Wirriyamu (1976)
L'Alphabête (1982)
Le Zéhéros n'est pas n'importe qui (1985)
L'Afrique en Morceaux (1994)
Mémoire d'une peau (1998)
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13.
März
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1997
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"Der
nigerianische Literatur-Nobelpreisträger → Wole
Soyinka und 14 weitere Nigerianer sind wegen Landesverrats angeklagt
worden", meldet die taz aus Lagos. In Abwesenheit von
Soyinka und drei seit kurzer Zeit im Exil lebenden Angeklagten wurde
die Anklageschrift verlesen. "Die 15 Nigerianer sind angeklagt,
'Explosionen in verschiedenen Teilen Nigerias' verursacht zu haben
mit dem Ziel, die Staatsführung einzuschüchtern." (taz) |
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23. April
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1997
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"Welttag
des Buches und des Urheberrechts" (seit 1995, als die →
UNESCO
diesen Tag - Todestag von Cervantes und von Shakespeare - dazu erklärte. |
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15. Mai
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1997
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In Damaskus
stirbt im Alter von 56 Jahren mit Saadallah Wannous der wohl
bekannteste Dramatiker →
Syriens.
Wannous stammte aus ärmlichen Verhältnissen, er wurde
in dem Dorf Husayn al-Bahr bei Tartous geboren. Berühmtheit
in der arabischen Welt erlangte er mit Haflat samar min agl
hamis haziran (Abendgala für den 5. Juni), seinem ersten
Theaterstück in den 60er Jahren - gleichzeitig ein entscheidender
Beitrag zur Entstehung des politischen arabischen Theaters -,
das unter dem verheerenden Eindruck der arabischen Niederlage
gegen Israel im sog. Sechstagekrieg von 1967 entstand.
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8.
Juni
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1997
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Der
nigerian. Erzähler Amos Tutuola, 1920 in Abeokuta in ärmlichen
Verhältnissen geboren, stirbt in Ibadan, → Nigeria.
Als sein Hauptwerk gilt der 1952 erschienene Roman The palm-wine
drinkard (dt: Der Palmeintrinker). |
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1997
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"Gefängnis
als Schlachthaus verurteilt",
meldet die offizielle Nachrichtenagentur →
Mosambiks
→ AIM.
Maputos
Top-Sicherheitsgefängnis (bekannt als das "B.O." abgeleitet
von der portug. Abkürzung für "Operationale Brigade")
"ist ein Schlachthaus", wird Alice Mabota, die Vorsitzende der Mosambikanischen
Liga für Menschenrechte (Liga Mocambicana dos Direitos Humanos,
LDH) zitiert. →
mehr
dazu ·
(AIM,
Mosambik, ÜE:
J.K.)
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2.
Juli
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1997
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"Lassen Sie mich gleich sagen", zitiert die taz
→ Wole Soyinka,
"Folter der schlimmsten, unvorstellbarsten Art ist in Nigeria
eine feste Einrichtung geworden." Soyinka geht auf das Beispiel
von Bello Fadile ein, der im Zusammenhang eines angeblichen Putschversuchs
verhaftet worden war. Er sei sinnlos gefoltert worden, "bis
er zusammenbrach und gegen Obansanjo aussagte". Obansanjo,
das ehemalige Staatsoberhaupt, sei, so die taz, in dieser
Sache verhaftet worden.
Soyinka fährt in seiner schonungslosen Kritik fort: "Auch
Oberst Lawan Gwadabe wurde gefoltert, auf brutale, schmutzige, obszöne
Weise. Er wurde an den Füßen aufgehängt, mit Fäkalien
überschüttet und bekam Elektroschocks. Dann holte man
seine Freundin, die zusehen mußte. Auch sie wurde, so weit
ich weiß, kurze Zeit festgehalten.
Wir haben es also mit dem Abschaum der Menschheit zu tun, wenn wir
von denen reden, die zur Zeit mit der sogenannten Kunst des Regierens
in Nigeria beschäftigt sind. Hauptzweck all dessen ist natürlich,
der gesamten Opposition zu zeigen, daß Abacha vor nichts und
niemandem haltmacht. Das wollen sie jedem ins Gedächtnis brennen."
(taz) |
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1997
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Die südafrikanische Wochenzeitung Mail & Guardian berichtet
über den scheidenden Chefzensor Dr. Braam Coetzee, der daran
glaubt, dass die Zensur in
→
Südafrika
zu
einem Ende kommt ...
→
mehr dazu
·
(Mail
& Guardian, ÜE:
J.K.)
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20.
Juli
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1997
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Bole Butake, kamerun. Dramatiker engl. Sprache, wird 50 Jahre alt.
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26.
(27?) Juli
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1997
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In Damaskus stirbt mit Muhammad Mahdi al-Jawahiri einer der größten
arabischen Poeten. Der um 1900 in der ca. 150 km südlich von
Bagdad gelegenen Ortschaft an-Najaf geborene Iraker gilt als der
letzte neoklassische Dichter arabischer Sprache. Gleichwohl sind
seine Gedichte geprägt von einem kritischen sozialen Blick;
zeitlebens prangert der Dichter politische Korruption und soziale
Ungerechtigkeit an. Dabei schreckt er nicht davor zurück, oft
drastische Metaphern der Gewalt in seine Dichtung aufzunehmen.
Muhammad Mahdi al-Jawahiri wird in eine Familie von Poeten hinein
geboren. Neben entfernteren Familienmitgliedern sind zwei seiner
Brüder sowie sein Vater Dichter. Sein erster, 1920 veröffentlichter
Gedichtband, in dem al-Jawahiri noch die zeitgenössischen Neoklassiker
nachahmt, weist ihn gleichzeitig als großen Kenner arabischer
Poesie aus. In den 20er Jahren erscheinen seine Gedichte in Zeitungen
im →
Irak und in den arabischen Nachbarstaaten.
1927 beginnt al-Jawahiri eine Tätigkeit als Lehrer, wird aber
noch im selben Jahr wegen der Veröffentlichung eines "anstößigen"
Gedichts entlassen. Neben anderen Anstellungen steht sogar eine
am königlichen Hof, wo er von dem - von Großbritannien
eingesetzten - König Faisal gefördert wird. 1930 gibt
er auch diese Stellung auf und widmet sich - ca. drei Jahrzehnte
lang - journalistischer Tätigkeit. Jedoch haben die Zeitungen,
für die er als Herausgeber und/oder Redakteur tätig ist,
aufgrund seiner kompromisslosen Kommentare meist nur eine kurze
Lebensdauer.
Nach der 58er Revolution wird der mit der Kommunistischen Partei
assozierte Dichter Präsident der irakischen Journalistenvereinigung
und danach - bis 1963 - Botschafter in der Tschechoslowakei. In
den frühen 70er Jahren kehrt er in seine Heimat zurück,
geht aber bald darauf nach →
Syrien ins Exil. - (Vgl. Salih
J. Altoma: In memoriam: Muhammad Mahdi al-Jawahiri (1900?-1997),
Arab Studies Quarterly 1997, ÜE:
J.K.) |
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zeit
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los
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Arabische und afrikanische Sprüche und Weisheiten:
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1.
August
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1997
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"Der nigerianische Literaturnobelpreisträger → Wole Soyinka
wird in seinem Heimatland wegen 'Landesverrats' mit Haftbefehl gesucht",
meldet die taz. Soyinka und drei andere führende Vertreter
der Exil-Opposition wurden am Mittwoch von der nigerian. Militärdiktatur
zur Fahndung ausgeschrieben. "Der Haftbefehl ist die Grundlage
für Auslieferungsanträge." (taz) |
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1997
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"Portrait eines Aktivisten" überschreibt die südafrikanische
Wochenzeitung Mail & Guardian ihren Bericht zum 20. Jahrestag
des Todes von Steve Bantu Biko, den sein Sohn Nkosinathi Biko mit
einm Dokumentarfilm markiert.
Vor zwanzig Jahren, als Biko von der Hand der Sicherheitspolizei
in Port Elizabeth starb, war sein Sohn Nkosinathi sechs Jahre alt.
Den Moment, als er vom Tod des Vaters erfuhr, werde er nie vergessen,
sagt er. "Ich erinnere mich, es von einem Freund meines Vaters gehört
zu haben. Wir waren auf dem Weg zur King Williams Town Station,
um unsere Mutter abzuholen, und er stürmte mit dieser Nachricht
in seiner lärmenden Art über uns her ..."
Der Dokumentarfilm trägt den Titel Beacon of Hope (Leuchtfeuer
der Hoffnung), ist 52 Minuten lang und wurde von Nkosinathi Biko
und seiner Freundin Nhlanhla Dakile produziert.
(...)
·
(Mail
& Guardian, ÜE:
J.K.)
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18.
September
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1997
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Im
Alter von 94 Jahren stirbt in Antananarivo Joséphine Ramasinoro.
Die vielseitige Künstlerin, die im Jahre 1986 mit dem Nationalorden
geehrt wurde, ist zum Zeitpunkt ihres Todes im heimatlichen →
Madagaskar
vollkommen unbekannt. Sechs Jahre später, anlässlich ihres
100. Geburtstages, werden Gedenkveranstaltungen zu Ehren der 1903
in Fianarantsoa geborenen Künstlerin stattfinden, und sie wird
in der einheimischen Presse gewürdigt werden:
Sie habe unter den Pseudonymen Violette de Parme und Noro Fine
gemalt, komponiert, musiziert und geschrieben, und obwohl sie viele
Jahre in Frankreich gelebt habe, sei die Mehrheit ihres Werks, das
zukünftig zur Schullektüre gehören sollte, in Madagassisch
verfasst. Neben Lyrik und Prosa habe sie auch Theaterstücke
geschrieben:
Rahanitriniala
Voagaly (1945),
Itompokolahy Rabetrano
Antson'ny Rà (nach dem gleichnamigen Roman)
- Vgl. Tribune de Madagascar v. 02.12.2003 u. 31.12.2003 |
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29.
September
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1997
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50.
Geburtstag des in Benin City, der Hauptstadt des nigerianischen
Bundesstaates Edo geborenen Schriftstellers Festus Iyayi.
Nach dem Studium der Ökonomie in Kiew und in Bradford, wo
er promovierte, kehrte Iyayi 1980 in seine Heimatstadt zurück,
wo er an der dortigen Edo State University (veraltet: Bendel
State U.) bis zum heutigen Tag lehrt und sich in der radikalen
Union der Universitätsangestellten (Academic Staff Union
of Universities, ASSU) organisiert; 1986 wurde er Vorsitzender
der ASSU. Ein Jahr darauf wurde er als Oppositioneller für
kurze Zeit inhaftiert.
1986 erschien nach Violence (London 1979) und The Contract
(London 1982) mit Heroes (London 1986) Iyayis dritter und
vorerst letzter Roman. 1987 wurde Heroes mit dem nationalen
Buchpreis der Association of Nigerian Authors (ANA) und
1988 mit dem Commonwealth Writers' Prize ausgezeichnet.
1996, während der Zeit der Militärdiktatur des Sani
Abacha, erschien in Lagos die Kurzgeschichtensammlung Awaiting
Court Martial (Warten auf's Kriegsgericht).
Iyayis Schreiben ist dem sozialen Realismus verpflichtet und lehnt
sich an die marxistische Begrifflichkeit an. Violence**
wird gelegentlich als der erste proletarische Roman →
Nigerias bezeichnet.
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6.
Oktober
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1997
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"32.000
Neustudenten an Universitäten zugelassen", meldet die
Yemen Times. Über 60 % davon wurden an der Universität
von Sanaa zugelassen, über 75 % seien männliche Studenten
und über 90 % der Einschreibungen seien an staatlichen Universitäten
zu verzeichnen. Soweit die Statistik, die die folgende Aussage unterstreicht:
"Das verwirrend hohe Niveau der Einschreibungen findet zu einer
Zeit statt, in der die Graduierten der Universitäten keine
Jobs finden."
·
(Yemen
Times, ÜE:
J.K.)
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13.
Oktober
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1997
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Der in Kafanchan geborene → nigerianische
Schriftsteller Biyi Bandele-Thomas wird 30 Jahre alt. Schon
vor diesem Geburtstag hat das vielseitige Talent zahlreiche Bücher
- Theaterstücke, Romane sowie Lyrik - veröffentlicht.
In Deutschland bekannt geworden ist der Autor mit seinen beiden
Romanen Bozo David Hurensohn und Kerosin Mangos, wovon
der letztere als das reifere Werk gilt. |
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1997
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"Steigendes Niveau von Gesetzeslosigkeit und Stammesungehorsam",
überschreibt die englischsprachige Wochenzeitung Yemen Times
ihren Artikel über die Bedrohung des Staates durch bewaffnete
Stämme.
→
mehr
dazu ·
(Yemen Times, ÜE:
J.K.). |
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24.
November
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1997
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→
Ahmadou
Kourouma,
ivorischer Schriftsteller frz. Sprache, wird 70 Jahre alt. |
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1997
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Unter dem Titel "Polizei attackiert Schulmädchen" berichtet
die Yemen Times über das brutale Vorgehen von Sicherheitskräften.
Mit Schüssen in die Luft, Tränengas, Wasserkanonen und
Schlagstöcken gingen die Sicherheitskräfte in der vergangenen
Woche gegen 12-15 jährige Schulmädchen vor. 27 Schulmädchen
mussten hospitalisiert werden.
"Dieses primitive Verhalten von Männern in Uniformen der Sicherheitskräfte
der Regierung gegen die Zaid Al-Moshiki Mädchenschule in Taiz
ist unakzeptabel", heißt es in dem Artikel der Yemen Times
weiter. Das "einzige Verbrechen" der Schulmädchen sei es gewesen,
zu ihrer Schulleiterin zu stehen, die sich gegen die Anweisung des
unter der Kontrolle von religiösen Eiferern stehenden örtlichen
Bildungsverantwortlichen wehrte, die Mädchen sämtlicher
Schulen müssten sich verhüllen und den Schleier anlegen.
Nachdem sich anfangs die Eltern sowie alle Schulleiter von Taiz
gegen diese Anordnung gestemmt hatten, blieben schließlich
nur noch die Schülerinnen der o.g. Mädchenschule wie deren
Schulleiterin Galeelah Shuga'a übrig.
·
(Yemen
Times, ÜE:
J.K.)
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
** Berichtigung
v. 28.09.2007: Irrtümlicherweise wurde bis zu diesem Zeitpunkt
an dieser Stelle der Roman Heroes genannt. Die Marabout-Seite
bittet um Entschuldigung! Vgl. in diesem Zusammenhang die Rezension
v. Omolara Ogundipe-Leslie in: Review
of African Political Economy Vol. 8 No. 22, Winter 1981.
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem
Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem
Französischen: Janko Kozmus ©
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Quellen:
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Sach-
und Personenregister |
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