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AFRIKA-CHRONIK |
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MALAWI |
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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M A L A W I
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1930 |
→
James David Rubadiri, der zukünftig
unter der Kurzform David Rubadiri als Dichter, Schriftsteller
und UN-Mitglied bekannt werden wird, wird in der Ortschaft Liuli,
in der brit. Kolonie Nyasaland [heute: Malawi] geboren. |
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1933 |
Mit dem Buch Mbiri ya Nthondo (Geschichte des Nthondo)
erscheint das erste in Nyanja verfasste fiktive Werk. Sein Autor
ist der 1905 in Malawi geborene vormalige Missionsschüler
der Holländisch Reformierten Kirche Samual Yosia Ntara.
Schon ein Jahr später wird die fiktionale Biographie unter
dem Titel Man of Africa in der englischen Übersetzung
von Rev. T. Cullen Young publiziert.- Vgl. Albert
S. Gérard a.a.O. |
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1949 |
Von Samuel Yosia Ntara (auch: Samuel Josia Ntara) erscheint
zeitgleich das in Nyanja verfasste Original Mnyamboza sowie
dessen engl. Übersetzung Headman's Enterprise An Unexpected
Page in Central African History von Rev. T. Cullen Young.
Der blumige Titel sollte die für den Übersetzer essentielle
Botschaft dieses "historischen Romans" betonen, die
Nacherzählung des Werdegangs von Chief Mnyamboza, der fast
ein halbes Jahrhundert über die Chewa regiert hatte.- Vgl.
Albert S. Gérard a.a.O. |
| 16.
Oktober |
1949 |
Der spätere malawische Dichter →
Frank
M. Chipasula
wird in Luanshya, Sambia, geboren. |
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1960 |
Nach ca. tausend Meilen zufuß erreicht Legson Kayira Kampala.
Fünfzehn Monate zuvor hat der von Missionaren ausgebildete
Sohn einfacher Eltern sein Heimatdorf in Nyasaland verlassen,
mit Essen für fünf Tage, zwei Büchern, der Bibel
und Pilgrim's Progress von John Bunyan, einer Decke,
einer kleinen Axt zur Verteidigung und dem Wunsch, Kairo zu
erreichen, um von dort ein Schiff zu nehmen, das ihn ins ersehnte
Amerika tragen würde.
Die nächsten sechs Monate würde er in →
Ugandas
Hauptstadt bleiben, alle möglichen Jobs machen und jeden
freien Moment in Bibliotheken verbringen. Bei einem dieser Aufenthalte
würde er ein Verzeichnis amerikanischer Colleges samt Bildern
entdecken. Eines davon würde ihn mit seiner Lage an seinen
bergigen Heimatort erinnern. Er würde das College anschreiben
und um Aufnahme bitten und eine schriftliche Zusage samt einem
Versprechen für ein Stipendium erhalten. Ohne zu wissen,
wie er die Überfahrt nach Amerika bezahlen sollte, würde
er sich erneut auf den Weg begeben - mit dem letzten verdienten
Geld würde er sich Schuhe gekauft haben, um nicht barfuß
im College anzukommen. (Vgl. Cynthia
Kersey a.a.O, siehe
auch) |
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1960 |
Ein halbes Jahr nach Abreise von Kampala und mehr als zwei Jahre
nach Abreise aus der Heimat erreicht Legson Kayira erschöpft
und ohne Geld Khartoum, die 1650 Meilen entfernte Hauptstadt
→
Sudans.
Inzwischen hat sich in Mount Vernon (Washington), ausgehend
vom Skagit Valley College, für das der künftige Professor
für Politische Wissenschaften und Schriftsteller ein Stipendium
erhalten hatte, die →
Geschichte
seines unglaublichen Marsches herumgesprochen, und die Collegeschüler
sowie Ortseinwohner spendeten $ 650. Die Summe wird dem inzwischen
20-jährigen Legson nach Khartoum
geschickt. Mit dem Geld wird er seinen Weg nach Kairo fortsetzen,
insgesamt ca. 3000 Meilen zurückgelegt haben und seine
Passage nach Amerika antreten. (Vgl. Cynthia
Kersey a.a.O.) |
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1966 |
Der Roman No Easy Task (Keine leichte Aufgabe) des 1926
geborenen Schriftstellers und Journalisten Aubrey Kachingwe
erscheint; das Buch beschreibt den Kampf um Unabhängigkeit
in dem fiktiven afrikanischen Land Kwacha, erzählt wird
aus der Sicht des Journalisten Jo Jozenzi. |
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1967 |
Zwei Jahre nachdem David Rubadiri seine diplomatische Karriere
- er war Malawis erster Botschafter in den USA und bei den Vereinten
Nationen - wegen seines Zerwürfnisses mit Präsident
Hastings Banda beendet hat, erscheint sein Roman No Bride
Price (Kein Brautpreis), in dem er die Probleme einer Beamtenkarriere
und rassische Konflikte in Ostafrika aufgreift. |
| Januar |
1975 |
Nach der Veröffentlichung des Romans Nobody's Friend
im Vorjahr wird sein 1945 geborener Autor, der Diplomat Sam Mpasu,
inhaftiert.
Jahre später wird er in einem Interview den Hintergrund
für den Vorwurf der Volksverhetzung benennen: Der Titel
habe eine Anspielung auf den diktatorisch regierenden Präsidenten
Dr. H. Kamazu Banda nahegelegt, der sich wegen
seiner Beziehungen zu →
Südafrika
international isoliert habe und zum Anderen sei die in dem Roman
dargestellte Ermordung eines Präsidenten kritisiert worden.
-
Vgl. Sam
Mpasu The Writer v. Kondwani Kamiyala u. Jack McBrams
|
| 20.
April |
1976 |
Im Lundazi Distrikt in →
Sambia
wird der künftige malawische Dichter, Autor von Kurzgeschichten
und Präsident des malawischen Schriftstellerverbandes Stanley Onjezani Kenani
geboren. |
| 28.
Februar |
1977 |
Der
wegen des Vorwurfs der Volksverhetung einsitzende Autor Sam
Mpasu wird nach gut zwei Jahren aus der Haft entlassen.
Jahre später wird er seine Gefängniserfahrungen in
dem Buch Political Prisoner 3/75 of Dr. H. Kamuzu Banda of
Malawi veröffentlichen. |
| 25.
September |
|
Der
1944 geborene malawische Dichter →
Jack
Mapanje wird ohne Angabe von Gründen inhaftiert und
ins berüchtigte Mikuyu Maximum Detention Camp, in
Zomba, gesteckt, wo er über drei Jahre bleiben wird. |
| 10.
Mai |
|
→ Jack
Mapanje, bedeutendster Lyriker Malawis, wird auf internationalen
Druck hin freigelassen, nachdem er fast 4 Jahre ohne Anklageerhebung
inhaftiert war. |
| 26.
Januar |
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Die taz berichtet in einer Meldung von AP aus Lusaka
von der Freilassung der malawischen Dissidentin Vera Chirwa.
Zwölf Jahre nach der Verurteilung der Juristin wegen Hochverrats
wurde sie von Präsident Hastings Kamuzu Banda "aus
humanitären Gründen" begnadigt. (taz/AP) |
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August |
|
"Männer
von Ansehen …"
Mit diesem Titel überschreibt das malawische Autorenteam
Akwete Sande, Patrick Mwanza und Angels Mtukulo seinen Kurzbericht
für die kritische Zeitung New Internationalist.
Präsident Bakili Muluzi von Malawi habe seinen Ruf aufs Spiel
gesetzt, heißt es in dem Artikel, der sich auf die Nachrichtenagentur
Gemini News Service bezieht, als er sein Portrait auf
einen Geldschein drucken ließ. Muluzi hatte den Personenkult
um den abgesetzten "Präsident(en) auf Lebenszeit" Hastings Kamuzu
Banda verurteilt, der andere historische Persönlichkeiten in
den Hintergrund drängte und die Leute glauben machte, "Banda
sei der Anfang und das Ende der Geschichte des Landes". Das
Kabinett habe nun beschlossen, Portraits von Banknoten zu verbannen,
weil man davon ausgehe, dass viele von den geschätzten 7.7 Mio.
Analphabeten im Lande glauben könnten, Banda sei immer noch
an der Macht. Kritiker behaupteten, Muluzi sei in die Fallen
des Amtes geraten und das Malawische Parlament habe beschlossen,
dass die zukünftige Währung nicht mehr das Angesicht von
lebenden Führern tragen werde. ·
(New
Internationalist,
ÜE:
J.K.) |
| November |
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Prof. David Rubadiri, der auch als Dichter und Schriftsteller
Bekanntheit erlangte, wird Ständiges Mitglied Malawis in
der UNO. |
| 15.
April |
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Der Berliner Kurier meldet aus Blantyre, Malawi, dass
nach zahlreichen Erdrutschen 3000 Menschen obdachlos wurden.
Aufgrund der zerstörten Infrastruktur des Landes lässt
sich das genau Ausmaß der Katastrophe noch nicht bestimmen
...
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2003 |
"Die
Kirche befreit Kinder von Hexerei"
"14 von 47 Kindern, die vorgeblich in Limbe, in der Region Maone
Hexerei praktiziert haben sollen, nahmen letzte Woche an besonderen
Gebeten im Ministerium Mountain of Fire and Miracles
teil." Dies berichtet die Tageszeitung The Nation aus
Malawi. Schon nach 3 Tage währenden Gebeten seien die Kinder
in der Lage gewesen, die Schule wieder zu besuchen. → mehr dazu
·
(Malawi Nation,
ÜE:
J.K.) |
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Die
Gründerin und Leiterin der Hilfsorganisation Malawi
Carer Vera Chirwa wurde von der Tageszeitung Malawi
Nation zur Frau des Jahres 2003 gewählt.
In der Begründung für die Wahl der Anwältin
und Menschenrechtsaktivistin, die wegen Hochverrats 12 Jahre
inhaftiert und 1993 vom damaligen Präsidenten Banda begnadigt
worden war, werden "ihre anhaltenden Bemühungen für
die Wahrung der Menschenrechte des demokratischen Malawi"
gewürdigt.
Anastasia Msosa, die erste Frau Malawis, die als Richterin
ans Oberste Gericht berufen wurde, erreichte den zweiten Platz.
Die dritte Stelle belegt Frau Dr. Ankie Borgestein, die 41
Jahre lang als Kinderärztin am Queen Elizabeth Central
Hospital in Blantyre tätig war. (Malawi
Nation, ÜE:
J.K.)
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| Februar |
2004 |
In Malawi stirbt der 1955 in Nguludi geborene Poet Anthony Nazombe.
Er lehrte bis zu seinem Tode Englisch am Chancellor College
der University of Malawi.
1990 veröffentlichte er mit The Haunting Wind: New Poetry
from Malawi die zweite Lyrik-Anthologie des Landes; es folgte
eine weitere Anthologie: Operations and Tears. A New Anthology
of Malawian Poetry, neben malawischer Lyrik - darunter die
des Herausgebers - steht steht in diesem Band die des Nigerianers
Niyi Osundare, der seine Gedichte →
Jack
Mapanje
widmete. |
| zeit |
los |
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:
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12.
März |
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Der 1954 in Malawi geborene Autor Dede Kamkondo stirbt in Lansing,
Michigan, USA. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder,
die in den USA studieren.
Der Autor von Kinder- und Jugendbüchern sowie von Hörspielen
und Kurzgeschichten studierte Soziologie und Literaturwissenschaften
an der University of Malawi in Lilongwe und schloss 1975
mit einem BA ab. Danach lehrte er Kommunikationswissenschaften
an derselben Universität. Ein MA von der University
of Wales schloss sich an. 1995 ging er mit einem Fulbright
Stipendium an die Michigan State University (MSU) in
den USA. Seine Doktorstudien über Landwirtschaftlichen
Anbau musst er wegen Krankheit abbrechen.
Dede Kamkondos Werke wurden verschiedentlich mit Literaturpreisen
ausgezeichnet, u.a. das Hörspiel Mission of the Hyena,
1990 in Sambia. Bereits 1980 erhielt er im eigenen Land für
sein Hörspiel The Vacant Seat einen Literaturpreis,
jedoch befand die Zensurbehörde das Stück sei "subversiv"
und bannte es. In Deutschland wurde er dem interessierten Publikum
bekannt durch seine ergreifende Kurzgeschichte Weißt du noch,
Mama, die in Übersetzung in der Anthologie Die Sonnenfrau
(Wuppertal 1994), hgg. von Wolfram Frommlet, erschien, der diese
Geschichte auch - umgesetzt von Jo Fröhlich - für ein Puppentheater
inszenierte.
Zehn Tage nach Kamkondos Tod wird die Zeitung Malawi Nation
in einem kurzen Nachruf Steve Sharra zitieren, einen malawischen
Kollegen in Michigan: "Als ich heranwuchs, war Dede - ein
sehr produktiver Schriftsteller - ein Vorbild für mich.
Später schloss ich mich ihm - als einem der Mitbegründer
von PEN Malawi - an. Wir wurden Freunde, wir waren zwei der
wenigen (malawischen) Studenten an der MSU. Die malawische Community
in Lansing, Michigan, wird ihn sehr vermissen und die Literaturbegeisterten
in Malawi ebensosehr, aber seine Werke werden immer zu uns gehören
und das ist ein kleiner Trost."
Weitere Bücher:
Truth Will Out, London 1986
Children of the Lake, 1988
For the Living a year later, 1989
Sivo and the Cruel Thief
The Flying Saucer
(Vgl. Malawi Nation v. 22.03.06,
ÜE:
J.K.) |
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2006 |
"Artikel
der Sunday Times für den CNN-Award nominiert"
Ein von Isaac Masingati in The Sunday Times erschienener
Artikel, heißt es in der englischsprachigen "Schwesterzeitung"
The Daily Times, sei für den begehrten
CNN-Journalist des Jahres-Preis nominiert worden.
Masingati, ein Student am Polytechnischen Institut der Universität
von Malawi im dritten Jahr wird hierzu mit den Worten zitiert:
"Ich bin nicht sicher, welcher der vier von mir eingereichten
Beiträge gewonnen hat, da ich darüber noch nicht
informiert worden bin."
Zwei der Beiträge, beschäftigten sich mit dem Thema
Umwelt - 'When man hurts nature' (Wenn der Mensch die Natur
verletzt) und 'We sleep like animals' (Wir schlafen wie Tiere)
- und zwei mit dem Thema Ökonomie - 'Debt makes poor
man poorer' (Schulden machen Arme ärmer) and 'Spinning
gold from scrape' (Gold durch Schürfen zusammenkratzen)".
Der Student verstehe den Preis als Anerkennung für seine
Arbeit. "Ich bin sehr aufgeregt, weil ich es als eine Ehre
für mich und mein Land ansehe, als einer der Journalisten
qualifiziert zu sein, die aus 43 Ländern am Wettbewerb
teilnahmen."
Auch der Herausgeber von The Sunday Times
News äußert sich ähnlich: "eine Ehre für
die Zeitung, den Artikel gedruckt zu haben, der für den
begehrten Preis nominiert wurde".
Malawi habe nur drei Journalisten hervorgebracht, die den
Preis gewonnen haben. Neben Masingat, der 2002 als "Afrikas
Business- und Ökonomie-Journalist des Jahres" ausgezeichnet
worden sei, waren dies Anthony Livuza und Ambrosie Namoyo.
Für Masingati sei dies bereits der zweite CNN-Award,
konstatiert der nicht genannte Berichterstatter und ignoriert
dabei die Tatsache, dass es sich vorerst um eine Nominierung
handelt.
Die anderen Finalisten des Jahres seien: Josephine Akarue
(→ Côte d'Ivoire);
Marion Alina Musinguzi Bamuturaki (→
Uganda);
Lilian Aluanga und Darren Taylor, Joe Umbuor (→
Kenia);
Angus Begg und Carte Blanche, Khopotso Bodibe und Anso Thom,
Victoria Cullinan und Carte Blanche, Tanya Farber, Sandy McCowen,
Jacques Pauw (→
Südafrika);
Shola Oshunkeye, Adeshina Oyetayo (→
Nigeria);
Ramata Sore (→
Burkina
Faso); Desmond Kwande (→
Simbabwe)
sowie Salwa Jaafari (→
Marokko).
·
(Daily Times, Malawi,
ÜE:
J.K.) |
| 23.
Oktober |
2006 |
"Eine
Frau wegen tätlichen Angriffs auf ihr Hausmädchen
zu Geldstrafe verurteilt"
Dies meldet die Zeitung Malawi Nation in ihrer Rubrik
National.
Ein malawisches Gericht in Monkey Bay, an der südlichen
Seite des Malawi-Sees gelegen, habe die 50jährige Jane
Somanje wegen des tätlichen Angriffs auf ihr Hausmädchen
und das böswillige Zerstören deren Kleidung zu einer
Geldstrafe von 45.000 → MWK
verurteilt, die bei Nichterfüllung in eine 12-monatige
Gefängnisstrafe umgewandelt würde. Am 19 August 2006
habe die Verdächtige aus unbekannten Gründen mit ihrem
Hausmädchen einen Streit gehabt, heißt es in dem
Artikel weiter, in dessen Verlauf sie diesem den linken Arm
gebrochen sowie böswillig deren Kleidung zerstört
hätte. Mit dem Verweis auf ihre Tätigkeit als Krankenschwester,
die sich um schützbedürftige Menschen kümmere,
habe die Angeklagte das Gericht um Nachsicht gebeten. Sie habe
sich außerdem um ihren alternden Ehemann und um Waisen
zu kümmern. Der Erstinstanzrichter verwies darauf, dass
solche Fälle sehr häufig vorkämen. Er habe der
Bitte um Nachsicht aus den angegebenen Gründen entsprochen.
35.000 MWK würden dem 29jährigen Opfer, Rose James,
aus Kera Village als Entschädigungszahlung zugesprochen.
·
(Malawi Nation,
ÜE:
J.K.) |
| 27.
Oktober |
2006 |
"Menschenrechtsgruppen
belästigen mich - Davids Vater"
Unter diesem Titel berichtet die Zeitung "Malawi Nation" vom
biologischen Vater des 13 Monate alten Jungen, den Superstar
Madonna zu adoptieren beabsichtigt. → mehr dazu
·
(Malawi Nation,
ÜE:
J.K.) |
| 29.
Januar |
|
"Häuptling
beschuldigt Illovo, Überschwemmung verursacht zu haben"
→
"Paramount
Chief" Lundu vom Shire Valley-Bezirk, Chikwawa, konkretisieren
die beiden Autoren Jacob Jimu und Rabecca Theu für die malawische
Tageszeitung The Nation, habe am Freitag die Zucker-Gesellschaft
Illovo beschuldigt für die Überschwemmungen, die sich
fast in jeder Regenzeit ereigneten, verantwortlich zu sein.
→ mehr dazu
·(Malawi
Nation,
ÜE:
J.K.)
|
16.
Oktober

African
Love Poetry |
2009 |
Der Dichter, Kritiker und Dozent Frank M. Chipasula wird 60
Jahre alt.
Chipasula, der wegen des autokratischen Führungsstils des
früheren Präsidenten Hastings Banda in die USA emigriert
war, hat sich vor allem als Lyriker und Herausgeber einen Namen
gemacht.
Werke:
Visions and Reflections, Lyrik. Lusaka (Sambia) 1972
O Earth, Wait for Me, Lyrik. Johannesburg 1984
Nightwatcher, Nightsong 1986
Whispers in the Wings: New and Selected Poems. Oxford 1991
Als Herausgeber:
When my Brothers Come Home: Poems from Central and Southern
Africa. Middletown 1985
The Heinemann Book of African Women's Poetry, gemeinsam mit
seiner Frau Stella. 1995.
1989 wurde Frank Mkalawile Chipasula mit dem BBC-Poetry-Prize
ausgezeichnet. |
|
2011 |
"Aktivisten
Ben Chiza Mkandawire und Nyasulu erhalten Todesdrohungen",
titelt die englischsprachige malawische Zeitung Nyasa Times.
Die beiden Pro-Demokratie-Aktivisten Ben Chiza Mkandawire und
Brian Nyasulu haben der Lingadzi Polizeistation in Lilongwe
Todesdrohungen gemeldet, die sie übers Handy erhalten haben....
→ mehr dazu
·
(Nyasa Times Online,
ÜE:
J.K.) |
| . |
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| .. |
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Anmerkungen:
Quellen
allgemein, siehe → Chronik-Startseite
*
inkl. arabischer Raum
**
European-language writing in sub-Saharan Africa, Band 2
Von Albert S. Gérard
***
Kayira selbst erzählt diese Geschichte detailreich in
seiner 1965 erschienenen Autobiografie I will try.
Nacherzählt wird sie von Cynthia Kersey in Unstoppable:
45 Powerful Stories of Perseverance and Triumph from People
Just Like You; in komprimierter Form kursiert sie im
Internet, z. B. unter http://www.thefamily.org/
(in engl. Sprache).
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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