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Quelle:
Mail & Guardian, Südafrika (englischspr. Wochenzeitung, Mail & Guardian)

Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
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CHRONIK
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
 
31. August 2004
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· Die MARABOUT-SEITE zitiert aus Südafrika ·  
Mail & Guardian, South Africa
"Keine Kondome an Schulen, sagen Afrikas Verantwortliche für Erziehung und Bildung." Unter diesem Titel berichtet der südafrikanische Mail & Guardian von einem Treffen - organisiert von einer Gruppe an der südafrikanischen Universität KwaZulu-Nata - von Vertretern aus 12 afrikanischen Ländern, bei dem es um den Einfluss von HIV/AIDS auf die Bildung ging.
Das erste - 3-wöchige - Treffen seiner Art, so der Bericht, soll den nationalen Bildungsministerien das Verständnis vom Einfluss von HIV/AIDS auf das Bildungssystem erleichtern. Zugegen sind Vertreter aus Botsuana,  Burkina Faso, Äthiopien, Kenia, Guinea, Malawi, Mali, Namibia, Senegal, Swasiland,  Tansania, Uganda, Sambia und Simbabwe.
Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Kondome an Schüler und Schülerinnen an Gymnasien ausgegeben werden sollten. Während die Schulen in Südafrika unter dem Druck ständen, die Verteilung voranzutreiben, würde diese in keinem der 12 vertretenen afrikanischen Länder praktiziert.
Mit Irene Malambo, der Vertreterin Sambias bei diesem Treffen, zitiert der Mail & Guardian eine häufig vertretene Meinung zur Sache, die bei anderen Vertretern nur in Nuancen abweicht: "Bei Bildung geht es darum Information weiterzugeben. Wir können Information über Kondome und wo sie zu erhalten sind weitergeben, aber sie sollten nicht an Schulen verteilt werden."
Außerdem, so ein südafrikanischer Bildungsvertreter, würden die Lehrer, die über Sexualität aufklärten, als promiskuitiv angesehen, während jene, die Kondome annähmen als unchristlich gebrandmarkt würden.
(...)
Einen Kompromiss, so der Bericht, schlug der Vertreter der West-Kap-Provinz vor:
"Wir müssen die Eltern mit einbeziehen", betonte er. "Schulen könnten Treffen abhalten und entscheiden, die Kondome nicht an den Schulen selbst zu verteilen, sondern an nahe gelegenen Plätzen, wie spaza shops [örtlicher Kleinhandel, J.K.]."
Andrew Mavise, der Vertreter Simbabwes fügte hinzu, dass eine Verteilung von Kondomen das gesamte HIV/AIDS-Programm an Schulen untergraben könnte, wenn die Eltern mit dieser Tatsache konfrontiert würden.
Mail & Guardian zitiert denselben Vertreter als er auf einen möglichen Missbrauch der Kondome hinweist: "Wir verteilten eine Menge Kondome in einer ländlichen Gegend, die eine hohe Rate von durch Sexualität übertragenen Infektionen aufwies. Obwohl die Kondome verschwanden, blieb die Infektionsrate gleichbleibend hoch. Bei Nachforschungen stellten wir fest, dass die Kondome als Fischköder benutzt worden waren."
(...)
Der Bericht schließt mit dem Hinweis, dass viele Länder immer noch keine Vollzeitkräfte beschäftigen, die sich mit HIV/AIDS auseinander setzten; außerdem führe die mit der Krankheit verbundene Stigmatisierung dazu, "dass eine Zahl von Ländern ihre HIV/AIDS-Interventionen tarnten, indem sie sie in Abteilungen wie Qualitätskontrolle oder Belegschaftsunterstützung steckten.
(Mail & Guardian, ÜE: J.K.)
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Afrika-Chronik Guardian, UK v. 27.06.86, Offener Brief André Brinks an Präsident Botha, 1986
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