DIE MARABOUT-SEITE
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CHRONIK
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas

PALÄSTINA

Stand: 20.12.11


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11. Februar
1886
Als Tochter eines libanesischen Vaters und einer palästinensischen Mutter wird May Ziadeh** [auch: Ziade oder Ziadé oder: Ziada] in Nazareth geboren.
1. März
1917
In Nablus wird die künftige palästinensische Dichterin  Fadwa Tuqan geboren.
2. Dezember
1920
In dem palästinensischen Dorf Ayn Ghazzâl, nahe Haifa, wird der künftige Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer und Dichter Ihsan Abbas als drittes von fünf Kindern geboren.
28. Januar
1922
In der Dorf Schafa'mr bei Nazareth wird Imil Shukri Habibi als Sohn eines protestantischen Lehrers geboren. Unter der europäisierten Namensform Emil(e) Habibi wird er später als Schriftsteller internationale Anerkennung finden.
1. November
1935
In Jerusalem wird der künftige Essayist und Kritiker
Edward W. Said geboren.
9. April
1936
Der spätere palästinensische Schriftsteller und politische Aktivist Ghassan Kanafani wird in Akka geboren.
17. Oktober
1941
In Kairo stirbt die Frauenrechtlerin und Verfasserin bedeutender Briefwechsel May Ziadeh*** [auch: Ziade oder Ziadé oder Ziada].
Ihr Briefwechsel mit der ägyptischen Frauenrechtlerin Bahithat al-Badia sowie mit dem libanesischen Schriftsteller
→ Khalil Gibran wird große Bedeutung erlangen.
 
1941
In Nablus wird die künftige palästinensische Schriftstellerin  Sahar Khalifa geboren.
13. März
1941
In dem galiläischen Dorf Al Birwa, in der Nähe der nördlichen Küstenstadt Akko gelegen, wird der künftige palästinensische Dichter   Mahmoud Darwish geboren.
28. Mai
1943
In dem Dorf Naaliya in der Nähe der Stadt Madjal Askalan wird der künftige palästinensische Lehrer und Schriftsteller Hamdi Al-Kahlut geboren.
29. November
1947
Das britische Mandatsgebiet Palästina wird im "UNO-Teilungsplan" in einen jüdischen und einen arabischen Teil geteilt. Der spätere palästinensische Schriftsteller Emil Habibi, seit einigen Jahren KP-Mitglied, befürwortet den Teilungsplan, obwohl seine an der Nordküste gelegene Heimatstadt Haifa - mit strategisch wichtigem Hafen - dem jüdischen Teil zufällt.
5. November
1948
Während des ersten Israelisch-Arabischen Krieges (Mai 1948 bis 15.1.1949) wird der palästinensische Dichter Samih Al-Qassem aus seinem Heimatdorf Ruma evakuiert.
 
1949
In Ramallah/al-Bireh wird der spätere palästinensische Schriftsteller  Farouk Wadi geboren.
 
1951
In einem Dorf bei Nablus wird der künftige Lyriker und Romancier Zakaria Mohammed geboren.
13. August
1951
In Jerusalem wird die künftige palästinensische Dichterin Hanan Awwad geboren.
 
1954
Als Sohn palästinensischer Eltern wird der künftige Dichter Ibrahim Nasrallah in dem jordanischen Flüchtlingslager Al-Wahdat in Amman, Jordanien, geboren.
5. Juni
1967
Am ersten Tag des sog. Sechstagekriegs zwischen Israel auf der einen und Syrien, Ägypten und Jordanien auf der anderen Seite wird der palästinensische Dichter Samih Al Qassem gemeinsam mit anderen Genossen verhaftet und im Mount Carmel Gefängnis von Haifa inhaftiert. Erst hier wird er Mitglied der KP Israels werden, hatte allerdings schon seit ca. zwei Jahren mit der Partei sympathisiert und Pressearbeit geleistet. (Vgl. Roger Hardy: Palestinian Writers in Israel, in: Boston Review, Dez. 1982)
5. - 10 Juni
1967
In den ersten Tagen der Wirren des sog. Sechstagekriegs verlässt der künftige Schriftsteller Farouk Wadi im Alter von 18 Jahren seine Heimat, die Zwillingsstädte Ramallah/al-Bireh in der Westbank, um nach dem Wunsch seiner Eltern in Kairo sein Abitur zu absolvieren. Erst 30 Jahre später wird er seine Heimat wiedersehen.
- Am Ende des Krieges wird Israel den Gazastreifen, den Sinai, die syrischen Golanhöhen und die Westbank kontrollieren.
22.-23. Juni
1970
Endgültiger Beschluss des Ständigen Büros Afro-Asiatischer Schriftsteller: Es werden ausgezeichnet mit dem
Lotus-Preis für Afro-Asiatische Literatur
- im Jahr 1969:
    (1) Mahmoud Darwish (Lyriker, Besetztes Palästina)
    (2) Alex La Guma (Afrikan. Schriftsteller, Südafrika)
    (3) To Huy (Romancier, Vietnam)
- Dokumentiert in: Lotus, Ausgabe 8, April 1971.
8. Juli
1972
In Beirut wird der palästinensische Schriftsteller und Sprecher
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Männer in der Sonne
der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) Ghassan Kanafani durch eine vom israelischen Geheimdienst an seinem Wagen angebrachte Bombe ermordet.
Kanafani studierte in Damaskus und war neben seiner politischen Arbeit als Redakteur bei Zeitschriften tätig. Im deutschsprachigen Raum wurde er durch seine in Basel posthum veröffentlichten Erzählungen und Romane bekannt:
Das Land der traurigen Orangen, Erz. (1983)
Männer in der Sonne, Roman (1984)
Rückkehr nach Haifa (1992)
Bis wir zurückkehren (1996)
24. November
1980
Am frühen Morgen bricht Salim Alafenisch mit seinem Bruder Suleiman und einem Cousin auf, um nach Ägypten zu reisen. Der später in Deutsch schreibende palästinensische Schriftsteller Alafenisch lebt zu dieser Zeit schon seit vielen Jahren in Heidelberg und besucht seine beduinische Familie in der Wüste Negev und wird so Zeuge eines Dramas, das nun, nach vierzehn Jahren, seinem Höhepunkt entgegenstrebt. Sein Bruder wird sich einer Feuerprobe unterziehen, um den 1966 erhobenen Vorwurf der Zeugenschaft eines Mordes gegen seinen Stamm zu entkräften.
23. Januar
Der 1926 in Gaza geborene palästinensische Dichter Muin Bseiso (Muin Tawfiq Bseiso) stirbt in Ägypten, wo er seit 1948, dem Beginn seines Literaturstudiums an der Amerikanischen Universität in Kairo (AUC) lebte.
1952 schloss er sein Studium mit einer Promotion über die Beziehung zwischen dem gesprochenen und gehörtem Wort in Radio und TV auf der einen und dem Printmedium auf der anderen Seite. Erste Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften bereits seit 1946. 1952 wurde sein erster Gedichband unter dem Titel Die Schlacht veröffentlicht. Als Lehrer engagierte er sich in den palästinensischen Flüchtlingslagern und wurde wegen seiner politischen Überzeugung, die zur Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei führte, acht Jahre seines Lebens in Ägypten inhaftiert. Eine Erfahrung die sich künstlerisch in seiner auch ins Deutsche übersetzten Publikation Palästinensische Hefte niederschlug.
Weitere Publikationen (Auswahl):
Ägyptische Gedichte. Beirut, 1960
Bäume sterben stehend, Gedichte. Beirut, 1960.
14. November
Proklamation des Palästinensischen Staates in Algier. Als einer der Mitverfasser zeichnet in seiner Funktion als Mitglied des Palästinensischen Nationalrats (1987 bis 1993) der Dichter  Mahmoud Darwish.
2. September
Der palästinensiche Schriftsteller Ahmed Qatamish wird zum wiederholten Mal von den israelischen Behörden aus politischen Gründen inhaftiert. In so genannter Verwaltungshaft, die eine Verlängerung der Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren ermöglicht, wird seine Haft, durch jeweilige Verlängerung von sechs Monaten auf fünfeinhalb Jahre ausgedehnt werden. - Vgl. ausführlichen Bericht in der  Tageschronik v. 28.4.2011 nach einem Bericht der der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.
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Im Alter von 74 Jahren stirbt im Irak der palästinensische Maler und Schriftsteller Jabra Ibrahim Jabra (auch: Djabra Ibrahim Djabra).
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Das in Betlehem geborene vielseitige Talent
Jabra Ibrahim betätigte sich neben der Malerei als Lyriker, Romancier - er schrieb neun Romane! -, Übersetzer und Literaturkritiker. Jabra Ibrahim Jabra studierte in der Arabischen Universität in Jerusalem und an der Universität von Cambridge. Nach seiner Rückkehr nach Jerusalem unterrichtete er an der l-Rashidiyyeh-Schule und gründete den Kunstklub. Infolge des 1948er Krieges emigrierte er nach Bagdad, wo er eine Irakerin heiratete.
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Viele seiner Werke sind ins Englische übersetzt:

  Hunters in a Narrow Street (Jäger in einer engen Gasse,
1960)
  The Ship (Das Schiff, 1985)
  In Search of Walid Masoud (
Auf der Suche nach Walid Masoud, 2000)
  The Journals of Sarab Affan (Die Journale d.
Sarab Affan, 2007)
  Besonders zu erwähnen sind die autobiografischen Werke:
  The First Well: A Bethlehem Boyhood (1987; Der erste Brunnen: Betlehemer Knabenjahre)
  Princesses' Street: Baghdad Memories (2005; Prinzessinnenstraße: Bagdader Erinnerungen)
2(3?). Mai
Im Alter von 74 Jahren stirbt in seiner Geburtstadt Haifa der palästinensische Schriftsteller Emil Habibi.
Seit den 1940er Jahren gehörte Habibi der KP an und war von 1953 bis 1972 als einer ihrer Führer Mitglied des israelischen Parlaments, der Knesset. Ein Leben lang trat er für die Koexistenz und den Ausgleich zwischen Juden und Arabern ein. Sowohl von den Palästinensern als auch von Israel wurde er als Autor geehrt: 1990 erhielt er den Al Quds Prize der PLO und 1992 den israelischen Staatspreis für Literatur (gemeinsam mit Avot Yeshurun).
Der 1972 erschienene Schelmenroman Al-Mutasha'el (dt: Der Peptimist. Basel 1992) ragt innerhalb seines Werks wie auch der arabischen Literatur insgesamt weit heraus. In der ägypt. Al Ahram wurde die Satire als "Vorbote des magischen Realismus" in der arabischen Literatur bezeichnet. Der Peptimist, der Protagonist Said, steht für die absurde Situation, in der sich Habibis palästinensischen Landsleute befinden, fremd im eigenen Land.
Weitere Titel:
Das Tal der Dschinnen (Basel 1993; Originaltitel: I_h.t¯iya)

Dämonenkind (Basel 1998, Originaltitel: Sar¯ay¯a Bint al-·G¯ul)
17. Oktober
1996
"Zensiert in Palästina"
Unter diesem Titel veröffentlicht THE NEW YORK REVIEW OF BOOKS einen Aufruf von zahlreichen
namhaften Schriftstellern an Jassir Arafat, das Verbot der Bücher des palästinensischen Essayisten und Kritikers Edward W. Said zurückzunehmen.
 mehr dazu · (THE NEW YORK REVIEW OF BOOKS, ÜE: J.K.)
15. April
Aufgrund einer internationalen Kampagne wird der palästinensiche Schriftsteller Ahmed Qatamish nach fünfeinhalb Jahren Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren aus der israelischen Haft entlassen. - Vgl. ausführlichen Bericht in der  Tageschronik v. 28.4.2011 nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.
zeit
los
Arabische Sprüche und Weisheiten:
Im Oktober 2001 wird Ramallah von den Israelis besetzt. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiegebiete Jassir Arafat wird mehrfach unter Hausarrest gestellt. Ende Juni 2002 wird sein Amtssitz, die Muqâta'a, von den Israelis teilweise zerstört.
Unter den Folgen der Besatzung leidet auch die Zivilbevölkerung.
Die palästinensische Architektin Suad Amiry befindet sich zu dieser Zeit in der Stadt. Während einer kurzfristigen Aufhebung einer Ausgangssperre nimmt sie ihre greise Schwiegermutter bei sich auf. In einem Tagebuch, das mit fiktiven Elementen durchsetzt ist, schildert sie die Belastung in dieser Situation.
Zwei Jahre später werden diese Aufzeichnungen als Buch veröffentlicht: Sharon and my mother-in-law : Ramallah diaries (dt.: Sharon und meine Schwiegermutter. Tagebuch vom Krieg aus Ramallah, Palästina. Ffm. Oktober 2004).
29. Juli
Im Alter von 82 Jahren stirbt nach langer Krankheit der palästinensische Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer und Dichter Ihsan Abbas.
Abbas, der vor allem für seine Verdienste innerhalb der Arabischen Kultur und Sprache geehrt wurde, erhielt u.a. 1983 den saudischen King Faisal International Prize for Arabic literature. 1996 erschien seine Autobiografie Gurbat ar-Rai. Sira datiyya (Das Exil des Hirten)
25. September
2003
Im Alter von 64 Jahren stirbt in New York mit Edward W. Said einer der bekanntesten palästinensischen Intellektuellen. Der namhafte Kritiker und Essayist, der in Jerusalem und Kairo aufwuchs und in den USA studierte und promovierte war ein großer Verfechter der Rechte seines Volkes, schreckte aber auch vor Kritik in den eigenen Reihen nicht zurück (vgl. Aufruf in TNYRB).
Als sein bekanntestes Buch gilt das 1978 erschienene Werk Orientalism (dt: Orientalismus. Ffm 1981), in dem er die alltägliche wie auch die wissenschaftliche Sicht des Westens auf den Orient, insbesondere auf Arabien, als romantisierend und islamfeindlich entlarvt.
12. Dezember
2003
Im Alter von 86 Jahren stirbt mit Fadwa Tuqan die "Grande dame" der palästinensischen Lyrik. Schon in jungen Jahren wird sie von ihrem älteren Bruder, dem 1941 verstorbenen Lyriker, Dramatiker und Direktor von Radio Palestine Ibrahim Tuqan in der Technik der Lyrik unterrichtet. Dies geschieht während der antibritischen Revolte der Jahre 1933-37 mit Hilfe von Briefen, die er ihr aus Beirut zuschickt, wo er unterrichtet. Ihm widmet sie ihre erste Gedichtsammlung My Brother Ibrahim (1946). Insgesamt wächst sie priviligiert auf; u.a. studiert sie an der Oxford University - von 1962 bis 1964, Englische Sprache und Literatur -. Es schließen sich ausgedehnte Reisen in Mitteleuropa und dem Nahen Osten an, die auch in ihrem lyrischen Werk Ausdruck finden. Mit der israelischen Okkupation der Westbank - und somit auch ihrer Geburtstadt Nablus - und Gaza im Jahre 1967 thematisiert Tuqan in ihren Gedichten immer stärker das Leiden ihres Volkes unter der Härte israelischer Besatzung. Die Übersetzung ins Englische in den 80er Jahren öffnet Fadwa Tuqans Werk einem internationalen Publikum. Italien, Griechenland und Jordanien verleihen ihr Literaturpreise; 1990 geht der palästinensische Jerusalem-Preis für Kultur und Kunst an sie. Für die palästinensische Kritikerin und Lyrikerin Salma Jayussi ist Fadwa Tuqan die "Herrin zweier Begabungen: Liebe und Schmerz". (Vgl. Nachruf v. Lawrence Joffe im brit. Guardian vom 15.12.2003)
Insgesamt wurden neun Gedichtsammlungen von Fadwa Tuqan veröffentlicht, The Last Melody (2000) ist die letzte; 1990 und 1993 erschien ihre zweiteilige Autobiografie: Tuqan, Fadwa: An autobiography: A Mountainous Journey.
25. Mai
In seinem bei Haifa gelegenen Geburtsort Bâqa al-Gharbiya stirbt der palästinensische Lyriker und Schriftsteller Mohammed Hamza Ghanayem an Krebs. Der 1953 geborene Herausgeber der Zeitschrift Fasl al-Maqal und Chefredakteur der Beilage Al-Mashhad al-Israili (Schauplatz Israel) der Tageszeitung Al-Ayyam sowie - von 1984 bis 1991 - der hebräisch-arabischen Zeitschrift Al-Liqa (Begegnung) war auch als Übersetzer tätig. Er übersetzte Prosa und Lyrik aus dem Arabischen ins Hebräische und umgekehrt. Zudem arbeitete er in Ramallah am palästinensischen Zentrum für Israelstudien, Madar, und setzte sich für den palästinensisch-israelischen Dialogs ein.
14. November
Amman - (Abteilung Kommunikation & Information - Königlich Hashemitischer Hof) - Die englischsprachige Jordan Times berichtet vom Besuch des palästinensischen Dichters Samih Al Qassem in Jordanien, wo er von Seiner Majestät König Abdullah am Dienstag empfangen worden sei. Samih Al Qassem war in der vergangenen Woche in Jordanien angekommen, um an den Aktivitäten anlässlich des ersten Jahrestages der Terrorattacken in Amman teilzunehmen. "Der König lobte Al Qassems Beitrag zur arabischen Literatur und Kultur. Er dankte ihm im Besonderen für ein Gedicht, dass er im Gedenken an die Bombenopfer verfasst hatte". Der Poet habe dem König, heißt es abschließend, drei Exemplare seines letzten Gedichtbandes Sadder than Water (Trauriger als Wasser) übergeben. · (Jordan Times, ÜE: J.K.)
10. August .
"Das Palästinensische Volk betrauert Darwish' Tod, Präsident Abbas ordnet 3-tägige Trauer an"
Unter diesem Titel berichtet die palästinensische Presseagentur WAFA über den Tod von Mahmoud Darwish, "einem der größten modernen Dichter der arabischen Welt".
·mehr dazu · (WAFA, ÜE: J.K.)
28. April
2011
"Addameer verurteilt Verhaftung eines palästinensischen Schriftstellers",
Ramallah, 28. April 2011 (WAFA) - "Die palästinensische Menschenrechtsorganisation Addameer", heißt es in dem mit "Y.Y./M.A." gezeichneten Artikel, "verurteilte am Donnerstag die israelische Inhaftierung des palästinensischen Schriftstellers Ahmed Qatamish. · mehr dazu · (WAFA, ÜE: J.K.)
10. Dezember
2011
"Palästinas letzte Kufiya-Fabrik",
Die in Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch berichtende palästinensische Nachrichtenagentur Palestine News Network (PNN) stellt in einer mit dem Kürzel "A.F." gezeichneten Kurzmeldung die letzte eigene Fabrikationsstätte des klassischen schwarz-weißen oder rot-weißen Palästinensertuchs, der Kufiya, vor.
Das Kopftuch sei früher, heißt es in dem reich bebilderten Kurzbericht, von Männern als Schutz gegen Sonne
und Sand getragen worden. Nach dem arabischen Aufstand von 1936 - 39 sei sie zum Symbol des palästinensischen Nationalismus geworden. "Durch Yasser Arafat wurde die Kufiya weltweit zum Symbol des palästinensischen Widerstandes."
Billigimporte aus China macht der Verfasser des Artikels für die Schließung von über 120 Fabriken verantwortlich. Nur noch eine einzige Kufiya-Fabrik sei übrig geblieben: "die Hirbawi Textile Factory in Hebron." Der Betrieb sei 1961 von Yasser Hirbawi gegründet worden. "Heute", schließt der Bericht, "übernehmen die beiden Söhne Izzat und Jodes sowie der einzige verbliebene Angestellte den grössten Teil der Arbeit".
- Vgl. Palestine News Network (PNN) v. 10.12.2011.
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Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
** Ziadehs Nationalität wird oft auch dem Libanon oder auch Ägypten zugeschlagen, wo sie die meiste Zeit ihres Lebens zubrachte.
*** Ein interessanter Ausschnitt aus diesem Briefwechsel erschien anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2004, als die arabische Welt thematisch den Ton angab, in dem Buch Frauen in der arabischen Welt, Hrsg: Suleman Taufiq. München 2004.
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem Französischen: Janko Kozmus ©

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Quellen

.. . Sach- und Personenregister