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AFRIKACHRONIK |
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LANDES-CHRONIKEN |
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KENIA |
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CHRONIK
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Zur
Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas*
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von
innen und außen
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|
K
E N I A
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1840
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Mit Muyaka bin Haji al-Ghassaniy aus Mombasa stirbt der erste
bekannte kenianische Dichter.
Berühmt wurde er für die Gestaltung seiner außerordentlichen
Vierzeiler, der gebräuchlichen Versform für philosophische
wie aktuelle Themen. Seine Gedichte in Suaheli
hatten
nicht - wie üblich - religiöse Inhalte, sondern reichten
von Themen des häuslichen Lebens bis hin zur politischen
Satire. So unterstützte der 1776 geborene al-Ghassaniy
beispielsweise die lokale Dynastie der Mazrui in ihren Unabhängkeitsbestrebungen
gegen die Vorherrschaft von Oman, die erst wenige Jahre vor
seinem Tod, 1837, durchgesetzt werden konnte.
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1858
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In der islamischen Tradition des didaktischen religiösen
Kommentars entsteht das erste Poem in Suaheli, das Utendi wa
Mwana Kupona (Poem der Mwana Kupona) von Mwana Kupona binti Msham
vom Lamu-Archipel [heute: Kenia]. |
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1860
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Tod der etwa 70-jährigen Dichterin Mwana Kupona binti Msham.
Die 1790 in Pate, einem Ort auf der gleichnamigen, zum Lamu-Archipel
gehörenden Insel [heute: Kenia] geborene Dichterin soll noch
auf dem Sterbebett - der didaktischen Tradition folgend - ihren
mütterlichen Rat in Gedichtform an ihre Tochter weitergegeben
haben: Rat der Mwana Kupona über die weibliche Tugend. |
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15.
Mai
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1930
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Im kenianischen Asembo bei Kisumu wird Grace Emily Akinyi geboren,
die später unter dem Namen Grace Ogot als Schriftstellerin
Berühmtheit erlangen wird. |
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5.
Januar
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1938
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Im kenianischen Kamirithu wird der spätere Schriftsteller
→ Ngugi
wa Thiong'o
in eine traditionelle Kikuyu-Bauernfamilie hinein geboren und
auf den Namen James (Ngugi) getauft. |
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Dezember
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1948
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In Nanyuki, Kenia, wird der spätere Schriftsteller → Meja Mwangi
geboren. |
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Januar
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1971
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→ Binyawanga
Wainaina, späterer Schriftsteller, wird in der Provinz
Rift valley, Kenia, geboren; seine Mutter stammt aus → Uganda.
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31.
Dezember
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1977
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In Kenia wird der Schriftsteller → Ngugi
wa Thiong'o wegen "subversiven
Inhalts" seiner Schriften verhaftet und ins Hochsicherheitsgefängnis
Mamiti Maximum Security Prison verbracht. |
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15.
Juni
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1978
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The New York Review of Books veröffentlicht einen
Brief an die Herausgeber des Magazins, der die Freilassung des
kenian. Schriftstellers → Ngugi
wa Thiong'o
fordert:
"Wir waren zutiefst besorgt, als wir in ihrer Ausgabe vom
4. Mai lasen, dass der hervorragende Schriftsteller und Akademiker
Ngugi wa Thiong'o nach der Veröffentlichung seines Romans
Petals of Blood nach dem Public Security Act in
Kenia inhaftiert worden ist.
Wir können es kaum glauben, dass Professor Ngugi, dessen
Werke international gelesen und bewundert werden, eine Gefahr
für die Sicherheit Kenias darstellen soll. Wir fordern die
Regierung von Kenia dringend auf, ihn unverzüglich freizulassen."
(NYREV, ÜE:
J.K.)
Der Appell ist unterzeichnet von zahlreichen Schriftstellern von
internationalem Rang wie beispielsweise James Baldwin und
Philip Roth; Afrika wird repräsentiert durch Alex La Guma
und → Lewis
Nkosi. |
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12.
Dezember
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1978
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Am 22. August 1978 stirbt Jomo Kenyatta,
der
erste Präsident des unabhängigen Kenia. Sein Vizepräsident
Daniel arap Moi
folgt
ihm ins höchste Amt. Bei dessen Antritt wird im Zuge einer
Generalamnestie
auch der kenianische Schriftsteller → Ngugi
wa Thiong'o - nach knapp einem Jahr
und ohne ein Gerichtsverfahren - aus der Haft entlassen. |
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2.+3.
Juni
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Unter dem Vorwurf im Besitz von staatsgefährdender Literatur
zu sein, wird der kritische Historiker und
Autor → Maina wa Kinyatti
verhaftet.
In seinen Gefängnisnotizen - Kenya: A prison notebook
- wird er später schreiben: "Sie konfiszierten meine
persönliche Schreibmaschine, 29 Hefter über meine Forschungsarbeit
zur Mau-Mau-Bewegung, 23 Bücher, inkl. der Werke von Marx,
Engels, Lenin, Castro, Che Guevera, → Ngugi
wa Thiong'o
und
meine eigenes Buch Thunder from the Mountains."
Am 2. Juni wird die Wohnung des Historikers auf dem Kenyatta University
campus in Nairobi durchsucht. Dabei ist nur seine Frau anwesend,
der nach 4-stündiger Durchsuchung mitgeteilt wird, ihr Mann
werde polizeilich gesucht, er müsse sich im Hauptquartier
des Criminal Investigation Department (CID) melden, was er am
folg. Morgen tut, worauf er verhaftet wird. (Vgl.
Maina wa Kinyatti
Kenya: A prison notebook. London 1996). |
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Der 1942 in Kibete geborene Prosaschriftsteller Leonard Kibera
stirbt in seiner Heimat.
Bis zuletzt lehrte er an der Kenyatta University von Nairobi.
Kiberas Kindheit war geprägt von dem schrecklichen Alltag
während des Unabhängigkeitskampfes, diese Erfahrungen
gingen ein in seine Short Stories in dem mit seinem Bruder Samuel Kahiga
gemeinsam veröffentlichten Band Potent Ash (1968).
Sein einziger Roman Voices in the Dark (1970) wendet sich
mit dunklem Humor der Frage zu, warum die meisten Mau Mau-Kämpfer
auf der Straße vergessen werden, wo sie betteln und sterben.
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Nach sechseinhalb Jahren Haft unter dem repressiven Regime von
Daniel arap Moi wird der Historiker und Autor Maina wa Kinyatti
freigelassen.
Er wird Kenia verlassen und sich zunächst in New York niederlassen.
(Vgl. PEN, American Center) |
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27.
März
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Die
tageszeitung berichtet aus Kenia, die dortige Regierung
übe Zensur im Druckbereich über vielerlei Gesetze aus
...
"Für ein Land von Kenias Ruf ist das zwar keine besonders
lange Liste. Aber man muß bedenken, daß in den letzten
zehn Jahren systematisch versucht wurde, Kreativität zu ersticken.
Viele Schriftsteller haben nach Verhaftungen und Verfolgungen
das Land verlassen, unter anderen →
Ngugi wa Thiong'o, Abdilatif
Abdalla, Ali Mazrui, Alamin Mazrui, Maina wa Kinyatti, Micere
Mugo, Kimani Gecau, Ngugi wa Mirii und Atieno Odhiambo."
(Henry M. Chakava ·
taz) |
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16.
August
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"Trotz
Drangsalierens lebt Ngugis Magie weiter",
betitelt Wahome Mutahi seinen in der Rubrik Lifestyle der
kenianischen Zeitung Daily Nation erschienenen Bericht
über die Versuche, die Publikation des Romans Matigari
des wohl berühmtesten Autors des Landes, →
Ngugi
wa Thiong'o, zu verhindern. →
mehr dazu ·
(Daily
Nation) |
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19.
Juni
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Anlässlich
eines erneuten Besuchs geht Fred Mbugua für die englischsprachige
kenianische Tageszeitung Daily Nation in seinem Artikel
"Das Haus, das James baute"
auf die Wirkungsstätte von
Ngugi wa Thiong'o in seiner Heimat ein,
die Kamirithu Theatergemeinschaft, eines der "bedeutendsten zeitgenössischen
kulturellen Wahrzeichen" des Landes.
→
mehr dazu
·
(Daily Nation, ÜE:
J.K.) |
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23.
Juni
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1999
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Die englischsprachige Wochenzeitung The East African berichtet
in einem Artikel von Paul Redfern über die Hintergründe
der Absage eines Interviews des Präsident Moi-Biographen
Andrew Morton, der damit dem Rat seiner Anwälte folgte.
→
mehr dazu
·
(East African, ÜE:
J.K.) |
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27.
April
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Unter
dem Titel "Verlegerikone stirbt",
berichtet die englischsprachige Tageszeitung Daily Nation
vom Tod "einer der größten Namen in der Geschichte
der Buchverleger Kenias".
Roger Houghton sei am Montag in London im Alter von 71 Jahren
einer Herzattacke erlegen.
"Houghton war", heißt es in der Kurzmeldung weiter, "für
mehr als ein Jahrzehnt - in den 60er und 70er Jahren - der Leiter
des Nairobi-Büros von Oxford University Press" gewesen.
Er sei an der Ausbildung von Buchverlegern wie John Nagenda und
John Ruganda aus → Uganda
und Jonathan Kariara aus Kenia beteiligt gewesen.
Sein soziales Umfeld habe Personen wie Elimo Njau aus Tansania,
Okot p'Bitek und Eli Kyeyune aus →
Uganda
und aus Kenia
→
Ngugi
wa Thiong'o
sowie Philip Ochieng umfasst.
Houghton sei mit einer Kenianerin verheiratet gewesen, die in
den 70er Jahren verstorben sei.
Roger Houghtons Leichnam
werde
am morgigen Tag kremiert. ·
(Daily Nation) |
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26.
Mai
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2001.
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"Entfernt solche Scheusale
aus unserem Schulsystem",
fordert Kenias Daily Nation in einem Bericht über
Prügelstrafe in den einheimischen Schulen ...
→
mehr
dazu · (Daily Nation)
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16. Juli
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BBC
meldet den Gewinn des mit $ 15.000 dotierten Caine Prize For
African Writing, der an den Kenianer
→ Binyavanga Wainaina
für seine Kurzgeschichte Discovering Home gehe. Bei
einem Dinner im Oxford's Bodleian Museum habe die Vorsitzende
der Jury, die ägypt. Autorin Ahdaf Soueif die Story gelobt:
"Eine gekonnte und fein imaginierte Geschichte. Sie bewegt
sich mit Weisheit und Humor sowie Originalität zwischen verschiedenen
afrikanischen Schauplätzen, ein brillantes Zeichen für
die zukünftige Arbeit des Autors." Der in Südafrika
lebende Autor und Begründer des kenian. Literaturmagazins
Kwani? sei ein Reisejournalist, und ein Experte in Sachen
Afrikanische Küche. Als solcher habe er 13.000 Rezepte gesammelt.
Zur diesjährigen Jury gehörte u.a. der Autor
→ Abdulrazak Gurnah.
Im vergangenen Jahr sei der Preis an den nigerianischen Autor
→
Helon
Habila für seine Kurzgeschichte Love Poems gegangen,
die Geschichte eines unter militärischer Herrschaft inhaftierten
Dichters in
→
Nigeria.
· (BBC
NEWS, World Edition) |
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22.
Juli
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Nachdem
er 137 Tage im Koma gelegen hatte, stirbt im Kenyatta Hospital,
Nairobi, der kenianische Journalist, Aktivist für unabhängige
Medien, Dramatiker, und Satiriker Wahome Mutahi. In Kenia
besser bekannt unter dem Namen Whispers, so der Titel
seiner Kolumne in Daily Nations, in der er über
20 Jahre lang das kenianische Leben mit der von ihm geschaffenen
Familie - Familienvater mittleren Alters, Ehefrau Thatcher und
die Kinder Whis Junior und Pajero - karikierte.
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zeit
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los
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Afrikanische Sprüche und Weisheiten:
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16.
September
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2003
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Die
kenianische Tageszeitung The Daily Nation berichtet von
Studentenprotesten in Nairobi nach der Ermordung von Dr. Mbai,
Dozent für Politische Wissenschaften und Vorsitzender des
Dezentralisierungsausschusses der Verfassungsversammlung ...
→ mehr dazu ·
(Daily
Nation)
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14.
Oktober
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2003
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Die
kenianische Tageszeitung Daily
Nation
berichtet von der Initiative einer Nichtstaatliche-Organisation
(→
NGO),
die 150.000
→ Sh
spendete, um Kinder zu unterstützen, die gezwungen sind für
Schuluniformen und Lernmaterial zu arbeiten. Es werde ihnen die
Möglichkeit zu einfachen Farmarbeiten, wie Jäten, Viehhüten
etc., angeboten. Diese Initiative ist Teil eines Pilotprojekts
des African Network for Prevention and Protection of Child
Abuse and Neglect (Afrikan. Netzwerk zur Prävention von
Missbrauch und
Verwahrlosung von Kindern).
(Daily Nation,
ÜE:
J.K.)
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6.
November
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2003
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Die kenianische Tageszeitung Daily Nation
berichtet vom Analphabetentum im Lande und nennt eine Rate von
16 Prozent. →
mehr dazu ·
(Daily Nation, ÜE:
J.K.) |
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2003
|
Die kenianische Tageszeitung Daily Nation
berichtet von Studenten im Lande, die Zuflucht zu illegalen Tätigkeiten
nehmen, um
ihr Studium zu finanzieren.
→
mehr dazu ·
(Daily Nation, ÜE:
J.K.) |
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Bernard
Momanyi und Jane Muholo von der Kenya Times berichten von
einer Attacke auf den kenianischen Schriftsteller Ngugi
wa Thiong'o und seine Frau, das "Paar, das in einem Vergewaltigungsversuch
erniedrigt wurde".
→
mehr
dazu · (Kenya Times,
ÜE:
J.K.) |
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11.
September
|
2004
|
In
seinem Hintergrundbericht für die Kenya Times über
einheimische Sprachen und Dialekte vertritt der Autor Mwangi Muiruri
die These:
"Ngugis Theorie der Mundartliteratur
ist undurchführbar"
Die Rede ist von dem wohl bekanntesten Autor und Dozent des Landes
"Professor →
Ngugi
wa Thiong'o, den man mit Recht Kenias William Shakespeare
nennen könnte". Er glaubt, der einzig sichere Weg, den Respekt
der Jugend für Kultur zu mobilisieren, sei, für diese
in Mundart zu schreiben.
→
mehr
dazu · (Kenya Times,
ÜE:
J.K.) |
9.
Oktober
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2004
|
"Stolz
von Kenia"
In einem mit "Mbothu Kamau & Agenturen" gezeichneten Artikel berichtet
die Kenya Times von "Professor Wangari Maathai, der ersten
afrikanischen Frau, die den Friedensnobelpreis" erhielt und damit
Geschichte schrieb.
→
mehr
dazu ·
(Kenya
Times,
ÜE:
J.K.) |
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10.
Dezember
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Die englischsprachige kenianische Tageszeitung The Standard
bringt einen Artikel über die 34. Graduierungszeromonie der
University of Nairobi, bei der 3673 Studenten ihren Abschluss
erhielten. Neben diesem Bericht, aus dem unverkennbar Stolz herauszulesen
ist, steht u.a. ein Artikel über die korruptesten Einrichtungen
des Landes:
"Polizei führt die Korruptionsliste an"
→
mehr
dazu · (The
Standard Kenya,
ÜE:
J.K.) |
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6.
August
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"Sargmacher lernt fliegen
ohne aufzusetzen"
Unter diesem Titel erzählt Anderson Ojwang' für die
kenianische Tageszeitung The Standard die merkwürdige
Geschichte des Sargmachers Ondieki in der kenianischen Stadt Eldoret.
·
→
mehr
dazu(Standard
Times,
ÜE:
J.K.). |
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9.
Juli
|
2006
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"Maathai macht den Analphabetismus
für den niedrigen Entwicklungsstand verantwortlich"
Mit diesem Titel überschreibt Elizabeth Mwai ihren Artikel
für die englischsprachige kenianische Tageszeitung The
Standard, in welchem sie sich auf die Friedensnobelspreisträgerin
Prof. Wangari Maathai bezieht. Den "weitverbreiteten
Analphabetismus" mache diese für das langsame Voranschreiten
der Entwicklung verantwortlich. →
mehr
dazu · (The
Standard Kenya,
ÜE:
J.K.) |
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15.
Dezember
|
2006
|
Ein Gericht in Nairobi verurteilt die drei Wächter, die vor
zwei Jahren → Ngugi wa Thiong'o
und seine Frau misshandelt und beraubt haben, zum Tode.
→ mehr dazu
·
(KBC, Kenya,
ÜE:
J.K.)
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9.
Februar
|
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In
der englischsprachigen Tageszeitung Kenya Times stellt
Mwangi Muiruri die Frage:
"Haben
Sie je Sex gehabt?"
Es
herrsche zügellose Promiskuität, beginnt Muiruri seinen Bericht,
nachdem er mit seiner provokanten Frage die Aufmerksamkeit der
Leser erregt hat, dies zeige eine kürzlich veröffentlichte Erhebung.
→
mehr
dazu · (Kenya Times,
ÜE:
J.K.)
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10.
April
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2007
|
"Hunderte
fliehen aus ihrer Gemeinde aus Furcht vor einem Racheüberfall",
heißt
es in einem Bericht von David Ochami für die englischsprachige
Kenya Times.
Hunderte Mitglieder der ethnischen Gruppe der Wardei, konkretisiert
Ochami, würden aus Bura fliehen, weil sie nach dem Überfall
vom Samstag auf das Osingo-Dorf im gegnerischen Gebiet Gegenangriffe
der rivalisierenden Orma-Gruppe befürchteten.
→
mehr
dazu · (Kenya Times,
ÜE:
J.K.)
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4.
Januar.
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"Universitäten
verschieben Beginn des Lehrbetriebs"
"Verschiedene Universitäten haben ihre Öffnung
infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen nach den Wahlen
verschoben", heißt es in einem Bericht von Peter
Mutai und Evelyn Ogutu für die kenianische Tageszeitung The
Standard. Unter
den Universitäten, die die Studenten am Donnerstag benachrichtigten,
die Uni nicht zu dem geplanten Zeitpunkt aufzusuchen, befinden
sich: Kenyatta University, United States International University
(USIU), University of Nairobi, Maseno, Egerton und Moi Universities.
An
der Kenyatta Universität hieß es vonseiten des akademischen
Registrierbeamten, die Öffnung sei verschoben bis weitere Nachricht
ergehe.
Ähnlich
Äußerungen werden von den meisten Einzeluniversitäten
zitiert.
Am
Beispiel der Egerton University wird nochmals auf den gewalttätigen
Hintergrund der verschobenen Öffnung eingegangen. Das Management
dieser Uni habe geäußert, die Wege zur Universität
seien aufgrund der Verhältnisse unsicher. Transportdienste
in Teilen des Landes seien erlahmt, das Reisen für Studenten
und die Belegschaft sei unmöglich geworden.
(...)
Der
Beginn des Lehrbetriebs für Universitäten sowie für weiterbildende
Schulen wurde in der Regel um eine Woche, vom 7. auf den 14.
Januar verschoben. ·
(The
Standard Kenya,
ÜE:
J.K.)
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5.
Januar
|
2008
|
→
Ngugi wa Thiong'o wird 70 Jahre
alt.
Tage später wird der renommierte, in den USA lebende Schriftsteller
zu den aktuellen Auseinandersetzungen nach den - mutmaßlich
gefälschten - Präsidentschaftswahlen Ende Dezember
2007 in Kenia Stellung beziehen. Gefragt, ob bei den Auseinandersetzungen
"ethnische Gefühle" eine Rolle spielen, wird er antworten,
dass diese "von den Millionärseliten, die um die Macht
kämpfen, aufgepeitscht wurden". Des Weiteren stellt Ngugi
wa Thiong'o eindeutig einen historischen Zusammenhang her, wenn
er sagt: "Die Gegenwart ist vom Kolonialismus und seinen
Nachwirkungen immer noch stark beeinflusst. Es war schließlich
der Kolonialismus, der den Tribalismus als ein Instrument der
Teilung erfunden hat. 'Teile und herrsche' war das Motto aller
Kolonialisten, sei es der Deutschen, der Engländer oder der
Franzosen. Die koloniale Politik der kenianischen und afrikanischen
Elite verfolgt die schlimmsten Traditionen der kolonialen Vergangenheit
weiter. Unglücklicherweise sind es die Armen, die dazu gebracht
werden, die Armen zu bekämpfen." Auf die von v.
Doris Akrap in Jungle-World gestellte Frage, welche
Rolle der Tribalismus unter den städtischen Jugendlichen in
Kenia spiele, wird Ngugi antworten: "Tribalismus spielte
für den ganz normalen Kenianer nie eine Rolle. Tribalismus ist
ein Mittel der Politik und der ökonomischen Elite der verschiedenen
communities. Es ist die Elite, die sowohl das Stammesbewusstsein
als auch die Feindschaft unter den verschiedenen ethnischen
Gruppen überhaupt erst erzeugt." (Vgl.
"Der
Aufstand droht, Kenia um Jahre zurückzuwerfen", Interview
mit Ngugi wa Thiong'o v. Doris Akrap, in: Jungle-World
v. 10.01.2008).
"Nahrungs- und
Ölkrise droht infolge der gewalttätigen Proteste nach
den Wahlen",
berichtet die kenianische Tageszeitung The Standard.
Die Gewalt nach den Wahlen habe eine humanitäre Krise in
verschiedenen Städten im ganzen Lande ausgelöst.
→
mehr
dazu · (The
Standard Kenya,
ÜE:
J.K.)
"Befürchtungen
über vergiftetes Wasser zerstreut",
heißt es in einem Bericht der kenianischen Tageszeitung
The Standard. Die Nairobi Wasser- und Kanalisationscompany
(Nairobi City Water and Sewerage Company, NWC) trat mit dieser
Meldung an die Öffentlichkeit, nachdem Gerüchte über
Saboteure, die das Wasser vergiftet hätten, zu kursieren
begannen. Auch in Nakuru habe ein Bewohner verlangt, dass Wasserproben
zu entnehmen seien. Aus dem zuständigen Ministerium hieß
es, dass nach Überprüfung regelmäßig entnommener
Wasserproben eine Vergiftung auszuschließen sei. -
Vgl. The Standard Kenya v. 05.01.2008
|
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3.
Mai
|
2008
|
"Kenianischer
Dramatiker Ngugi wa Mirii gestorben",
berichtet die simbabwische Wochenzeitung The Standard.
→
mehr dazu,
· (Standard Simbabwe, ÜE:
J.K.) |
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Anmerkungen:
Quellen
allgemein, siehe → Chronik-Startseite
*
inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus
dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus ©
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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