| 11.
Februar |
1886 |
Als Tochter eines libanesischen Vaters und einer palästinensischen
Mutter wird May Ziadeh**
[auch: Ziade oder Ziadé oder: Ziada]
in Nazareth geboren. |
| 1.
März |
1917 |
In Nablus wird die künftige palästinensische Dichterin
→ Fadwa Tuqan
geboren. |
| 2.
Dezember |
1920 |
In dem palästinensischen Dorf Ayn Ghazzâl, nahe Haifa, wird
der künftige Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer
und Dichter →
Ihsan
Abbas als drittes von fünf Kindern geboren. |
| August |
1921 |
In der Hafenstadt Haifa***
wird Imil Shukri Habibi als Sohn eines protestantischen Lehrers
geboren. Unter der europäisierten Namensform →
Emil(e)
Habibi wird er später als Schriftsteller internationale
Anerkennung finden. |
| 1.
November |
1935 |
In Jerusalem wird der künftige Essayist und Kritiker
→
Edward
W. Said geboren. |
| 9.
April |
1936 |
Der spätere palästinensische Schriftsteller und politische
Aktivist
→ Ghassan
Kanafani wird in Akka geboren. |
| 17.
Oktober |
1941 |
In Kairo stirbt die Frauenrechtlerin und Verfasserin bedeutender
Briefwechsel May Ziadeh****
[auch: Ziade oder Ziadé oder Ziada].
Ihr Briefwechsel mit der ägyptischen Frauenrechtlerin Bahithat al-Badia
sowie mit dem libanesischen Schriftsteller → Khalil Gibran
wird große Bedeutung erlangen. |
| |
1941 |
In Nablus wird die künftige palästinensische Schriftstellerin
→ Sahar
Khalifa geboren. |
| 13.
März |
1941 |
In dem galiläischen Dorf Al Birwa, in der Nähe der
nördlichen Küstenstadt Akko gelegen, wird der künftige
palästinensische Dichter →
Mahmoud
Darwish geboren. |
| 28.
Mai |
1943 |
In dem Dorf Naaliya in der Nähe der Stadt Madjal Askalan wird
der künftige palästinensische Lehrer und Schriftsteller
Hamdi Al-Kahlut geboren. |
| 29.
November |
1947 |
Das britische Mandatsgebiet Palästina wird im "UNO-Teilungsplan"
in einen jüdischen und einen arabischen Teil geteilt. Der
spätere palästinensische Schriftsteller Emil Habibi,
seit einigen Jahren KP-Mitglied, befürwortet den Teilungsplan,
obwohl seine an der Nordküste gelegene Heimatstadt Haifa
- mit strategisch wichtigem Hafen - dem jüdischen Teil
zufällt. |
| 5.
November |
1948 |
Während des ersten Israelisch-Arabischen Krieges (Mai 1948
bis 15.1.1949) wird der palästinensische Dichter Samih
Al-Qassem aus seinem Heimatdorf Ruma evakuiert. |
| |
1949 |
In Ramallah/al-Bireh wird der spätere palästinensische
Schriftsteller → Farouk
Wadi geboren. |
| |
1951 |
In einem Dorf bei Nablus wird der künftige Lyriker und
Romancier Zakaria Mohammed geboren. |
| 13.
August |
1951 |
In Jerusalem wird die künftige palästinensische Dichterin
Hanan Awwad geboren. |
| |
1954 |
Als Sohn palästinensischer Eltern wird der künftige
Dichter Ibrahim Nasrallah in dem jordanischen Flüchtlingslager
Al-Wahdat in Amman, →
Jordanien, geboren. |
| 5.
Juni |
1967 |
Am ersten Tag des sog. Sechstagekriegs zwischen Israel auf der
einen und →
Syrien, →
Ägypten und →
Jordanien auf der anderen Seite wird
der palästinensische Dichter Samih Al Qassem gemeinsam
mit anderen Genossen verhaftet und im Mount Carmel Gefängnis
von Haifa inhaftiert. Erst hier wird er Mitglied der KP Israels
werden, hatte allerdings schon seit ca. zwei Jahren mit der
Partei sympathisiert und Pressearbeit geleistet. (Vgl. Roger
Hardy: Palestinian Writers in Israel, in: Boston Review, Dez.
1982) |
| |
1967 |
In den ersten Tagen der Wirren des sog. Sechstagekriegs verlässt
der künftige Schriftsteller Farouk Wadi im Alter von 18 Jahren
seine Heimat, die Zwillingsstädte Ramallah/al-Bireh in
der Westbank, um nach dem Wunsch seiner Eltern in Kairo sein
Abitur zu absolvieren. Erst 30 Jahre später wird er seine
Heimat wiedersehen.
- Am Ende des Krieges wird Israel den Gazastreifen, den Sinai,
die syrischen Golanhöhen und die Westbank kontrollieren. |
| 22.-23.
Juni |
1970 |
Endgültiger Beschluss des Ständigen Büros Afro-Asiatischer
Schriftsteller: Es werden ausgezeichnet mit dem
Lotus-Preis für Afro-Asiatische Literatur
- im Jahr 1969:
(1) Mahmoud Darwish (Lyriker, Besetztes Palästina)
(2) Alex La Guma (Afrikan. Schriftsteller,
→
Südafrika)
(3) To Huy (Romancier, Vietnam)
- Dokumentiert in: Lotus, Ausgabe 8, April 1971. |
| |
1972 |
In Beirut wird der palästinensische Schriftsteller und
Sprecher
der
Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) Ghassan Kanafani
durch eine vom israelischen Geheimdienst an seinem Wagen angebrachte
Bombe ermordet.
Kanafani studierte in Damaskus und war neben seiner politischen
Arbeit als Redakteur bei Zeitschriften tätig. Im deutschsprachigen
Raum wurde er durch seine in Basel posthum veröffentlichten
Erzählungen und Romane bekannt:
Das Land der traurigen Orangen, Erz. (1983)
Männer in der Sonne, Roman (1984)
Rückkehr nach Haifa (1992)
Bis wir zurückkehren (1996) |
| 23.
Januar |
|
Der 1926 in Gaza geborene palästinensische Dichter Muin Bseiso
(Muin Tawfiq Bseiso) stirbt in →
Ägypten, wo er seit 1948, dem
Beginn seines Literaturstudiums an der Amerikanischen Universität
in Kairo (AUC) lebte.
1952 schloss er sein Studium mit einer Promotion über die
Beziehung zwischen dem gesprochenen und gehörtem Wort in
Radio und TV auf der einen und dem Printmedium auf der anderen
Seite. Erste Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften
bereits seit 1946. 1952 wurde sein erster Gedichband unter dem
Titel Die Schlacht veröffentlicht. Als Lehrer
engagierte er sich in den palästinensischen Flüchtlingslagern
und wurde wegen seiner politischen Überzeugung, die zur
Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei führte, acht
Jahre seines Lebens in Ägypten inhaftiert. Eine Erfahrung
die sich künstlerisch in seiner auch ins Deutsche übersetzten
Publikation Palästinensische Hefte niederschlug.
Weitere Publikationen (Auswahl):
Ägyptische Gedichte. Beirut, 1960
Bäume sterben stehend, Gedichte. Beirut, 1960. |
| 14.
November |
|
Proklamation des Palästinensischen Staates in Algier. Als einer
der Mitverfasser zeichnet in seiner Funktion als Mitglied des
Palästinensischen Nationalrats (1987 bis 1993) der Dichter → Mahmoud
Darwish. |
| 2.
September |
|
Der palästinensiche Schriftsteller Ahmed Qatamish wird
zum wiederholten Mal von den israelischen Behörden aus
politischen Gründen inhaftiert. In so genannter Verwaltungshaft,
die eine Verlängerung der Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren
ermöglicht, wird seine Haft, durch jeweilige Verlängerung
von sechs Monaten auf fünfeinhalb Jahre ausgedehnt werden.
- Vgl. ausführlichen Bericht in der → Tageschronik
v. 28.4.2011
nach einem Bericht der der
palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA. |
| . |
|
Im
Alter von 74 Jahren stirbt im
→ Irak der palästinensische
Maler und Schriftsteller Jabra Ibrahim Jabra (auch: Djabra
Ibrahim Djabra).
Das in Betlehem geborene vielseitige Talent Jabra
Ibrahim betätigte sich neben der Malerei als Lyriker,
Romancier - er schrieb neun Romane! -, Übersetzer und
Literaturkritiker. Jabra Ibrahim Jabra studierte
in der Arabischen Universität in Jerusalem und an der
Universität von Cambridge. Nach seiner Rückkehr
nach Jerusalem unterrichtete er an der l-Rashidiyyeh-Schule
und gründete den Kunstklub. Infolge des 1948er Krieges
emigrierte er nach Bagdad, wo er eine Irakerin heiratete.
Viele seiner Werke sind ins Englische übersetzt:
Hunters in a Narrow Street (Jäger in einer
engen Gasse, 1960)
The Ship (Das Schiff, 1985)
In Search of Walid Masoud (Auf
der Suche nach Walid Masoud, 2000)
The Journals of Sarab Affan (Die Journale d. Sarab
Affan, 2007)
Besonders zu erwähnen sind die autobiografischen
Werke:
The First Well: A Bethlehem Boyhood (1987; Der
erste Brunnen: Betlehemer Knabenjahre)
Princesses' Street: Baghdad Memories (2005; Prinzessinnenstraße:
Bagdader Erinnerungen) |
| |
|
Im Alter von 74 Jahren stirbt in seiner Geburtstadt Haifa der
palästinensische Schriftsteller
Emil Habibi.
Seit den 1940er Jahren gehörte Habibi der KP an und war
von 1953 bis 1972 als einer ihrer Führer Mitglied des israelischen
Parlaments, der Knesset. Ein Leben lang trat er für die
Koexistenz und den Ausgleich zwischen Juden und Arabern ein.
Sowohl von den Palästinensern als auch von Israel wurde
er als Autor geehrt: 1990 erhielt er den Al Quds Prize
der PLO und 1992 den israelischen Staatspreis für Literatur
(gemeinsam mit Avot Yeshurun).
Der 1972 erschienene Schelmenroman Al-Mutasha'el (dt:
Der Peptimist. Basel 1992) ragt innerhalb seines Werks
wie auch der arabischen Literatur insgesamt weit heraus. In
der ägypt. Al Ahram wurde die Satire als "Vorbote
des magischen Realismus" in der arabischen Literatur bezeichnet.
Der Peptimist, der Protagonist Said, steht für die absurde
Situation, in der sich Habibis palästinensischen Landsleute
befinden, fremd im eigenen Land.
Weitere Titel:
Das Tal der Dschinnen (Basel 1993; Originaltitel: I_h.t¯iya)
Dämonenkind (Basel 1998, Originaltitel: Sar¯ay¯a Bint
al-·G¯ul) |
| 17.
Oktober
|
1996 |
"Zensiert in Palästina"
Unter diesem Titel veröffentlicht THE NEW YORK REVIEW
OF BOOKS einen Aufruf von zahlreichen namhaften
Schriftstellern an Jassir Arafat, das Verbot der Bücher
des palästinensischen Essayisten und Kritikers Edward
W. Said zurückzunehmen.
→ mehr
dazu ·
(THE
NEW YORK REVIEW OF BOOKS, ÜE:
J.K.) |
| 15.
April |
|
Aufgrund einer internationalen Kampagne wird der palästinensiche
Schriftsteller Ahmed Qatamish nach fünfeinhalb Jahren Haft
ohne Anklage und Gerichtsverfahren aus der israelischen Haft
entlassen. - Vgl. ausführlichen Bericht in der → Tageschronik
v. 28.4.2011
nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur
WAFA. |
| zeit

|
los |
Arabische Sprüche und Weisheiten:
|
| |
|
Im
Oktober 2001 wird Ramallah von den Israelis besetzt. Der Präsident
der Palästinensischen Autonomiegebiete Jassir Arafat wird
mehrfach unter Hausarrest gestellt. Ende Juni 2002 wird sein
Amtssitz, die Muqâta'a,
von
den Israelis teilweise zerstört.
Unter den Folgen der Besatzung leidet auch die Zivilbevölkerung.
Die palästinensische Architektin Suad Amiry befindet
sich zu dieser Zeit in der Stadt. Während einer kurzfristigen
Aufhebung einer Ausgangssperre nimmt sie ihre greise Schwiegermutter
bei sich auf. In einem Tagebuch, das mit fiktiven Elementen
durchsetzt ist, schildert sie die Belastung in dieser Situation.
Zwei Jahre später werden diese Aufzeichnungen als Buch
veröffentlicht: Sharon and my mother-in-law : Ramallah
diaries (dt.: Sharon und meine Schwiegermutter. Tagebuch
vom Krieg aus Ramallah, Palästina. Ffm. Oktober 2004).
|
| |
|
Im Alter von 82 Jahren stirbt nach langer Krankheit der palästinensische
Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer und Dichter
Ihsan Abbas.
Abbas, der vor allem für seine Verdienste innerhalb der
Arabischen Kultur und Sprache geehrt wurde, erhielt u.a. 1983
den saudischen King Faisal International Prize for Arabic
literature. 1996 erschien seine Autobiografie Gurbat
ar-Rai. Sira datiyya (Das Exil des Hirten) |
| |
2003 |
Im Alter von 64 Jahren stirbt in New York mit Edward W. Said
einer der bekanntesten palästinensischen Intellektuellen.
Der namhafte Kritiker und Essayist, der in Jerusalem und Kairo
aufwuchs und in den USA studierte und promovierte war ein großer
Verfechter der Rechte seines Volkes, schreckte aber auch vor
Kritik in den eigenen Reihen nicht zurück (vgl. →
Aufruf in TNYRB).
Als sein bekanntestes Buch gilt das 1978 erschienene Werk Orientalism
(dt: Orientalismus. Ffm 1981), in dem er die alltägliche
wie auch die wissenschaftliche Sicht des Westens auf den Orient,
insbesondere auf Arabien, als romantisierend und islamfeindlich
entlarvt. |
| |
2003 |
Im Alter von 86 Jahren stirbt mit Fadwa Tuqan die "Grande dame"
der palästinensischen Lyrik. Schon in jungen Jahren wird sie
von ihrem älteren Bruder, dem 1941 verstorbenen Lyriker, Dramatiker
und Direktor von Radio Palestine Ibrahim Tuqan in der
Technik der Lyrik unterrichtet. Dies geschieht während der antibritischen
Revolte der Jahre 1933-37 mit Hilfe von Briefen, die er ihr
aus Beirut zuschickt, wo er unterrichtet. Ihm widmet sie ihre
erste Gedichtsammlung My Brother Ibrahim (1946). Insgesamt
wächst sie priviligiert auf; u.a. studiert sie an der Oxford
University - von 1962 bis 1964, Englische Sprache und Literatur
-. Es schließen sich ausgedehnte Reisen in Mitteleuropa und
dem Nahen Osten an, die auch in ihrem lyrischen Werk Ausdruck
finden. Mit der israelischen Okkupation der Westbank - und somit
auch ihrer Geburtstadt Nablus - und Gaza im Jahre 1967 thematisiert
Tuqan in ihren Gedichten immer stärker das Leiden ihres Volkes
unter der Härte israelischer Besatzung. Die Übersetzung ins
Englische in den 80er Jahren öffnet Fadwa Tuqans Werk einem
internationalen Publikum. Italien, Griechenland und Jordanien
verleihen ihr Literaturpreise; 1990 geht der palästinensische
Jerusalem-Preis für Kultur und Kunst an sie. Für
die palästinensische Kritikerin und Lyrikerin Salma Jayussi
ist Fadwa Tuqan die "Herrin zweier Begabungen: Liebe und Schmerz".
(Vgl. Nachruf v. Lawrence Joffe im brit. Guardian vom
15.12.2003)
Insgesamt wurden neun Gedichtsammlungen von Fadwa Tuqan veröffentlicht,
The Last Melody (2000) ist die letzte; 1990 und 1993
erschien ihre zweiteilige Autobiografie: Tuqan, Fadwa: An
autobiography: A Mountainous Journey. |
| 25.
Mai |
|
In seinem bei Haifa gelegenen Geburtsort Bâqa al-Gharbiya stirbt
der palästinensische Lyriker und Schriftsteller Mohammed Hamza
Ghanayem an Krebs. Der 1953 geborene Herausgeber der Zeitschrift
Fasl al-Maqal und Chefredakteur der Beilage Al-Mashhad
al-Israili (Schauplatz Israel) der Tageszeitung Al-Ayyam
sowie - von 1984 bis 1991 - der hebräisch-arabischen Zeitschrift
Al-Liqa (Begegnung) war auch als Übersetzer tätig. Er
übersetzte Prosa und Lyrik aus dem Arabischen ins Hebräische
und umgekehrt. Zudem arbeitete er in Ramallah am palästinensischen
Zentrum für Israelstudien, Madar, und setzte sich für
den palästinensisch-israelischen Dialogs ein. |
| 14.
November |
|
Amman - (Abteilung Kommunikation & Information - Königlich
Hashemitischer Hof) - Die englischsprachige Jordan Times
berichtet vom Besuch des palästinensischen Dichters Samih
Al Qassem in →
Jordanien, wo er von Seiner Majestät
König Abdullah am Dienstag empfangen worden sei. Samih
Al Qassem war in der vergangenen Woche in Jordanien angekommen,
um an den Aktivitäten anlässlich des ersten Jahrestages
der Terrorattacken in Amman teilzunehmen. "Der König
lobte Al Qassems Beitrag zur arabischen Literatur und Kultur.
Er dankte ihm im Besonderen für ein Gedicht, dass er im
Gedenken an die Bombenopfer verfasst hatte". Der Poet habe
dem König, heißt es abschließend, drei Exemplare
seines letzten Gedichtbandes Sadder than Water (Trauriger
als Wasser) übergeben. ·
(Jordan Times,
ÜE:
J.K.) |
| |
|
"Das
Palästinensische Volk betrauert Darwish' Tod, Präsident Abbas
ordnet 3-tägige Trauer an"
Unter diesem Titel berichtet die palästinensische Presseagentur
WAFA über den Tod von Mahmoud Darwish, "einem der größten
modernen Dichter der arabischen Welt".
·
→ mehr
dazu · (WAFA,
ÜE:
J.K.) |
|
28.
April |
2011 |
"Addameer
verurteilt Verhaftung eines palästinensischen Schriftstellers",
Ramallah, 28. April 2011 (WAFA) - "Die palästinensische Menschenrechtsorganisation
Addameer", heißt es in dem mit "Y.Y./M.A." gezeichneten Artikel,
"verurteilte am Donnerstag die israelische Inhaftierung des
palästinensischen Schriftstellers Ahmed Qatamish.
·
→
mehr
dazu · (WAFA,
ÜE:
J.K.) |
| 10.
Dezember |
2011 |
"Palästinas
letzte Kufiya-Fabrik",
Die
in Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch berichtende
palästinensische Nachrichtenagentur Palestine News Network
(PNN) stellt in einer mit dem Kürzel "A.F." gezeichneten
Kurzmeldung die letzte eigene Fabrikationsstätte des klassischen
schwarz-weißen oder rot-weißen Palästinensertuchs,
der Kufiya, vor.
Das Kopftuch sei früher, heißt es in dem reich bebilderten
Kurzbericht, von Männern als Schutz gegen Sonne
und Sand getragen worden. Nach dem arabischen Aufstand von 1936
- 39 sei sie zum Symbol des palästinensischen Nationalismus
geworden. "Durch Yasser Arafat wurde die Kufiya weltweit
zum Symbol des palästinensischen Widerstandes."
Billigimporte aus China macht der Verfasser des Artikels für
die Schließung von über 120 Fabriken verantwortlich.
Nur noch eine einzige Kufiya-Fabrik sei übrig geblieben:
"die Hirbawi Textile Factory in Hebron." Der Betrieb
sei 1961 von Yasser Hirbawi gegründet worden. "Heute",
schließt der Bericht, "übernehmen die beiden
Söhne Izzat und Jodes sowie der einzige verbliebene Angestellte
den grössten Teil der Arbeit".
- Vgl. Palestine
News Network (PNN) v. 10.12.2011. |
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Anmerkungen:
*
inkl. arabischer Raum
** Ziadehs Nationalität wird
oft auch dem Libanon oder auch Ägypten zugeschlagen,
wo sie die meiste Zeit ihres Lebens zubrachte.
*** Nach anderen Angaben liegt
der Geburtsort bei Nazareth ("Shafa Amru" ?).
**** Ein interessanter Ausschnitt
aus diesem Briefwechsel erschien anlässlich der Frankfurter
Buchmesse 2004, als die arabische Welt thematisch den Ton
angab, in dem Buch Frauen
in der arabischen Welt, Hrsg: Suleman Taufiq. München
2004.
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |