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KWANI?
kenian. Literaturmagazin
in engl. Sprache!

 

 


MAINA WA KINYATTI
KENYA: A PRISON NOTEBOOK

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CHRONIK
 
 
Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
von innen und außen
 
K E N I A
.Stand: 13.05.08
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1840

Mit Muyaka bin Haji al-Ghassaniy aus Mombasa stirbt der erste bekannte kenianische Dichter.
Berühmt wurde er für die Gestaltung seiner außerordentlichen Vierzeiler, der gebräuchlichen Versform für philosophische wie aktuelle Themen. Seine Gedichte in Suaheli
hatten nicht - wie üblich - religiöse Inhalte, sondern reichten von Themen des häuslichen Lebens bis hin zur politischen Satire. So unterstützte der 1776 geborene al-Ghassaniy beispielsweise die lokale Dynastie der Mazrui in ihren Unabhängkeitsbestrebungen gegen die Vorherrschaft von Oman, die erst wenige Jahre vor seinem Tod, 1837, durchgesetzt werden konnte.

 
1858
In der islamischen Tradition des didaktischen religiösen Kommentars entsteht das erste Poem in Suaheli, das Utendi wa Mwana Kupona (Poem der Mwana Kupona) von Mwana Kupona binti Msham vom Lamu-Archipel [heute: Kenia].
 
1860
Tod der etwa 70-jährigen Dichterin Mwana Kupona binti Msham.
Die 1790 in Pate, einem Ort auf der gleichnamigen, zum Lamu-Archipel gehörenden Insel [heute: Kenia] geborene Dichterin soll noch auf dem Sterbebett - der didaktischen Tradition folgend - ihren mütterlichen Rat in Gedichtform an ihre Tochter weitergegeben haben: Rat der Mwana Kupona über die weibliche Tugend.
15. Mai
1930
Im kenianischen Asembo bei Kisumu wird Grace Emily Akinyi geboren, die später unter dem Namen Grace Ogot als Schriftstellerin Berühmtheit erlangen wird.
5. Januar
1938
Im kenianischen Kamirithu wird der spätere Schriftsteller  Ngugi wa Thiong'o in eine traditionelle Kikuyu-Bauernfamilie hinein geboren und auf den Namen James (Ngugi) getauft.
Dezember
1948
In Nanyuki, Kenia, wird der spätere Schriftsteller  Meja Mwangi geboren.
Januar
1971
 Binyawanga Wainaina, späterer Schriftsteller, wird in der Provinz Rift valley, Kenia, geboren; seine Mutter stammt aus  Uganda.
31. Dezember
1977
In Kenia wird der Schriftsteller  Ngugi wa Thiong'o wegen "subversiven Inhalts" seiner Schriften verhaftet und ins Hochsicherheitsgefängnis Mamiti Maximum Security Prison verbracht.
15. Juni
1978
The New York Review of Books veröffentlicht einen Brief an die Herausgeber des Magazins, der die Freilassung des kenian. Schriftstellers  Ngugi wa Thiong'o fordert:
"Wir waren zutiefst besorgt, als wir in ihrer Ausgabe vom 4. Mai lasen, dass der hervorragende Schriftsteller und Akademiker Ngugi wa Thiong'o nach der Veröffentlichung seines Romans Petals of Blood nach dem Public Security Act in Kenia inhaftiert worden ist.
Wir können es kaum glauben, dass Professor Ngugi, dessen Werke international gelesen und bewundert werden, eine Gefahr für die Sicherheit Kenias darstellen soll. Wir fordern die Regierung von Kenia dringend auf, ihn unverzüglich freizulassen." (NYREV,
ÜE: J.K.)
Der Appell ist unterzeichnet von zahlreichen Schriftstellern von internationalem Rang wie beispielsweise James Baldwin und Philip Roth; Afrika wird repräsentiert durch Alex La Guma und
  Lewis Nkosi.
12. Dezember
1978
Am 22. August 1978 stirbt Jomo Kenyatta, der erste Präsident des unabhängigen Kenia. Sein Vizepräsident Daniel arap Moi folgt ihm ins höchste Amt. Bei dessen Antritt wird im Zuge einer Generalamnestie auch der kenianische Schriftsteller  Ngugi wa Thiong'o - nach knapp einem Jahr und ohne ein Gerichtsverfahren - aus der Haft entlassen.
2.+3. Juni
Unter dem Vorwurf im Besitz von staatsgefährdender Literatur zu sein, wird der kritische Historiker und Autor  Maina wa Kinyatti verhaftet.
In seinen Gefängnisnotizen - Kenya: A prison notebook - wird er später schreiben: "Sie konfiszierten meine persönliche Schreibmaschine, 29 Hefter über meine Forschungsarbeit zur Mau-Mau-Bewegung, 23 Bücher, inkl. der Werke von Marx, Engels, Lenin, Castro, Che Guevera,
  Ngugi wa Thiong'o und meine eigenes Buch Thunder from the Mountains."
Am 2. Juni wird die Wohnung des Historikers auf dem Kenyatta University campus in Nairobi durchsucht. Dabei ist nur seine Frau anwesend, der nach 4-stündiger Durchsuchung mitgeteilt wird, ihr Mann werde polizeilich gesucht, er müsse sich im Hauptquartier des Criminal Investigation Department (CID) melden, was er am folg. Morgen tut, worauf er verhaftet wird. (Vgl.
Maina wa Kinyatti Kenya: A prison notebook. London 1996).
  Der 1942 in Kibete geborene Prosaschriftsteller Leonard Kibera stirbt in seiner Heimat. Bis zuletzt lehrte er an der Kenyatta University von Nairobi.
Kiberas Kindheit war geprägt von dem schrecklichen Alltag während des Unabhängigkeitskampfes, diese Erfahrungen gingen ein in seine Short Stories in dem mit seinem Bruder Samuel Kahiga gemeinsam veröffentlichten Band Potent Ash (1968). Sein einziger Roman Voices in the Dark (1970) wendet sich mit dunklem Humor der Frage zu, warum die meisten Mau Mau-Kämpfer auf der Straße vergessen werden, wo sie betteln und sterben.
17. Oktober
Nach sechseinhalb Jahren Haft unter dem repressiven Regime von Daniel arap Moi wird der Historiker und Autor Maina wa Kinyatti freigelassen.
Er wird Kenia verlassen und sich zunächst in New York niederlassen. (Vgl. PEN, American Center)
27. März
Die tageszeitung berichtet aus Kenia, die dortige Regierung übe Zensur im Druckbereich über vielerlei Gesetze aus ...
"Für ein Land von Kenias Ruf ist das zwar keine besonders lange Liste. Aber man muß bedenken, daß in den letzten zehn Jahren systematisch versucht wurde, Kreativität zu ersticken. Viele Schriftsteller haben nach Verhaftungen und Verfolgungen das Land verlassen, unter anderen Ngugi wa Thiong'o, Abdilatif Abdalla, Ali Mazrui, Alamin Mazrui, Maina wa Kinyatti, Micere Mugo, Kimani Gecau, Ngugi wa Mirii und Atieno Odhiambo."
(Henry M. Chakava
·  taz)
16. August
  "Trotz Drangsalierens lebt Ngugis Magie weiter",
betitelt Wahome Mutahi seinen in der Rubrik Lifestyle der kenianischen Zeitung Daily Nation erschienenen Bericht über die Versuche, die Publikation des Romans Matigari des wohl berühmtesten Autors des Landes,
Ngugi wa Thiong'o, zu verhindern.
 mehr dazu · (Daily Nation)
19. Juni
Anlässlich eines erneuten Besuchs geht Fred Mbugua für die englischsprachige kenianische Tageszeitung Daily Nation in seinem Artikel "Das Haus, das James baute" auf die Wirkungsstätte von Ngugi wa Thiong'o in seiner Heimat ein, die Kamirithu Theatergemeinschaft, eines der "bedeutendsten zeitgenössischen kulturellen Wahrzeichen" des Landes.
mehr dazu
· (Daily Nation, ÜE: J.K.)
23. Juni
1999
Die englischsprachige Wochenzeitung The East African berichtet in einem Artikel von Paul Redfern über die Hintergründe der Absage eines Interviews des Präsident Moi-Biographen Andrew Morton, der damit dem Rat seiner Anwälte folgte.
mehr dazu
· (East African, ÜE: J.K.)
27. April
Unter dem Titel "Verlegerikone stirbt", berichtet die englischsprachige Tageszeitung Daily Nation vom Tod "einer der größten Namen in der Geschichte der Buchverleger Kenias".
Roger Houghton sei am Montag in London im Alter von 71 Jahren einer Herzattacke erlegen.
"Houghton war", heißt es in der Kurzmeldung weiter, "für mehr als ein Jahrzehnt - in den 60er und 70er Jahren - der Leiter des Nairobi-Büros von Oxford University Press" gewesen.
Er sei an der Ausbildung von Buchverlegern wie John Nagenda und John Ruganda aus
Uganda und Jonathan Kariara aus Kenia beteiligt gewesen.
Sein soziales Umfeld habe Personen wie Elimo Njau aus Tansania, Okot p'Bitek und Eli Kyeyune aus
Uganda und aus Kenia Ngugi wa Thiong'o sowie Philip Ochieng umfasst.
Houghton sei mit einer Kenianerin verheiratet gewesen, die in den 70er Jahren verstorben sei.
Roger Houghtons
Leichnam werde am morgigen Tag kremiert. · (Daily Nation)
26. Mai
2001.

"Entfernt solche Scheusale aus unserem Schulsystem",
fordert Kenias Daily Nation in einem Bericht über Prügelstrafe in den einheimischen Schulen ...
mehr dazu · (Daily Nation)

16. Juli
BBC meldet den Gewinn des mit $ 15.000 dotierten Caine Prize For African Writing, der an den Kenianer  Binyavanga Wainaina für seine Kurzgeschichte Discovering Home gehe. Bei einem Dinner im Oxford's Bodleian Museum habe die Vorsitzende der Jury, die ägypt. Autorin Ahdaf Soueif die Story gelobt: "Eine gekonnte und fein imaginierte Geschichte. Sie bewegt sich mit Weisheit und Humor sowie Originalität zwischen verschiedenen afrikanischen Schauplätzen, ein brillantes Zeichen für die zukünftige Arbeit des Autors." Der in Südafrika lebende Autor und Begründer des kenian. Literaturmagazins Kwani? sei ein Reisejournalist, und ein Experte in Sachen Afrikanische Küche. Als solcher habe er 13.000 Rezepte gesammelt.
Zur diesjährigen Jury gehörte u.a. der Autor
 Abdulrazak Gurnah. Im vergangenen Jahr sei der Preis an den nigerianischen Autor Helon Habila für seine Kurzgeschichte Love Poems gegangen, die Geschichte eines unter militärischer Herrschaft inhaftierten Dichters in Nigeria. · (BBC NEWS, World Edition)
22. Juli
chrAbs Nachdem er 137 Tage im Koma gelegen hatte, stirbt im Kenyatta Hospital, Nairobi, der kenianische Journalist, Aktivist für unabhängige Medien, Dramatiker, und Satiriker Wahome Mutahi. In Kenia besser bekannt unter dem Namen Whispers, so der Titel seiner Kolumne in Daily Nations, in der er über 20 Jahre lang das kenianische Leben mit der von ihm geschaffenen Familie - Familienvater mittleren Alters, Ehefrau Thatcher und die Kinder Whis Junior und Pajero - karikierte.
zeit
los
Afrikanische Sprüche und Weisheiten:
16.
September
2003
chrAbs Die kenianische Tageszeitung The Daily Nation berichtet von Studentenprotesten in Nairobi nach der Ermordung von Dr. Mbai, Dozent für Politische Wissenschaften und Vorsitzender des Dezentralisierungsausschusses der Verfassungsversammlung ...  mehr dazu · (Daily Nation)
14. Oktober
2003
chrAbs Die kenianische Tageszeitung Daily Nation berichtet von der Initiative einer Nichtstaatliche-Organisation ( NGO), die 150.000  Sh spendete, um Kinder zu unterstützen, die gezwungen sind für Schuluniformen und Lernmaterial zu arbeiten. Es werde ihnen die Möglichkeit zu einfachen Farmarbeiten, wie Jäten, Viehhüten etc., angeboten. Diese Initiative ist Teil eines Pilotprojekts des African Network for Prevention and Protection of Child Abuse and Neglect (Afrikan. Netzwerk zur Prävention von Missbrauch und Verwahrlosung von Kindern). (Daily Nation, ÜE: J.K.)
6. November
2003
chrAbs Die kenianische Tageszeitung Daily Nation berichtet vom Analphabetentum im Lande und nennt eine Rate von 16 Prozent.  mehr dazu · (Daily Nation, ÜE: J.K.)

15. Dezember

2003
chrAbs Die kenianische Tageszeitung Daily Nation berichtet von Studenten im Lande, die Zuflucht zu illegalen Tätigkeiten nehmen, um ihr Studium zu finanzieren.
 
mehr dazu · (Daily Nation, ÜE: J.K.)
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13. August

 

chrAbs Bernard Momanyi und Jane Muholo von der Kenya Times berichten von einer Attacke auf den kenianischen Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o und seine Frau, das "Paar, das in einem Vergewaltigungsversuch erniedrigt wurde".
mehr dazu · (Kenya Times, ÜE: J.K.)
11. September
2004
chrAbs In seinem Hintergrundbericht für die Kenya Times über einheimische Sprachen und Dialekte vertritt der Autor Mwangi Muiruri die These:
"Ngugis Theorie der Mundartliteratur ist undurchführbar"
Die Rede ist von dem wohl bekanntesten Autor und Dozent des Landes "Professor
Ngugi wa Thiong'o, den man mit Recht Kenias William Shakespeare nennen könnte". Er glaubt, der einzig sichere Weg, den Respekt der Jugend für Kultur zu mobilisieren, sei, für diese in Mundart zu schreiben.
mehr dazu · (Kenya Times, ÜE: J.K.)
9. Oktober
WANGARI MAATHAI: AFRIKA, MEIN LEBEN: ERINNERUNGEN EINER UNBEUGSAMEN bei amazon bestellen
2004
chrAbs       "Stolz von Kenia"
In einem mit "Mbothu Kamau & Agenturen" gezeichneten Artikel berichtet die Kenya Times von "Professor Wangari Maathai, der ersten afrikanischen Frau, die den Friedensnobelpreis" erhielt und damit Geschichte schrieb.
mehr dazu  ·
  (Kenya Times, ÜE: J.K.)
10. Dezember
chrAbs Die englischsprachige kenianische Tageszeitung The Standard bringt einen Artikel über die 34. Graduierungszeromonie der University of Nairobi, bei der 3673 Studenten ihren Abschluss erhielten. Neben diesem Bericht, aus dem unverkennbar Stolz herauszulesen ist, steht u.a. ein Artikel über die korruptesten Einrichtungen des Landes:
"Polizei führt die Korruptionsliste an"
mehr dazu · (The Standard Kenya, ÜE: J.K.)
6. August
chrAbs "Sargmacher lernt fliegen ohne aufzusetzen"
Unter diesem Titel erzählt Anderson Ojwang' für die kenianische Tageszeitung The Standard die merkwürdige Geschichte des Sargmachers Ondieki in der kenianischen Stadt Eldoret.
· mehr dazu(Standard Times, ÜE: J.K.).
9. Juli
2006
chrAbs "Maathai macht den Analphabetismus für den niedrigen Entwicklungsstand verantwortlich"
Mit diesem Titel überschreibt Elizabeth Mwai ihren Artikel für die englischsprachige kenianische Tageszeitung The Standard, in welchem sie sich auf die Friedensnobelspreisträgerin Prof. Wangari Maathai bezieht. Den "weitverbreiteten Analphabetismus" mache diese für das langsame Voranschreiten der Entwicklung verantwortlich.
mehr dazu · (The Standard Kenya, ÜE: J.K.)
15. Dezember
2006
Ein Gericht in Nairobi verurteilt die drei Wächter, die vor zwei Jahren  Ngugi wa Thiong'o und seine Frau misshandelt und beraubt haben, zum Tode.
 mehr dazu · (KBC, Kenya, ÜE: J.K.)
9. Februar

chrAbs In der englischsprachigen Tageszeitung Kenya Times stellt Mwangi Muiruri die Frage:
            "Haben Sie je Sex gehabt?"
Es herrsche zügellose Promiskuität, beginnt Muiruri seinen Bericht, nachdem er mit seiner provokanten Frage die Aufmerksamkeit der Leser erregt hat, dies zeige eine kürzlich veröffentlichte Erhebung. mehr dazu · (Kenya Times, ÜE: J.K.)

10. April
2007

chrAbs "Hunderte fliehen aus ihrer Gemeinde aus Furcht vor einem Racheüberfall",
heißt es in einem Bericht von David Ochami für die englischsprachige Kenya Times.
Hunderte Mitglieder der ethnischen Gruppe der Wardei, konkretisiert Ochami, würden aus Bura fliehen, weil sie nach dem Überfall vom Samstag auf das Osingo-Dorf im gegnerischen Gebiet Gegenangriffe der rivalisierenden Orma-Gruppe befürchteten.
mehr dazu · (Kenya Times, ÜE: J.K.)

4. Januar.
"Universitäten verschieben Beginn des Lehrbetriebs"

"Verschiedene Universitäten haben ihre Öffnung infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen nach den Wahlen verschoben", heißt es in einem Bericht von Peter Mutai und Evelyn Ogutu für die kenianische Tageszeitung The Standard.
Unter den Universitäten, die die Studenten am Donnerstag benachrichtigten, die Uni nicht zu dem geplanten Zeitpunkt aufzusuchen, befinden sich: Kenyatta University, United States International University (USIU), University of Nairobi, Maseno, Egerton und Moi Universities.
An der Kenyatta Universität hieß es vonseiten des akademischen Registrierbeamten, die Öffnung sei verschoben bis weitere Nachricht ergehe.
Ähnlich Äußerungen werden von den meisten Einzeluniversitäten zitiert.
Am Beispiel der Egerton University wird nochmals auf den gewalttätigen Hintergrund der verschobenen Öffnung eingegangen. Das Management dieser Uni habe geäußert, die Wege zur Universität seien aufgrund der Verhältnisse unsicher. Transportdienste in Teilen des Landes seien erlahmt, das Reisen für Studenten und die Belegschaft sei unmöglich geworden.
(...)
Der Beginn des Lehrbetriebs für Universitäten sowie für weiterbildende Schulen wurde in der Regel um eine Woche, vom 7. auf den 14. Januar verschoben. · (The Standard Kenya, ÜE: J.K.)
5. Januar
2008

Ngugi wa Thiong'o wird 70 Jahre alt.
Tage später wird der renommierte, in den USA lebende Schriftsteller zu den aktuellen Auseinandersetzungen nach den - mutmaßlich gefälschten - Präsidentschaftswahlen Ende Dezember 2007 in Kenia Stellung beziehen. Gefragt, ob bei den Auseinandersetzungen "ethnische Gefühle" eine Rolle spielen, wird er antworten, dass diese "von den Millionärseliten, die um die Macht kämpfen, aufgepeitscht wurden". Des Weiteren stellt Ngugi wa Thiong'o eindeutig einen historischen Zusammenhang her, wenn er sagt: "Die Gegenwart ist vom Kolonialismus und seinen Nachwirkungen immer noch stark beeinflusst. Es war schließlich der Kolonialismus, der den Tribalismus als ein Instrument der Teilung erfunden hat. 'Teile und herrsche' war das Motto aller Kolonialisten, sei es der Deutschen, der Engländer oder der Franzosen. Die koloniale Politik der kenianischen und afrikanischen Elite verfolgt die schlimmsten Traditionen der kolonialen Vergangenheit weiter. Unglücklicherweise sind es die Armen, die dazu gebracht werden, die Armen zu bekämpfen." Auf die von v. Doris Akrap in Jungle-World gestellte Frage, welche Rolle der Tribalismus unter den städtischen Jugendlichen in Kenia spiele, wird Ngugi antworten: "Tribalismus spielte für den ganz normalen Kenianer nie eine Rolle. Tribalismus ist ein Mittel der Politik und der ökonomischen Elite der verschiedenen communities. Es ist die Elite, die sowohl das Stammesbewusstsein als auch die Feindschaft unter den verschiedenen ethnischen Gruppen überhaupt erst erzeugt."
(Vgl. "Der Aufstand droht, Kenia um Jahre zurückzuwerfen", Interview mit Ngugi wa Thiong'o v. Doris Akrap, in: Jungle-World v. 10.01.2008).

"Nahrungs- und Ölkrise droht infolge der gewalttätigen Proteste nach den Wahlen",
berichtet die kenianische Tageszeitung The Standard. Die Gewalt nach den Wahlen habe eine humanitäre Krise in verschiedenen Städten im ganzen Lande ausgelöst.
mehr dazu · (The Standard Kenya, ÜE: J.K.)

"Befürchtungen über vergiftetes Wasser zerstreut",

heißt es in einem Bericht der kenianischen Tageszeitung The Standard. Die Nairobi Wasser- und Kanalisationscompany (Nairobi City Water and Sewerage Company, NWC) trat mit dieser Meldung an die Öffentlichkeit, nachdem Gerüchte über Saboteure, die das Wasser vergiftet hätten, zu kursieren begannen. Auch in Nakuru habe ein Bewohner verlangt, dass Wasserproben zu entnehmen seien. Aus dem zuständigen Ministerium hieß es, dass nach Überprüfung regelmäßig entnommener Wasserproben eine Vergiftung auszuschließen sei.
- Vgl. The Standard Kenya v. 05.01.2008

3. Mai
2008
chrAbs "Kenianischer Dramatiker Ngugi wa Mirii gestorben",
berichtet die simbabwische Wochenzeitung The Standard.
  mehr dazu, · (Standard Simbabwe, ÜE: J.K.)
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Anmerkungen:
Quellen allgemein, siehe  Chronik-Startseite
* inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem Französischen: Janko Kozmus ©

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Quellen

.. . Sach- und Personenregister
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